10
]
Sandra Maischberger lässt Reichtums Code durch Sozialunternehmer Harald Ehlert knacken
Reichtums Code durch Berliner Trebehilfe Unternehmer Harald Ehlert in Sendung "Menschen bei Maischberger" geknackt.
Ganz nebenbei hat der Sozialunternehmer, der Gründer der Berliner Trebehilfe als Gast in der sSandra Maischberger Sendung vom 08. Februar 2011 den Reichtum Code durch seinen engagierten Willen zum "Learning by Doing" entschlüselt und zum kapitalistisch unternehmerischen Rundumschlag ausgeholt.
Harald Ehlert gilt unangefochten als Deutschlands umstrittenster Sozialarbeiter: Mehr als 20 Jahre engagierte sich der Gründer der Berliner Treberhilfe für Obdachlose. Im letzten Jahr sorgte er für einen öffentlichen Aufschrei der Empörung, als ruchbar wurde:
"Harald Ehlert, der Chef der karitativ gemeinnützigen Einrichtung Berliner Trebehilfe fährt einen Maserati als Dienstwagen, den er für € 24.000.- per Leasingvertrag angezahlt, mit € 1.400.- /monatlich, steuerlich als Betriebskosten absetzbar, abzahlt.
Harald Ehlert, der Chef der karitativ gemeinnützigen Einrichtung Berliner Trebehilfe bezieht ein sechsstelliges Jahresgehalt in Höhe von über € 300.000.-/anno ud lebt in einer durch die Berliner Trebehilfe finanzierten Villa im schönen Berliner Grunewald, die aktuell einen Verkehrswert von über € 400.000.- haben soll und die als Bildungsstätte für das eigene Personal und interessierte Kreise gedacht ist.
Gleichzeitig wird Harald Ehlert, der Chef der karitativ gemeinnützigen Einrichtung Berliner Trebehilfe nicht nur mit massiven Vorwürfen seines Betriebsrates konfrontiert, der ihm öffentlich glaubhaft bescheinigt, seine Arbeitnehmer/innen unter Tarif zu bezahlen und in unzumubar täglichen Überforderungen allein zu lassen, sondern muss sich auch noch gerichtlicher Verfahren erwehren, in denen ihm die Veruntreuung von staatlichen Zuschüssen, samt wettbewerbswidrigem Missbrauch der Gemeinnützigkeit seines Sozialunternehmens, an dem er persönlich als Gesellschafter mit einer 50 %zigen Einlage haftend beteiligt ist, vorgeworden wird.
Harald Ehlert lässt die anschwellende Kritik an seinem sozialunternehmerischen Gebaren nicht gelten, sondern verbreitet sich in einer überaus bräsigen Unternehmens Philosophie über das Unternehmertum hierzulande im Allgemeinen wie im speiziellen als Sozialunternehmer. Sozialarbeit sei eine unternehmerische Herausforderung, wie jede andere, mit der viel Geld verdient werden kann.
Mit seinem Vorhalt:
"Sozialarbeit sei eine unternehmerische Herausforderung, wie jede andere, mit der viel Geld verdient werden kann" ist es Harald Ehlert nun ganz nebenbei, mutmaßlich wie bei einer ungewollten Schwangerschaft, per Rundumschlag gelungen, den Reichtums Code an sich zu entschlüsseln.
Harald Ehert behauptet in der Sandra Maischberger Sendung unwidersprochen, dass in Deutschland, egal um welche Art von unternehmerische Leistung es geht, sei es in Infrarstruktur Projekten, in Fertigungsanlagen, Handel, Wandel, Verkehr, Gewerbe, Bildung, Ausbildung, Studium der Steuerstaat mit bis zu 50 % Zuschüssen, Subventionen, unter anderem über die flächendeckende, branchenübergreifende Lohnsubvention durch die Hartz IV Aufstockerie, bei gleichzeitig fehlendem gesetzlichen Mindestlohn, dabei ist.
Warum soll das nicht auch ebenso für Sozialunternehmen wie die Berliner Trebehilfe Gültigkeit haben?
Was mich an der anschwellenden Potzblitz Empörung des Sozialunternehmers, Harald Ehlert, überaus irritiert, ist, dass Harald Ehlert als gewiefter und gewitzter Sozialunternhmer frohlockt:
"Mein Sozialunternehmen Berliner Trebehilfe floriert, die Geschäfte gehen gut, ich habe über 20.000 Berliner Obdachlosen in Wohnungen aus dem eigenen Bestand vermitteln können, mein Sozialunternehmen wirft Profit ab, kann unglaubliche Wachstumsraten/anno vorweisen",
ohne auch nur ansatzweise innehaltend, Schlussfolgerungen aus seiner Wahrnehmung zu ziehen.
