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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Meine Frau weint

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Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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Kultur : "Gott ist schön", wenn ja, wer bestimmt Gottes Schönheit?

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„Gott ist schön“, oder die Grenzen des Ästhetischen

Erfüllt nicht diese schlichte Formulierung
"Gott ist schön!"
bereits, entsprechend den Zehn Geboten, darunter das Gebot:
"Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen, geschweige denn ein schönes!"
den Sündenfall der Blasphemie, des Abfallens vom Glauben im Sinne des abrahamistischen Glaubens, sei der christlich, islamisch, jüdisch unterwegs?

Was ist, wenn Gott gar keinen Begriff für Schönheit, Hässlichkeit gelten läßt, weil Gott beide Begriffe gleich sind?
Wenn Gott nach engem menschlichem Verständnis, bar jeder Schönheit, hässlich, mit einem Geburtsfehler versehen, , gar behindert, hilfeabhängig ist?

Der Begriff Schönheit bezeichnet die Erscheinung von etwas. Also die Ästhetik, das Äußere also, die auch von etwas Innerem herstammen kann, aber nicht zwingend muß?
"Kleider machen Leute"
"Der Teufel trägt Prada!"
"Akrobat schön!"

Welche Rolle spielt im Christentum, Judentum, Islam diese äußere Erscheinungsform des Begriffs Schönheit? Gibt es in irgendeiner dieser abrahamitischen oder anderen Relgionen eine Art Verpflichtung zu einem bestimmten ästhetischen Begriff von Schönheit in der Darstellung, Interpretation der Bibel, des Koran, der Thora, des Talmud?

Religionen entfalten insbesondere in ihren Bauwerken, Pyramiden, Kirchen, Domen, Münstern, Kathedralen, Tempeln, Moscheen, Synagogen ; Pagoden, Kraftorten, kultischen Orten ihre ganz eigene Ästhetik, die sich nicht mit dem Anblick von Schönheit begnügt, sondern unanfechtbar vollkommene Erhabenheit auf Ewigkeit anstrebt.

Darüberhinanus verkünden Religionen sich in Gründungs- Mythen und Bildern, sie binden ihre Glaubensanhänger/innen durch die Anziehungskraft ihrer schriftlosen Kultur Formen, Klänge und Rituale und nicht zuletzt vor allem durch die Schriftkultur der Poesie ihrer Texte.

Für den Koran, das Gründungsdokument des Islams, gilt dies in ganz besonderer Weise, ist dieser doch das größte und für viele Theologen einzige Bestätigungswunder Mohammeds die sprachliche Schönheit und Vollkommenheit seiner poetischen Verkündigung.
Die musikalische Rezitation des göttlichen Wortes ist für gläubige Muslime/innen eine ästhetische Grunderfahrung, ein tägliches Lebenselexier und Ausgangspunkt faszinierender Gedankenreisen, die im Mittelpunkt eines Buches von dem Islamwissenschaftler Kermani, Navid
"Gott ist schön"
Das ästhetische Erleben des Koran
4. Auflage 2011. 546 S.: Broschiert
C.H.BECK ISBN 978-3-406-46738-7
24,90 € inkl. MwSt.

stehen.

Der Islamwissenschaftler Kermani, Navid argumentiert als Kölner Bürger und Europäer und entwirft voller Poesie, Humor, mit kühnem Spannungs- Bogen Begriffe der Schönheit des Islam, indem er direkte Anleihen aus klaren Quellen des Korans nimmt, als wolle er der
"Hässlichen Fratze"
des Islam, die diesem seit
"Nine Eleven 2001",
seit Ausrufung des Krieges gegen den Internationalen Terrorismus islamischer Prägung übergestülpt, ein Gegenbild der Schönheit entgegen stellen.
Das tut dem Auftakt einer interreligiösen Debatte sicher im Sinne einer Deeskaltation gut, aber wie weit dabei Vorstellungen von Schönheit im Glauben wirklich tragen, ist und bleibt die Frage, die zu meinem Eingangsstatement zurückführt:

"Gott ist schön", wenn ja, wer bestimmt sein Schönheits- Maß?

„Gott ist schön“ oder die Grenzen des Ästhetischen.

Beispiel:

Am 11. Januar war die Publizistin Katajun Amirpur, neu berufene Professorin für "Islamische Studien" an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg in der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern unter der Veanstaltungsreiche
"Die Gretchenfrage"
zu Gast und meinte, rein wissenchaftlich betrachtet, können Muslime/innen selbstverständlich, vom Glauben abfallen, gar konvertieren. Es sei aber besser, nicht daüber in der Nachbarschaft zu reden, denn das Konvertieren sei nach dem Koran ein Verbrechen gegen Allah, das aber nur Allah bestrafen darf und sonst Niemand. Dass sich Menschen per Selbstjustiz solche Strafen anmaßen, sei deren Unwissen des Islam geschuldet.
Wie soll aber ein Muslime/in zu anderen Glaubensformen konvertieren, wenn er/sie darüber schweigen soll und gleichzeitig durch sein/ihr Schweigen erpressbar wird?

