Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

28.04.2011 | 15:50

Joachim Gauck, ein Schwert- oder Amtsheld von eigenen Gnaden der Zeit?

So wie es Schwertadel und Amtsadel in der Welt gab und gibt, gab und gibt es selbstverständlich Schwerthelden und Amtshelden von eigenen und fremden Gnaden.

Hat Joachim Gauck als Zeichen seines Roland Schwert- Heldenwesens von eigenen Gnaden das Schwert des Friedens- und Freuden- Zeichens im Zug der Zeit des Aufbruchs in der DDR- Gesellschaft, gleichsam wie Moses beim Marsch durch die STASI Wüste über vierzig Wochen hochhaltend ergriffen, um maßgeblich der friedlichen Revolution in der DDR- Gesellschaft, vom Rostocker Plattenbau kommend, Bahn zu brechen?

Oder hat sich Joachim Gauck, mit seinem seismograpisch Inneren Kompass, nicht weniger vom Freudens- und Friedenssinn nach Innen und Außen in der verklingenden Atom-Meiler Weiler DDR- Gesellschaft beflügelt, in den allgemeinen Amtsadel Dienst des Heldentums im Zug der aufbrechenden Zeit in der DDR zu demokratischen Ufern als dienstbarer Geist für das gesamtdeutsche, europäische Gemeinwohl, eilenden wie stehenden Fusses, gerufen wie ungerufen, im Sause- Zauseschritt einbestellt?:
"Hier bin ich liebe Brüder und Schwestern im Geiste des Friedens, der Freude und kann nicht anders, als das schwere Amt des Leiters der Gauckbehörde, gemäß Stasiunterlagenesetz der DDR- Volkskammer, von dem Jahre 1990 bis zum Jahre 2000 zu übernehmen!
Von unserem Heldentum will ich hier gar icht sprechen. das sollen, können andere tun, wenn ihnen danach ist.
Ich danke euch, ich danke mir, dass ich dabei gewesen.
So war es, so sollte es sein, so ist es gewesen!
Der Friede, die Freude der Zeit in uns komme über uns und verweile.
Amen!"?

In den Augen mancher ist Joachim  Gauck gar kein Held, sondern ein eher unerträglicher Heuchler.

Die sagen doch gallig frei heraus:
"Nur gut, daß Joachim  Gauck nicht zum Bundespräsidenten gewählt wurde.
So sei es nämlich doch Christian Wulff geworden, und das sei auch gut so.
Eine belanglose Gesellschaft brauche auch einen adäquaten Repräsentanten.
Ob Wandlitz oder Windsor - Gauck sei  Experte für konstitutionelle Monarchie. Und die Windsors stammten ja schließlich ohnehin auch aus dem Osten Deutschlands.
Da schließe sich dann der Kreis zur Stasi- Unterlagenbehörde!".

Dass womöglich auch ausgebildete Heuchler zu Amtshelden aufs Medien Schwert im bunten Blätterwald erhoben werden, beleuchtet ja einmal mehr nachhaltig die Macht der Deutungshoheit darüber, was Amtsheldentum, was nicht Amtsheldentum ist.

Ist es mit den Amtshelden der Zeitläufte, wie mit Brandstiftern, die halbwegs domestiziert vom Zeitgeist als Feuerwehrleute eingestellt, weniger Brände aus eigenem Antirieb, mangels Zeit, stiften, weil es ohnehin genug an Bränden zu löschen gibt?

Wer sucht, findet überall Helden. Wer definiert, wer Held ist?

Wer sehen will, sieht überall Helden. Wer definiert, wer Held in Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima iwar und st?

Deutschland braucht keine Helden, Deutschland ist voller Helden des Alltags (s. taz Helden als Panther).
Brauchen Helden/innen, para defitionem, Deutschland?

Aus der Idee, Helden/innen mit den Sprößlingen von Kaiser- , Queens- , Königs- , Fürstenhäusern gleichzustellen, ist wohl mehr dem Vater des Gedanken geschuldet, Deutungshoheit über die Definition:

"Wer ist Held/In, wenn ja aus welchem Stall ",
medial ungeheuer befeuert, zu erlangen..

