Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

27.10.2011 | 21:36

Neues aus der Freitagsanstalt!

Neues vom wahren Jakob Augstein "Ich habe fertig, ich habe beruflich viel mit links zu tun!"?

So lautete, eingangs, ein harmlos daherkommend brenzliger Satz von Jakob Augstein, mit halbminütigem Hardcore Westerwelle Brillen- Klarsichtgestell auf der Nase zur Begrüßung  der geladenen Gäste und des elektrisiert versammelten Publikums, darunter viele neue Gesichter der bloggenden Dichter/innen Bewegung:
"Occupy Freitags Salon"
daselbst im Freitag Salon am Donnerstan, den 20. November 2011 im Maxim Gorki Theater Foyer am Feldherrnhügel 2, zu Berlin.

Dieser rätselhaft erruptiv hervorgebrochene Satz aus dem tiefen Schlund von Jakob Augstein wirft Fragen auf, auf die Niemand ohne diesen Satz, so ohne Weiteres, mir nichts, Dir nichts,  kommen würde.

Die einfachste Frage wäre:

"Ach so, Herr Augstein, Sie haben also privat nichts mit links am Hut?"

Aber diese Frage hilft nicht wirklich, "Konflikte stimmen uns heiter, endlich geht es  weiter", weiter.

Damit Sie das ganze Ausmaß des Fasses begreifend erahnen können, dass Jakob Augstein mit seinem scheinbar unverfänglich hingeworfenen Satz:

"Ich habe beruflich viel mit links zu tun!" aufgemacht.

Nehmen Sie z. B. den Fraktionsversitzenden der Linkspartei im Deutschen Bundestag, den prominenten Gregor Gysi, der hat gegenwärtig, egal zu welchem Thema er sich zu äußern beliebt, sei es der Bundeswehreinsatz in Afghanistan, sei es die Ausweitung des Finanzvolumens des Rettungsfonds für den Euro, mit oder ohne Hebel, auf jeden Fall der Fälle nicht nur ein Steuerbürger/innen Knebel mit dunkler Zukunftsmusik, immer hat Gregor Gysi recht.

Da fragt sich doch jetzt jedermann/-frau, der, die, das  Jakob Augsteins Satz im Ohr hat, mit diesen seine Augen reibend sehend, auch wenn  Gregor Gysi recht hat, warum hat Gregor Gysi  nicht links?

Hat Gregor Gysi, anders als Jakob Augstein,  beruflich denn überhaupt nichts mit links zutun?

Die Verwirrung, die Jakob Augstein bereits an dieser Gegor Gysi Stelle mit seinem fatalen Satz gestiftet hat, ist unübersehbar vermintes Medien Parlaments Gelände.

"Ich habe beruflich viel mit links zutun!"

Das klingt nach kesser Lippe, klingt anders, als wenn jemand, wie vorher auch Jakob Augstein bekennend, gefragt und ungefragt,  sagte,
"Ich bin irgendwie links!".

Da weiß man/frau, es geht um politische Orientierungsrichtung.
Aber, wenn jemand sagt, ich habe links, das Berufliche lassen wir einfach einmal weg,  klingt das nach Virus, womöglich gebündelt als Bundestrojaner?
Hat es nun  auch Jakob Augstein erwischt, das
"Ich habe fertig, ich habe links?"

Wer bitte schön, werfe den ersten Stein, der aus freiem Herzen, freiem  Sinn, sagen kann, ich habe im World Wide Web, im Internet, weder beruflich noch privat,  nichts mit Links zutun?

Selbst dieser für  Jakob Augstein früher typische Satz:
"Ich bin irgendwie links"

hört sich jetzt , mit den Ohren sehend, ganz anders an.
Eher so nach der Frage:

"Ja, irgendwie links, aber wenn?, wo denn, an welcher Stunde des Tages?

Ist Jakob Augstein womöglich selber ein fremdfinanziert selbstgebastelter Garagen Freitags Trojaner, der als Linksflüsterer die Linken im Lande, sonders in der Freitags Community selbstlos, zu deren Gedeih & Fromm, sein viel aufgesuchtes Ohr berufen leiht?

Oder ist für Jakob Augstein, das Linkssein, an einem Dienstag in der Freitags Redaktion, übergangslos, zur bakteriell viruellen Meinungskrake geworden, die es, Bazillus um Bazillus.personenbezogen, profund einflüsternd, jede Stund, beruflich kompetent, aus gesundheitspolitischen Gründen, Pfründen,
"ich bin Linksflüsterer!"
zu bekämpfen gilt?

Oder hat Jakob Augstein seinen bereits jetzt berüchtigten Satz:
"ich habe beruflich viel mit links zutun"
in der Freitags Salon Heiligen Hallen Eile, angesichts der "Oyccupy Freitag Salon" Bewegung aus Versehen verkürzt verstümmelt herausgeschleudert?

Heißt der wahre Jakob Augstein Satz, wahrhaftig Italien zugeneigt:

"Ich habe fertig, ich habe beruflich viel mit links und sonst gar nichts zutun!"?

 Kam unausgesprochen eine unerfindlich unergründliche Angst vor dem folgenden Kanon im Bauch von Jakob Augstein aktiviert imstande dazu:

"Bakterien Bakterien, die machen niemals Ferien!
Und jetzt alle!:
"Bakterien, Bak...."

Ich weiß es nicht.
Wissen Sie es?,
wenn ja, lassen Sie es mich umgehend wissen.

Ich hocke hier im Ringen mit den Medien Göttern auf meinem Jakobsleiter  Unwissen.

"Ich glaube, mich tritt kein Elch, noch Pferd, aber eine virtuelle Medien Krake?!"
"Helfen Sie mir "Jetzt!"

"Occupy Yourself!", bevor es andere tun!",

wenn Sie vertstehen, was ich meine?

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/occupy-freitag-salon-bewegung-furios-im-maxim-gorki-theater-gestartet

22.10.2011 | 03:58
Occupy Freitag Salon Bewegung furios im Maxim Gorki Theater gestartet

 
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Kommentare
Rosa Sconto schrieb am 27.10.2011 um 23:01
@ Joachim P.

Selbst dieser für Jakob Augstein früher typische Satz:
"Ich bin irgendwie links"


Well, im Gegensatz zu den Occupeier-Eiern ohne Standpunkt ist JA's Standpunt klar: "Im Zweifel links"
Joachim Petrick schrieb am 27.10.2011 um 23:14
@Rosa Sconto

Danke für den freiwillig, prompten Fronteinsatz im Freitags Kessel Buntes.
Joachim Petrick schrieb am 27.10.2011 um 23:18
@@Rosa Sconto

"Well, im Gegensatz zu den Occupeier-Eiern ohne Standpunkt ist JA's Standpunt klar: "Im Zweifel links".

Das war fir Formel des Papa Rudolf immer dar.

Inzwischen wird massiv, Verleger/innen übergreifend, an der Sperrmüll Ausräunung letzter Zweifel gearbeitet?

Was ist dann mit Papa Jakob Augsteins
"Im Zweifel links?
Joachim Petrick schrieb am 27.10.2011 um 23:26
@@Rosa Sconto

".....im Gegensatz zu den Occupeier-Eiern ohne Standpunkt ist JA's Standpunt klar: "Im Zweifel links"

Huuii!

Das nenne ich gut gebrüllt.
Mit Deinem Zorn könnte man / frau ganze Occupeier Eier auf Räder setzen, mit dem Rohstoff Zorn füllen und "Up and away" in eine Umlaufbahn schießen.

Fragt sich nur wohin?
Rosa Sconto schrieb am 28.10.2011 um 12:12
und wohin soll dann die Bivakiererei von ein paar Empörten führen?

Wenn Sie mir jetzt erzählen wollen das die 99% ein Konzept haben wird's es sicher lustig.

Die politischen Strukturen dieser Bewegung sind zu nebulös. Und genau darin liegt das Risko, weil wenn konkret formulierte Forderungen mit konkreter Umsetzungsfähigkeit fehlen, wird es auch keine mehrheitsfähigen Entscheidungen geben. Wenn diese "Occup-eier" klar eine Position beziehen und, sagen wir mal, deutlich die Einhaltungen von Marxschen Regeln fordern, ja, dann würde das auch Der Linken helfen.

