Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

12.03.2010 | 20:11

Begrabt den Neoliberalismus an der nächsten Biegung der Konjunktur

 Begrabt den Neoliberalismus an der nächsten Biegung der Konjunktur

Unser Problem mit dem Neoliberalismus ist, dass er sich immer wieder durchsetzt, ihm und uns sein Durchsetzugsvermögen aber zu nichts verhilft außer der Ausweitung einer regionalen €- Krise in eine globale Krise, gar Hochrüstung, Krieg, Katastrophen.

 

Warum?.

weil der Neoliberalismus seine Feigheit vor den Freunden politisch vergeblich als Erfolg kommnunziert.

Wer in der Markwirtschaft auf Biegen und Brechen von Rechten der Mehrheit auf Forderungseigentum, Transferleistungen herum kommandiert, als sei Krieg, der ist allzeit, wohl geneigt, das Durchregieren der Hartz IV Gesetze gegen geltendes Verfassungsrecht, der Gestalt, als Erfolg zu kommunizieren, als ob er in Kriegszeiten Lebensmittelkarten einführe!?

Michael Jäger schreibt in seinem Artikel:

www.freitag.de/positionen/1010-fortsetzung-neoliberalismus-regierung-schwarz-gelb

 

Neoliberalismus | 12.03.2010 13:00 |

 Wie sich der Neoliberalismus doch noch durchsetzt

Michael Jäger  

"....obwohl zum Beispiel die Kreditklemme das Abwarten (der Investoren) illustriert".

Das klingt schlüssig, läßt aber auch den Schluss zu, dass die Kreditklemme eben gerade nicht das Abwarten symbolisiert, sondern dem Geld- und Kreditmarkt den Atem zum Abwarten nimmt, insbesondere, wenn es konjunkturell aufwärts geht?

Es ist ja eben ein beachtlicher Unterschied, ob der Investor Moneten flüssig in der Hand hat, mit denen er auf "Günstige Gelegenheiten" zum Investieren wartet, oder zum Bilanz- und Investitons- Stillstand gezwungen ist, weil er eben gerade nicht flüssig ist, sonderden  von den Banken, Finanzdienstleistern  in die monetäre Wüste geschickt bleibt.

Kreditklemmen offenbaren sich ja nicht in konjunkturellen Tälern, sondern beim Weg aus dem konjunkturellen Tal.

In dieser Hinsicht sind zunehmend Unternehmen, Privathaushalte die natürlichen Moneten- System- Partner der Zentral- und Notbanken und immer weniger die Banken, Versicherungen, die systemirrelevant genötigt sind, kreditverklemmt, auf Bilanz- Risiken hockend, wie die Maus auf die Schlange, zu schielen.

Der Liberalismus ist womöglich stets an den Optionen gescheitert, die ihm Mitbestimmung,Demokratie in Gesellschaft und Wirtschaft bieten, weil ihm der despotische Gegner fehlt, aus dessen säkular klerikalen Kern der Liberalismus einst, im Wachstum begriffen, aufgebrochen, sich neben diesem despotischen Gegner eine ökonomische Wiese zu ergatten wußte.

Insofern ist der Neoliberalismus als eine sehr bescheidene Form der Ansprüche, des Ehrgeizes auf die Entwicklung und Entfaltung einer globalen Wirtschaft zu identifizieren.

Der Neoliberalismus führt zwar ständig als "Theophrastus Bombastus" die Globaliserung im Munde, im Grunde aber flieht der Neoliberalismus der Globaliserung auf der Suche nach lokalen Nischen, regionalen Wiesen, wo er kann.

Wenn es dann noch, wie im €- Raum um die Behauptung einer neuen Währung in einer Belastungsprobe geht, ist der Neoliberalismus vollends in seiner permanenten Neigung zur Feigheit vor dem Freund an seine Grenzen geführt.

Warum?,

weil dem Neoliberalismus in einem halbwegs demokratisch verfassten Währungs- und Wirtschaftsraum die Despotie als Herausforderung fehlt. Das ist ein historisches Gepäck des Neoliberlalismus, das auch Gebrechen genannt werden kann.

Gebrechen aber sollte man Niemandem vorwerfen, nicht einmal dem Neoliberalismus.

Am bestens wir begraben den Rest- Neoliberalismus, wie eine Rest- Neurose, in unseren Köpfen in der nächsten Biegung der kommenden Konjunktur- Erholung.

Zwar versucht ein Kern- Europa im €- Raum, aus lauter ökonomischer Ratlosigkeit, angesichts der Notwendigkeit einer Lastenausgleichswirtschaft unter den Regionen statt der reinen Marktwirtschaft,  eine Finanz- Despotieerrichtet, diese endgültig zu etablieren.

 

Aber selbst das wird dem Liberalismus wie Neoliberalismus kaum als Herausforderung reichen, zu alter Blüte, wie einst gegen säkuklare, klerikale Despotien,  gesellschaftlich hoch zu steigen.

 

Der Neoliberalimus welkt sinnentleert lamentierend erdenlos eingetopft dahin, weil der Neoliberalimus nur spielen will, spielen will mit dem Geld der Anderen.

 

Wie gesagt:

"Begrabt den Neoliberalismus in euren Köpfen!"

Nach der Einführung der ersten gesamteuropäischen Währung der Mark unter dem Dach der europäisch orientierten deutschen Fürsten- Monarchie von 1871- 1918 fiel dem Neoliberalismus in seiner Überforderung und ökonomischen Ratlosigkeit nichts anderes ein, als den Kaiser Wilhelm II auf das Schild seiner Kriegsflotten- Politik zu heben, um der Mark als Mäuse- Währung eine Tiger Attrappe überzustülpen.

Das hat zwar im Namen der Mark einige Jahre am Weltmarkt Eindruck gemacht, sich aber im Wege der Militarisierung der Gesellschaft und Ökonomie einer Epochen- Kommandowirtschaft als wirtschaflich entsetzlich wirkender Budenzauber ohne währungspolitische Nachhaltigkeit erwiesen.

Vergesst also den Neoliberalismus als währungspolitisches Instrument und ökonomische Strategie in euren Köpfen, bevor der Neoliberalismus, selbst vergessend, aus seiner Nische stürmend, sich an uns und sich erneut vergeht.

JP

 

 

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 13.03.2010 um 14:41
nachwachsender Artikel:

Aber selbst das wird dem Liberalismus wie Neoliberalismus kaum als Herausforderung reichen, zu alter Blüte, wie einst gegen säkuklare, klerikale Despotien, gesellschaftlich hoch zu steigen.

Der Neoliberalimus welkt sinnentleert lamentierend erdenlos eingetopft dahin, weil der Neoliberalimus nur spielen will, spielen will mit dem Geld der Anderen.

JP
Joachim Petrick schrieb am 13.03.2010 um 14:44
nachwachsender Artikel:

Am bestens wir begraben den Rest- Neoliberalismus, wie eine Rest- Neurose, in unseren Köpfen in der nächsten Biegung der kommenden Konjunktur- Erholung.

Zwar versucht ein Kern- Europa im €- Raum, aus lauter ökonomischer Ratlosigkeit, angesichts der Notwendigkeit einer Lastenausgleichswirtschaft unter den Regionen statt der reinen Marktwirtschaft, eine Finanz- Despotie errichtet, endgültig zu etablieren.

JP
Joachim Petrick
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