Schon fleucht und kreucht es, anlässlich der britisch royalen Anberaumung der Hochzeit von Prinz William und seiner bürgerlichen Kate am 29. April 2011, weltweit zu einem letzen Aristocate Tango derer zu Windsor, ehemals Sachsen-Coburg-Gotha (vom Haus Sachsen-Coburg und Gotha,  im Commonwealth of Nation Global Regierungs- Gaunertück?
 
"Der Kongress verhandelt nicht die Angelegenheiten des Volkes, der Kongress tanzt an für sich, oder gar nicht"
als wäre Fürst Metternich daselbst auferstanden, als lebendes Hintergrundrauschen das Zeremoniell zum abklingend strahlenden  Rauschen, Tuscheln, wie abgebrannte AKW- Brennstäbe im Abklingbecken zu bringen.

Der Adel wurde im Jahre 1919 in Deutschland nach seinem kläglichen Versagen, nach Verbrechen in Flandern, der Ukraine, vor und hinter allen Fronten des Weltkrieges I, dem überteuerten Verkauf seines Schneids an die Weimarer Republik, abgeschafft.
Wie sagte doch der sächsische oder war es der Hannoveraner Welfen König zu den revolutionären Soldatenräten im November 1918
"Ich danke als König ab. Macht euren Kram doch alleene!"
Seitdem gibt es, egal ob machtvoll alter Schwert- oder neurreich abhängiger Amtsadel, keine Adelstitiel mehr in Namen, sondern in Deutschland nur noch die leeren Adelstitelhülsen als mediale Hülsenfrucht Wucht Teil des Namens in der Regenbogenpresse im bunten Blätterwald.

Joachim Gauck kann bestimmt nicht nur aus dem kirchlichen Raum von mutigen Helden/innen von ganz unten erzählen, die im Wege des friedlichen Aufbruchs der DDR- Gesellschaft, ab dem Jahre 1982- 89, auf ihrem Marsch durch die STASI Wüste, weg von der kommoden Diktatur des DDR Staates hin zur kommoden Demokratie der Bundesrepublik Deutschland von sich, still, stumm, gewaltfrei kommunizierend, lauthals Reden machten.

Am liebsten ist es den Herrschenden, wenn ein Schein von Heldentum, den sie selber definieren und nach vorne auf die Bühnenbretter bringen, die uns die Welt per Zeremoniell deuten, unschuldig auf sie fällt.

Der Schein von Heldentum, der auf den Lügenbaron Karl Theodor zu Guttenberg (KTvG) zu Unrecht fiel, war, wie KTvG selber aufgeräumt nachtragend auf insistierende Nachfrage einräumte, schlicht und ergreifend, als Plagiat schlecht kopiert, dann Seitenstrahl für Seitenstrahl geklaut.

Warum ist kein überlebender Liquidator des Gau vom Tschernobyl AKW Block IV am 26. April 1986 und danach als Held der Ukraine, Russlands, der aufgelösten UdSSR bei Maybrit Illner am heutigen Abend (s. u.) zu Gast?

Wo bleiben letzlich die Helden/innen mit und wider Willen  gegen das NS- Regime, die Helden/innen von Fukushima, Harrisburg, die Helden/innen der 68er in aus Gesamteuropa als Gast?

JP

siehe:

maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,8235387,00.html
Hochzeitsfieber
Braucht auch Deutschland neue Helden?

 
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Kommentare
apatit schrieb am 28.04.2011 um 19:49
Sehr schöner Artikel, hat mir gefallen und konnte auch mal wieder lachen, ist ja zu Haus - sieht keiner.
Ja, wir haben uns wohlzufühlen, mit Gauklern, Eurobananen, Adelsmief und Sarrazin`s – Relativerer usw. Ein bisschen Krieg ist auch dabei ansonsten scheint ja noch die Sonne, wenigstens funktioniert der Reaktor noch!
Zu Helden:
Helden sind für mich allein erziehende Mütter, die unterbezahlt die Schnauze halten müssen oder die oder der Tankstellenbesucher, der Pendler, der bei den Kraftstoff Preisen am liebsten in den Schnorchel beißen möchte, der vergeblich Kartellämter sucht und nicht findet. Oder der, der mal nachfragt warum plötzlich Diktatoren / Diktatoren sind, weil man früher ordentlich mit diesen Typen Profit gemacht hat. Dann sind noch Helden die noch Broiler sagen statt Hähnel, so werden sie als DDR Bürgerinnen und Bürger enttarnt, auch ein Fall für manch einen Rechthaber.
Die Anderen ( man will sie gar nicht mehr namentlich benennen ) – haben mit Helden soviel zu tun, wie Bier das alkoholfrei ist!
Joachim Petrick schrieb am 28.04.2011 um 20:59
@apatit

köstlich das!:
"Dann sind noch Helden die noch Broiler sagen statt Hähnel, so werden sie als DDR Bürgerinnen und Bürger enttarnt, auch ein Fall für manch einen Rechthaber.",
der das lebenslange Heldentum des Broilers u. a. Gummibären bis zum Bundesverfassungsgericht, weniger mannhaft denn mannigfach Paragraphen erfindend, bestreitet.
Joachim Petrick schrieb am 28.04.2011 um 21:06
@apatit

Übrigens mit dem Joachim Gauck als erfunden eingemachten Held ist es schon seltsam, nur dass ich ihn nicht in einem Leben Vor und Nach der Wende 1989 wahrnehme, wie er sich selber, sondern in der Kontinuiät seiner Grundwerte- Einstellung, die es ihm, trotz einer durch Jan Philipp Reemtsma anberaumten Joachim Gauck Moderation zu einer Hamburger Begleitveranstaltung der im Jahre 2007 neu modifiziert eröffneten Wehrmachtsausstellung über die Verbrechen der Deutschen Wehrmacht, verbietet, genau diese Verbrechen mit der Erwägung der Konsequenz zu debattieren, dass Deutschland seit 1968 im Wege der Notstandsgesetze als souveräner Staat endlich den Generalstab der Deutschen Wehrmacht posthum zur verbrecherischen Vereinigung erklärt, was der Nürnberger Kriegsverbrecherprozess aus welchen Motiven und Gründen auch immer, versäumt hat..

Mekwürdiger Weise bzw. bezeichnender Weise hat das selbst die DDR- SED- Nomenklatur nie erwogen.

Joachim Gauck meinte übrigens als Moderator auf solcher Art Debatten Ansinnen auf dieser angesagten Veranstaltung, trotz des Podiumsteilnehmers Jan Philipp Reemtsmas und dessen Insisitieren, nur lapidar, saft- und kraftlos, alle Debatten Anfänge im Keim erstickend :
"Och nee nee nee!"
Da war selbst der anwesende Otto Köhler als Diskutant aus dem Publikum perplex.
Joachim Petrick schrieb am 28.04.2011 um 21:07
Merkelwürdiger Weise bzw. bezeichnender Weise hat das selbst die DDR- SED- Nomenklatur nie erwogen.
apatit schrieb am 29.04.2011 um 08:06
was, verstehe ich nicht?
apatit schrieb am 29.04.2011 um 08:18
" Och nee nee nee ! "
… das ist doch so typisch wie symptomatisch, z.B. bei der Stasi Debatte sollen sich die “Täter“ zu ihren Taten bekennen, weichen sie ab vom vorgeschrieben denk Konstrukt der Rechthaber – dann wird die Diskussion abgewürgt und man schwenkt auf den Monolog über...
Joachim Petrick schrieb am 29.04.2011 um 11:17
@apatit

Warum ist die DDR nie darauf gekommen, den Generalstab der Deutschen Wehrmacht rechtskräftig zur Verbrecherischen Vereinigung zu erklären, u. a., um Opfer, Überlebende und Hinterbliebene deren Verbrechen auf rechtlicher Basis entschädigen zu können
Joachim Petrick schrieb am 28.04.2011 um 21:18
Anmerkung zu den Windsors:

Das Haus Windsor [ˈwɪnzə] (ab 1917) ist das britische Königshaus. Wegen des innenpolitischen Drucks während des Ersten Weltkrieges aufgrund der deutschen Abstammung und Verwandtschaft der königlichen Familie mit dem Deutschen Kaiserreich änderte König Georg V. am 17. Juli 1917 den deutschen Namen Sachsen-Coburg-Gotha (vom Haus Sachsen-Coburg und Gotha herrührend), den die Familie in Großbritannien seit 1840 trug, in den jetzigen Namen Windsor. Dieser steht für die kleine englische Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire, wo sich Windsor Castle, die Residenz der königlichen Familie, befindet.

Im Februar 1960 gab Königin Elisabeth II. bekannt, dass ihre Nachkommen den Familiennamen Mountbatten-Windsor, eine Anglisierung des eigentlichen deutschen „Battenberg” tragen, soweit sie nicht die Titel His bzw. Her Royal Highness oder Prince bzw. Princess tragen. Gleichwohl wird der Name von allen Mitgliedern der königlichen Familie, soweit sie von Königin Elisabeth II. abstammen, geführt. Dieser Wechsel des Nachnamens gilt nicht für Mitglieder der königlichen Familie, die nicht Nachkommen der Queen sind. Der Ehemann von Königin Elisabeth II. ist Prinz Philip, Duke of Edinburgh, aus der dänisch-griechischen Linie des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg. Der künftige Monarch entstammt dann dem Hause Mountbatten-Windsor, und nach britischem Erbfolgerecht nicht der väterlichen Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg; daher trägt Philip auch nicht den Königstitel.

siehe:

de.wikipedia.org/wiki/Windsor
I.D.A. Liszt schrieb am 28.04.2011 um 23:58
Joachim Gauck - Schild und Schwert des Sozial(darwin)ismus.
Joachim Petrick schrieb am 29.04.2011 um 00:48
@I.D.A. Liszt

"Joachim Gauck - Schild und Schwert des Sozial(darwin)ismus"

gelungene Pointe.

auch diese?:

"Joachim Gauck - Schildbürger und Schwertadel des Amts(darwin)ismus"
apatit schrieb am 29.04.2011 um 07:48
“Eingemachter Held“ – so wie, wenn man alte Keller aufräumt, da findet man altes Eingemachtes, meist verstaubt, wo schon chemische Prozesse von statten gehen. Meistens hergestellt so 1900 – 1945 herum. Natürlich deutsches Obst, entweder man bekommt das Glas nicht auf, dann sofort entsorgen oder stiftet es einen Museum.
apatit schrieb am 29.04.2011 um 07:52
... ach ja, oft findet man in solchen Keller`n noch Orden und Abzeichen ... gut versteckt!
Joachim Petrick schrieb am 29.04.2011 um 11:08
@apatit

Genau!

"“Eingemachter Held“ – so wie, wenn man alte Keller aufräumt, da findet man altes Eingemachtes, meist verstaubt, wo schon chemische Prozesse von statten gehen."

Eingedoster Held als aufgedunsen ausgelassenes Überraschungsei für chemische Kampfstoff Bombenstimmung vor dem "Iwan Wahn" in Omas Keller eingemottet, verludert und verlottert, listig ausgeheckt, versteckt heck meck meck
apatit schrieb am 29.04.2011 um 18:11
und noch genauer...!

"Pastor Gauck als Bundespräsident wäre die deutsche Reichskriegsflagge über Berlin. Die Schande der Roten Fahne vom Mai 1945 über dem Reichstag soll ausgelöscht sein. Dazu fehlt nur noch der rechte Unrechtsstaat.
Köhler ging ab. Wulff wird zur Machtprobe zwischen CDU und FDP. Gauck ist für die Freiheit. Über die Freiheit von Faschismus und Krieg schweigt er vielsagend, während die Medien den frommen Rückstrahler des Kalten Krieges bejubeln."
( Gerhard Zwerenz )
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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