Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

19.07.2011 | 02:56

Joachim Gauck "klaut" Jean Ziegler die Salzburg Festspiel- Rede

Wird Jean Ziegler von Joachim Gauck rede- und naseweise ausgebremst?

Wie konnte das geschehen, wie kann das überhaupt passieren?, ein Mann klaut dem anderen Mann den Ort seiner Öffentlichen Festspiel Rede?

Und doch ist es geschehen.

"Nach der Kontroverse um den wieder ausgeladenen Jean Ziegler ist ein Ersatz gefunden: Joachim Gauck wird die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele halten", schreibt Die Presse aus Salzburg

diepresse.com/home/kultur/news/666718/Joachim-Gauck-wird-Festspielredner-in-Salzburg

Joachim Gauck wird Festspielredner in Salzburg

31.05.2011 | 13:14 |   (DiePresse.com)

"Der DDR-Bürgerrechtler und spätere Leiter der Stasiakten-Behörde, Joachim Gauck, wird im Sommer die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele halten. Ursprünglich wäre dem Schweizer Jean Ziegler diese Ehre zugekommen, doch machten die Verantwortlichen einen Rückzieher."

www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/05/31/Kultur/Gauck-anstelle-von-Jean-Ziegler-in-Salzburg

Gauck anstelle von Jean Ziegler in Salzburg
Dienstag, 31. Mai 2011, 19:27 Uhr
Der DDR-Bürgerrechtler und spätere Leiter der Stasiakten-Behörde, Joachim Gauck, wird im Sommer die Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele halten. Ursprünglich wäre dem Schweizer Jean Ziegler diese Ehre zugekommen, doch machten die Verantwortlichen einen Rückzieher.

Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller nannte Gauck «eine spannende Persönlichkeit». Er habe sich «in seinem gesamten Wirken für die Freiheit und Einheit der Menschen, für politische Aufklärung und für Versöhnung eingesetzt».
Bild
Joachim Gauck wird jetzt anstelle von Jean Ziegler in Salzburg auftreten. reuters

Joachim Gauck ist, scheint es, sich für jeden Ausputzer Job nicht zu fein, er will und soll es sein.

Gab es das nicht schon öfter, u. a. als beliebiger Bundespräsidenten Kandidat 2010 für die SPD, Bündnis 90/Die Grünen, gar CDU/CSU?

Ursprünglich sollte der Schweizer Globalisierungskritiker und UNO-Berater in Welternährungsfragen Professor Jean Ziegler die Salzburger festspiel Rede Rede halten.

Die Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller machte jedoch, zunächst  als ehemalige Studentin Professor Jean Zieglers von ihrer Idee begeistert, diesen, angesichts des Aufbruchs in Arabien, Afrika, von Amtswegen in diesem Jahre als Gastredner der Salzburger Festspiele einzuladen, unvermittelt einen Rückzieher, da sie nach eigenen Bekunden befürchtete, nicht Zieglers Rede, sondern seine angebliche Nähe zum libyschen Staatschef Muammar Al-Gaddafi könnte ins Zentrum der Aufmerksamkeit gelangen.

Dabei sind die Kontakte Jean Zieglers zu Despoten in der Welt, darunter Muammar Al-Gaddafi, im Rahmen seiner Tätigkeit als ehemaliger UNO- Bevollmächtigter in Welternährungsfragen ein alter Hut.

Jean Ziegler ist nun bekanntermaßen kein Mensch, der sich einfach einmal so, ohne seinen Fussabdruck zu hinterlassen, erst einladen, dann ausladen läßt.

Jetzt ist der Eklat für die Salzburger Festspiele 2011 nicht nur da, sondern höllisch  versalzen am schmoren.

