Der Bildungschip entpuppt sich nach zwei Jahren als von Bildungsexperten, Laien vorhergesagt angesagter Bildungsflop, als unüberwindbare Bildungsklippe für arme Kinder auf der kommunalen Schippe der monetär unterfinanzierten Gesellschafts- Chancen Wippe.
Arbeitsministerin Ursula von der Leyden wurde von der schwarzgelben Bundesregierung das schöne Kleid ihres familienpolitischen Nimbus gekürzt, schon kam sie,angesichts der BVG- Urteil Klatsche für den Bund propagandistisch als neue Arbeitsministerin lang geschürzt im Jahre 2010 überstürzt mit der Idee eines Bildungschips für Hartz IV- Kinder, um ihr verschlissen unkleidsam sozialpolitisches Ansehen in Bildungshäppchen, Bildungsschnittchen, Bildungschip- Schnäppchen zu Markte zu tragen.
Dass über die Hintertür der Einführung des Bildungschips als
„Hundemarke“
für Kids von Hartz IV-Empfänger/innen eine Ausweispflicht für diese praktiziert wird, focht Ursula von der Leyen, trotz Datenschutz Einrede ihrer Familienminister Kollegin Kristina Schröder, im Jahre 2010 nicht an.
Dass durch die faktisch eingeführte Ausweispflicht für Kinder, Heranwachsende bei alltäglichen Angelegenheiten, die Unbeschwertheit der Kindheit und Jugend Schaden nimmt, wird bisher amtlich noch nicht einmal ansatzweise bedacht.
Dabei ist jetzt schon klar, dass der Bildungschip der kleine Bruder der Riesterrente ist (Auslagerung der gesetzlichen Alterversorgung in die Beliebigkeit privater Versicherungsnunternehmen hier, Auslagerung staatlicher Bildungsaufgabe als Anwalt der Kinder in die Beliebigkeit privater Hände) , um nun, statt der Lobby der Deutschen Versicherungswirtschaft, den Nachhilfekonzernen, Fitness- Ketten zum Wohlgefallen von der Ganzheit der gemeindenahen Bildungspolitik beachtlich Schnittchen- und Häppchenweise ganze Teile abzuknapsen.
Für Nachhilfekonzerne, Fitness- Ketten ist der Bildungschip, beworben nicht beworben, ein gefundenes Fressen, die Armut Kinder auf die Schippe ihres Datenklau Adressenhandels, lokal und global, untereinander, für sich und weltweit aufgestellte Mikrokredithaie zu nehmen.
Die vorhandenen gemeinde- , schulnahen Netzwerke für Nachhilfe durch ältere Schüler/innen, Studenten/innen, werden zertrümmert und zerschlagen, weil sich von denen keiner die Investition für ein Bildungschip Lesegerät in Höhe von ca. 250.- € leisten kann.
Verkommt so unser Bildungsgut als immobil stadtteilnahe, gemeindenahe „Ganztagsschulen Referenz“ an unsere Kinder zum „Gefahrengut“ auf vielen wackeligen Rädern, sozusagen zur Bildung auf Rädern?
Sind die Riesterrente, das Betreuungsgeld, der Bildungschip gar die ersten „Leuchttürme“ einer monetären Infrastruktur für die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), indem sich der Staat mehr und mehr verantwortungslos aus hoheitlichen Aufgaben wie Erziehung, Bildung, Vollbeschäftigung, Wohlstand für alle, Altersversorgung stumm und stillschweigend verabschiedet?
Das schnuppert eben stinkig nach der gleichermaßen fatalen Prozedur bei der Einführung des Betreuungsgeldes im anvisierten Umfang von zwei Milliarden €, unter dem fadenscheinigen Vorwand der Wahlfreiheit ür die Erziehenden, einen Kita- Platz oder das Betreuungsgeld zu wählen, ein absehbares Organisationsverschulden beim Aufbau du der Vorhaltung von Kita- Plätzen in den Kommunen, scheinbar aus allen Koalitions Wolken fallend, vom Stapel laufen zu lassen:
“Das konnte die schwarzgelbe Bundesregierung nicht ahnen, dass so wenig das Betreuungsgeld an Stelle eines Kita- Platzes wählen“.
