Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

27.01.2012 | 02:14

Iran stoppt Ölversorgung der EU

Iran unterbricht mit sofortiger Wirkung Ölexport in die EU.

Die Eskalationsstufen im Langzeit-Gerangel  mit Teheran! – Brüssel- London- Wahington  ereichen im Atomstreit zwischen der Europäischen Union und dem Iran nie dagewesene Alarmsignale: Ein Öl-Embargo dient dazu, dem Iran  den Geldhahn zuzudrehen. Darüberhinaus  werden die Konten der iranischen Zentralbank im traansatlantischen Raum auf Eisgelegt. Die Antwort aus Teheran ließ nicht einen Tag  Tage auf sich:

"Breaking News" 
Der Iran unterbricht  mit sofortiger Wirkung aus eigenem Antrieb seinen Ölexport in die EU.
Gleichzeitig weist der Iran über diplomatische Kanaäle eindeutig darauf hin, dass durchh das Öl Embargo der EU die indirekte Kooperation des Iran in Fragen der Sicherheit Afghanistans in gefahrvolle Wasser geraten könnte.
Im Iran halten sich eit Jahren etwa 3  - 4 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan auf.
Wenn diese Flüchltinge im Fall eines Konfliktes im und um den Iran, getrieben durch Notlage im Bereich der Versiorgung mit den Grundnahrungmitteln,  zurück in ihre Heimat Afghanistan aufbrechen würden, entsünde eine neue nicht kalkulierbare Sicherheitsgefahr für Afghanstan im Inneren wie an den Außengrenzen..

Das Öl- Embargo der EU:

Iranisches Erdöl für die EU – das waren im Jahre 2010 rund 5,7% des Gesamtvolumens.
Ab dem 1. Juli 2012 sollen alle Ölimporte aus dem Iran in die EU gestoppt werden.

So haben es die Außenminister der Union am Montag entschieden. Gleichzeitig will man andere Großkunden des Iran wie China und Indien in das Ölembargo einbinden. Das öfentlich kommunizierte Ziel des Embargos ist angeblich, das Regime im Iran zu neuen Gesprächen über das Atomprogramm zu zwingen.
Merkwürdig wie beängstigend  ist nur, dass bestehende Kommunikationskanäle zwischen Washington, Brüssel, Berlin, London, Paris mit gesprächsbereit höchsten Amsträgern im Iran nur für die Überbingung von drohenden Depeschen statt für die Anbahnung von Verhandlungen genutzt wird.
 
Teheran reagierte hartleibig  auf die Brüsseler Entscheidung und drohte damit, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu blockieren. Durch dieses Nadelöhr werden 20 % der weltweiten Öltransporte bewegt. - In seiner Rede zur Lage der Nation gab sich US-Präsident Obama kompromisslos: « Amerika ist entschlossen, den Iran daran zu hindern, sich eine nukleare Waffe zuzulegen, und ich werde
keine Optionen vom Tisch nehmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Beliebte rhetorische Fragen aus dem bunten Blätterwald

"Wie viel Eskalation verträgt der Konflikt mit dem Iran?
Kann ein Ölembargo tatsächlich die Verhandlungen befördern?

Täuschen solche Fragen nicht eher nur einen Verhandlungswillen in  Washington, Brüssel, Paris, London,  Berlin vor, der in Wirklichkeit völlig erloschen scheint?

Zum einen soll das iranische Atomprogramm gestoppt, zum anderen, angeblich dass Achmadineschad-Regime nicht durch ein willfähriges, dem Westen genehmes ausgetauscht werden.
Und dass alles, obwohl  niemand im Ernst feststellen kann, dass der Iran in einem absehbaren Zeitraum von zwei Jahren über einsatzfähige  Atombombe, samt Transportraketen verfügen wird, geschweige überhaupt den realen Bau von Atombomben anstrebt?

Ob sich die Geschichte einmal mehr wiederholt? Am 07. Dezember 1941 überfiel die Militärdiktatur, das Kaiserreich Japan, Pearl Habour, um die dort stationierte Kriegsflotte der USA anzugreifen. Das geschah aus japanischer Sicht in auswegloser Lage, in die diplomatische Enge getrieben, nachdem die USA Japan, ohne Optionen auf Verhandlungen, in absoluter Abhängigkeit Japans von US- Öl- Lieferungen, langfristige Öl- Lieferverträge gekündigt, um die eigenen US- Ölreserven für sich zu nutzen und gleichzeitig den weltweiten Ölpreis zu ersten neuen Höhen zu katapultieren, damit die Öl Ressourcen in Saudi Arabien von US Gesellschaften, darunter Amoco, profitabel erschlossen werden konnten?