Jean Ziegler griff zur Feder und schrieb einen offenen Brief als Gegenrede:

www.salzburg.com/online/nachrichten/kultur/Gegenrede-Der-offene-Brief-von-Jean-Ziegler.html

Gegenrede: Der offene Brief von Jean Ziegler
30. Juni 2011 | 17:11 | Salzburg | |

Nachdem Jean Ziegler als Festredner der Salzburger Festspiele ausgeladen wurde, begründete er am Donnerstag seine Entscheidung, am Eröffnungstag der Festspiele doch keine Gegenrede in Salzburg halten zu wollen, in einem offenen Brief.

Folgend das Schreiben, unter anderem gerichtet an Walter Spielmann (Leiter der Robert-Jungk-Stiftung), im vollen Wortlaut:

Lieber Herr Dr. Spielmann, liebe Freundinnen und Freunde der Plattform der Zivilgesellschaft,

Ihre Plattform, bestehend aus Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Sozial- und Friedensbewegungen, lädt mich ein, am 27. Juli 2011, dem Tag der Eröffnung der Salzburger Festspiele, in Salzburg eine Rede zu halten.

Landeshauptfrau Frau Gabi Burgstaller hatte mich zuvor mit Brief vom 21. Februar 2011 als offiziellen Festredner zur Eröffnung der Salzburger Festspiele eingeladen. Das Thema: „Kunst und der Aufstand des Gewissens“. Mit Brief vom 24. März lud mich die Landeshauptfrau wieder aus. Inzwischen hatten – höchster Wahrscheinlichkeit nach – zwei Schweizer Grossbanken und ein Nahrungsmittelkonzern, Sponsoren der Festspiele, bei der Landeshauptfrau interveniert.

Dass internationale Privatkonzerne bestimmen können, wer in Salzburg reden darf und wer nicht, ist natürlich störend und sicher auch gefährlich für die Demokratie.

Die Plattform der Zivilgesellschaft versucht mit ihrer ehrenvollen Einladung das Veto der Konzerne zu korrigieren. Ihre Einladung bedeutet für mich eine grosse Ehre und ich danke Ihnen dafür.

Ich komme gerade von einer mehrwöchigen UNO-Mission in Nordafrika zurück, die mich tief bewegt hat. Im Maghreb und im Majrekh stehen ganze Völker auf. Mit oft leeren Händen kämpfen sie todesmutig gegen Tyrannei, Korruption und über Generationen erlittene Erniedrigung. In Ras el-Jdir und Zaouïa (Westlibyen), in den Berber-Gebirgen von Djebel Gharbi, sterben Männer und Frauen für unsere und ihre ureigensten Träume: für Demokratie und Freiheit.

Die zerrissenen, blutüberströmten Körper junger Menschen, die auf Tragbahren bei Dhiba über die südtunesische Grenze in die Hilfslazarette von Gabès kommen, wollen mir nicht aus dem Sinn. Von Syrien bis Bahrein und Jemen hoffen die aufständischen, todesmutigen Menschen bisher umsonst auf die konkrete Hilfe der internationalen Gemeinschaft, denn die UNO ist gespalten.

Ich werde in den nächsten Wochen häufig in New York sein und weiss nicht, wo ich am kommenden 27. Juli sein werde. Deshalb kann ich Ihre freundschaftliche Einladung leider nicht wahrnehmen.

Jean-Paul Sartre schreibt: „Wer die Menschen lieben will, muss sehr stark hassen, was sie unterdrückt“. Vergangenes Jahr haben die 500 weltgrössten Privatkonzerne 52,8 % des Welt-Brutto-Sozialproduktes kontrolliert. Derweil steigen in der südlichen Hemisphäre, wo 4,8 der 6,7 Milliarden Menschen der Erde leben, die Leichenberge. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren - auf einem Planeten, der problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren könnte.

Ich bewundere Ihren geduldigen, mutigen Kampf gegen die kannibalische Weltordnung. Die Aufklärung ist ein langer, mühsamer Prozess. Unsere Gegner erscheinen zur Zeit übermächtig. Aber Che Guevara sagt: „Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse“.

