Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

29.04.2011 | 23:51

Die Royals, William & Kate, in der militaristisch uniformen Falle?

Bewegen wir uns seit dem Jahre 1914 monarchistisch adelig betrachtet auf äußerst dünnem Eis?, angesichts asymmetrisch herbeigeführt unbewältigter Weltwirtschafts- , Finanz- , Ressourcenkrisen, bedroht,  in alte Strukturen von Kommandowirtschaften, gar des globalen Miltarismus zurückzufallen?

Interessant ist, dass die Royals Europas erst im Vorwege und dann richtig mit Beginn des Ersten Weltkrieges, 1914- 18, so militaristisch ekelhaft monströs drapiert, mit tödlich grinsenden Orden übersät, daherkommen, als wäre die Bronzezeit erneut und immer wieder, wie eine Welt- Pandomie, Epedemie krankmachend ausgebrochen.

Siehe der folgende Faschismus in Europa, Polen, Italien, Deutschland, Ungarn, Bulgarien,Rumänien, Spanien, Portugal, die kaiserliche Militärjunta Japan, Militärregime in Argentinien, Griechenland, Paragua, Chile, Brasilien, Thailand, Indonesien, Philippinen, Malaysia, Peru, Kuba.

Nicht von ungefähr ist die Oktoberrevolution 1917 so militaristisch geraten, weil ein Weltkrieg voll im Gange war.

Bedenken wir die folgenden Paraden nach 1918 auf dem Roten Platz, mit Stalin als Zar von eigenen sozialistisch monarchistischen Adels Gnaden.

Wir bewegen uns folglich n. m. E. seit dem Jahre 1914 monarchistisch adelig betrachtet auf äußerst dünnem Eis.

Die Medienwelt feiert da doch gestern am 29. pril 2011 nicht die Hochzeit eines zivilen Prinzenpaares einer demokratischen Zivilgesellschaft in England, sondern befeuern den britischen Militarismus des Commonwealth of Nation
"auf Deubel komme auf die Rutsch in der güldnen Prunk & Prasser Kutsch, heraus",
sondern die Medienwelt feiert ein junges Hochzeitspärchen, das in den Dienst des britischen Militarismus als dessen sogenanntes "menschlichem Antlitz" gestellt wird.

"Aus die Maus!"?

Die angeblich gefühlte Überlegenheit des Adels Ehrgeiz schrumpft in der realen Wirklichkeit enorm uniform auf das Soldateska geifernde Format militaristischer Kommandowirtschaften im vollen Wichs von verschlissenen  Uniformen an der Bürgerkriegsfront in der Heimat, siehe Syrien, Libyen, Bahrein, Jemen u. u..

Frage:
"Sind Prinz William und seinen Kate naiv und unschuldig, dem Hof Protokoll & Zeremoniell folgend, blaublütig wie blauäugig in diese militaristisch uniformierte Falle geraten, oder sind sie schon lange aus Überzeugung deren überzeugt kommunizierende Protagonisten an vorderster Royal Front?

Diese Frage war und ist selbstverständlich nur rhetorischer Natur  für allzu zarte Gemüter gemeint.

In dieser Demokratien republikanischer Prägung  anfechtenden Zeit des militaristisch aufgemotzten Mottenpulver Glamours der royalistischen Vermählung eines, ach so jungen Paares "Prinz William und seine Kate" gehen vielleicht noch rhetorische Fragen, aber kaum noch moralische Fragen mit und auf historischen Hintergrund Bezug der Monarchien Europas und der Welt der letzten zwei Hundert Jahre unangefochten protokollarisch glatt als Debattenbeitrag durch.

Selbst bis hinein in die Sympatiesantenkreise der Linkspartei, eins, zwei, drei, gibt es ach so ganz apart zarte Seelen, die einfach die lächelnde Härte des britischen oder sonstwie schneidiig forsch daherkommenden Militarismus im Michal Jackson Uniformgewande Look der verhohlenen wie unverhohlenen Art sowenig zur Kenntnis nehmen wollen, wie die radioktive Strahlung aus AKWs, die so geschmacklos unangefochten ihr Unwesen, wider die Natur, von Amtswegen treibt.

JP

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Die Entfaltete Frau schrieb am 30.04.2011 um 00:31
Lieber Herr Petrick,

das war wohl nur eine rhetorische Frage?

Gehört Prince William nicht demselben Militär an, das sich gerade in Libyen so hübsch austobt? Was die schnuckelige Katie betrifft, naja, ihr reicht vielleicht das Landfrauen-Dasein, wenn der Prinz ab und zu vom Kriegführen ins Schloss geritten kommt ... aber wer weiß, vielleicht will sie auch noch in die Schlacht ziehen, Diana war ihre Kriegslust in der Ehe ja auch nicht auf Anhieb anzusehen.
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 00:53
@Die Entfaltete Frau

Jawohl die Frage war und ist nur rhetorisch für allzu zarte Gemüter gemeint.

