Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

08.07.2011 | 18:39

Martin Walsers "Muttersohn"

Martin Walser das verkannte Orakel von Delphi?

Martin Walser unser begnadeter "Theophrastus  Fabulieriasto!
Gell".
Martin Walsers Selbstanzeige als fabelhafter Lügenbaron Münchhausen, auf dass der Teufel  aus der Lücke grinst:


Martin Walser ist der Chronist der Bedrückten und Gedemütigten, heißt es in seinem  neusten  Stern- Interview (Stern 28- 106- 11).
Vonwegen Martin Walser Chronist der Bedrückten und Gedemütigten?,
ist Martin Walser nicht eher die Edelfeder, der der Schreiber der ungestümen Schwärmer/innen oder angriffsfreudigen Wadenbeißer/innen, dass es in die Büsche  oder Moneten von "Fliegenden Pferden" bei Gerichten, Tribunalen im "Sauseschritt, alle machen mit" geht?

Martin Walser der Meister des Gourmets Gedankens vom Bodensee, treibt nicht etwa lahm & fade, wie Dr. Faust als studierter Sesselfurzer des Nachts als des Pudels Kern mit dem Teufel sein Händel, sondern gleich mit dem Gevatter Tod, als sei er vorauseilend mit diesem im Lot,  wenn er sich seinen Tod a`la Carte bestellt, wenn er etwa in diesem Stern Interview selbstvergessen, fern aller Angstblüten seines vorgerückten Alters, mit Rotwein aufgeblasenen Backen, verlautbart.

"..Da gehe ich, hoffe ich, zu Exit in die Schweiz (Sterbehilfeorganisation, die Stern Redaktion) und lasse mir einen anständigen Tod servieren."
Wie so oft in seinen Werke, folgt Martin Walser seinem Inneren Kompass, seiner Inneren Bestimmung,  der Welt den Weg ins gewisse Ungewisse zu weisen, in diesem Fall der Katholischen Kirche.
"Gell!",
wie Martin Walser gerne bei einem in seinem Sinne gelungenen Gedanken, wenn er diesen offenbart, ganz parat als Ausruf wagt.

Dass Sterbehilfe die Grundfesten des gegenwärtigen Katholizismus in Deutschland erschüttern könnte, ahnt Walser in diesem Stern Interview ziemlich genau:
"Nach unserer Religion und Kultur steht es uns angeblich nicht frei zu sterben, wie wir wollen. Es ist noch eine Art Leibeigenschaft übrig geblieben von ganz früher. Aber daran muss ich mich nicht halten."

Der Satz hat Biss, der Satz zeigt den geerdet aufblitzenden Zorn des Alten Herrn, Dichters vom Bodensee, Martin Walser.
Wohl wahr, wer über die Rituale des Sterbens verfügt, verfügt der nicht auch über das Leben?

Da ist nichts von der Milde und Güte, der Harmonie Stimmung in den begleitenden Stern Bildern von Martin Walser, unbehütet im Schilf und Gras am Bodensee, zu spüren, als solle, wolle er ins Schilf oder Gras beißen?,
als gehe es bereits für Martin Walser um Abschied von seinem geliebten  Bodenssee.

Martin Walser wiederum bekundet als 84jähriger, gar nicht inszeniert, barhäuptig mit buschigen Augenbrauen, die einem Theo Waigel, Hans- Christian Ströbele  Ehre einlegen würden,  eine ungetrübt robuste Gesundheit, als wolle er nicht nur die Stern Bildredaktion Lügen strafen, sondern uns binnen zehn Jahren im gemächlichen Schritt wie Ton, den Helmut Schmidt unter den Literaten machen.