Sobald es mir meine Zeit erlaubt, werde ich gerne nach Salzburg kommen.

Mit Dank, Solidarität und herzlicher, respektvoller Freundschaft, verbleibe ich Ihr

Jean Ziegler

© SN/SW

siehe:

www.zeit.de/2011/15/Salzburger-Festspiele-Ziegler

Jean Ziegler ausgeladen Lieber doch nicht

Die Salzburger Festspiele laden ihren Eröffnungsredner wieder aus.

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 03:01
siehe:

www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,z2am7ovygows44gz~cm.asp

Rückschau: Der Aufstand des Gewissens - Jean Ziegler und die Salzburger Festspiele

Sendeanstalt und Sendedatum: MDR, Sonntag, 17. Juli 2011
Magda schrieb am 19.07.2011 um 08:56
Danke für die Zusammenfassung. Ziegler ist ja schon die ganze Zeit unter Beschuss. Da ist diese Libyen-Geschichte ein willkommener Ast, an dem sich sägen lässt.
Dass Gauck das macht, darin liegt der eigentliche Skandal.

Aber Gauck ist auch eine prima Tarnung. Dem kann niemand an die Karre, so richtig, weil niemand weiß wofür er - außer allgemein Fri Fra Freiheit tirallala steht. Einen stramm konservativen Hansel-West hätten sie sich nicht getraut. Aber so Gauck als Dekoration - das geht.
Übrigens der Matussek hat ja in seinem Buch auch die sieben Todsünden "behandelt". Unter Eitelkeit hatte er Heidi Klum. Er hätte leicht den Gauck nehmen können.
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 13:47
@Magda

"Aber Gauck ist auch eine prima Tarnung. Dem kann niemand an die Karre, so richtig, weil niemand weiß wofür er - außer allgemein Fri Fra Freiheit tirallala steht. Einen stramm konservativen Hansel-West hätten sie sich nicht getraut. Aber so Gauck als Dekoration - das geht."

Das ist eine orginelle Deutung, die hat tatsächlich was "unfehlbares"!
Magda schrieb am 19.07.2011 um 09:20
Hier noch ein Link zu Gauck: "Stuttgart - Joachim Gauck, ehemaliger Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, hat die Politik aufgefordert, das Bahnprojekt Stuttgart 21 trotz der Bürgerproteste zu realisieren. In jahrelangen Prozessen seien Entscheidungen zu dem Milliardenvorhaben gefallen, die bekannt gewesen seien, sagte der ehemalige DDR- Bürgerrechtler in der ARD-Sendung "Beckmann" am Montagabend. » "Und diese Entscheidungen jetzt nicht zu vollziehen, das wäre ja fast eine Straftat. Die Politiker, die jetzt sagen, ich baue einfach nicht weiter, die dürfen das gar nicht tun, wenn sie sich selbst ernst nehmen." -

bit.ly/pdHl7A

Und hier bit.ly/o02LCB
ist er für Beobachtung der Linkspartei.

Der ist komplett aus der DDR in den Westen "ausgereist". Pünktlich im Jahre 1989. Völlig kritiklos.
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 13:50
@Magda

"............ die dürfen das gar nicht tun, wenn sie sich selbst ernst nehmen." -

Da hat Gauck selber eher kein Problem
Magda schrieb am 19.07.2011 um 09:26
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,720914,00.html

Und hier hat er die Hartz IV-Empfänger im Visier:

" Joachim Gauck hat sich für deutliche Forderungen gegenüber Hartz-IV-Empfängern und integrationsunwilligen Ausländern ausgesprochen. "Der Staat darf sich nicht selbst zur Disposition stellen, indem er die eigenen Normen nicht ernst nimmt", sagte der DDR-Bürgerrechtler am Samstag in einer Rede vor dem Berliner Abgeordnetenhaus zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit. "Bei der Versorgung wollen selbst diejenigen integriert sein, die unsere Kultur ablehnen, sie sogar bekämpfen und denunzieren", sagte Gauck. Dies sei "ein merkwürdiger Zustand, und der kann nicht unbesprochen bleiben", fügte er hinzu. "Wenn eingewanderte Familien sich noch jahrelang der Landessprache verweigern, dann werden alle Integrationsbemühungen scheitern", sagte Gauck."
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 13:54
@Magda

