Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

Frieden – Wie geht das?

Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

Zur Empfehlung
Meine Frau weint

Meine Frau weint

Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

Zur Empfehlung

Kultur : "Kostnixläden" der Gegenpol zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Umsonstläden, Kostnixläden der Gegenpol zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?

Umsonstläden Kostnixläden das Mahatma Ghandi Prinzip gewaltloser Kommunikation auf die Ökonomie übertragen.

Umsonstläden, Kostnixläden in Hamburg und andernorts als Gegengewicht zur deutschen "Tunix- Gesellschaft"?
Umsonstläden, Kostnixläden in Hamburg an der Altonaer Stresemannstraße, im Gängeviertel sind die wundersam wohlgeratenen Gevatter, Tanten- , Onkel unserer rasend europäischen
"Tunix Gesellschaft"
in Anlehnung an Zeiten der Kolonialwarenläden, die auch aus dem Vollen eroberter Kolonien, Mandatsgebiete, allerdings selten Wohltaten, wie hier in den Umsonstläden, sondern monetären Profit schöpften?

Tunix- Gesellschaften sind Gesellschaften, die im kulturell
"Rasenden Stillstand"
unabdinglich jede Krise, gleich welcher Art, nutzend, eine Umverteilung von unten nach oben durchregieren.

Träger der beiden Hamburger Umsonstläden ist der Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg, eine "Projektgemeinschaft gegenseitiger, solidarischer Hilfen".

1999 wurde der erste Umsonstladen in der Hamburg- Altonaer Stresemannstraße gegründet, seit 2010 gibt es einen Umsonst-Kiosk im Gängeviertel in Hamburg- Mitte.

Eigentlich ist der Name Umsonsladen irreführend, weil all die Dinge. Gegenstände, Dienste, die in diesen Umsonst- Häfen anlanden, namenlos geheuert andocken und durch dankbar ebenso namenlose Hände wieder von dannen ziehen, nicht umsonst, sondern an für sich
"nützlich",
wie es gekaufte, selbst getauschte Waren, Güter, Dienste kaum sein können, nämlich eine Lehre im Umgang mit der Fülle an Gütern, Waren, Diensten, lokla & global, hier, der Leere da.

Recht bedacht,
Recht getan,
wird irgendwann jemand, der dort in diese Waren Häfen Güter, Gegnstände, Dienste bringt, sich mehr damit beschäftigen, was wem, was zu wem besser in die Leere aus der eigenen Fülle bis zu Graden der Überversorgung, zu Formen von edlem Müll passt, als mit der Frage, was kostet mich das an Geld- Werten, an Zeit?.

Das ist ein, unterschwellig in vornehmer Zurückhaltung über Umsonstläden kommuniziert,
"Riesen Thema"
auf einem ganz anderen Gebiet in der Freien und Hansestadt Hamburg mit ihren überteuerten Mietwohnungen, nämlich ihrem Mangel an Möglichkeiten weiteres Bauland für bezahlbaren Wohnungsbau in der Fläche, wie innerstädtischer Verdichtung durch Gebäudeaufstockung- wie -staffelung einwerbend auszuweiten.

Da stellt sich schon in der Freien und Hansestadt Hamburg, nicht nur hinter vorgehaltener Hand, die Frage, wer von den Großen Grund- Boden- und Immobilieneigentümern, darunter die christlichen, jüdischen , muslimischen Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Stiftungen, Industrieunternehmen, wird zuerst
"umsonst"
Land von seinem Land in der Stadt für bezahlbaren Wohnungsbau oder die Umwidmung von Geschäftshäusern in Wohnungshäuser, die Umgestaltung von entpflichtet ausgesegneten Kirchen in sozialen Wohnraum für alle Teile der Bevölkerung, darunter kinderreiche Familen, Alleinerziehende und Kinder, Auszubildende, Studenten, Künstler, zur Verfügung stellen?

Sei es womöglich nur, zunächst über Erbpachtverträge mit langen Laufzeiten für bestehende und neu zu gründende Wohnungsbaugenossenschaften für Baugemeinschaften, Wohnnprojekte in, generationsübergreifend, famillen-und kinderfreundlicher Eigenregie, den Menschen in der wachsenden Hamburg zu überlassen.

Das besondere Verdienst der Umsonstläden, Kostnixläden mit ihrem Träger Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg ist, ganz unabhängig von vielen anderen Verdiensten, dass hier das Terrain für eine entpanntere Atmosphäre für ganz andere Diskurse im erweiterten Sinne sondiert und indirekt wie direkt kommuniziert wurde und, weiter Wurzel schlagend, engagiert allseitig kommuniziert wird.

JP

siehe:

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2011%2F10%2F10%2Fa0018&cHash=14e44200b9

taz 10.10.2011

"Ich bin völlig zufrieden, wenn die Leute verstehen, worum es geht"

GEBEN ODER NEHMEN In den Hamburger Umsonstläden wird weder verkauft noch getauscht. Die BesucherInnen können mitnehmen, was ihnen gefällt. Ein Gespräch mit zwei MitarbeiterInnen über die Freude an Theorie, das Übermaß an Schrauben und die üblichen politischen In-Gruppen

INTERVIEW FRIEDERIKE GRÄFF

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.