Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

13.01.2012 | 03:24

Christian Wulff, der verkannte Geldmarktprodukt Revoluzzer

"Christian, Du unser verkanntes Finanz- und Darlehnsgenie, rette Dich, rette uns!"

Ist Christian Wulff
seltsam laxes Gebaren in Geld- und Kreditangelegenheiten einem höheren Ziel geschuldet, die Rettung in höchster Euronot ums tägliche Brot in aller Welt herbeizuführen?, wenn ja , wie könnte das gehen, wie gelingen?

"Christian, Du unser verkanntes Finanz- und Darlehnsgenie, sag es uns!"

Vorab:

ist es nicht eher so, die EZB, läßt auf Anweisung von Notenbanken der Staaten der Eurozone, Geldmengen drucken, um diese Geldnoten als Liquidität dem Finanzmarkt zur Verfügung zu stellen. Die Banken erhalten das Geld zum Zinssatz von gegenwärtig 1 % (Lombardzinssatz) im Euoraum zugewiesen.

Kaufen die Banken nun Staatsanleihen, brauchen sie  als Sicherheit nicht einmal anteilig Rücklagen als Eigenkapital zu hinterlegen. Nur wenn die Banken mit Privatkunden Kreditgeschäfte machen, werden sie von der Bankenaufsicht (Bafin) genötigt, prozentual der Kreditsumme Sicherheit als Eigenkapital hinterlegt, zu bilden.

Die Zentralbank druckt ständig im Auftrag der Zentralbanken der Staaten der Eurzone, gemäß bestimmten M 3 Geldmengen Faktoren, geldschöpfend neues Geld, stellt altes Geld fällig  und zieht altes Geld wieder ein.

Der Kreditnehmer erhält nur Kredit nach Vorlage von Sicherheiten, die  da sind Einkommen u. a. Werte, gar Bürgschaften von Dritter Seite, die als Genralbürger auch der Staat sein kann und ja  im Rahmen der Rettungsschirme, Rettungsfonds für Banken, Versicherungen, nur noch nicht für Unternehmen, Privathaushalte,  ist.

. D. h. auch der Kreditnehmer erhält monatlich in Form seines Einkommens, Leistungsbezügen, Renten, Pensionen, Forderungseigentums (s. Begriff  bei Prof. Paul Kirchhoff)   frisches neues Geld.

Frage ist vielleicht, brauchen wir ständig ein Kreditvolumen- Wachstum, das ja auch bei der Berechnung des BIP in dieses als Wachstumsfaktor Eingang findet, damit der Geldfluss im Gange bleibt.
Ist Verschuldung also an sich gar nicht das Problem?

Sollte es im Sinne einer Sicherung des volkswirtschaftlichen Wachstums ein Recht auf Schuldenaufnahme, Schuldenablösung für alle Verbraucher/innen, Unternehmen, Privathaushalte geben?

Hat Christian Wulff unwillentlich offen gelegt, wie es mit dem Geldfluss zum Wohle des Weltwährungssystem gehen könnte, wenn er da im ARD/ZdF Interview, cora Publikum, behauptet, er habe einen normalen Verbraucherkredit in Form eines Innerbanken Geldmarkkredites zu 0. 9 - 2. 1 % befristet auf 3 Monate Laufzeit erhalten?

Wenn das bei Christian Wulff so ging, warum sollte das für alle Bürger/innen nicht auch gelten?

"Wir wollen nur das, was der Christian Wulff gekriegt hat. Nicht mehr und nicht weniger."

Ist Christian Wullf ein finanzpolitisch verkannter  Revolutionär, dem es nur an Traute, an Courage fehlt, sich offen dazu zu bekennen?

Sind die Gründe der gegenwärtigen Weltfinanzkrise also wo ganz anders zu suchen, denn bei den Banken, Versicherungen, der Staatsverschuldung vieler Länder?