Der Hinweis der damaligen US- Administration, die ÖL- Lieferverträge seien wg. Japans Einmasch in der Mandschurei notwendig geworden, klingen bis heute wenig glaubhaft, weil der Einmarsch Japans bis in das Jahr 1937 zurücklag.

Geht es jetzt, angesichts einer drohenden Rezession in der Weltkonjunktur darum, den Ölpreis durch ein Öl- Embargo gegen Iran und militärische Bedrohungsszenarien, Gefahrenlagen, Verwicklungen am Golf, voran an der Straße von Hormus künstlich hochzuhalten?

Woran letzendlich, neben Russland, das  im Gegensatz zu China, ein  erdölexportierendem Land ist, auch die weltweiten Netzwrke der globalen Schattenwirtschaft profitieren werden?

"www.spiegel.de/thema/stuxnet/), gibt es ab heute auch das harsche Öl-/Devisen-Embargo der Europäischen Union (www.tagesschau.de/ausland/iranembargo110.html).
Dem Iran wird auf diese Weise einmal mehr die wichtige Lebensader (der Ölexport) abgedrückt - offenbar in der Hoffnung, das verzweifelte Regime zum militärischen Erstschlag zu provozieren."

Ist das die High Noon Mentalität nordamerikanisch transatlantischer  Innen und Außenpolitik?, den Gegner als Weltgefahr aufzublasen, damals Japan, heute den Iran in die Enge zu treiben, um diesen dann unter innenpolitischen Druck  ein asymmetrisches Kriegsabenteuer aufzunötigen?

Atomare Gefahrenlagen
 
Stellt Pakistan als Atomwaffenstaat nicht eine viel größere Gefahrenlage für den Weltfrieeden da, denn der in sich zerrissene Iran, dessen innenpolitisch auseinander driftende Kräfte, darunter Reformbewegungen, nun, wider Willen, in ein Korsett, in die Zwangsjacke einer Kommandowirtschaft in der Not eines drohenden Krieges mit den USA, der NATO zu vorheriger Geschlossenheit zusammen getrieben werden?

Was ist mit Us- Präsident Barack Obamas Prager Rede aus dem Jahre 2010, in der Obama nicht nur die Durchsetzung des Atomsperrvertrages von 1957  anmahnte sondern eine atomwaffenfreie Welt versprach?

Wann beginnen die USA mit ihrem  Abzug der Atomwaffen aus Deutschland unter NATO Kommando, samt geordneter Entsorgung des militärisch atomaren Müll`?

Drängende Fragen über Fragen.

Innenpolitisch verhält sich der Iran propagandistisch mit seinem sofortigen Ölexport Stopp vor Beginn des Ölembargos der EU so kamikazehaft, wie einst Adolf Hitler nach dem Überfall Pearl Habours durch die Japaner am 07. Dezember 1941. 
Bereits am 12. Dezember 1941 erklärte Adolf Hitler ohne sichtbare Not den USA forsch den Krieg, um, angesichts des Desasters des Winterkrieges vor Moskau gegen die UdSSR, weltweit, aber vor allem nach innen, Offensivkraft zu demonstrieren.

Was hält uns dagegen in medialem Bann und "Außer Atem"?
Ein Bundespräsident, der nach aufgedeckten, eingeräumten Skandalen in Serie sich in seiner Berliner Wulffschanze einbunkert, aberwitzig davon schwadroniert, so schwer bedrängt wie der Alte Fritz /Friedrich II 1712- 1786) nach der verlorenen Schlacht von Kunersdorf sei er ja nun doch noch nicht, statt Manns genug zu sein, seinen Hut zu nehmen.

Die Anleihe des Bundespräsidenten Christian Wulffs  auf den Alten Fritz und dessen rettendes "Mirakel des Hauses Brandenburg" (Die russische Zarin Elisabeth verstarb überraschend, Russland wechselte nach deren Tod vom Gegner zum Verbündeten Preussens) in der ZEIT Matinee am letzten Sonntag, läßt Böses ahnen, nämlich dass Christian Wulff, allen Ernstes, wie einst der Alte Fritz, nun  seines ganz persönlichen "Mirakels aus derm Perser Hause" harrt, damit Christian Wulff duch einen eskalierten Konflikt um den Iran mit seinen aufgedeckten Skandalen aus den Schlagzeilen der Medien gerät?

JP

siehe:

www.phoenix.de/content/433988

Pinar Atalay diskutiert in der PHOENIX RUNDE mit:

- Steffen Bukold (Energieexperte)
- Saba Farzan (Soziologin und Publizistin)
- Charles King Mallory IV (Direktor Aspen Institute e.V.)
- Konstantin Kosten (Iran-Kenner Friedrich-Ebert-Stiftung)
- Rainer Stinner (Außenpolitischer Sprecher FDP-Bundestagsfraktion)

 
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Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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