"Der Staat darf sich nicht selbst zur Disposition stellen, indem er die eigenen Normen nicht ernst nimmt", sagte der DDR-Bürgerrechtler am Samstag in einer Rede vor dem Berliner Abgeordnetenhaus zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit"

Setz einmal Gauck für Staat ein, schon sieht Joachim Gauck so alt aus, wie er nie werden wird, obgleich er ja für das Überraschen anderer gut ist
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 14:48
@Magda

Jaochim Gauck ist ein Mann für alle Fälle, sogar ganz singuläre Fälle, seinen eigenen, seinen letzten Fall.

In seiner Rostocker Gemeinde soll das Gerücht im Umlauf sein, Pastor Gauck registriert jeden Donner am Himmel als Lockruf für sich selber, nach draussen vor die Tür ins Freie zu gehen, weil Gott ihn, Joachim Gauck, mit seinen Blitzen zielgerichtet treffend, im Auftrag aller Bibel Verleger für das Wochenmagazin Der Spiegel als solitären Stern auf Erden photografieren will.
indyjane schrieb am 19.07.2011 um 09:35
- ja, danke für die informationen und den abdruck der gegenrede!
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 13:55
@indyjane

Ist die Gegenrede gelungen?
Magda schrieb am 19.07.2011 um 09:42
Einen hab ich noch:
bit.ly/qDXB41
Hier kritisiert er die Veröffentlichung von "Regierungsgeheimnissen" also Wikileaks.
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 13:58
@Magda

Joachim Gauk sagt ja gerne, wenn ihm die Richtung einer Debatte nicht passt, mecklenburgisch platt
"Och Nee!"

Vielleicht hast Du ja doch noch einen!, mach jetzt nicht schlapp
apatit schrieb am 19.07.2011 um 15:56
"Gauck ist für die Freiheit. Über die Frei­heit von Fa­schis­mus und Krieg schweigt er viel­sagend, während die Medien den frommen Rück­strahler des Kalten Krieges bejubeln." (G. Zwerenz ) Und was hat Herr Gauck nicht alles für die Freiheit getan, seine Freiheit versteht sich. Da passt er doch zu den Habsburgern und zu KuK und den geadelten und zu den Eliten dieser Welt ... Leute, man zeigt sich doch nur erkenntlich, für die vielen guten Taten und der Weisheit des Herrn Gauck...
apatit schrieb am 19.07.2011 um 16:11
" Ich bewundere Ihren geduldigen, mutigen Kampf gegen die kannibalische Weltordnung. Die Aufklärung ist ein langer, mühsamer Prozess. Unsere Gegner erscheinen zur Zeit übermächtig. Aber Che Guevara sagt: „Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse“." Wird das die "spannende Persönlichkeit" verstehen?
apatit schrieb am 19.07.2011 um 16:49
Gerhard Zwerenz
Die Verteidigung Sachsens und warum Karl May die Indianer liebte
Sächsische Autobiographie in Fortsetzung | 29. Nachwort

Dies ist eine sächsische Autobiographie als Fragment in 99 Fragmenten. Schon 1813 wollten die Sachsen mit Napoleon Europa schaffen. Heute blicken wir staunend nach China. Die Philosophen nennen das coincidentia oppositorum, d.h. Einheit der Widersprüche. So läßt sich's fast heldenhaft in Fragmenten leben.
29. Nachwort

Pastor Gauck oder die Revanche für Stalingrad
apatit schrieb am 19.07.2011 um 17:17
Schauen Sie doch mal rein...
Was denkt Herr Gauck von den Linken?
youtube.com4 Min. - 5. Nov. 2009 - Hochgeladen von Consenser
Rapanui schrieb am 19.07.2011 um 17:31
Tom Bombadil schrieb am 19.07.2011 um 21:44
Was ich dem Gauck nie verzeihen werde,...

ist, dass der Wulf einestages in die Geschichtsbücher eingehen wird, als derjenige, der dem deutschen Volk einen Präsidenten Joachim Gauck erspart hat.