Brauchen wir eine Deregelulierung des Religionsmarktes der Mögichkeiten im und mit dem Glauben?, samt der Möglichkeit "auf Probe einem Glauben beizutreten" und jederzeit, ohne persönliche Nachteile im sozialen wie beruflichen Bereich, wieder den Glauben wechseln zu können, oder bekennender Atheisten, Nonkonformisten wie Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident und langjähriger Kirchentagspräsident der EKD, der die Antwort auf die unstatthafte Frage verweigert
"Glauben Sie an Gott?!?

JP

Pressestimmen:

www.chbeck.de/productview.aspx?product=21017

"Kaum einer, der in der westlichen Welt gerne von der Gefahr des Islams schwadroniert, hat je einen Blick in seine Offenbarungsschrift, den Koran, geworfen. Wer weiß schon, daß dessen religiöse Wirkung in der arabischen Welt einst wesentlich auch seiner poetischen Überzeugungskraft entsprang? Der Vortrag des Korans, so die vielfach belegte Überlieferung, ging an die Existenz seiner Zuhörer und hatte häufig auch bei den Gegnern der neuen Religion kathartische Wirkung. Der junge, erst 1967 geborene deutsch-iranische Islamwissenschaftler Navid Kermani hat dieses historische Phänomen über das ´ästhetische Erleben des Korans` untersucht und in einem Buch von hoher stilistischer Eleganz und Anschaulichkeit dargestellt. Ein Augenöffner."
Heinz Ludwig Arnold, Die Woche

"Dem westlichen Bewußtsein und auch einem Teil der Orientalistik (!) galt und gilt die Lehre vom idschaz, der ´einzigartigen Schönheit` des Korans, bestenfalls als Kuriosum. Araberstolz. Wenn nicht gar islamischer Fundamentalismus. Jetzt hat der aus Persien stammende junge Islamwissenschaftler und Journalist Navid Kermani dieser ästhetischen Dimension eine brillante Monographie gewidmet. Seine Studie trägt mehr zum Verstehen des Islam bei als zwanzig wohlmeinende interreligiöse Podiumdebatten. Vor allem tilgt Kermanis Buch die Fremdheit des ´ästhetischen Gottesbeweises“ nicht, die uns seine Untersuchung bewundern läßt."
Otto Kallscheuer, Die Zeit

"Navid Kermani vergegenwärtigt in seiner blitzgescheiten und stilistisch brillanten Dissertation die Geschichte des ästhetischen Koranerlebens. Er tut dies als Islamkundler, der sich literaturkritisch auf der Höhe der Zeit bewegt und überdies als Dramaturg etwas von ästhetischer Praxis versteht: das richtige Rüstzeug, um Rückerts fabelhafter Nachdichtung (des Korans) ein Laien und Fachleute fesselndes Werk zur Seite stellt, das eben der Macht des Dichterischen am Koran nachspürt."
Ludwig Ammann, Süddeutsche Zeitung

"Es ist daher richtungsweisend, dass mit C. H. Beck ein grosser Publikumsverlag den Mut hatte, dieses mal so sperrige, mal so inspirierte Werk einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Möge es heiss diskutiert werden!"
Stefan Weidner, Neue Zürcher Zeitung

Kermani ist ein Schelm, der es geschafft hat, ein hochwissenschaftliches, aber zugleich unterhaltsames Werk zu schreiben (...) Vor allem aber bereitet er ebenso detailliert wie akribisch den Boden für eine verständnisvollerere Annäherung des Westens an die arabisch-islamische Welt, denn er fokussiert Prämissen, die auch im aufklärerischen Europa zum kulturellen Gedächtnis gehören."
Thomas Krüger, Frankfurter Rundschau

"Der Autor erzählt die aufregende und im Abendland kaum bekannte Geschichte der ästhetischen Rezeption des Koran. Und er erzählt uns diese Geschichte in einer Sprache, die ihrerseits preisverdächtig ist: ein wissenschaftliches Fachbuch, zugleich islamwissenwissenschaftliche Dissertation, Bonn 1997, das sprachliche Eleganz und Prägnanz mit umfassend gebildeten Querverweisen zu einem Abend-Morgenländischen Kulturdokument verbindet. Anmerkungsapparat und Bibliographie erschließen die Gedankenwelt des Autors demjenigen, der weiterarbeiten will. Der Text selbst ist ein monumentaler Essay mit einer inneren Dramaturgie, deren beeindruckende Sprachmächtigkeit die Gedankenfolgen des Autors zu einem Vergnügen auf höchstem Niveau werden läßt."
Harald Loch, Brauschweiger Zeitung

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.