Liegen die Gründe in der Kapitalstockbildung von Staats- , Pensionsfonds der erdöl- , gasexportierenden Länder, die mit ihren gigantischen Geldmengen, Gewinnen aus der Produktion, dem Handel mit Erdöl, Gas u. a. Ressourcen täglich Gefahrenlagen heraufbeschwören, durch computergesteuerte Handelssysteme weltweit Verwerfungen an den Kapitalmärkten, den Börsen für Währungen durch gigantische Handelsvolumia im Sekundentakt hervorrufen, statt das gebildet, aufgestockte Kapital aus dem Wohlstands- Vermögen aller Völker direkt weltweit, lokal und global, in die realen Wirtschaften vor Ort wirschaftsfordernd, -fördernd zu investieren?

Wurden die Rettungsschirme, Rettungsfonds für Währungen, wie den Euro, gar nicht wg. Gefahrenlagen der systemrelevanten Banken, Versicherungen gebildet, sondern wg. der Gefahrenlagen, die die weltweit agierenden Staats- und Pensionsfonds, getrieben von Hedgefonds, nahezu  ohne Kreditlimit, täglich neu herauf zu beschwören drohen?

Wurden diese Rettungsschirme, Rettungsfonds für Wärungen den, wetweit aufgestellt, bestehenden Staats- , Pensiionsfonds im Volunmina "Pi mal Daumen" nachgebildet, ohne die eigentlichen Gefahrenszenarien, die diese täglich heraufbeschwören, auf die Agenda der G 20 Staaten Gipfeltreffen zu setzen?

Wurde dabei vernachlässigt, dass die Rettungsschirme, Rettungsfonds, im Gegensatz zu den Staats-, Pensionsfonds, die auf exorbitant volkswirtschaftlichen Wohlstandsgewinnen ruhen, fremdfinanziert sind, d. h. auf Basis der Verschuldung der beteiligten Staaten, Länder erst entstanden sind?

Kann da die Finanztransaktionssteuer der Beginn einer Entschleunigung der Gefahrenlagen Heraufbeschwröung durch diese, vagabundierend, weltweit  agierenden Staats- und Pensionsfonds sein?

Ich meine ja und zwar sofort!

Bisher erleben wir Bundespräsident Christian Wulff eher als jenen, der, polarisierend, alte Lagerkämpfe neu belebend, heraufbeschwören will, um sich im Staub der Tumulte über diese, weiterhin ungestört, einen schlanken Fuss im Bundespräsidentenamt zu machen und gleichzeitig dem neuen Gechäftsmodell der Medien, im bunten Blätterwald, Radio, TV, Internet, der engagierten Empörungskultur, nach dem Abklingen des Geschäftsmodells der ideologischen Lagerkampfkultur  während der Heissen und Kalten Kriege, das Wasser durch seine gezielte "Desinformationspolitik" "Muss mein Verhältnis zu den Medien neu ordnen!" abzugraben.

Was wäre, wenn Christian Wulff als Bundespräsident sein bisher fragiles Verständnis in Kreditangelegenheiten offensiv entschieden im oben genannten Sinne vertreten würde?

Wäre das die Rettung vor neuen Gefahrenlagen an den Weltfinanz- und Währungsmärkten und Lösung vieler Probleme, selbst der seinigen?

Wenn sich dann Bundespräsident Christian Wulff, offensiv bekennend, für meine alte Idee erwärmen könnte, alle Privathaushalte in der Eurozone erhalten Geldmarktkredite, wie jetzt jüngst Christian Wullf,  zu 0.9- 2. 1 %, die sie zum Teil verpflichtet, in den Kauf von Staatsanleihen der Eurozone zu Zinssätzen ab ca. 4 % anlegen, um privat Rücklagen als Sicherheit zu bilden, schon wären wir, weltweit beispielgebend, nicht nur aus dem Häuschen, sondern ganz aus dem Schneider mit der Finanzierung der Staatshaushalte aller Länder in der EU.

Würde auf dieser Basis ein ganz anderes Erziehungs- ,  Bildungs- , Ausbildungs- , Weiterbildungs- , Sozial- , Altersversorgungssystem entstehen können, das die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) in seiner volkswirtschaftlich gestaltenden Wirkung bei Weitem nachhaltig übertrifft?

Was die Banken, Versicherungen nicht mehr leisten wollen, nicht mehr systemrelevant leisten können, leisten dann europaweit systemrelevant die Privathaushalte, ganz der Devise verpflichtet
"Geld das bleibt!"
 als verlässliche Anleger/innen in Staatsanleihen ihrer Länder bzw. des kommenden Finanzproduktes Eurobond.