Und das meine ich ganz ernst.

Gruß
Tom

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Polit-Projekte sind Scheiße
Tom Bombadil schrieb am 19.07.2011 um 21:51
Ach so ja, und Jean Ziegler...

ein wohlhabender Mann, der, im ganz Großen, sein Leben in den Dienst der Menschen gestellt hat. Ein Philantroph, der tatsächlich sein materielles Wohlergehen (sprich: Vermögen) auf's Spiel gesetzt hat.

Pathos is zwar sonst nicht ganz so mein Ding - aber den Mann verehre ich.

Gruß Tom
-----------------------
Das wäre ein Projekt!
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 22:22
@Tom Bombadil

"...ist, dass der Wulf einestages in die Geschichtsbücher eingehen wird, als derjenige, der dem deutschen Volk einen Präsidenten Joachim Gauck erspart hat.

Und das meine ich ganz ernst."

Das klingt irgendwie, um viele Ecken gedacht, um den Schkaf gebracht, nach Umeitung .

Ich frag einmal, wer ist jetzt direkt gesagt das eigentliche, wer das uneigentliche "Schwein"

tschüss
Jochen
Joachim Petrick schrieb am 19.07.2011 um 22:27
@Tom Bombadil s

"Pathos is zwar sonst nicht ganz so mein Ding - aber den Mann verehre ich."

So ähnlich geht das mir mit dem Jean Ziegler auch.

Manchmal meine ich zu spüren, das er in seine schmissigen Formulierungen, aus der Not der gesamten Weltlage geboren, verliebt ist als würde er, sich an der Felswand festkrallend, in die Eiger Nordwand in der Schweiz steigen

tschüss
Jochen
alorenz schrieb am 26.08.2011 um 17:25
Kurz, pointiert, treffend!
Warum seinerzeit bei der Präsidentenwahl so eifrig bei Gauck umhergeklickt wurde, ist und bleibt mir rätselhaft. Für meinen Geschmack ist der Mann ein Wiedergänger spanischer Inquisitoren.
Aber auch jenseits solcher Geschmackssachen: Gauck hätte zeigen können, worin der Geist von '89 besteht, wenn er sich Ziegler gegenüber fair verhalten und sich die Reise nach Salzburg gespart hätte.
Joachim Petrick schrieb am 26.08.2011 um 18:13
@alorenz

"Gauck hätte zeigen können, worin der Geist von '89 besteht, wenn er sich Ziegler gegenüber fair verhalten und sich die Reise nach Salzburg gespart hätte."

Genau, das isses,
oder noch besser, Gauck hätte sich mit Jean Ziegler abgstimmt und stellvertretend dessen Rede verlesen.
Tom Bombadil schrieb am 31.08.2011 um 22:00
>>>Gauck hätte sich mit Jean Ziegler abgstimmt und stellvertretend dessen Rede verlesen.

Na ja. Nur, das ergäbe keinen rechten Sinn, meiner Meinung nach. Weil, ich halte Gauck und Ziegler für genau so miteinander kompatibel, wie Brabeck (ex-Nestle-Boss) mit Ziegler. Also: gar nicht.

Gruß
Tom

-------------------------
Kein Projekt nirgends
Joachim Petrick schrieb am 01.09.2011 um 11:59
@Tom Bombadil

Mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass es Jaochim Gauck selbst als Pastor an solcher Art "Gesten" fehlt.

Von gemeinsamen Projekten Gauck und Ziegler war nicht meine Rede.

In diesem Sinne

tschüss
JP
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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