Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

31.01.2012 | 15:39

Ist derFreitag ein Meinungsbeitrittsgebiet?

Soll am Freitag Wesen unser aller Meinungsbildung genesen?

Früher im Kalten Krieg haben wir beim Üben vom "Hüben&Drüben" unsere robust aufgestellte Weltblockmeinung als Parteilinie des unabdinglichen Fortschrotts oder als Abweichung von dieser in kommod  stillen Nischen privatim unverdrossen genossen, soweit unsere weinselig gestapelt sortierten Spirituosen Bestände dies erlaubten.

Denn Eines war damals, im Hüben wie im Drüben, mit Biss gewiss.
 Wenn auch sonst nichts, so war doch unser aller  Leber, organisch im Altag, Beruf, Kultur, Sport, Freizeit, Urlaub hochengagiert, sozialisiert, auch einmal alle Fünfe gerade sein lassend, unter allzu hochstehenden Gedankengut der parteilinie oder BILD in Springerstiefeln, auf allen Vieren robbend, hinweg zu kriechen.
Selbst wenn Gedanken der Partei oder BILD in Springermontur ziemlich flach daherkamen, ermöglichte es unsere Kreativität, unser Erfinder- , Erneuerergeist, unser Einfallsreichtum, auch noch diese zur Erheiterung aller zufällig Anwesenden zu unterbieten.

Heute kann bei der Warhrnehmung unserer bocklos blockfernen Weltmeinung als Beute der  Parteilinie oder BILD von Heute, geschweige denn als Abweichung in kommod stillen Nischen privatim kaum noch die Rede sein.

Außer wir wagen gemäß der kosmetisch kosmisch komischen  Devise den kühnen Sprung
"Die frei floatierenden Gedanken sausen, wir sausen mit"
als Abonnenten/innen, als Leser/innen, User/innen, Blogger/innen, Meinungsmedien wie derFreitag als Meinungsbeitrittsgebiet, gemäß Artikel 23 Grundgesetz (GG), zu definieren.

Frage:

Ist derFreitag ein Meinungsbeitrittsgebiet?,
wenn ja, gilt im Meinugsmedium der Freitag, in Umkehrung des Kurt Tucholsky Spruchs
"Wer so offen ist, kann nicht ganz dicht sein!" folgende  Devise:

"Je undichter Du mit Deiner Meinung unterwegs bist, desto offener kannst Du, mit Den  Armen herzend, die Welt empfangen?",
von BILD wollen wir hier einmal nicht blomelant reden
 
JP

 
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Kommentare
Hans Springstein schrieb am 31.01.2012 um 16:00
Also, hoffend, alles richtig verstanden zu haben, was aber nicht zwingend vorauszusetzen ist, da mein Denken in der DDR stark durch das geprägt und geformt wurde, was die Partei vorgab, beantworte ich mal die Frage mit "Ja und Nein". Denn Manchen, die ganz anderen Geistes sind als der, für den der Freitag steht, möchte ich auf diesem Online-Territorium nicht zusammentreffen. Zugleich erwarte ich natürlich nicht, dass alle, die sich hier mit und neben mir tummeln, mit mir einer Meinung sind, nicht mal bei den Grundfragen des Lebens. Darüber sinnierend fiel mir eben ein, dass bei allen Wandlungen und Differenziertheiten des Lebens im Kleinen wie im Großen für mich eines weiter wichtig ist, und zwar die Antwort auf die Aufforderung: Sag mir, wo Du stehst ... Doch, es gibt für mich auch bei Meinungen Grenzen, die ich nicht überschreiten will und werde.
So viel dazu von mir.
Hans Springstein schrieb am 31.01.2012 um 16:02
Ich entschuldige mich ein weiteres Mal für Schreibfehler, die das Verständnis meiner Worte hoffentlich nicht erschweren. Vielleicht kann mir ja mal einer eines Tages erklären, wie sich hier bei Kommentaren Fehler im Nachhinein korrigieren lassen.
Sprich, es muss korrekt heißen: Denn mit Manchen ...
Joachim Petrick schrieb am 01.02.2012 um 02:31
@Hans Springstein

Mein Denken war und ist durch Familie, Grundschule, Gymnasium, Sport, Kultur, Kaufmannsgehilfenlehre im Im- und Export in Hambug, Bundeswehrplicht in Budel/Holland, Faßberg, Fürstenfeldbruck, Hamburg, dann erst Privatgymnasium Gabbes Lehranstalten, Studium in Wesberlin geprägt, mit überall durchschimmernden Generallinien des Denkens zu spielen, die, ob links, ob rechts, per Humortest auf deren Härtegrad zu überprüfen, ohne dabei den Sinn für Abgrenzungen, gar Absicherungen, Fluchtwege zu verlieren.

Ich gehörte in hamburg als Heranwachsendet eher zu den smarten Twens, denn Halbstarken, die als Twens, von harten Meinungsblocks umzingelt aufgewachsen, anderen dadurch allerorten auf den Wecker gingen, dass diese ständig unter der Devise sportative Signale sendeten
"Bleib locker!"

Insofern steht mir nicht der Sinn nach 120 % Meinungen, sondern nach Meinungswiesen, auf denen, dank reichlich vorhandenem Gedankendunk, auch ganz neue Meinungsgwächse, aufgefaltet zu Gedanken Blüten, sprießen
Joachim Petrick schrieb am 01.02.2012 um 02:31
@Hans Springstein

"keine Panik auf der Titanic!" Alles klar, auf der Andrea Doria"
poor on ruhr schrieb am 31.01.2012 um 21:02
Ich sehe den Freitag eher als ein Surfrevier für politische und andere Meinungen an. Die Surfbretter, die Surfer, ihre Talente und Fähigkeiten, alles ist sehr verschieden und das muss doch Alles beim Surfen auch so sein. Es macht doch einfach Spass surfen zu gehen, auch wenn gegen den Wind zu kreuzen beim Surfen sicher schwer ist und auch nicht jedermanns Sache ist.
Joachim Petrick schrieb am 01.02.2012 um 02:32
@por

"Es macht doch einfach Spass surfen zu gehen, auch wenn gegen den Wind zu kreuzen beim Surfen sicher schwer ist und auch nicht jedermanns Sache ist."

Ein schönes Bild!
ch.paffen schrieb am 31.01.2012 um 21:15
@ Joachim Petrick

Willkommen in der bunten, hoffentlich vielfältigen Welt der gebloggten, kommentierten Meinungvielfalt.

Reflexartiges: ui,ui, ui VERSCHWÖRUNGSTHEORIE am Start, verstellt da ggf. den freien Blick.

Ach ja, kritisch mit positivem Angebot @ Zukunft kann ggf. mehr "erreichen" als Hauptsache kritisch. Das mal mit der düsteren, "schlimmer geht immer Karte wedeln" @ Zukunft kann ggf. das eigene negative Weltbild bestätigen, aber ob das nun positiv ist?

Meinungsmedium kann man als Zukunftschance sehen, oder um bei schlimmer geht immer zu bleiben, rein ökonomisches Ausschlachte von keiner Chance. That´s it.

Feine Chancenreiche Restnacht Christiane Paffen
Joachim Petrick schrieb am 01.02.2012 um 02:32
@ch.paffen

"Meinungsmedium kann man als Zukunftschance sehen, oder um bei schlimmer geht immer zu bleiben, rein ökonomisches Ausschlachte von keiner Chance. That´s it."

