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Kultur : "..dann bin ich mal unfehlbar, wenn ja, wielange?,

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"Besser nicht?"
"Unfehlbarkeit" eine elektronische Meinungsfußfessel?

"Unfehlbarkeit" in sogenannter höchster Lehrgewalt (ex cathedra) und das Recht auf persönliche Meinungsfreiheit.

Nein! Nein!,
das mag ich, das will ich mir nicht vorstellen, meine Meinung als Blogger zu oder in einer bestimmten Angelegenheit würde in der Freitags- Community mit dem Status höchster Lehrgewalt versehen unfehlbar "ex cathedra" durch die Modeeration gestellt.
Mir käme die Verleihung der höchsten Lehrgewalt
"ex catedra" wie eine elektronische Meinungsfußfessel vor, die jedes Mal zu piepen beginnt, wenn ich mich auch nur einen Hauch von Deut abseits meiner hinterlegten Meinung begebe. Was für ein Horror.
Wo ich doch gerne binnen einer Strunde nach eingehender Lektüre von Büchern, Zeitungen, darunter das Meinungsmedium der Freitag gerne meine Meinung von vorhin gegen eine andere, gar bessere tausche.

Gut!,
ich könnte das verstehen, wenn mein Umfeld, wie damals das Umfeld des Papstes Pius IX, dann Papst Leo XIII, die Furien der Kurie im Vatikan zu Rom im Jahre 1870, mitten im heraufdämmernden Kulturkampf mit dem späteren Deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck, einhellig mit inquisitorischem Nachdruck meinte, es müsse ein Ende mit der Beliebigkeit der Meinung des Papstes nach morgendlichem Bade, Gemütsverfassung, Einflüsterung, Briefing von unbekannter dritter, ganz himmelhochstehender Seite, Laune, Hören und Sagen haben.
Weshalb es dann im selber Jahr zur Unfelhbarkeitserklärung des Papstes "in höchster Lehrgewalt "ex cathedra" kam.

Aber so bin ich ja gar nicht sortiert. Launen kann ich mir fast gar nicht mehr leisten, die Furien der Kurie sind mir zum Glücke fern, zu morgendlich ausgiebigen Bädern bin ich zu faul, da muss eine kalte Dusche reichen.
Für Einflüsterungen fehlt mir das Organ, das Hören und Sagen nehme ich nicht aus zweite, gar dritter Quelle auf dem Silbertablett oder sonstwie als Briefing entgegen, sondern organisiere mir das, von Thema zu Thema, in Art eines anberaumten Coaching ganz legal, selber.

Insofern bewege ich mich "außer Gefahr" als ausgemachter "Gefährder" meiner eigenen Meinung von Gestern identifiziert, mit einer elektronischen Meinungsfessel versehn zu werden!, oder?
Der Altkanzler Konrad Adenauer, meinte ja wiederholt, auf Nachfrage oder vorbeugend ungefragt
"Wissen Sie, meine Damen und Herrren, was interessiert mich mein Mist von gestern, wenn ich heute Besseren finde!"

Da bin ich mir als Blogger so was von sicher, dass ich auf keinen Fall so ein Meinungskorsett, wie die Unfehlbarkeit
"in höchster Lehrgewalt" (ex cathedra)
erlangen möchte, da sei die Freitags Community, da sei das World Wide Web, das www.Internet.eu, ; davor.

Na ja!, und überhaupt, hat die Unfehlbarkeit von Meinungen, ist diese erst einmal für alle Blogger/innen im Internet etabliert, auch noch unkalkulierbare Nebenwirkung in steuerlichen Angelegenheiten.
Selten kommt ein Kreuz allein. Das zweite Kreuz könnte u. a. die gleichzeitige Einführung einer Meinungssteuer für unfehlbar gestellte Meinungen in bestimmten Angelegenheiten darstellen.
So eine Meinungssteuer könnte mit einer Klausel versehen sein, die bei Ablegen einer bestimmten Meinung vor einer bestimmten gestzlichen Frist, trotz oder wg. Unfehlbarkeitsanspruch, die Wirkung einer Spekulationssteuer entfalten

Nicht auszudenken.

Ganz abgesehen davon, dass die Unfehlbarkeitsstellung von Meinungen zu bestimmten Angelegenheit
"in höchster Lehrgewalt "(ex cathedra)
einen massiven Eingriff in das persönliche Recht auf Meinungsfreiheit, auf das unveräußerliche
"Errare Humanum est"
darstellt.

Sollte das World Wide Web, Internet, deshalb nicht nur die Meinungsfreiheit, das Recht auf Irrtum für Gumminbären, sondern, rückwirkend bis ins Jahr 1871, auch für alle Päpste fordern & fördern?

JP

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.