1948, dem Jahr der Einführung der Deutschen Mark (DM) nach einem Währungsschnitt  der Reichsmark (RM),  wie heute entfalten Währungsräume den hochgerüsteten Charme von monetär bewaffneten Festungen, die den Rest der Welt wirtschaftlich an den ssogenannten Entwicklungs- Tropf legen oder ganz ausschließen?

Möglicherweise sind ja die sogenannten systemrelevanten Banken, Versicherungen längst die untauglichen Partner einer weltumspannenden Geld- , Finanz- und Währungspoltik, die diesen Namen verdient?

Vielleicht sind die natürlichen Partner dieser lokalen und globalen Währungspoltik die Privathaushalte in aller Welt, denen der Status von Unternehmen zugestanden wird?

In der Finanzwelt ist ja Einiges schon deshalb aus dem Lot geraten, weil Elefanten, Nas- und Trockenhörner, wie die Staats- , Pensionsfoonds der reichen Staaten, voran der erdöl- , gasexportierenden Länder, mit ihrem namenlos gehortet aufgestapelten  Vermögen aller Völker,  die sogenannten Systemrelevanten Mäuse, namens Banken, Versicherungen, ausgewildert auf deregulierten Finanzmarktwüsten, im Sekundentakt gemütlich ficken wollen, was einfach anatomisch nicht geht.

Interessant ist da das Spiegel Gespräch "Geld braucht Gestze" ( Der Spiegel 52- 62- 2011)  mit Hilmar Kopper, dem "Peanuts" Ex- Chef der Deutschen Bank, der genau, unerhört, vor der vermögensvernichtenden Wirkung dieser Finanzgiganten, diesen Staatsfonds, Pensionsfonds warnt, ohne diese verteufeln zu wollen.,

JP

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 19:38
Mich beschäftigt insbesondere die Existenz von diesen gigantischen Staatsfonds, Pensionsfonds und ihre Wirkung auf das Weltfinanzklima. Wenn ich da im Bild des Klimas bleibe, erleben wir da eine Aufheizung des Weltfinanzklimas mit der Folge, dass zuviel "Geldfeuchtigkeit" als dunkle Wolken, Orkane, Tornados, Hurrikans, Windhosen unheilschanger in der Atmosphäre hängt?

siehe dazu auch:

www.freitag.de/community/blogs/exkoelner/das-kreditbasierte-waehrungs-system-schuldgeld

12.01.2012 | 22:19 exkoelner
Das kreditbasierte Währungs-System (Schuldgeld)
schuldgeld schuld-geld kreditbasierte währung schulden

Hallo,

seit der Euro-Krise muß man sich ja weit mehr mit so "spannenden" Themen wie Geldsystem, Währungssystem, Wertschöpfung, Kreditzinsen, SWAPS blabla beschäftigen, um einigermassen nachvollziehen zu können was da so passiert, ätzend genug.
Joachim Petrick schrieb am 13.01.2012 um 21:45
ergänzt

1948, dem Jahr der Einführung der Deutschen Mark (DM) nach einem Währungsschnitt der Reichsmark (RM), wie heute entfalten Währungsräume den hochgerüsteten Charme von monetär bewaffneten Festungen, die den Rest der Welt wirtschaftlich an den ssogenannten Entwicklungs- Tropf legen oder ganz ausschließen?

Möglicherweise sind ja die sogenannten systemrelevanten Banken, Versicherungen längst die untauglichen Partner einer weltumspannenden Geld- , Finanz- und Währungspoltik, die diesen Namen verdient?

Vielleicht sind die natürlichen Partner dieser lokalen und globalen Währungspoltik die Privathaushalte in aller Welt, denen der Status von Unternehmen zugestanden wird?

In der Finanzwelt ist ja Einiges schon deshalb aus dem Lot geraten, weil Elefanten, Nas- und Trockenhörner, wie die Staats- , Pensionsfoonds der reichen Staaten, voran der erdöl- , gasexportierenden Länder, mit ihrem namenlos gehortet aufgestapelten Vermögen aller Völker, die sogenannten Systemrelevanten Mäuse, namens Banken, Versicherungen, ausgewildert auf deregulierten Finanzmarktwüsten, im Sekundentakt gemütlich ficken wollen, was einfach anatomisch nicht geht.