Vielen Dank liebe "Die Entfaltete Frau"
für diesen direkten schnörkelosen Beistand in dieser uns anfechtenden Zeit des militaristisch aufgemotzten Mottenpulver Glamours der royalistischen vermählung eines ach so jungen Paares.

Auch in hier der Linken FC gibt es ach so ganz apart zarte Seelen, die einfach die lächelnde Härte des britischen oder sonstwie daherkommenden Militarismus im Michal Jackson Uniformgewande der verhohlenen wie unverhohlenen Art nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wie die radiaoktive Strahlung aus AKWs, die so geschmacklos unangefochten ihr Unwesen wider die Natur treibt.
Die Entfaltete Frau schrieb am 30.04.2011 um 01:01
Es war doch aber auch alles so schööön. So schööön wie das blaue Wasser für die eleganten Brennstäbe. So schööön und sauber. Und noch schöööner als der gutte Plagiator mit seiner bismarckschen Afghanistan-Flüsterin.
Ach, wären wir doch alle so schööön zart.
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 01:11
@Die Entfaltete Frau

"Es war doch aber auch alles so schööön. So schööön wie das blaue Wasser für die eleganten Brennstäbe. So schööön und sauber. Und noch schöööner als der gutte Plagiator mit seiner bismarckschen Afghanistan-Flüsterin.
Ach, wären wir doch alle so schööön zart."

Ach dieses herrlich Royal Blau so bla bla so schööööööönnn blaaaaaauuuuuuuuuuuu
Wenn schon allgemeine Hirnerweichung auf mediales Kommando dann wenigstens im amtlichen legalisierten Sccchhhhhöööönnnhhhhhhhhheeeitttttttttssssswwwaaaaaahhhnnnsssssssssiiiiiiiinnnnn!"
apatit schrieb am 30.04.2011 um 08:16
Adel
"In der Habsburgermonarchie wucherte die Titelsucht so heftig, dass Witzbolde einen "Verein gegen die zunehmende Veradelung des Volkes" gründeten. Franz Joseph I. wurde in Wien scherzhaft "Sehadler" genannt. Begründung: Wen er sieht, den adelt er.“ (Verfasser unbekannt )
Ich frage mich ob wirklich alle wissen, was die Traditionen und Taten der bunten Uniformträger waren und sind. Gerade England mit seinen Kolonien, auch wir Deutsche haben und da nicht mit Ruhm bekleckert. ( Sklaverei, Ausbeutung ) Dann juckt wo manch einen noch die Säbelspitze oder träumen von modifizierter Raumvorstellung. Aber irgendwie passt das alles ins Bild, auch was so in Fragen Krieg abläuft. “ Der Krieg steht in keinem Widerspruch zu den Grundlagen des Privateigentums, er stellt vielmehr eine direkte und unvermeidliche Entwicklung dieser Grundlage dar.“ Verstaubte Schwarten ( Bücher ) geben da ganz toll Auskunft. Manchmal verplappert man sich auch, wie in Afghanistan – das hat dann aber Konsequenzen. Royal Blau und die Messingspitze der Pickelhaube leuchten ja auch so schön in der Sonne.
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 09:59
@apatit

"Franz Joseph I. wurde in Wien scherzhaft "Sehadler" genannt. Begründung: Wen er sieht, den adelt er.“ (Verfasser unbekannt )"

köstlich diese Pointen Kostbarkeit.
Danke!
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 10:01
bei Hofe vom Vorköster zum Vor- Adler
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 10:01
bei Hofe, vom Vorköster zum Vor- Adler
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 10:01
bei Hofe, vom Vorköster zum Vor- Adler
poor on ruhr schrieb am 01.05.2011 um 21:32
@JP

Danke. Gerne gelesen. Auch inhaltliche Zustimmung und glaube auch nicht dass sich dies und die teilweisen Spinnereien in meiner nicht zu gelassenen Hofberichterstattung ausschließen. ;)

Hoffe, dass Du einen schönen 1ten Mai hattest.

Herzliche Grüße

por
Joachim Petrick schrieb am 01.05.2011 um 22:22
Hallo por

"......nicht zu gelassenen Hofberichterstattung ausschließen. ;) "

wie das?
poor on ruhr schrieb am 01.05.2011 um 22:26
@JP

Ich musste arbeiten. Ich konnte mich nicht vor die Glotze setzen ;)

por
Joachim Petrick schrieb am 01.05.2011 um 23:39
Mensch por!

Jetzt verstehe ich die Real Pointe Deiner Satire!
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
Ort:
Hamburg
Mitglied seit:
3 Jahre 13 Wochen
Zuletzt aktiv:
25.05.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 916
Kommentare: 9579
Mein Projekt:
Logbuch
19:10
Scharfenorth hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
19:10
anne mohnen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:07
anne mohnen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:04
Technixer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
19:03
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG