Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

11.10.2011 | 02:43

"Kostnixläden" der Gegenpol zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?

Umsonstläden, Kostnixläden der Gegenpol zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?

Umsonstläden Kostnixläden das Mahatma Ghandi Prinzip gewaltloser Kommunikation auf die Ökonomie übertragen.

Umsonstläden, Kostnixläden in Hamburg und andernorts als Gegengewicht zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?
Umsonstläden, Kostnixläden in Hamburg an der Altonaer Stresemannstraße, im Gängeviertel sind die wundersam wohlgeratenen Gevatter, Tanten- , Onkel  unserer rasend europäischen 
"Tunix Gesellschaft"
in Anlehnung an Zeiten der Kolonialwarenläden, die auch aus dem Vollen eroberter Kolonien, Mandatsgebiete,  allerdings selten Wohltaten, wie hier in den Umsonstläden,  sondern monetären Profit schöpften?

Tunix- Gesellschaften sind Gesellschaften, die im kulturell
"Rasenden Stillstand"
unabdinglich jede Krise, gleich welcher Art,  nutzend, eine Umverteilung von unten nach oben durchregieren.

Träger der beiden Hamburger Umsonstläden ist der Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg, eine "Projektgemeinschaft gegenseitiger, solidarischer Hilfen".

1999 wurde der erste Umsonstladen in der Hamburg- Altonaer Stresemannstraße gegründet, seit 2010 gibt es einen Umsonst-Kiosk im Gängeviertel in Hamburg- Mitte.

Eigentlich ist der Name Umsonsladen irreführend, weil all die Dinge. Gegenstände, Dienste,  die in diesen Umsonst- Häfen anlanden, namenlos geheuert andocken und durch dankbar ebenso namenlose  Hände wieder von dannen ziehen, nicht umsonst, sondern an für sich
"nützlich",
wie es gekaufte, selbst getauschte Waren, Güter, Dienste  kaum sein können, nämlich eine Lehre im Umgang mit der Fülle an Gütern, Waren, Diensten, lokla & global,  hier, der Leere da.

Recht bedacht,
Recht getan,
wird irgendwann jemand, der dort in diese Waren Häfen Güter, Gegnstände, Dienste  bringt, sich mehr damit beschäftigen, was wem, was zu wem besser in die Leere aus der  eigenen Fülle bis zu Graden der Überversorgung, zu Formen von edlem Müll passt, als mit der Frage, was kostet mich das an Geld- Werten, an Zeit?.

Das ist ein, unterschwellig in vornehmer Zurückhaltung über Umsonstläden kommuniziert,
"Riesen Thema"
auf einem ganz anderen Gebiet in der Freien und Hansestadt Hamburg mit ihren überteuerten Mietwohnungen, nämlich ihrem Mangel an Möglichkeiten weiteres Bauland für bezahlbaren Wohnungsbau in der Fläche, wie innerstädtischer Verdichtung durch Gebäudeaufstockung- wie -staffelung einwerbend auszuweiten.

Da stellt sich schon in der Freien und Hansestadt Hamburg, nicht nur hinter vorgehaltener Hand, die Frage, wer von den Großen Grund- Boden- und Immobilieneigentümern, darunter die christlichen, jüdischen , muslimischen Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Stiftungen, Industrieunternehmen, wird zuerst
"umsonst"
Land von seinem Land in der Stadt für bezahlbaren Wohnungsbau oder die Umwidmung von Geschäftshäusern in Wohnungshäuser, die Umgestaltung von entpflichtet ausgesegneten  Kirchen in sozialen Wohnraum für alle Teile der Bevölkerung, darunter kinderreiche Familen, Alleinerziehende und Kinder, Auszubildende, Studenten, Künstler,  zur Verfügung stellen?

Sei es womöglich nur, zunächst über Erbpachtverträge mit langen Laufzeiten für bestehende und neu zu gründende Wohnungsbaugenossenschaften für Baugemeinschaften, Wohnnprojekte in, generationsübergreifend, famillen-und kinderfreundlicher Eigenregie, den Menschen in der wachsenden Hamburg zu überlassen.

Das besondere Verdienst der Umsonstläden, Kostnixläden mit ihrem Träger Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg ist, ganz unabhängig von vielen anderen Verdiensten, dass hier das Terrain für eine entpanntere Atmosphäre für ganz andere Diskurse im erweiterten Sinne sondiert und indirekt wie direkt kommuniziert wurde und, weiter Wurzel schlagend, engagiert allseitig kommuniziert wird.

JP

siehe:

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&;dig=2011%2F10%2F10%2Fa0018&cHash=14e44200b9

    taz 10.10.2011

  "Ich bin völlig zufrieden, wenn die Leute verstehen, worum es geht"

GEBEN ODER NEHMEN In den Hamburger Umsonstläden wird weder verkauft noch getauscht. Die BesucherInnen können mitnehmen, was ihnen gefällt. Ein Gespräch mit zwei MitarbeiterInnen über die Freude an Theorie, das Übermaß an Schrauben und die üblichen politischen In-Gruppen

INTERVIEW FRIEDERIKE GRÄFF

 
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Kommentare
hadie schrieb am 11.10.2011 um 11:03
Das ist doch Ausgrenzung pur, überflüssige Menschen spielen mit überflüssigen Dingen. Kürzlich wurde ich zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, Motto "wir schrottwichteln" (Verb), d. h. wir schenken uns überflüssige Dinge aus dem Haushalt und freuen uns wie blöde darüber!
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 12:05
@hadie

Sind die Umsonstläden nicht ein tauglich legitimer Versuch, scheinbar überflüssige Waren, Güter, Dienste, Menschen? scheinbr ohne Gebrauchswert, wieder einem Gebrauchswert im Sinne des Allgemeinwohls nahe zu bringen?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 12:09
@hadie

"Das ist doch Ausgrenzung pur, überflüssige Menschen spielen mit überflüssigen Dingen. Kürzlich wurde ich zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, Motto "wir schrottwichteln" (Verb), d. h. wir schenken uns überflüssige Dinge aus dem Haushalt und freuen uns wie blöde darüber!"

So gelungen wie zündend das auch formuliert ist, woher kommt der sarkastische Ärger her?

Ist das vielleicht der Knack- Punkt, dass wir gebrauchten Waren, Gütern, Diensten, Menschen so fremdelnd gegenüber stehen, weil alles neu, jung, frsich verpackt aussehen soll?
Streifzug schrieb am 11.10.2011 um 11:44
Wenn Tunix, dann auch Geronimo. Nur, wer kann sich daran noch erinnern?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 12:15
@Streifzug

"Wenn Tunix, dann auch Geronimo. Nur, wer kann sich daran noch erinnern?"
Wer!,
Was ist Geronimo?, wenn ja, wann fand der statt?
GEBE schrieb am 11.10.2011 um 12:58
Der Zeilenumbruch ist eine Katastrophe. Ich weigere mich sowas zu lesen, auch wenn's umsonst ist.
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 13:48
Wie? "Der Zeilenumbruch ist eine Katastrophe".
Was ist das?. warum sagt mir denn keiner was?

Wo bleiben die Verbesserer Vorschläge?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 13:49
@GEBE

Wie? "Der Zeilenumbruch ist eine Katastrophe".
Was ist das?. warum sagt mir denn keiner was?

Wo bleiben die GEBE Verbesserer Vorschläge?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 13:50
@GEBE

War das jetzt ein Vatikanum Einwad?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 13:52
@GEBE

War das jetzt ein Vatikanum Einwand?, wg. meines Hinweises auf ungenutzten, falsch genutzten Grund, Boden, Immobilien der Kirchen?
GEBE schrieb am 11.10.2011 um 14:34
Hä?

Wohin phantasieren denn jetzt Ihre Fragen hin, Herr Petrick? Was ist ein "Vatikanum Einwand"? Was sind "GEBE Verbesserer Vorschläge"?
Hallo?
Es ging mir darum, den desolaten Zeilenumbruch in Ihrem Beitrag zu bemängeln, der (mir) das Lesen unattraktiv macht.
Wie kommen Sie nur auf die anderen schmalen Bretter?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 14:44
@GEBE

Dann hätten wir das ja geklärt. Danke.
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 14:44
@GEBE

Was aber sind die "Wie kommen Sie nur auf die anderen schmalen Bretter?"

doch wohl die, steuerlich begünstigt, in Teilen falsch genutzten, Latifundien, Wälder, Wiesen, Felder, Immobilien der Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Stiftungen?
GEBE schrieb am 11.10.2011 um 16:55
Kostnix-Gärten

Am Wochenende habe ich, in der Gegend wo ich wohne, Streuobstwiesen aufgesucht. Innerhalb von max. 2 Minuten waren gut 10 Kg der wunderbar schmeckendsten Äpfel eingesackt. In 10 Minuten ein Zentner beisammen! Ungespritzt, frisch. Fußläufig dutzende Tonnen(!) Äpfel an Bäumen, denen von der Last der Früchte beindicke Äste abbrechen. Und kein Mensch pflückt sie.
Mangos und anderer Schnickes von „ALDI & Co.“, vergaste Äpfel aus Tirol, oder Neuseeländer „Bio“-Trallala sind anscheinend aber wohl noch billiger. Oder stimmt da was nicht?
Hagebutten, Weißdornfrüchte, aromatische wilde Holzbirnen säckeweise, demnächst Schwarzdorn (Schlehenfrüchte) nach dem ersten Frost; die Wälder sind voller Bucheckern, eine Köstlichkeit ohne Gleichen. Aber auch da muß man halt sein Bio-Kreuz beugen und sammeln; zuhause seine Bio-Pfoten beim Kerne pulen anstrengen. Sooo viel Kost-Nix liegt auf der sprichwörtlichen Straße, auch wenn es Feld- und Waldwege sind.
GEBE schrieb am 11.10.2011 um 17:15
P.S.:

Die Frage ist noch zu stellen: welchen volkswirtschaftlichen Wert haben eigentlich die Produkte der Natur? Bin ich ein volkswirtschaftlicher Schädling, wenn ich Obst, Beeren und Pilze sammeln gehe, weil ich sie nicht im Laden kaufe? Höhle ich dadurch die Volkswirtschaft aus?
Ob es wohl auch noch den gesetzlich geregelten Laden-Einkaufszwang geben wird – aufgrund eben einer solch möglichen Argumentationsschiene, daß solches Tun etwa auf eine verwerfliche Stufe gestellt ist mit Schwarzarbeit?

Oder, zum Beitrag: müßten nicht etwa auch die „Kostnixläden“ sanktioniert werden, weil sie der Volkswirtschaft Schaden zufügen? Etwa wenigstens 7% MwSt auf im Stehen mitgenommene Sachen und 19% MwSt auf Mitgenommenes im Sitzen?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 21:27
@GEBE

"Kostnix-Gärten"

Das sind ja phantastisch begeisternde Beispiele in die richtige Richtung vorgetragen. Danke!

Gerade heute kam im Deutschlandfunk die Nachricht, dass die Bio- Diversität im Bereich Äpfel durch den Wahn der Produktion von nur ein paar geschmacksneutralen Apfelsorten, samt dem, was dazu kreucht & fleucht, absolut gefährdet ist.
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 21:33
@GEBE

"Bin ich ein volkswirtschaftlicher Schädling, wenn ich Obst, Beeren und Pilze sammeln gehe, weil ich sie nicht im Laden kaufe? Höhle ich dadurch die Volkswirtschaft aus? "

Das klingt nach den uralten Tönen der Betreiber des Merkantislismus, darunter den Tonlagen des Französischen König Ludwig XIV, für die Hof- Finanzierung, bei gleichzeitiger Kriminalisierung der Selbstversorger in Stadt und Land als angebkich gesellschaftsfeindliche Anarchisten
Gesocks Kreaturen
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 21:41
@GEBE

""...daß solches Tun etwa auf eine verwerfliche Stufe gestellt ist mit Schwarzarbeit?!"

Der Eurokritiker Professor Wilhelm Hankel fordert schon lange die Legalisierung von Schwarzarbeit, damit die Schwarzarbeit transparent in volkswirtschaftliche Bilanzen einfließt.

Dass er aber alle Steuerarten, außer einer erhöhten Mehrwertsteuer abschaffen will, irritiert mich ähnlich, wie das Projekt des BGE, das lt. Professor und DM- Märkte Milliardär Götz Werrner vor allem über eine Mehrwertsteuererhöhung von jetzt 19 auf mindestens 40 % finanziert werden soll.

Übrigens haben die Griechen vor dem Eintritt in die Eurozone ihre Schwarzarbeit fiktiv in ihre volkswirtschaftlichen Bilanzen aufgenommen.

Sind die Griechen da als Volkswirtschaftler weiter als wir?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.10.2011 um 14:05
"Kostnixläden" der Gegenpol zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?

M. E. ein sehr komplexes Thema, auch hinsichtlich wirtschaftlicher und sozialer Aspekte.

1.
Billigläden verkaufen Produkte aus Ländern, in denen manchmal die Beschäftigten ausgebeutet werden.

2.
Billigläden vernichten auch Arbeitsplätze bei uns.

3.
Billigläden erhöhen bei uns den Lebensstandard auch für ärmere Mitbürger, H4-Empfänger, Rentner etc..

4.
Billigläden sorgen auch für größeren Wettbewerb.

5.
Billigläden vertreiben auch Fachgeschäfte aus den Innenstädten.

Fazit ?????
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 14:33
@arno schmidt

Interessater Einwand. Nur sind sind Umsonstläden keine Billigläden.

Ob diese im Ergebnis auch so ewas wie einen falschen Anreiz für neuen Raum, outgesourcte "Lagerhaltung auf Rädern?" von neu erworbenen Wegwerfprodukte darstellen, wäre zu hinterfragen?
Joachim Petrick schrieb am 11.10.2011 um 14:35
@arno schmidt
was is da it ungenutzten, subventioniert, steuer begünstigt, falsch genutzten Wälder, Wiesen, Feldern, Grund, Boden, Immobilien der Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Stiftungen in Kommunen, Land, Bund?
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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