Interessant ist da das Spiegel Gespräch "Geld braucht Gestze" ( Der Spiegel 52- 62- 2011) mit Hilmar Kopper, dem "Peanuts" Ex- Chef der Deutschen Bank, der genau, unerhört, vor der vermögensvernichtenden Wirkung dieser Finanzgiganten, diesen Staatsfonds, Pensionsfonds warnt, ohne diese verteufeln zu wollen.,

siehe:

www.spiegel.de/spiegel/print/index-2011-52.html

SPIEGEL-GESPRÄCH - "Geld braucht Gesetze": Hilmar Kopper war einst der mächtigste Banker Deutschlands. Nun zieht der 76-Jährige Bilanz. Im Chaos der Märkte erkennt er drei historische Grundkonstanten - die guten Seiten der Menschheit gehören nicht dazu.
exkoelner schrieb am 14.01.2012 um 03:46
Eine Menge Text, saperlott! Und die Banken können das auch ...

Weniger ist oft mehr, fällt mir da direkt ein. Denn warum die geneigte Öffentlichkeit dem ganzen Euro ja, Euro nein Spiel so gespannt und doch gleichzeitig hilflos zuschaut ist wohl auch dem Fakt geschuldet, ab einem hohen Komplexitätsgrad werden mehrheitlich die, die es betrifft (im wahrsten Sinne des Wortes, sie machen wie immer ihren Job, mit Euro, Dollar oder meinswegen D-Mark wie immer, der Bauer fährt aufs Feld, der Schuster bleibt bei seinen Leisten, die Friseuse macht irgendwem die Haare, usw. und ab Tag X gibts keinen brauchbaren Gegenwert mehr für ihre Arbeit, obwohl sich sonst eigentlich nix geändert hat, macht betroffen ...) abgehängt.

In einem absurden Spiel, durch einklagen der Unter-Spielregeln doch noch zu den Gewinnern zu gehören, macht das wirklich Sinn? Für mein Gefühl macht da eher eine Grund-Diskussion über die Spielregel im gesamten eher Sinn, oder ich mache dann etwas, was alle Spielregel-Verdrossenen tun, ich spiel nicht mehr mit!

Konsequent müßte ich dann aber als selbstversorgender Schrat aufs Land ziehen, und ich mag Berlin so gern ... hm? Ich mein ja nur, fragen sollte doch ok sein, oder? Und wenn etwas nicht funktioniert, doch doppelt, oder? Und ich weiß, der Mensch an sich ist überraschend, spannend, kreativ ... da geht ne Menge! So negativ-Zeugs kann man doch auch immer als eine Herausforderung betrachten ... lass mal machen! Ob Herr Wulff 0,9 oder 2,1% Zinsen bezahlt hat, ist doch eigentlich einerlei - ob Jemand der was macht, nen Haus baut, ne Firma gründet oder ob Jemand sich dafür nen Flachbildfernseher kauft, das sollte doch eher den Zins-Unterschied erklären - oder nicht?
Joachim Petrick schrieb am 14.01.2012 um 13:03
exkoelner schrieb am 14.01.2012 um 03:46

"Eine Menge Text, saperlott! Und die Banken können das auch ... "

Schmissig gelungen, flott formuliert, aber nichts zur Sache der Elefanten, sprich Staats- , Pensionsfonds.

Kommt da noch was?
Joachim Petrick schrieb am 14.01.2012 um 13:07
@exkoelner

"Ob Herr Wulff 0,9 oder 2,1% Zinsen bezahlt hat, ist doch eigentlich einerlei - ob Jemand der was macht, nen Haus baut, ne Firma gründet oder ob Jemand sich dafür nen Flachbildfernseher kauft, das sollte doch eher den Zins-Unterschied erklären - oder nicht?"

Dabei geht es aber vor allem um die Frage, ob Wulff sich an Regeln hält, die er nach außen von Amtswegen selber vertritt, aber mutmaßlich über die Raffinessen von neudeutschem Sponsoring (s. Monitor Report) zum eigenen Vorteil zu Lasten des Allgemeinwohls unterläuft
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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