Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

31.10.2011 | 17:53

"Occupy Luther!" Reformationstag, 31. Oktober

Erhält Martin Luther posthum den Nobelpreis für Mikroökonomie?

Gebührt Bruder Professor der Kirchen Juristerei, der Theologie Dr. Martin Luther spätestens am Ende der Luther Dekade im Jahre 2017 zurm 500 Gedenkjahr der Reformation von 1517 posthum der Nobelpreis für Wirtschaft durch die Schwedische Reichsbank?

Warum?,
weil Martin Luther sich mit seinen am 31. Oktober 1517 an das Tor der Wittenberger Schlosskirche geschlagenen 95 Thesen nicht nur gegen den Ablasshandel des Papst im Vatikan zu Rom zur Finanzierung des überdimensionierten Baus des Petersdom zu Rom schlechthiin in klaren Worten gewandt hatte, sondern grundsätzlich einer kreditfinanzierten Kirche eine kirchenrechtlich fundiert  akademische Absage  theologisch höchsten  Grades bis in unsere Tage erteilt hat,
Martin Luther zeigte damals der Römisch katholischen Kirche in Rom mit seinen 95 Thesen die Rote Karte in Sachen Globalisierung,  in Sachen Weltökonomie, die sich, seit der Entdeckung Amerikas durch Columbus im Jahre 1492, anschickte, über den kredtifinazierten Bau des Petersdom zu Rom über den berühmt berüchtigten Ablasshandel zu Lasten der finanziellen Lagen der Kirchengemeinden in den Fürsten Staaten in Europa, auf dem Wege zur klerikal- säkularen Eroberung Amerikas, ein Global Imperiales "Prunk & Protz" Imponier- Gepräge zu erschaffen.

Martin Luther setzte sich vehement mit der ganzen urtümlich volksnahen Sprachgewalt seiner Redekunst, seiner deftigen Worte für den umlagefinanzierten Reichtum der Vielfalt und Vielstimmigkeit einer sich selbsttragend nachhaltigen Mikroökonomie in den Regionen, Gemeinden aller Orten in der Welt unter klerikalem wie säkularem staatlichem Dache  gegen die bombastisch theophrastische Makroökonomie unter der heillosen Losung ein:
"Christliche Globalisierung der Erde!"

Wobei Martin Luther die Worte Jesu unter der Fuchtel der Römischen Bestzungszeit in Palästina, Judäah
"Was des Kaiser,i st des Kaisers, was Gottes, ist Gottes!"
ein unerschüttlerlicher Leitfaden und Gedankenpfad war.

Fing nicht mit dem Prinzip der Lohnrbeit die Kreditfinanzierung der Wirtschaft an?


Der Welten Lohn wird erst nach getaner Arbeit täglich, wöchentlich, monatlich gezahlt!

Warum wird die Arbeit des Menschen, gläubig oder nichtgläubig,  nicht weiterhin  als Gottes Lohn vertrauensbildend, sei es durch ein örtlich gemeindenahes Mikrokredtwesen verankert,  vorausgezahlt?

Hat Martin Luther mit seinen 95 Thesen am 31. Oktober 1517 seiner Zeit vorauseilend bereits den "Sinn" der Lohnarbeit in der bis heute vorherrschenden Praxis unserer Arbeitswelt als ausgemachten Unsinn entlarvt?

Hält Lohnarbeit, die dem Arbeitgeber die Arbeitskraft quasi als Kredit spendet,  von der eigentlichen Arbeit ab?

Haben wir kein Verteilungsproblem von Arbeit, sondern ein Problem, überall vorhandene Arbeit kreditierend vorauszahlend als lohnend anzuerkennen?

Machen Sie mit mir eine kleine Gedanken Abenteuer Reise, ein Gedankenexperiment, über den ausgemachten Unsinn der Lohnarbeit in der gegenwärtigen Praxis unserer Arbeitswelt mit Martin Luther sinnend, den Sinn des Wertes von Arbeit an sich, archäologisch schürfend, ausgegraben, neu zu erschließen..

Meine steile These:

"Der Mensch an sich arbeitet, von der Wiege bis zur Bahre, erst durch die Lohnarbeit unterbricht er die Arbeit an sich"

Lohn der Arbeit, das hinterlegte Pfand, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer aushändigt,  bzw. zum Monatsersten überweist, seinen Obulus im Ablasshandel des Staates, der Bundesländer, Kommunen jederzeit abrufbar zeitnah zu weiteren Zwecken entrichten zu können?

Der Unternehmer, Arbeitgeber ist also jene juristische Person, die Menschen, zeitlich begrenzt, aus Pflichten, Verantwortung für nachbarschaftliche,  familare, gemeindlich notwendige Tätigkeiten, Achtsamkeiten, Aufgaben, Arbeiten, Ämter  in allen erdenklichen Bereichen nur scheinbar  freikauft, ohne dessen auskömmlichen Unterhalt, Unterkunft, Bildung, Weiterbidung, Ausbildung, Krankheits- und Gesundheitspflege  zu garantieren, schon gar nicht vorrauszahlend.

Der Mensch, Tier, Pflanze, Elemente auf Erden arbeiten an sich mit sich und der Welt an sich.
 Erst durch die unheilschwangere Erfindung´der
"Lohnarbeit"
wurde dieses Arbeiten an sich und mit der Welt an sich als Kommunikationsplatz, spekulativ, unterbrorchen, gar auf Zeit ausgesetzt.

