Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

Frieden – Wie geht das?

Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

Zur Empfehlung
Meine Frau weint

Meine Frau weint

Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

Zur Empfehlung

Kultur : EHE, oder ehe der Hahn kräht.

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Zweitgeborene als verlorene Söhne im Unruhestand

Der Ehestand ist tief in archaisch verwachsenen Wurzeln verankert.
Von Anbeginn.
Ich glaube, es war vor Beginn der Steinzeit, also mehr zur Kreidezeit hin, als die Menschen nichts außer Kreide zum Essen vorfanden. Seit diesen frühen Menschheits- Tagen heißt es einhellig in allen Völkerstämmen auf Erden bis heute:

"Ehe Dir die Tochter als solche Kosten für das Erlernen des Lesens & Schreibens verursacht, muß die Tochter, ehe der Hahn des Morgens auf dem Misthaufen kräht, auf
"Gedeih & Verderb"
wahllos mit einem Mann verbandelt sein, als Frau von dannen ziehen.
Besser Gestern, denn Morgen.

Dieser verheiratet verbandelte Status und Stand der Töchter, die zur Frau geworden, heißt seitdem bis heute "EHE".

Mit den Söhnen war es ähnlich, soweit diese Zweitgeborene waren. So wurden zweitgeborene Söhne, ehe diese eine unbändige Neugier & Wissbegier auf das Lernen des Lesens & Schreibens entwickelten, als verlorene Söhne von Haus und Hof gejagt, die sich als Knechte, Krieger anderweitig vedingen sollten und mussten.

Seltsamer Weie heißt dieser Status der zweitgeborenen Söhne nicht "EHE", sondern "Unruhestand", der bis heiute allerorten gefürchtet wird.

JP

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.