Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

17.12.2011 | 01:16

Gefährdet Leiharbeit die "Dritte Sache", die Bürgschaft?

Läßt Leiharbeit „Mobbing- Hierarchie- Bäume“, wie Pilze aus den betrieblichen Böden, schießen?

Leiharbeit unter dem Begriff Risikojob zu subsumieren, wie dies gegenwärtig viele per „Anne- Moderation“ tun, geht an der Wirkung, die dieses Trojanische Pferd
„Leiharbeit“
an Entrechtlichung ganzer Teile der Arbeitnehmerschaft in den Betrieben, an Entkoppelung der Dritten Sache  im Kreditwesen entfaltet , arglos wie locker vom Hocker, vorbei.
Bis 2007 wurde die
„Leiharbeit“
von den Medien, auch in DER ZEIT, als alternativlos gepriesen, vom Ausnahmefall mit sechsmonatiger
Befristung in den Regelfall der Dauerbeschäftigung von Leiharbeitern/innen durch die Große Koalition gesetzlich entsetzlich angehoben.
Früher galt das Militär als Schule der Nation.
In den USA gilt heute noch die Army als Schule der Integration von Personen mit unterschiedlichem Kultur- und Migrationshintergrund.
Endlich waren es in Deutschland, fern jeder Sonderrechte, Sonderbehandlung ganzer Bevölkerungsteile in Europa durch eine NS- Kommando- Wirtschaftsregierung in dunkler deutscher Zeit, die Betriebe, die als Schule unserer Zivilgesellschaft und Volkswirtschaft identiätsstiftend wirkten.
Die Leiharbeit mag, als „Überbrückungs- Medizin“ wohl dosiert, von der Politik, flächendeckend, kontrolliert, ihre Berechtigung haben, aber nicht, wenn diese  als Treiber für die Verwilderung der gesellschaftlich rechtstaatlichen Sitten in den Unternehmen mit Unschuldsmiene Pate steht.
 
Vor lauter begrüßenswertem Gerede über
„Mobbing- Hierarchie- Bäume“
in Betrieben, sehen wir den Wald der schleichenden Entrechtung, der Entdemokratisierung vor unser aller Augen in der Wirtschaft nicht!?

Angesichts unserer deutschen Erfahrungen mit den Neigungen von Kommandowirtschaften, Wirtschaftsregierungen Sonderrechte, Sonderbehandlungen, fern von Partizipation, Mitbestimmung, erst als Pilot- Projekt gefordert steuerlich gefördert vom Stapel zu lassen, dann flächendeckend in Europa zu etablieren, war bei der Einführung der Leiharbeit in Deutschland nichts anderes zu erwarten, als die voranschreitende Entrechtlichung großer Teile unserer Bevölkerung!?

Denen einst das
„Alternativlose der Leiharbeit“
krisenresistent, als Garant von Hochkonjunkut galt, flüchten sich jetzt in die Hochkonjunktur ihrer politisch gewollten Arglosigkeit, wie in eine ungewollte Schwangerschaft
Allen voran der  rotgrüne Arbeits- und Wirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement, der als Aufsichsratsmitglied bei ADECCO, mit Vorsitz in dem ADECCO-Institut in London, und mehr noch als ein Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) unterwegs ist, um entrüstet seiner Betroffenheit, angesichts von angeblich singulären  Auswüchsen der Leiharbeit bei Siemens, Opel u. u., freien Lauf zu lassen.

Haben diese Politiker/innen, wie Wolfgang Clement, Gerhard Schröder, Olaf Scholz, Rainer Brüderle, Philipp Rösler noch nie von dem Straftatbestand des
„Organisationsverschulden“
unter der Rubrik
„Regierungskriminalität“
beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehört?
 
War der Iraque Krieg nicht ein Abenteuer, sui generis, dessen abenteuerlich finanzpolitische Basis die Schaffung eines flächendeckenden
„Working Poor“
war und ist, um die Inflation, die die verdeckte Finanzierung des Abenteuers Iraque Krieg, des Afghanistan Einsatzes der Bundeswehr von vornhereinn in sich barg, künstlich über die Einführung der Agenda2010/Hartz IV Gesetze im Jahre 2003 flach zu halten, bis es abshbar unabwendbar nicht nur an den Börsen zu Lasten einer Armada der ungefragten Unwilligen kracht!?

Ausgerechnet in Zeiten, wo die EU endlich den Maßgaben der WTO folgend, direkte Subventionen von Branchen, Unternehmen abbaut, macht Deutschland mit seinen prekären Arbeitsverhältnissen durch Leiharbeit als Regelfall, den Niedriglohnbereich, die Lohnaufstockerei über die Hartz IV Gesetzes nach dem Verbauch des Restvermögens vor dem Schonvermögen der Arbeitnehmer/innen zu Gunsten der Unternehmen  ein weiteres bodenloses Fass der Subvention auf.
Noch einmal zur Hervorhebung und  Erinnerung:
Das alles geschieht legalisiert, indem HartzIV Empfänger/innen mit ihrem Restvermögen vor dem Schonvermögen, dann als Aufstocker u. a. prekäre Unternehmen subventionieren, ohne Mitbestimmung, geschweige denn Anteile an diesen Unternehmen über eine Art lange vergeblich propagierten Investivlohn zu erlangen.

Sind denn Politiker/innen, damals Wolfgang Clement, Olaf Scholz, die Stones "Peer Steinbrück & Frank- Walter Steinmeier", heute Angela Merkel, Wolfgang Schäuble, Rainer Brüderle, Philipp Rösler, auf dem Höhepunkt der herbeigeredeten Eurokrise, immer noch  mit dem Derivaten- Zertifikaten Arbeitsmarkt- Klammerbeutel gepudert?

Für das enstetzlich grinsende Linsengericht prekärer Leiharbeit im Großen Stil, riskieren sie öffentlich robust gelaunt das Erbe der sozialen Marktwirtschaft als gesellschaflich prägendes Instrumentarium, alle Teile der Bevölkerung mit den Früchten des Rechtsstaates zu versöhnen, statt zu verhöhnen!?
 
Davon ganz abgesehen, beschwört die flächendeckend eingeführte Leiharbeit noch eine ganze andere Gefahenlage herauf, nämlich die Dritte Sache, die jedem gesellschaftlichen Kreditwesen, lokal & global, als Bürgschaft für "Geldvermögen das bleibt"
zugrundeliegt, aus den Angeln zu heben.
Jedem Kreditwesen liegt ein "Geldfluss- Energie Dreieck" zugrunde, der Kreditnehmer, der Kreditgeber und als
"Dritte Sache"
die Kreditversicherung in Gestalt eines Bürgen. Der Bürge kann eine Person, kann ein Gemeinwesen, kann der Staat sein.
.Frage:
"Gefährdet Leiharbeit die "Dritte Sache", die Bürgschaft, weil einmal die allgemeine Vermögensbildung durch die Leiharbeit ausgesetzt ist, Kredit Sicherheiten von Privathaushalten sich in heisse Luft auflösen, zum Anderen, weil ein Staat, schon gar nicht ein auf Jahrzehnte überschuldeter Staat,  niemals in den Stand eines Gesamtbürgen aller Kredite seiner Bürger/innen, Untenehmen treten kann?

JP

siehe:

www.kombu.de/buergsch.htm

Die Bürgschaft
Friedrich von Schiller

 
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Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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