Rutscht da etwa Martin Waleser im Eifer des Stern Interview Gefechts, das Bekenntnis eines notorischen Fabulieres, wahrheitsfragil spekulierender  Schwerenöters, zu Gunsten hier, zu  Lasten seines Umfeldes dort in Literatur, Kultur, Geschichte, Politik, Medien heraus, der sich in seinen späten Jahren revolutioniert, wenn er gleichsam
"ex cathedra" nicht nur seine neuste Romanfigur
"Percy"
aus seinem am 15. Juli 2011 erscheinenden Roman
"Muttersohn", Martin Walser
Rowohlt Verlag, 512 Seiten, 24.95 €
auf die Frage:
"....bei sich sein...mit sich im Einklang sein ? "
unfehlbar verkünden läßt:

"Ja, gut, das ist die Hoffnung, dass jemand vor anderen riskiert, so zu sein, wie er ist.
Bei sich sein und ausstrahlen.
Percy sagt:
"Ich kann nicht sagen, was ich weiss, ich kann nur sagen, was ich bin!"
Danach muss sich doch jeder sehnen, auch im Aufzeichnungs- und Wiedergabegewerbe:

"..dass er jetzt ist, wie er ist. Stell Dir vor, wir wären alle immer das, was wir gerade sind. Nichts Verstelltes, das wäre revolutionär"

Für die erfundene Martin Walser Romanfigur
"Percy"
mag das uneingeschränkt gelten, dass die im günstigsten Fall aller durchdeklinierten Fälle weiss, was sie ist, nämlich eine Romanfigur, aber nicht zu sagen vermag, was sie weiss, weil sie wirklich sonst nichts weiss, was heiss?

Mit dem Literaten Martin Walser ist das mitnichten so, ist das ganz anders, flüchtet der sich nun in Fakes als inszenierte Wahhaftigkeit, die verstellt als Wahrheit gehandelt werden, statt Dichtung, die auch als solche firmierend "Festina Lente"
(Eile mit Weile!)
bis in die unmittelbare Nähe von Klarheit, Wahrheit strebend unterwegs?

Bei Martin Walser hört sich in diesem Interview bisweilen Hoffnung als Spekulation auf die Normative Kraft des Faktischen nach Hans- Georg Kiesingers
"Silberlippe"
zu Lasten des Rest der anderer an.
Wobei Martin Walser gerne das Faktische durch das Taktische ersetzt.
Gell!
Martin Walser vermag sich in diesem Interview auch selber unverblümt durch die Blume zu loben, wenn es der Stern nicht tut, indem er folgenden Gedanken Leben einhaucht:
"Verlassenheit ist ein Schuh, der drückt auch, wenn man ihn nicht anhat".
Das ist jetzt ein Satz.
Gell!"

Der Stern Interviewer Michael Stoessinger schweigt beredt betreten?

Deutet sich Martin Walser als begnadeter Selbstunterhalter das Dunkel seiner lobearm scheinlos späten Jahre als irrlichternder Dichter ins Helle um, wenn Martin Walser in diesem Interview räsonierend missionierend über den Glaubenswillen des Martin Walser und seiner Töchter kündet?:
"Wir wollen doch alle, dass die Welt schöner wird, als sie ist. Daher kommt dochdie ganze Glaubenskraft".

Geht es Martin Walser um den bargeldlosen Schein von Helle, den er mit seinem neuen Roman
"Muttersohn"
dank seiner großen Leserschar in die Welt bringen will?

Jetzt kommt es dick in des Sternes Schlick.
In diesem Stern Interview, angesprochen auf seine Paulskirchen Rede vom 11.Oktober 1998, weicht Martin Walser zunächst ins Unbestimmte, Unscharfe aus, wenn er sagt:
"Da warten wir noch ein bisschen, wie das ausgeht"

Hatte doch zumindestens eines Teil des Publikums in der Pauslkirche und der Öffentlichkeit, darunter Ignaz Bubis als Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, diese Martin Walser Rede von  der
"Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit im Dritten Reich, sonders des Holocaust  als instrumentaliserender
"Moralkeule"
als willfährig opportune  Aufkündigung eines unverbüchlichen Generationsunternehmens Deutschlands gegolten.