Viele Erziehende werden schon die Hinfahrt zu privaten Kultur- , Sport- , Bildungseinrichtungen in anderen Stadtteilen, Dörfern, Städten gar nicht leisten können, weil ihnen dazu die finanziellen Mittel durch die Abschaffung des Sozialticket genommen wurden.
Die Folge wird die Öffnung der Büchse der Pandora sein, dass der Bildungschip großartig verteilt, wenig von den berechtigten Empfängern/innen angefordert, geschweige denn genutzt, einen unkontrolliert regen Handel auslösen wird.
Ganz abgesehen davon, dass neben Nachhilfekonzernen, Fitness- Ketten, „Erziehenden“, die Kinder, Heranwachsenden gierig auf diesen Bildungschip mehr und mehr die Hemmung verlieren, diesen anderen Kindern, Heranwachsenden druckvoll lockend abzuhandeln, gar erpresserisch „abziehend“ zu klauen.
Irgendwie wirken Riesterrente, Betreuungsgeld, dieser Bildungschip auf mich wie die folgende kleine Geschichte:
„Es war einmal ein Land, dass hatte seinen Landeskindern versprochen, eine Infrastruktur samt Brücken einer Eisenbahn im Lande u bauen.
Da die bereitgestellten, eingeworbenen Steuermittel, zweckentfremdet, anderweitig verbraten wurden, baute der Landesvater, statt fester Brücken über den Tälern des Entbehrungs- Jammers für die Bahnen, nur fragile Hängebrücken für einzelne Personen, sich über das gemeindenahe Tal des Jammers in die Zukunft zu wagen und angeblich die wunderbare Bildungsaussicht individuell bei voller Wahlfreiheit zu genießen.
Damit der regierungsamtliche „Steuerbetrug“ nicht so direkt auffiele, wurden die Hängebrücken vom Landesvater, der Landesmutter als das Nonplusultra der Neuen Zeit für Bahnstrecken mit einem Millionen Werbeetat medienwirksam flächendeckend angepriesen.“
Nach dieser kleinen Geschichte wird wohl dem Letzten klar, der Zug der Kultur- und Bildungszeit fährt bildungschipfern woanders.
Inzwischen liegen nach zwei Jahren der Einführung des Bildungschip erschreckendes Datenmaterial vor.
Es kam, wie es kommen mußte und noch schlimmer.
"Nicht einmal 50 % der berechtigten Antragsteller/innen haben den Bildungschip, trotz eine Millionen € Aufwands an Bewerrbung, über alle administrativen Klippen erfolgreich beantragt, geschweige denn genutzt."
Bildung als gesellschaftlich verpflichtender Auftrag des Staates sieht anders aus.
Wir brauch direkt personenbezogene Zuschüsse für Klassenfahrten, Mittagstische, den Bau und Betrieb von Ganztags- Schul- und KITA Mensen
20- 30 % der Finanzmittel für den Bildungschip versickern, amtlich verplant, gewollt, in administrativen Zusammenhängen dieses bildungsbürokratischen Monstrums, namens Bildungspaket/Bildungschip.
Wir brauchen, wie die Banken- , Euro Rettungsfond einen sozialpolitisch unbürokratisch gehandelten Rettungsfond.
Allein in Berlin leben 40 % der Kinder durch Zuwendungen aus den Hartz IV Gesetzen
Von geplanten 580 Millionen € wurden bisher nur 129 Millionen abgefragt, der monetäre Überhang verbleibt in den Mommunen zur wundersamen Teil Konsolidierung von deren durch die Bundesländer unterfinanzierten Haushalten?
"Pfui Deibel!,
Frau Arbeitsministerin Ursula von der Leyen,
Sie sollten sich über dieses desaströse Ergebnis nach zwei Jahren Bildungspaket nicht fremd- , sondern selber schämen!
JP
siehe:
www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1715060/
27.03.2012 · 13:10 Uhr
Ein Mädchen hält in dem Kinder- und Jugendzentrum "Die Arche" in Berlin die Hand eines Betreuers. (Bild: AP) Ein Mädchen hält in dem Kinder- und Jugendzentrum "Die Arche" in Berlin die Hand eines Betreuers. (Bild: AP)
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Kultur : Bildungschip, Bildungsflop, Bildungsklippe für arme Kinder
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