Trotzdem, selbst wenn die Forderungen dann etwas Gestalt annehmen würden, die Finanz- und "Nachrichten"-Monopolisten würden alles tun um jeden Versuch einer Veränderung zu vertuschen und bis zur Unkenntlichkeit zu verzerren. Darum ist eben die öffentliche Annäherung an Die Linke unumgänglich damit dieser emotionale Wust aus Empörung, Neid & Frust Gestalt an nehmen kann.

Hier in der Freitag Community, in einer "irgendwie" linken Zeitung, wurden in den letzten Wochen etliche Beiträge zu diesem Thema geschrieben. Nun schauen Sie einmal in das Dossier, - nicht ein einziger Beitrag von einem Mitglied aus der FC ist dort zu finden, nur alles "irgendwie" intellektuelle Mastrubiererei.
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:43
@Rosa Sconto

Kriegt Jakob Augstein mit seinem Satz:
"Im Zweifel links"
nicht ein Delimma, wenn Links über alle Zweifel erhaben ist?

Was ist jakob Augstein dann?, wenn ja, wenn nicht, wo, weshalb, weshalb mitnichten?

Das sind doch die wirklich bedeutenden Fragen und nicht die Frage, wie es den Occupeier Eiern geht!, oder?
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 21:34
@@Rosa Sconto

Interessant ist , dass Rudol Austein die Formel
"Im Zweifel links"
für sich und das Wochenmagazin Der Spiegel prägte, als die Linke unter Dauerbeschuss durch bleierne Letter Granaten aus allen Medien Kanonen Rohren im eher dunklen Blätterwald der Bundesrepublik Deutshland, gar transatlantisch bis hin nach Nordamerika stand.

Das war das damals eine zündend justiziabel mutige Aussage, die, wie bei anderen Beschuldigten, Angeklagten im Rechtsstaat, von der Unschuldsvermutung der Linken als Täter ausging.

Meinen Sie, dass das heute noch eine ebenso mutige Aussage ist?
Rosa Sconto schrieb am 29.10.2011 um 16:07
@ JP

Meinen Sie, dass das heute noch eine ebenso mutige Aussage ist?

Ja heute auch weil sich unter der grauen Henne im "Reichstag" auch alle ducken. Oder ist es heute etwa bunter als vor 40 Jahren?
Joachim Petrick schrieb am 30.10.2011 um 11:56
@Rosa Sconto

"Ja heute auch weil sich unter der grauen Henne im "Reichstag" auch alle ducken. Oder ist es heute etwa bunter als vor 40 Jahren?"

Das nenne ich eine überzeugend umwerfend treffende Pointe!
Danke!
GeroSteiner schrieb am 27.10.2011 um 23:20
Ich habe beruflich nichts mit links zu tun.
Ich bin so.
Außerdem bin ich noch im Verein zur Ablösung des Mannes bei gleichzeitiger Aktivierung der Frau unter Einbeziehung der Feuchtbiotope in das deutsche Volk als unteilbare Nation.
Joachim Petrick schrieb am 27.10.2011 um 23:28
@GeroSteiner

Alle Achtung für den unermüdlichen Einsatz an Links vorbei.

Das das überhaupt ohne Berührung mit Links gehen soll, mag ich noch gar nicht glauben?
GeroSteiner schrieb am 28.10.2011 um 00:05
Nanana.
Ich bin
a) Linkshänder, irgendwie
b) Linkswähler, irgendwie
c) Freund des Linksgewindes
d) Linksbündig - weiter links ist nur die Wand.
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 00:27
@GeroSteiner

Habe ich es doch geahnt, alles Lug & Trug, wir sind links durchfurcht, ohne das wahre Ausmaß zu erahnen.

Was ist mit linksdrehendem Joghurt?
apatit schrieb am 28.10.2011 um 09:52
Was ist mit linksdrehendem Joghurt? Antwort: Die Bezeichnung "drehende" bezieht sich auf eine physikalische Eigenschaft. Bringt man die Milchsäure (im Labor) unter polarisierendes Licht, so dreht sich der Lichtstrahl entweder nach links oder nach rechts. Rechtsdrehende Milchsäurebakterien werden wissenschaftlich als L-plus-Laktat, die linksdrehenden als D-minus-Laktat bezeichnet." Der Antikommunismus „ist niemals etwas anderes gewesen, als die billige Ausrede, um jede Verbesserung der menschlichen Lage in Verruf zu bringen.“
Heinrich Mann (1871 – 1950) Damit ist die Frage beantwortet. Auch Jogurt Esser und Genießer wie ich! Und ich bin
e. z.B. lese von Links nach…
f. Linksträger
g. PKW linksgesteuert
h. Beim Kochen nur linsdrehung des Kochlöffels
i. Mein Herz ist links und ja, durchfurcht und durchfuchst!
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 13:38
@apatit

Danke für diesen unerschrockenen Einsatz für linksdurchfuchst unanfechtsbare Links Qualitäten, die hoffnungsfroh gesinnt hoffnungsvoll stimmen
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:27
@apatit

Endlich wird das erkannt und unerkannt Linksdurchfurchte in unserer Gesellschaft am Beispiel des wiisenschaftlich gesicherten Wissens über den linksdrehenen Joghurt "Gott verleihe ihm ein langes Erdenleben!" einmal richtig auf eine wissenschaftlich belastbare Ebene gehoben.
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:40
@apatit

"Der Antikommunismus „ist niemals etwas anderes gewesen, als die billige Ausrede, um jede Verbesserung der menschlichen Lage in Verruf zu bringen.“
Heinrich Mann (1871 – 1950) "

Ja!, genau!
und vor allem dem linksdrehenden Joghurt übergriffig ständig in seine Drehlaufbahn beim Marsch durch die Institutionen zu pfuschen.

apatit macht Appetit auf linksdrehenden Joghurt, was sage ich, auf LInks!!!
poor on ruhr schrieb am 28.10.2011 um 14:09
So ist das. Jeder hat beruflich mit was Anderem zu tun .

Nur wenn welche den gleichen Beruf haben, haben sie beruglich das Gleiche zu tun. ;)
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:29
@por

"Nur wenn welche den gleichen Beruf haben, haben sie beruglich das Gleiche zu tun. ;)"

Das halte ich für eine kühne Behauptung, um nicht zu sagen für ein reines Gerücht, denn die einen sind bestechlich, die anderen nicht, die einen bestechen, die anderen auch oder auch nicht im selben oder nebenan in anderen Berufen?
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:31
@por

"So ist das. Jeder hat beruflich mit was Anderem zu tun . "

meinst Du damit auch, privat hat jeder mit etwas Anderem zutun?
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:33
@por

Die Frage, die Jakob Augstein mit seinem Satz
"Ich habe beruflich vile mit links zutun!"
aufgeworden hat, ist doch, warum wollen die Menschen in der Mehrhait nichts mit links zu tun haben, aber, wenn schon denn schon links aus voller Überzeugung unangefochten sein?
Joachim Petrick schrieb am 28.10.2011 um 14:36
@por

Während die Mehrheit der Menschen zum Glück auf den schlimmsten Fall nicht rechts sein will, aber ständig Recht haben will.

Ist das nicht, rechts wie links bedacht, im doppelten Lottchen Sinne, selten seltsam?
poor on ruhr schrieb am 29.10.2011 um 13:22
@JP

Ich habe ja nicht geschrieben, dass sie dann auch das Gleiche machen! :)
poor on ruhr schrieb am 29.10.2011 um 13:23
@JP

Manchmal, aber nicht unbedingt.
poor on ruhr schrieb am 29.10.2011 um 13:24
@JP

Die frage habe ich leider nicht verstanden?
poor on ruhr schrieb am 29.10.2011 um 13:25
@JP

Teibst Du Scherze? :)

Diese Frage habe ich auch nicht verstanden.
Joachim Petrick schrieb am 29.10.2011 um 14:41
@por

Warum pochen viele Menschen lieber auf Rechtshaberei denn Linkshaberei?,
war wohl meine chinesische Glückskeks Frage, wenn ich mich recht erinnere?

Schöne Wochenende!

tschüss
Jochen
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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