Martin Walser das verkannte Orakel von Delphi?
Martin Walser unser begnadeter "Theophrastus Fabulieriasto!
Gell".
Martin Walsers Selbstanzeige als fabelhafter Lügenbaron Münchhausen, auf dass der Teufel aus der Lücke grinst:
Martin Walser ist der Chronist der Bedrückten und Gedemütigten, heißt es in seinem neusten Stern- Interview (Stern 28- 106- 11).
Vonwegen Martin Walser Chronist der Bedrückten und Gedemütigten?,
ist Martin Walser nicht eher die Edelfeder, der der Schreiber der ungestümen Schwärmer/innen oder angriffsfreudigen Wadenbeißer/innen, dass es in die Büsche oder Moneten von "Fliegenden Pferden" bei Gerichten, Tribunalen im "Sauseschritt, alle machen mit" geht?
Martin Walser der Meister des Gourmets Gedankens vom Bodensee, treibt nicht etwa lahm & fade, wie Dr. Faust als studierter Sesselfurzer des Nachts als des Pudels Kern mit dem Teufel sein Händel, sondern gleich mit dem Gevatter Tod, als sei er vorauseilend mit diesem im Lot, wenn er sich seinen Tod a`la Carte bestellt, wenn er etwa in diesem Stern Interview selbstvergessen, fern aller Angstblüten seines vorgerückten Alters, mit Rotwein aufgeblasenen Backen, verlautbart.
"..Da gehe ich, hoffe ich, zu Exit in die Schweiz (Sterbehilfeorganisation, die Stern Redaktion) und lasse mir einen anständigen Tod servieren."
Wie so oft in seinen Werke, folgt Martin Walser seinem Inneren Kompass, seiner Inneren Bestimmung, der Welt den Weg ins gewisse Ungewisse zu weisen, in diesem Fall der Katholischen Kirche.
"Gell!",
wie Martin Walser gerne bei einem in seinem Sinne gelungenen Gedanken, wenn er diesen offenbart, ganz parat als Ausruf wagt.
Dass Sterbehilfe die Grundfesten des gegenwärtigen Katholizismus in Deutschland erschüttern könnte, ahnt Walser in diesem Stern Interview ziemlich genau:
"Nach unserer Religion und Kultur steht es uns angeblich nicht frei zu sterben, wie wir wollen. Es ist noch eine Art Leibeigenschaft übrig geblieben von ganz früher. Aber daran muss ich mich nicht halten."
Der Satz hat Biss, der Satz zeigt den geerdet aufblitzenden Zorn des Alten Herrn, Dichters vom Bodensee, Martin Walser.
Wohl wahr, wer über die Rituale des Sterbens verfügt, verfügt der nicht auch über das Leben?
Da ist nichts von der Milde und Güte, der Harmonie Stimmung in den begleitenden Stern Bildern von Martin Walser, unbehütet im Schilf und Gras am Bodensee, zu spüren, als solle, wolle er ins Schilf oder Gras beißen?,
als gehe es bereits für Martin Walser um Abschied von seinem geliebten Bodenssee.
Martin Walser wiederum bekundet als 84jähriger, gar nicht inszeniert, barhäuptig mit buschigen Augenbrauen, die einem Theo Waigel, Hans- Christian Ströbele Ehre einlegen würden, eine ungetrübt robuste Gesundheit, als wolle er nicht nur die Stern Bildredaktion Lügen strafen, sondern uns binnen zehn Jahren im gemächlichen Schritt wie Ton, den Helmut Schmidt unter den Literaten machen.
Rutscht da etwa Martin Waleser im Eifer des Stern Interview Gefechts, das Bekenntnis eines notorischen Fabulieres, wahrheitsfragil spekulierender Schwerenöters, zu Gunsten hier, zu Lasten seines Umfeldes dort in Literatur, Kultur, Geschichte, Politik, Medien heraus, der sich in seinen späten Jahren revolutioniert, wenn er gleichsam
"ex cathedra" nicht nur seine neuste Romanfigur
"Percy"
aus seinem am 15. Juli 2011 erscheinenden Roman
"Muttersohn", Martin Walser
Rowohlt Verlag, 512 Seiten, 24.95 €
auf die Frage:
"....bei sich sein...mit sich im Einklang sein ? "
unfehlbar verkünden läßt:
"Ja, gut, das ist die Hoffnung, dass jemand vor anderen riskiert, so zu sein, wie er ist.
Bei sich sein und ausstrahlen.
Percy sagt:
"Ich kann nicht sagen, was ich weiss, ich kann nur sagen, was ich bin!"
Danach muss sich doch jeder sehnen, auch im Aufzeichnungs- und Wiedergabegewerbe:
"..dass er jetzt ist, wie er ist. Stell Dir vor, wir wären alle immer das, was wir gerade sind. Nichts Verstelltes, das wäre revolutionär"
Für die erfundene Martin Walser Romanfigur
"Percy"
mag das uneingeschränkt gelten, dass die im günstigsten Fall aller durchdeklinierten Fälle weiss, was sie ist, nämlich eine Romanfigur, aber nicht zu sagen vermag, was sie weiss, weil sie wirklich sonst nichts weiss, was heiss?
Mit dem Literaten Martin Walser ist das mitnichten so, ist das ganz anders, flüchtet der sich nun in Fakes als inszenierte Wahhaftigkeit, die verstellt als Wahrheit gehandelt werden, statt Dichtung, die auch als solche firmierend "Festina Lente"
(Eile mit Weile!)
bis in die unmittelbare Nähe von Klarheit, Wahrheit strebend unterwegs?
Bei Martin Walser hört sich in diesem Interview bisweilen Hoffnung als Spekulation auf die Normative Kraft des Faktischen nach Hans- Georg Kiesingers
"Silberlippe"
zu Lasten des Rest der anderer an.
Wobei Martin Walser gerne das Faktische durch das Taktische ersetzt.
Gell!
Martin Walser vermag sich in diesem Interview auch selber unverblümt durch die Blume zu loben, wenn es der Stern nicht tut, indem er folgenden Gedanken Leben einhaucht:
"Verlassenheit ist ein Schuh, der drückt auch, wenn man ihn nicht anhat".
Das ist jetzt ein Satz.
Gell!"
Der Stern Interviewer Michael Stoessinger schweigt beredt betreten?
Deutet sich Martin Walser als begnadeter Selbstunterhalter das Dunkel seiner lobearm scheinlos späten Jahre als irrlichternder Dichter ins Helle um, wenn Martin Walser in diesem Interview räsonierend missionierend über den Glaubenswillen des Martin Walser und seiner Töchter kündet?:
"Wir wollen doch alle, dass die Welt schöner wird, als sie ist. Daher kommt dochdie ganze Glaubenskraft".
Geht es Martin Walser um den bargeldlosen Schein von Helle, den er mit seinem neuen Roman
"Muttersohn"
dank seiner großen Leserschar in die Welt bringen will?
Jetzt kommt es dick in des Sternes Schlick.
In diesem Stern Interview, angesprochen auf seine Paulskirchen Rede vom 11.Oktober 1998, weicht Martin Walser zunächst ins Unbestimmte, Unscharfe aus, wenn er sagt:
"Da warten wir noch ein bisschen, wie das ausgeht"
Hatte doch zumindestens eines Teil des Publikums in der Pauslkirche und der Öffentlichkeit, darunter Ignaz Bubis als Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, diese Martin Walser Rede von der
"Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit im Dritten Reich, sonders des Holocaust als instrumentaliserender
"Moralkeule"
als willfährig opportune Aufkündigung eines unverbüchlichen Generationsunternehmens Deutschlands gegolten.
Martin Walser tat damals, selbst in einer von Klaus von Dohnanyi angebahnten Talkrunde nichts, auf Ignaz Bubis persönlich eingehend, dieses Missverständnis zu heilen.
Martin Walser:
"Man hat mich da in einen Zusammenhang gebracht, in den ich nie gehört habe.
Ich habe zu einem Zeitpunkt gesagt, man dürfe Auschwitz nicht instrumentalisieren, da war noch nicht von Zwangsarbeit, Wiedergutmachung die Rede.
Das ging gegen Joschka Fischer und die Bombardierung des Kosovo als Lehre aus Auschwitz."
Redet sich Martin Walser auch noch um seinen Kragen, nachdem er mit dieser Einlassung den Verlust seines Kopfes kundgetan?
Zur Klärung:
Der Entschädigungsfond der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft, unter Einbindung der Kirchen, Verbände, Gewerkschaften, wurde, moderiert angeschoben von Graf Lambsdorff, auf Druck amerikanischer Anwaltskanzleien mit Sammelkagen von Zwangsarbeiter/innen, bereits bzw. endlich im Jahre 1997 auf Kiel gelegt, vom Stapel gelassen.
Martin Walser hielt seine Paulskirchen Rede am 11. Oktober 1998.
Der rotgrüne Aussenminister Joschka Fischer setzte als bekennstniswütiger Getriebener der Ereignisse, in aller Hast und Eile, fabulierend, erst am 7. April 1999 seine heilos steile These in die Welt:
"Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz."
(www.sueddeutsche.de/politik/fischer-ich-habe-gelernt-nie-wieder-auschwitz-1.915701)
Verfügt Martin Walser über unentdeckte Fähigkeiten des Orakel von Delphi, dass er damals in seiner Paulskirchen Rede am 11. Oktober 1998 vorausgreifend sagen konnte, was Joschka Fischer am 7. April 1999 als Aussenminster der rotgrünen Bundesregierung sagen würde?
Wenn Martin Walser dies, durch welche Kanäle auch immer im Oktober 1998 längst gewußt und trotzdem in seiner Paulskirchen Rede verschwiegen, ist Martin Walser da nicht, wie alle, die die Wahrheit kennen, aber beredt beschweigen, ein bekennender Lügenbaron Münchhausen zu nennen?
Dass Martin Walser, zitternd vor Kühnheit seiner Gedanken, einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel in
"Der Zeit"
zur Frage des Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan schrieb, zeigt den anderen ebenso wahren Martin Walser, den mit dem scharfsinnig uneintrübbar mutig kühnen Verstand:
"Hört auf!"
Das empfehle ich an dieser Stelle in aller Gedanken Helle nicht:
"Martin Walser!
Hör Du, egal, gefabelt, ungefabelt fabelhaft, nicht auf!"
Martin Walser fordert in aller Zurückhaltung und Bescheidenheit wie berechtigt von jenen feinsten Intellektuellen eine Entschuldigung, die ihn wg. seines beharrlichen Festhaltens an der deutschen Einheit, öffentlich bis zur Wende 1989/90 verfemt.
Bescheiden deshalb, weil Martin Walser, gschichtsvergessen, gar nicht die Frage nach den Schuldigen derTeilung Deutschlands, Europas, der Welt von 1949- 1989 stellt.
So ist er unser Dichter Martin Walser, ausgerechnet da bescheiden, wo keiner seiner vielen geneigten Leser/innen damit im Roman
"Muttersohn"
mit der Romanfigur Percy, alias Martin? als Fake gerechnet!, oder?
Ist Martin Walser doch in sich selber als Muttersohn behaust.
Martin Walser Vater starb, da war der kleine Martin gerade 10 Jahre alt.
Pikant als Fake gedacht,
ist folgende kleine Geschichte eines Muttersohns, Martin, der längst mehrfach zum Vater ward und noch ein weiteres Mal Vater werden wollt.
Es geschah im Jahr der Studentenbewegung, im Jahre 1967 im Auditorium Maximum der Hamburger Universität.
Die gesamte Medienkohorte gestandener Männer im vollen Lebenssaft, darunter Gerd Bucerius von Der Zeit, Henri Nannen vom Stern, saß im Publikum, mit ihrem Frontmann Rudolf Augstein vom Meinungmedium Der Spiegel auf dem Podium, um mit folgenden Worten, wie, innerlich über die Kühnheit hrer Gedanken vibrierend, den Studentenführer, Rudi Dutschke, verdattert & vergattert, auf diese Phalanx der maßgeblichen Medienkohorte Deutschands einzuschwören:
"Herr Dutschke!,
wir wünschten Sie uns subversiver....!",
gemeint war, subversiver gegen den Medienzar und Mitbewerber, Axel Cäsar Springer.
Worum ging es diesen Medien Herren?,
ging es ihnen darum, dass in Deutschland von der Medienstadt Hamburg ein Fanal ausging, dass sowohl Westberlin als auch Bonn- Bad Godesberg in deren politischen Farben erblassen ließ?
Da wurde, dank der politschen Nüchternheit des Studentenführers Rudi Dutschke nichts draus, weil der bis zu dem Attentat auf seine Person genau am Gründonnerstag vor Ostern am 10 April 1968 bei seinem Leisten
"Westberlin"
als Pojekt einer selbständigen poltischen Einheit auf deutschem Boden blieb.
Etwa gleichzeitig, hatte der Schriftsteller Martin Walser, gerade einmal im jugendlichen Alter von 40 Jahren, neben allem anderem, nur eines im Sinn, so die Legende, im Einvernehmen mit seiner Frau, mit Rudolf Augstein im Bunde nach Art alter Kriegskameradschaft mit dessen damaliger Gattin einen Muttersohn, einen Menschensohn, namens Jakob Augstein, zu zeugen.
Geschah dies alles aus Martin Walsers Willen, niemals mehr soll ein Muttersohn, ein Mutterkind ohne Vater sein?
Das war, wie wir heute wissen, unter verantwortlicher Achtsamkeit aller eingeweiht Beteiligten, überaus gelungen
Jakob Augsteins biologicher Vater ist Martin Walser, während Rudolf Augstein der liebevoll soziale Vater war.
Waren die damaligen Augsteins, Walsers, Nannens, Bucerrius, u. u. nicht nur
"Hipp&Flipp" wie viele der 67er, 68er Studentenbewegten im Lande, sondern mit dem Vorsprung der Erfahrung ihrer Lebensjahre für Monate um historische Meilen weiter, als sie es jemals wieder sein würden noch sein wollten?
JP
siehe:
"Muttersohn",
Martin Walser, Rowohlt Verlag,
512 Seiten, 24.95 €
Erscheinungsdatum 15. Juli 2011
www.stern.de/kultur/buecher/martin-walser-im-stern-ich-lasse-mir-einen-anstaendigen-tod-servieren-1703117.html
Martin Walser im stern: "Ich lasse mir einen anständigen Tod servieren"
In seinem neuen Roman schlägt er leichtere Töne und im Interview mit dem stern spricht er locker über den Tod: Wie sich Martin Walser seinen Abschied vorstellt.
Martin Walser, Interview, Roman, Muttersohn, Sterbehilfe, Tod
www.sueddeutsche.de/politik/fischer-ich-habe-gelernt-nie-wieder-auschwitz-1.915701
Fischer "Ich habe gelernt: Nie wieder Auschwitz"
24.01.2005, 18:20 2005-01-24 18:20:00
Von Von Nico Fried
Am 7. April 1999 sagte der Außenminister : "Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz." Fischer, so berichten seine Biographen Matthias Geis und Bernd Ulrich, habe immer bestritten, dass er damit die Nazi-Verbrechen und den Mord der Serben an den Kosovo-Albanern gleichgesetzt habe.