Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

06.06.2011 | 21:14

Fünf Tibeter passen auf keine deutsche Kuhhaut

Was die Fünf Tibeter in Deutschland erleben, geht auf keine Kuhhaut

Einen von den berühmten Fünf Tibetern habe ich in Hamburg zum Freund.

Bloggerin Claudia schreibt im Blog von Daniel Schneider:

 http://www.freitag.de/community/blogs/daniel-schneider/sozial-ist-was-arbeit-schafft

06.06.2011 | 10:53
Sozial ist, was Arbeit schafft?

>>…dafür gibt es das sozialamt das hier unmittelbar hilfe leisten muss.<<
>>…Somit ist niemand gezwungen solche "Sklavenhändler" zu bedienen.<<
Das Ganze heisst Hartz4 und ist mit dem Zwang verbunden, jeden Job anzunehmen. Unter Hartz4 gilt dass jede Arbeit zumutbar ist.* Das „verdiente „ Geld liegt oft unter der Hartzschwelle und kann „aufgestockt“ werden. Gerade damit ist die verschärfte Ausbeutung legitimiert worden, bei allen Arbeitsuchenden, nicht nur bei Haftentlassenen.

*Die Auskunft habe ich von einer Vermittlerin der münchner Agentur für Armut...."

Interessant.
Jetzt aber kommt der Hammer. wohnungslose Haftentlassene erhalten wie ander Wohnungslose, von Wohungslosigkeit bedrohte Bürger/innen, bildungsnah und bildungsfern, kein Hartz IV, solange sie keine Wohnung oder Unterkunft nachweisen können.

Selbst Dienststellen für hochtrabend sogenannten
"Drohenden Wohnungsverlust/Bestehende Obdachlosigkeit" 
in den Bezirken Hamburgs heissen nur noch so, vermitteln selber aber, personell ausgedünnt, meist überfordert, dem Burnout nahe, unterqualifiziert, gar keine Wohnungen mehr, nicht einmal  über Dringlichkeitsscheine, die in Hamburg
immerhin gar nicht schlappe € 17. 50/Person/Antragsteller/in kosten.

Da werden sprachunkundige Bittsteller/innen auf die persönliche Wonhungs- /Zimmersuche in den Lokalzeitungen, aufs Internet verwiesen und das in einem Hamburg der Gourmets- , Hundehalter/innen und Pfeffersäcke an der Elbe, Alster, Bille, Iserbek, Flottbek, Eilbek, Ilmenau, das aus hochnäsigem Prinzip
"Alles wird der Wonhungsmarkt selber richten" 
keine Sozialwohnungen für soziale Härtefälle mehr im städtischen Wohnungsbestand, soweit überhaupt noch vorhanden, sowie in Wohnungsbaugenossenschaften vorhält.

Wer keine Wohnungsadresse nachweisen kann, wird von Ämtern in den nächsten Hamburger Bezirk, in die nächste Stadt in Schleswig- Holstein, Niedersachsen,  verwiesen und zurück, der hat auf dem ersten, zweiten, dritten letzten Arbeitsmarkt keine Chance, geschweige denn Rechte.

Die BVG in Berlin, der HVV in hamburg mag ja schon, aufgrund der Abschaffung des Sozialtickets für Wohnungslose, Adressenlose,  Abwesenheit des Nulltarifs für untere Einkommensbezieher/Einkommenslose, dramatische Zahlen an Warnschuss- /Kurzzeithäftlingen (Haft an Geldstrafe Statt ) produzieren, aber was die Handybetreiber Vodafone, Mobilcom, Telekom, Q2, Hansenet, Alice, Telefonica u. u. an Warnschuss- /Kurzzeithäftlingen (Haft statt Geldstrafe) produzieren, geht auf keine soziale Kuhhaut zu Lasten der Haushalte der Bundesländer, Kommunen mehr.