Martin Walser tat damals, selbst in einer von Klaus von Dohnanyi angebahnten Talkrunde nichts, auf Ignaz Bubis persönlich eingehend, dieses Missverständnis  zu heilen.
Martin Walser:
"Man hat mich da in einen Zusammenhang gebracht, in den ich nie gehört habe.
Ich habe zu einem Zeitpunkt gesagt, man dürfe Auschwitz nicht instrumentalisieren, da war noch nicht von Zwangsarbeit, Wiedergutmachung die Rede.
Das ging gegen Joschka Fischer und die Bombardierung des Kosovo als Lehre aus Auschwitz."

Redet sich Martin Walser auch noch um seinen Kragen, nachdem er mit dieser Einlassung den Verlust seines Kopfes kundgetan?

Zur Klärung:
 
Der Entschädigungsfond der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft, unter Einbindung der Kirchen, Verbände, Gewerkschaften, wurde, moderiert angeschoben von Graf Lambsdorff, auf Druck amerikanischer Anwaltskanzleien mit  Sammelkagen von Zwangsarbeiter/innen, bereits bzw. endlich  im Jahre 1997 auf Kiel gelegt, vom Stapel gelassen.

Martin Walser hielt seine Paulskirchen Rede am 11. Oktober  1998.
Der rotgrüne Aussenminister Joschka Fischer setzte als bekennstniswütiger Getriebener der Ereignisse, in aller Hast und Eile, fabulierend, erst am 7. April 1999 seine heilos steile These in die Welt:

 "Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz."
(www.sueddeutsche.de/politik/fischer-ich-habe-gelernt-nie-wieder-auschwitz-1.915701)

Verfügt Martin Walser über unentdeckte Fähigkeiten des Orakel von Delphi, dass er damals in seiner Paulskirchen Rede am 11. Oktober 1998 vorausgreifend sagen konnte, was Joschka Fischer am 7. April 1999 als Aussenminster der rotgrünen Bundesregierung sagen würde?

Wenn Martin Walser dies, durch welche Kanäle auch immer im Oktober 1998 längst gewußt und trotzdem in seiner Paulskirchen Rede verschwiegen, ist Martin Walser da nicht,  wie alle, die die Wahrheit kennen, aber beredt beschweigen, ein bekennender Lügenbaron Münchhausen zu nennen?

Dass Martin Walser, zitternd vor Kühnheit seiner Gedanken, einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel in
"Der Zeit"
zur Frage des Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan schrieb, zeigt den anderen ebenso wahren Martin Walser, den mit dem scharfsinnig uneintrübbar mutig kühnen  Verstand:
"Hört auf!"

Das empfehle ich an dieser Stelle in aller Gedanken Helle nicht:
"Martin Walser!
 Hör Du, egal, gefabelt, ungefabelt fabelhaft,  nicht auf!"

Martin Walser fordert in aller Zurückhaltung und Bescheidenheit  wie berechtigt von jenen feinsten Intellektuellen eine Entschuldigung, die ihn wg. seines beharrlichen Festhaltens an der deutschen Einheit, öffentlich  bis  zur Wende 1989/90 verfemt.

Bescheiden deshalb, weil Martin Walser, gschichtsvergessen, gar nicht die Frage nach den Schuldigen derTeilung Deutschlands, Europas, der Welt von 1949- 1989 stellt.

So ist er unser Dichter Martin Walser, ausgerechnet da bescheiden, wo keiner seiner vielen geneigten Leser/innen damit im Roman
"Muttersohn"  
mit der Romanfigur Percy, alias Martin? als Fake gerechnet!, oder?

Ist Martin Walser doch in sich selber als Muttersohn behaust.
Martin Walser Vater starb, da war der kleine Martin gerade 10 Jahre alt.

Pikant als Fake gedacht,
 ist folgende kleine Geschichte eines Muttersohns, Martin, der längst mehrfach  zum Vater ward und noch ein weiteres Mal Vater werden wollt.

Es geschah im Jahr der Studentenbewegung, im Jahre 1967 im Auditorium Maximum der Hamburger Universität.

Die gesamte Medienkohorte gestandener Männer im vollen Lebenssaft, darunter Gerd Bucerius von  Der Zeit, Henri Nannen vom Stern, saß im Publikum, mit ihrem Frontmann Rudolf Augstein vom Meinungmedium Der Spiegel auf dem Podium, um mit folgenden Worten, wie, innerlich über die Kühnheit hrer Gedanken vibrierend, den Studentenführer, Rudi Dutschke, verdattert & vergattert, auf diese Phalanx der maßgeblichen Medienkohorte Deutschands  einzuschwören:
"Herr Dutschke!,
 wir wünschten Sie uns subversiver....!",
gemeint war, subversiver  gegen den Medienzar und  Mitbewerber, Axel Cäsar Springer.

Worum ging es diesen Medien Herren?,
ging es ihnen darum, dass in Deutschland von der Medienstadt Hamburg ein Fanal ausging, dass sowohl Westberlin als auch  Bonn- Bad Godesberg in deren politischen Farben erblassen ließ?

Da wurde, dank der politschen Nüchternheit des Studentenführers Rudi Dutschke nichts draus, weil der bis zu dem Attentat auf seine Person  genau am Gründonnerstag vor Ostern am 10 April 1968 bei seinem Leisten
"Westberlin"
als Pojekt einer selbständigen poltischen Einheit auf deutschem Boden blieb.

Etwa gleichzeitig, hatte der Schriftsteller Martin Walser, gerade einmal im jugendlichen Alter von 40 Jahren,  neben allem anderem, nur eines im Sinn, so die Legende, im Einvernehmen mit seiner Frau, mit Rudolf Augstein im Bunde nach Art alter Kriegskameradschaft mit dessen damaliger Gattin einen Muttersohn, einen Menschensohn, namens Jakob Augstein, zu zeugen.

Geschah dies alles aus Martin Walsers Willen, niemals mehr soll ein Muttersohn, ein Mutterkind ohne Vater sein?

Das war, wie wir heute wissen, unter verantwortlicher Achtsamkeit aller eingeweiht Beteiligten, überaus gelungen

Jakob Augsteins biologicher Vater ist Martin Walser, während Rudolf Augstein der liebevoll soziale Vater war.

Waren die damaligen Augsteins, Walsers, Nannens, Bucerrius, u. u. nicht nur
"Hipp&Flipp" wie viele der 67er, 68er Studentenbewegten im Lande, sondern mit dem Vorsprung der Erfahrung ihrer Lebensjahre für Monate um historische Meilen weiter, als sie es jemals wieder sein würden noch sein wollten?

JP

siehe:

"Muttersohn",
Martin Walser, Rowohlt Verlag,
512 Seiten, 24.95 €
Erscheinungsdatum 15. Juli 2011

www.stern.de/kultur/buecher/martin-walser-im-stern-ich-lasse-mir-einen-anstaendigen-tod-servieren-1703117.html


Martin Walser im stern: "Ich lasse mir einen anständigen Tod servieren"

In seinem neuen Roman schlägt er leichtere Töne und im Interview mit dem stern spricht er locker über den Tod: Wie sich Martin Walser seinen Abschied vorstellt.

Martin Walser, Interview, Roman, Muttersohn, Sterbehilfe, Tod

www.sueddeutsche.de/politik/fischer-ich-habe-gelernt-nie-wieder-auschwitz-1.915701

Fischer "Ich habe gelernt: Nie wieder Auschwitz"

24.01.2005, 18:20 2005-01-24 18:20:00
Von Von Nico Fried
Am 7. April 1999 sagte der Außenminister : "Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz." Fischer, so berichten seine Biographen Matthias Geis und Bernd Ulrich, habe immer bestritten, dass er damit die Nazi-Verbrechen und den Mord der Serben an den Kosovo-Albanern gleichgesetzt habe.