Z. B., dass die erfolgreiche Belegung seiner Wohnquartiere mit bis zu 95 % den obskuren Charme von Bauerhrrenmodellen entfaltet, weil die überwiegende Zahl der Mieter die Mieten über die Hartz IV Gesetze ungedeckelt in der Höhe zu Gunsten der Kontenstände der Vermieter finanziert erhält.
Herrn Ehlert kommt wie allen Menschen, die über eigene Vergehen, gar Verbrechen mit unbändiger Neigung zur Selbstanzeige, auf weit größere und verankerte Zusammenhänge, Netzwerke von Vergehen, gar Verbechen in Amt und Würden hinzuweisen, das Verdienst zu, diese unabdinglich, im Stil eines Michael Kohlhaas Kleistischer Deutung, auf die Agenda zu setzen.
Womit wir bei der Entschlüsselung des Reichtums Code angelangt sind, nämlich der Ansatz, der Beginn von Reichtumg, im Sinne der Bildung von Kapitalstockvermögen, war immer und stets ein karitativer, nicht selten aus dem kirchlichen Raum, etwa durch Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Roter Halbmond startend, der sich im Laufe des trügerischen Erfolgs, namentliche Armut lokal, aktuell in bestimmten Stadtteilen von Berlin zu stoppen, um namenlose Armut in unbedachten, unbetreuten Örtlichkeiten, innerhalb und außerhalb Berlins, verbeitend, andernorts zu vermehren.
So gesehen erweist sich eine bestimmte bizarr obszöne Form des Reichtums als ein unternehmerischer Aberwitz, eine Karikatur vergeblicher Bemühungen, Armut dadurch scheinbar örtlich zu stoppen, indem diese eine breitere und noch breitere staatlich subventionierte Basis und Verbreitung erfährt.
Was ich, angesichts von fehlend aufschlussreich jährlichen Reichtumsberichten, beängstigend finde, früher wurde die Sozial- und Gemeinwesenarbeit nach dem Subsidiaritätsprinzip, quasi treuhänderisch hoheitlich, von freien Trägern übernommen, die sich mit mindestens sieben Verantwortlichen als Verein gegründet und organisiert, der Aufsicht des kommunalen Vereinsregisters mit der Verpflichtung jährlicher Hauptverdammlung von beschlussfähigen Mehrheiten der Mitglieder, Berichterstattung, Rechenschaftslegung unterlagen und unterliegen.
Heute wird die Sozial- und Gemeinwesenarbeit im Wege eines rasanten Abbaus der Bürgerbeteiigung in Träger Vereinen, zunehmend einem intransparenten Gründungs- Wildwuchs von GmbHs als sogenannten Sozialunternehmen überlassen, der allein der fadenrissig, personell dünn besetzten, unverbindlichen Beobachtung von Gewerbeaufsichtsämtern unterliegt.
JP
siehe:
www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=08.02.2011&;startseite=true
SENDUNG VOM DIENSTAG, 8. FEBRUAR 2011, 22.45 UHR
300. Sendung: "Geld ist geil: Ist Reichtum eine Schande?"
|
|
Liebe FC Redaktion,
guten Morgen, eine Frage: was ist mit der Technik los? Das Konfigurieren, Formatieren des Textes klappt zur Zeit nicht. |
|
|
Danke liebe FC- Redaktion
für die prompte Behebung des, vorübergehend, eingeschlichenen Mangels. tschüss JP |
|
|
In der ganzen Geschichte der Treberhilfe und ihres gründers und Nutznießers ist mir eigentlich nur eines klar geworden. Herr Ehlert gehört zur Verantwortung gezogen, und zwar wegen Geheimnisverrats. Er hat das Verbrechen begangen, die Scheinheiligkeit dieser "Gemeinnützigen" Sozialvereinswelt öffentlich zu machen. Denn die Tatsache, das in tausenden Vereinen und Sozialunternehmen notorisch unterbezahlte, befristete und zwangsverpflichtete Menschen, eine unbedingt notwendige Arbeit für das Wohlbefinden dieser Gesellschaft leisten, um die Betreiber dieser Vereine und Unternehmen reich und glücklich zu machen, kann niemand widerlegen, aber darüber öffentlich zu sprechen ist der Fehler gewesen. Das tut man nicht. Der öffentliche Skandal ist ja auch nicht entstanden, weil jemand sich ein teures Auto von dem Geld kaufte, das für Obbdachlosenhilfe gezahlt wurde, sondern weil "Gott" Ehlert glaubte soweit oben auf der sozialen Leiter angekommen zu sein, das er einen Bußgeldbescheid über 50€ nicht bezahlen braucht. Hier irrte er allerdings, denn dafür war sein Reichtum noch zu klein und erst in der ersten Generation. Als Neureicher steht ihm der Schutz von Politik und Staat noch nicht zu.