Einer der schärfsten Fälle, den ich kenne, ist, dass
"Fünf Tibeter auf keine soziale Kuhhaut mehr in Deutschland gehen",
ist ein Freund aus Tibet von mir, der ein großartig höflich wie tapferer Schweiger vor dem Dalai Lama  ist, monatelang Post , erst von einer Videothek aus hamburg- Altona, , dann von einem Inkassobüro, schließlich vom Gerichtsvollzieher, mit privatim Handy- Nummer,  inkl. Haftbefehl erhält, weil er Zahlungserinnerungen, Mahnungen, Aufforderungen zu Einsprüchen, Widersprüchen versäumt, nicht fristgemäß nachgekommen war.

Es stellte sich Folgendes heraus.
Mein tibetischer Freund hatte im Jahre 2009 einen DVD- Film von einer Videothek in Hamburg- Ottensen ordnungsgemäß als Kunde angemeldet, entliehen, war damit zu einem Freund in dessen Wohnung am Hamburger Hauptbahnhof im Steindamm gefahren, hatte nach dem Schauen des DVD Films diesen, samt der zurückgelassenen DVD,  aus seinem Gedächtnis gelöscht.

Nun kommts.
Der Staat macht sich zum Büttel von privaten Inkassobüros, indem er nach unbesehener Sachlage, nur nach konstruierter Aktenlage zum willigen Inkassohelfer wird, der die volle Macht des Staates entfaltet, weil in diesem Fall (DVD- Miete/Tag 1. 20 €) wundersam eine Forderung der Videothek, samt Gebühren für Mahnverfahren, Gericht, Gerichtsvollzieher, Inkassobüro/Polizeieinsatz  von über 210.- € binnen eineinhalb Jahren aufgelaufen waren.

Ja! bin ich denn in einem Staat der bekloppten Amtsträger/innen, die sich zum Büttel von Privatinteressen wie kundenunfreudlichen Handybetreibern u. a. machen, die wissen, dass mein tibetischer Freund in der Gastronomie Tretmühle in Hamburg mit Arbeitszeiten, unter der Hand, von über 14 Stunden/Tag  unter deutschunkundigenKollegen/innen aus aller Herren- und Damenländer ausgepowert wacker rackert, dass die Schwarte kracht, weder Zeit hat, Deutsch, Lesen und Schreiben zu lernen, geschweige denn amtliche Briefe zu öffnen.

Das nächste Mal erzähle ich euch, ganz entpannt im Hier & Jetzt, wie gerade eben,  u. a. , was vom sogenannten Pfändungsfreien Konto (P- Konto) und dem gar nicht freundlich gebührenwuchernden  Umgang der Banken, Sparkassen mit Antragstellern/innen von P- Konten..

JP

vorab siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/pfaendungsfreies-konto-ab-01juli-2010-gesetzlich-geregelt

01.07.2010 | 16:54
Pfändungsfreies Konto ab 01.Juli 2010 gesetzlich geregelt!
wissen privatinsolvenz pfändungsfreieskonto überschuldung

Verbrauchertipp!

 Aufgemerkt und aufgepaßt:

Der G- Punk Punkt bleibt als private Angelegenheit von Amtswegen  weiter unbestimmt.

 
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Kommentare
apatit schrieb am 07.06.2011 um 20:04
"Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen." (Dieter Hildebrandt) und lieber JP "Früher hieß es: die kleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen; jetzt aber: die kleinen Diebe hängt man, den großen läuft man nach." Oder Altkanzler Helmut Kohl erhält Kissinger-Preis- gibt`s auch für`s " Dichthalten " nicht fürs Dichten oder ich bin wieder am Thema vorbei...!
apatit schrieb am 07.06.2011 um 20:19
" Der G-Punkt bleibt als private Angelegenheit von Amtswegen weiter unbestimmt. "
…oder, der Blick ins Mündungsfeuer als Belobigung konnte trotz mehrfachen sehr guten Arbeitsergebnissen den Delinquenten leider nur einmalig von Amtswegen verliehen werden…
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 18:30
@apatit

"....Oder Altkanzler Helmut Kohl erhält Kissinger-Preis- gibt`s auch für`s " Dichthalten " nicht fürs Dichten oder ich bin wieder am Thema vorbei...!"

da hast Du einmal mehr das angesagte Thema auf der Richterskala bis 10 offen, auf der Zwölf getroffen.

Danke für den Dieter Hildebrandt
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 18:35
@apatit

"....die kleinen Diebe hängt man, die großen stellt man in Parteien, Ämtern, Behörden, Minsterien, Stiftungen mit ihrem, unter der Hand, verbrieften "Ehrenmann" Sinn, samt hinterlegter Profession, Kompetenz fürs unaufällig Diebische zum Klauen ein
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 18:40
@apatit

"...…oder, der Blick ins Mündungsfeuer als Belobigung konnte trotz mehrfachen sehr guten Arbeitsergebnissen den Delinquenten leider nur einmalig von Amtswegen verliehen werden…"

Das zeigt einmal mehr, auch Belobigungen haben ihre Zeit und Gelegenheit von Amtswegen am obskuren Objekt amtlicher Begierde, an dem in Fesseln fixierten Delinquenten nur einmal, danach wg. "unerklärlich" plötzlichem Ablebens nicht mehr.
Ullrich Läntzsch schrieb am 08.06.2011 um 18:46
Volle Zustimmung!!!

Nein, man kann unmöglich so viel fressen wie man kotzen möchte.

Grüne/SPD hätten im Zuge der Harz-Gesetze Artikel 1 GG abändern sollen:

In der BRD beginnt die Würde des Menschen erst ab einem Realvermögen von mindestens 1 Mio €.
Joachim Petrick schrieb am 08.06.2011 um 20:14
@Ullrich Läntzsch

Immerhin bleibt uns so immerhin noch der Konjunktiv "Das Würde" im GG erhalten.
D. h. :
"Würden Sie, würdest Du über 1 Million, trotz fehlender Datenerhebung durch eine Vermögenssteuer, anerkannt verfügen, so würde die Würde ihre humane Rest- Wirkung auf Sie, auf Dich segensreich entfalten.

Der Mensch kann nicht alles haben
"Armut und Würde"
wo kommen wir denn dahin?

Der Mensch mus sich entscheiden,
für Armut oder Würde,
schon wird ihm der Reichtum Frei Haus, Frei Hütte geliefert!?

"Selig seien die geistlich Ausgewilderten!"

"Lieber reich und bildungsnah gesund, denn arm und bekloppt krank"
Ullrich Läntzsch schrieb am 09.06.2011 um 13:27
Lieber Joachim,

Ihr Humor kommt bei mir bestens an - Beweis, das Lachen bleibt im Halse stecken.
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 14:07
Hoffentlich ist es nicht, im Dunkeln bei Lichte betrachtet, der Frosch, der im Halse stecken blieb?

Außer das Lachen im Halse hat schlussendlich, unaufhaltsam anschwellender Bocksgesang, aus dem Frosch drangvoll zielführend einen Knall- Frosch gemacht.
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 14:10
Wer geistlich vorgeschädigt in Erscheinung tritt,
wie ich,
greift zum Gevatter Pärchen
"Humor & Lachen" in Personalunion
als
"Ach unterm Dach"
aus alltäglich reiner Notwehr
Joachim Petrick schrieb am 09.06.2011 um 14:36
ich sachmaso:

Das Lachen kann gar nicht im Halse stecken bleiben, weil das anschwellende Lachen die Überreste des Knall Frosches im Halse sind
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.06.2011 um 13:06
lieber Joachim Petrick,

so tief wie Sie habe ich nicht über Lachen, Hälse und Frösche nachgedacht. Ausdrücken wollte ich nur meine Betroffenheit, die Sie mit Ihrem Blog auslösten. Ergo, als Kompliment.

grüße

ps
die großen Abstände zwischen meinen Kommentaren stehen nicht für inhaltliche Differenzen, mir fehlen auch nicht die Worte, sondern nur die Zeit. Mit anderen Worten, ich bin oft online.
Joachim Petrick schrieb am 14.07.2011 um 21:43
@Ullrich Läntzsch

inzwischen Duzen wir uns ja,
also lieber Ullrich,

Danke für Deine eingehend klärende Rückmeldung.
Mit meinem Abstand der Kommentare verhält es sich ähnlich, wie mit Deinem.

tschüss
Jochen
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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