 
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Kommentare
glaubdir schrieb am 08.07.2011 um 18:59
@joachim petrick, der eine link ist nicht vollständig. ich setz ihn nochmal rein. ;-)
www.stern.de/kultur/buecher/martin-walser-im-stern-ich-lasse-mir-einen-anstaendigen-tod-servieren-1703117.html
Joachim Petrick schrieb am 08.07.2011 um 19:14
@glaubdir

Danke für den Tipp

ist korrigiert bzw. ergänzt
Joachim Petrick schrieb am 08.07.2011 um 20:20
ergänzt:

Ist Martin Walser doch in sich selber als Muttersohn behaust.
Martin Walser Vater starb, da war der kleine Martin gerade 10 Jahre alt.

Pikant als Fake gedacht,
ist folgende kleine Geschichte eines Muttersohns, Martin, der längst mehrfach zum Vater ward und noch ein weiteres Mal Vater werden wollt.

Es geschah im Jahr der Studentenbewegung, im Jahre 1967 im Auditorium Maximum der Hamburger Universität.

Die gesamte Medienkohorte gestandener Männer im vollen Lebenssaft, darunter Gerd Bucerius von Der Zeit, Henri Nannen vom Stern, saß im Publikum, mit ihrem Frontmann Rudolf Augstein vom Meinungmedium Der Spiegel auf dem Podium, um mit folgenden Worten, wie, innerlich über die Kühnheit hrer Gedanken vibrierend, den Studentenführer, Rudi Dutschke, verdattert & vergattert, auf diese Phalanx der maßgeblichen Medienkohorte Deutschands einzuschwören:
"Herr Dutschke!,
wir wünschten Sie uns subversiver....!",
gemeint war, subversiver gegen den Medienzar und Mitbewerber, Axel Cäsar Springer.

Worum ging es diesen Medien Herren?,
ging es ihnen darum, dass in Deutschland von der Medienstadt Hamburg ein Fanal ausging, dass sowohl Westberlin als auch Bonn- Bad Godesberg in deren politischen Farben erblassen ließ?

Da wurde, dank der politschen Nüchternheit des Studentenführers Rudi Dutschke nichts draus, weil der bis zu dem Attentat auf seine Person genau am Gründonnerstag vor Ostern am 10 April 1968 bei seinem Leisten
"Westberlin"
als Pojekt einer selbständigen poltischen Einheit auf deutschem Boden blieb.

Etwa gleichzeitig, hatte der Schriftsteller Martin Walser, gerade einmal im jugendlichen Alter von 40 Jahren, neben allem anderem, nur eines im Sinn, so die Legende, im Einvernehmen mit seiner Frau, mit Rudolf Augstein im Bunde nach Art alter Kriegskameradschaft mit dessen damaliger Gattin einen Muttersohn, einen Menschensohn, namens Jakob Augstein, zu zeugen.

Geschah dies alles aus Martin Walsers Willen, niemals mehr soll ein Muttersohn, ein Mutterkind ohne Vater sein?

Das war, wie wir heute wissen, unter verantwortlicher Achtsamkeit aller eingeweiht Beteiligten, überaus gelungen

Jakob Augsteins biologicher Vater ist Martin Walser, während Rudolf Augstein der liebevoll soziale Vater war.

Waren die damaligen Augsteins, Walsers, Nannens, Bucerrius, u. u. nicht nur
"Hipp&Flipp" wie viele der 67er, 68er Studentenbewegten im Lande, sondern mit dem Vorsprung der Erfahrung ihrer Lebensjahre für Monate um historische Meilen weiter, als sie es jemals wieder sein würden noch sein wollten?
poor on ruhr schrieb am 08.07.2011 um 21:04
@JP

Vielen Dank für das Blog. Ich kenne mich mit Matin Walser nicht so aus. Du hast ganz interessante Hintergrundinformationen geliefert. Ich schreib´s oft, aber es ist wirklich so, auf bestimmten Gebieten kann ich nur lesen und lernen.

Herzliche Grüße

por
Joachim Petrick schrieb am 08.07.2011 um 22:23
@por

Danke für Dein lernbegierig anteilnehmedes Lesen.

Martin Walser ist n. m. E. nicht nur in der Literatur sondern in der Zeitgeschichte eine bedeutende Figur, der ich nicht nur für gesellschaftliche Debatten ein langes gesundes Leben wünsche.

tshcüss
Jochen
chrislow schrieb am 10.07.2011 um 00:57
... und sogleich das Gerücht gestreut, es handle sich bei Percy um Martin Walser selbst...