Also an dieser Stelle etwas Mitleid mit Herrn Ehlert und seiner Klientel, wer reichlich aus den Taschen Anderer schöpft kann schon mal die Bodenhaftung verlieren. |
|
|
@nuntius
Herrn Ehlert kommt wie allen Menschen, die über eigene Vergehen, gar Verbrechen mit unbändiger Neigung zur Selbstanzeige, weit größere und verankerte Zusammenhänge, Netzwerke von Vergehen, gar Verbechen in Amt und Würden hinzuweisen, das Verdienst zu, diese unabdinglich, im Stil eines Michael Kohlhaas Kleistischer Deutung, auf die Agenda zu setzen. Der Herr Lindner von der Berliner FDP als Gast in der Maischberger Sendung konnte sich vor lauter Lob für Herrn Ehlert und sein erfolgreiches Sozialunternehmen gar nicht mehr einkreigen, indem er betonte, so ein erfolgreicher Sozialunternehmer wie Herr Ehlert brauche sich nicht mit BAT III b zu begnügen, aber...wenn er doch sein kleines Ungeschick in seiner Kommunikation einräumen würde, schon wäre man wieder zusammen." |
|
|
Sozialarbeit findet heute in einem fast rechtsfreien Raum statt, zumeist in gemeinnützigen GmbH's. Rund zweieinhalb Millionen Menschen arbeiten im Sozialsektor. Niemand soll wissen, wie viele gGmbH's es gibt, in welchen Bereichen sie arbeiten, welche Gewinne sie erzielen und welche Arbeitsverhältnisse dort herrschen. Die Sozialverbände zur Bilanzierung zu verpflichten, wäre die erste Forderung!
|
|
|
@hadie
was ich auch beängstigend finde, früher wurde die Sozial- und Gemeinwesenarbeit nach dem Subsidiaritätsprinzip, quasi treuhänderisch hoheitlich, von freien Trägern übernommen, die sich mit mindestens sieben Verantwortlichen als Verein gegründet und organisiert, der Aufsicht des Vereinsregisters mit der Verpflichtung jährlicher Hauptverdammlung von beschlussfähigen Mehrheiten von Mitgliedern, Berichterstattung, Rechenschaftslegung unterlagen und unterliegen. Heute wird die Sozial- und Gemeinwesenarbeit im Wege eines rasanten Abbaus der Bürgerbeteiigung in Träger Vereinen, zunehmend einem intransparenten Gründungs- Wildwuchs von GmbHs überlassen, der allein der fadenrissigen, personell dünn besetzten, unverbindlichen Beobachtung von Gewerbeaufsichtsämtern unterliegt. |
|
|
So kenne ich es auch noch, und wehe, es wurde nicht rechtzeitig zur Jahresversammlung eingeladen oder im Rechenschaftsbericht war eine Position nicht richtig untermauert! Heute zahlt die AWO Halle einen Teil des Lohns als sogenannte Anwesenheitsprämie, von der pro Krankheitstag 60 Euro abgezogen werden.
www.dradio.de/download/124222/ |
|
|
@hadie
Danke für den Link. das ist ja wohl nicht nur link, sondern eine Verkürzung von Arbeitnehmerrechten (siehe rechtliches Unterlaufen des Arbeitnehmerrechts auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall) |
|
|
schrieb am
10.02.2011 um 06:25
Auf der Münchner Montagsdemo ist meistens eine "AWO"-Angestellte dabei, die auf die Misstände hinweist.
Aber die Meisten sind sich wohl zu fein für sowas... |
|
|
@claudia
"Aber die Meisten sind sich wohl zu fein für sowas..." ich fürchte eher, in diesen gewerkschaftlichen, kirchlichen, parteilichen Tendenzbetireben herrscht nackte Angst um den Erhalt der eigenen Arbeitsplätze. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen