Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

09.11.2011 | 18:39

Niemand will einen Kapitalstock Hebel bauen,

der die Wirkung einer Währungsmauer entfaltet? Also machen wir es!

 Die gehebelte Geldklöschen Linsen Suppe des Kapitals grinst frohlockend auf den gegenwärtigen und kommenden Staatsanleihen Zins!

Der Hebel des Geldes hat über Jahrtausende erst zu gesellschaftsbildenden Kapitalstöcken, dann übergangslos zur Kapitalbildung in der unsichtbaren Hand der Wenigen allerorten auf Erden  geführt.

Nun schicken sich global die Wenigen an, den vorhandene Kapitalstöcken auch noch mit dem Übermut staatlicher Kreditschöpfung fremdfinanziert hydraulische Hebel zu bauen.

Hebel des Kapitals wirken am gleichnishaften Beispiel von Getreidernten so:
"Hurra!
Die Getreideernte ist in den Getreidesilos, Scheunen eingeholt, geborgen, eingefahren".

Schon sind die Getreidernten Preis Schätzer des Erntejahres, wie alle Jahre da, den Getreidepreis festzulegen.
Gut!

Aber jetzt kommt beim Getreidepreis Hebelbau der Hammer.
Die Getreideernte wird nicht an die Darbenden, Hungernden in der Region, gar in der ganzen Welt verteilt, sondern als Sicherheit für einen Getreidepreis Hebel, sagen wir einmal über den Damen Daumen:
"Eins zu Zehn"
hinterlegt.

D. h. jetzt steigen die Getreidepreise spekulativ in weltweit unerschwinglich unermessliche Höhen, ohne dass das Getreide real verteilt wird.

Das Gleiche passiert jetzt mit den gesellschafltlich erarbeitet vorhandenen  Kapitalstöcken in der Welt, die nicht nur im Euroraum mit Hebeln von, sagen wir,  "Eins zu Vier" und mehr versehen werden.

Die Preise der Kapitalstöcke steigen spekulativ weltweit in unerschwinglich unermessliche Höhen für ganze Regionen, Währungszonen, ohne dass das vorhanden Kapital real an Unternehmen, Privathaushalte verteilt wird, weil dieses Kapital als hinterlegte Sicherheit für die eingeführten Rettungsfond Hebel hinterlegt ist.

So läuft der kapitalisierte Hase und kommt, zur Sicherheit der Wenigen Kapital Preistreiber angekettet, auf dem Weg der Befreiung der Welt vom gesellschaftsbildenden Geld, rasend  nicht vom Fleck.

"Wer verstehen und kritisieren will, wie die Logik des Warentauschs sich in allen Bereichen des Lebens – auch in der Kunst, der Freizeit und der Liebe – festgesetzt hat, muss sich theoretisch und historisch mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise befassen. Mit moralischen Appellen, Schuldzuweisungen und dem Anprangern der „Gier“ kommt man nicht weit. Wer den Kapitalismus verändern will, muss ihn verstehen "

Das schreibt Hanning Voigts in seinem Freitag Blog:

www.freitag.de/politik/1144-grenzen-der-kritik

Bankenprotest | 02.11.2011 15:55 |
Grenzen der Kritik

Vonwegen den Kapitalismus verstehen müssen, ist doch der Kapitallismus selber nichts anderes wie das World Wide Web, das Internet eine Palttform zur Offenlegung oder Verschleierung von Meinungen, Wünschen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Hinweise auf zu fördernde nicht zu fördende private und gesellschaftliche Projekte.
Nein!,
 den Kapitalismus müssen wir  nicht verstehen, sondern diesem nicht nur Grenzen setzen, sondern, lokal und global, gesellschaftliche wie private Aufgaben gebend, umgehen.

Hanning Voigts:

"Wenn sich die Bewegung zusätzlich mit theoretischem Rüstzeug ausstatten würde, müsste sie nicht mehr befürchten, von Gregor Gysi oder anderen Politprofis vereinnahmt zu werden. "

Was soll das, jene als Vereinnahmer der Occupy Bewegung zu diffarmieren, die nicht nur der Occupy Bewegung zusimmend beitreten, sondern in eltichen Fragen und Antworten deren Vorläufer/innen sind.

Nachtigall ich höre Dir, mit Deine Strapse,  trapsen

Hanning Voigts:

"Klar ist: Der Kapitalismus befindet sich in der tiefsten Krise seit 1929. Die Folgen sind noch nicht abzusehen. Wenn man jetzt etwas bewegen will, darf man es sich nicht zu leicht machen."

Nichts ist so klar wie die gehebelte Geldklöschen Suppe des Kapitals?

Nee! Nee!,
die gegnwärtige Weltfinanzkrise der G 20 Staaten ist eine inszenierte Krise, ein dauernd global tagendes Krisen- Gipfel statt regionales KSZE Hopping, um Innenpolitik zur Außenpolitik, Außenpolitik zur militarisiert bizarr waffenstrotzenden  Innenpolitik aufzumotzen.

JP

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 09.11.2011 um 19:25
siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/ulbrichts-mauer-geschichte-als-home--story

13.08.2011 | 03:29
"Ulbrichts Mauer", Geschichte als Home- Story?
mauerbau mauerfall occupy brandt bahr hoecker sed ulbricht chruschtschow wien kennedy grenzregime berliner mauer 13.august 1961

Walter Ulbricht im Juni 1961 auf einer Internationalen Pressekonferenz in Ostberlin:
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten. Nicht wahr!.......................Gut!, dann errichte ich sie eben!"

Ein fiktives Gespräch zwischen dem Ersten Sekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht und dem Ersten Sekretär des ZK der KPdSU, Nikita Chruschtschow in Berlin im Frühjahr 1961.

Walter Ulbricht (WU):
Bei Marx, Engels, Lenin, Genosse Nikita, die internationale Lage ist verfahren. Dein Treffen mit dem neu gewählten US- Präsidenten J. F. Kennedy in Wien war eine Enttäuschung.
"Niemand will im Westen noch Osten eine Mauer bauen, als baue ich die Berliner Mauer zwischen dem 10. und 18. August 1961! Basta!"
Joachim Petrick schrieb am 10.11.2011 um 17:31
Direkt gefragt:

"Wenn ich ein Haus baue mit 25% Eigenkapital, und die Bank mein Geld auf 100% "hebelt", ist das nun gut oder schlecht? "

Ganz abgesehen davon, dass u. a. Bauparkassen ein angespartes Eigenkapital von über 40, gar 60 % für die Bewilligung von Baudarlehen verlangen, ist das sogenannte Eigenkapital des Euro Rettungsfond kein Eigenkapital im eigentlichen Sinne, sondern selber bereits gepumpt, auf der Hohen Kante gebunkertes, Steuergeld, das anderweitig für notwendig staatliche Investitionen und zur Ankurbelung der Wirtscaft nicht mehr zur Verfügung steht.

Der Hebel für den Euro Rettungsfond hebelt dagegen nicht als Rücklage angespartes Geld, sondern hebelt bereits aufgenommene Staatsschulden zu Lasten der wirtschaftlichen Gestaltungskraft der Politik in Bund, Ländern, Euroland u. u...
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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