Und hat man sowas schon erlebt? Ein Kind ohne Vater...! Unbeflekte Empfängnis? Alleinerziehende Mutter? ... was mag es sonst noch zu assizoieren geben? Die Geschichte mit Jesus. Auch unbeflekt gezeugt und ... gar selten Heilig.

Nun, .... das scheint doch spannend zuzugehen in dem neuen Roman. Und: ... er selbst sagt, es sei sein bislang hellstes Buch geworden und zum Teil wie im Rausch geschrieben... (was immer wir uns darunter vorstellen wollen ...!?)

---

„Ich bin ein Echo und weiß nicht, von was.“
-> Sagt es ihm (Percy) denn keiner?

„Du bist geleitet“, hat sie ihm gesagt (seine Mutter Fini) und „Du bist ein Engel ohne Flügel“

... donnerwetter, was für Gerede...ob was wahres sein kann daran?

In der Faz auch noch zwei Artikel über den neuen Roman von Walser.
Hier:
www.faz.net/artikel/C30437/martin-walsers-neuer-roman-die-letzte-wende-30453527.html

und hier:

www.faz.net/artikel/S30347/martin-walser-muttersohn-produziert-ihr-kaelte-ich-produzier-waerme-30459700.html
Joachim Petrick schrieb am 10.07.2011 um 11:03
Danke für die Links
Joachim Petrick schrieb am 10.07.2011 um 11:03
@chrislow

Ja!, es ist als ob Englein piesele.

Hat Martin Walser die Literatur als Brückentechnologie entdeckt, um wieder zurück in biblische, gar vorbiblische Zeiten mit seinen Romanfiguren zu kehren, die Welt von grundauf als die seinige auszufegen ?
chrislow schrieb am 11.07.2011 um 16:11
Nach der Bibel ist vor der Bibel....

Wer sagt denn, es gäbe nur den einen Jesus? Ach ja... die Religionen...

Die werden schon wissen, warum sie darauf bestehen.

Es kann zwar nur einen geben ... aber nicht für ewig der gleiche. Wer weis schon, wie das mit der Wiederauferstehung gemeint ist...
Joachim Petrick schrieb am 11.07.2011 um 18:30
@chrislow

"Es kann zwar nur einen geben ... aber nicht für ewig der gleiche. Wer weis schon, wie das mit der Wiederauferstehung gemeint ist..."

Gute Frage, vielleicht geht es bei Jesus mit uns zu, wie bei der Frage nach unserem Inneren Kind.
Joachim Petrick schrieb am 11.07.2011 um 18:32
@chrislow

oder wieweit sind Religionen aufbrechende, wie unter- oder abgebrochene Bildungsromane mit ungewissem Aus- und Eingang der Curricula?
chrislow schrieb am 15.07.2011 um 05:22
Curricula ?

Was ist es in diesem Zusammenhang?

"Gute Frage, vielleicht geht es bei Jesus mit uns zu, wie bei der Frage nach unserem Inneren Kind."

-> Ungefähr so stelle ich es mir vor.
Joachim Petrick schrieb am 15.07.2011 um 16:24
@chrislow

"Was ist es in diesem Zusammenhang? "

Vielleicht geht es hier um die Tasache, dass sich Jesus, anders als die Pharisäer, Philister, jenen Menschen gewidmet hat, die durch die Gefährdungen, Gefahrenlagen de römischen Besatzungszeit, im Glauben, Bildung ausgewildert, obdachlos glaubens- und bildungsfern in Wunderglauben verstiegen, den selbst Jesus ihnen nicht gänzlich auszutreiben wußte. Folglich kam es zum Rest Wunderglauben an die unbefleckte Empfängnis, die Wiederauferstehung des Leibes, was hungernden, darbenden Menschen damals durch plötzliche Abzensen, Ohnmachten und dem Erwachen daraus alltäglich widerfuhr.
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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