Klingt nach der Zauberformel
"Wie bleibe ich auf Betriebstemperatur, ohne den Platz am Computer zu verlassen?
apatit schrieb am 01.02.2012 um 13:17
Ostdeutsche Weltanschauungen?
Als Sachse Günther Zieschong spricht Uwe Steimle den Ossis aus der Seele: "Was denkt ein Ostdeutscher, wenn er 100 Euro in der Jacke findet? Das ist nicht meine Jacke!" Und so ähnlich ist das mit dem “Meinungsbeitrittsgebiet“ JP und lieber die Surfbretter wie das poor on ruhr beschrieb gehandhabt, als das Ding vor den Kopf montiert!
Joachim Petrick schrieb am 01.02.2012 um 14:33
@apatit

Soll das heißen, ein Westdeutscher denkt, Jacke wie Hose, ich fühle mich in jeder Jacke zuhause?

Danke für das Trinkgeld?
Uwe Theel schrieb am 01.02.2012 um 14:02
Merkt hier eigentlich niemand, was für ein besoffener Text hier von den Kommentatoren als ernst genommen wird.

Das geht schon los damit, dass scheinbar niemand merkt, dass der Art. 23 des GGs seit dem 25.12.1992 nichts mehr mit dem Problem Wiedervereinigung, Beitritt, Erstellung einer endgültigen Verfassung zu tun hat, sondern nur noch das Verhältnis des sich vereinigenden Europas, bzw. Bund und Ländern regelt.

Im übrigen sollte man JPsText so lesen, wie er geschrieben ist, aber nicht dem Fehler verfallen, aus solchem Flickenteppich inkonsistenten Geschwurbels sich einen Satz herauszusuchen und an diesem dann doch nur die eigenen Gedanken und seien die auch noch so konsistent zu entwickeln. Dann sollten solche Kommentatatoren lieber einen eigenen Blogtext einstellen. Man muß den Text als Einheit betrachten

Kommentare zu JPs Text stellen sie nicht dar, was auch kein Wunder ist, dieser Text bildet keinen Einheit, hat keinen Teileinheiten ist schlicht unkommentierbar unsinnig zusammengeflickt:

Der Freitag als "Meinungsbeitrittsgebiet".

Das alte Grundgesetz sah in seiner ursprünglichen Fassung von Art. 23 vom 24. Mai 1949 vor:

Artikel 23.

[1] Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiete der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern.

[2] In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.


die Bundesrepublik als ein Gebiet zu betrachten, dem die DDR bei der sogenannten Wiedervereinigung beiträte. So war Beitrittsgebiet gemeint.

Seit dem 29. September 1990 ist diese Textzfassung ersatzlos weggefallen und wurde durch einen "maastrichtkonformen" Artikel ersetzt

Die ursprüngliche Fassung, die JP meint, war der Siegeranspruch des westlichen Kapitalismus gegenüber den "armen Schwestern und Brüdern im Osten" auf Grundlage dessen, die "Wiedervereinigung" ja dann auch von der "Großen Bürgerlichen Koalition" durchgezogen wurde.

Dem Freitag jetzt eine derartige Haltung seinen Lesern gegenüber zu unterstellen ist schlicht blödsinning oder perfide.

Warum liest JP den Freitag und bloggt hier: Will er selbst "beitreten" oder seinen Lesern erklären, besser nicht so "blöd" zu sein, wie die Mehrheit der DDR-Bevölkerung 1990 dann wohl gewesen sein muß, als diese der BRD (=dem Freitag) "beitrat".

Weiterlesen oder -diskutieren ist bei JP zwecklos.

Das Verquirlen von Tucholsky durch JP stellt eine weitere Gedankenverirrung des JP dar:

Tucholsky prangerte die Beliebigkeit von bürgerlicher Kritik und bürgerlichen Denkens an, die sich fälschlich als Offenheit geriere. JP glaubt Tucholsky "umkehren" zu können und gibt vor, doch in dessen Namen zu sprechen. Soviel Überheblichkeit und Irrtum auf einen Schlag ist selten zu finden.

Ich kann da nur mit Kästner sagen, dass niemand den Kakao noch trinken muß, durch den ihn ein JP da zieht.
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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