Ist Lohnarbeit, ohne Lohnvorrauszahlung, folglich ein Raub von Arbeit als gesellschaftlich geselliger Kommunikationsort an sich zu unlauteren Zwecken der Spekulation auf Mehrwert, zu Lasten Dritter in der Welt, anderen Menschen weitere Arbeit auf Kommunikationsplätzen an sich zu rauben und so fort und so fort, in einem Fort der unendlichen Geschichte eines umgekehrten Pyramidensystems, auch Schneeballsystem genannt, das immer weniger Lohnende Arbeitsplätze schafft, aber umsomehr unterlassenen Arbeiten, gesellschaftliche Tätigkeiten, Achtsamkeiten, Verantwortlichkeiten  der Menschen untereinander, miteinander für sich, das soziale Umfeld, die Umwelt unerledigt, unterfinanziert hinterläßt?

Heißt das mit Bruder Martin Luther nicht nur heute am Reformationstag zuende gedacht, dass durch das fragile Versprechen
"Lohn der Arbeit"
ein körpereigner Stoff, eine Droge,  namens
"Angst vor Verlust des gesellschaflich geselligen Kommunikationsortes mit der Folge von Arbeitslosgkeit",
 aufbereitet, angereichert produziert, in die Körper- Welt gesetzt  ist,
nicht Arbeit als Kommunikationsort schaffend wahrzunehmen, sondern angstferne Arbeit in Kommunikationsorten an sich für alle Ewigkeiten auszulöschen?

Ist Ablaß der Nachlaß lebenszeitlicher Strafe für  Lohnarbeiter/innen vor der Gesellschaft, Gemeinde, Kommune für vernachlässigte Aufgaben, unterlassene Pflichten, HIlfeleistungen, nicht wahrgenommene Rechte im gesellschaftlichen Leben eines Staates, eines Landes, einer Kommune,  deren Schuld nach Entrichtung des Ablasses materiell  durch Abgaben aller Art aus Lohnarbeit getilgt ist?

Erlangt der entsprechend disponierte Lohnarbeiter/in  Ablass seiner Sünde der zeitlichen Abwesenheit, Unterlassung von nachbarschaftlichen, familaren, gemeindlichen Pflichten, Verantwortlichkeiten, Ämtern, unter bestimmten festgelegten Voraussetzungen durch die schlichtende Hilfe der Gemeinde, die den Dienst, von der Wiege bis zur Bahre, am Menschen, alltäglichen Angelegenheiten, an Daseinsvorsorge, Hab & Gut der Öffentlichen Hand vor Ort definiert, plant und verwaltet?
Wäre es gerechter Lebenszeitkonten für gemeindenahe, gesellschaftliche Freiwilligenarbeit, nah und fern geltend, einzurichten?

Das ist hier ja ein Martin Luthers 95 Thesen nachempfundenes Gedanken Experiment.

Ist es nicht so, dass Lohn, der an eine bestimmte Arbeit, Job, Auftrag gekoppelt, diesen grundsätzlich und in verhandelter Höhe zugeordnet, wie ein Ablass wirkt, andere Arbeiten nicht zu machen?, bzw. wenn Lohn zu Sold wird, die Wirkung von Ablass bei Schuldfragen entfaltet, warum habe ich in Afghanistan oder sonstwo mit und ohne Lizenz Infrastrukturen zerstört, getötet?, weil ich im Sold einer Regierung, einer Mission, im Job einer regierungsnahen Söldnertruppe  stand?

Gerade bei dem Zusammenhang mit Sold zeigt sich doch, wie Lohn als Ablasshandel wirkt!, sich selber die eigene Schuld auf Lebenszeit ,samt Nachkommenschaft tilgend, Schuld zu vergeben, ohne dass ein Schuldbekenntnis vorliegt, die Beichte abgenommen, ein Priester in der Nähe sein muss, um klerikalen Ablass von Schuld, Sünden zu gewähren, oder?

Die Spät- Folgen davon, selbst die Kosten der Heilung, Betreuung, Begleitung  der eigenen Verwundungen, Traumata  an Leib und Seele, tragen andere.

Wieso wird Krankheit, nachdem diese lange als gottgegeben hingenommen, nicht mehr als soziale Frage gehandelt.
Warum sprechen wir nur von Kiegsversehrten, aber nicht ebenso selbstverständlich von Armutsversehrten?

 Armut wird politische dagegen nur als soziale Frage kommuniziert, statt wie im Krankheitsfall den Hausarzt, Apotheker,  bzw. den Wirtschafts- , Armutsheiler aufzusuchen, der die Bedingungen der Mikro- , Makro- , Lokalwirtschaft ergebnisorientiert beleuchtet und Heilmittel im "Köfferchen" hat?

Warum verstehen sich Mediziner vereidigt als Heilberufler, Ökonomen dagegen, aus allen sozialen Zusammenhängen mehr oder weniger ausgesteuert, allein dem Shareholder Value von Unternehmen, reichen Nationen als Stueroasen verpflichtet, nicht als Heilberufler, die einer aufsuchenden, begleitenden, beratenden, betreuenden Tätigkeit an der Seite der Armen mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe in der Welt nachgehen, und sei es deren Alltagstätigkeiten als lohnende Arbeit nachhaltig von Amtswegen, vorfinanziert,  vorrauszahlend, anerkennen zu lassen?

Frage:

Sollte Bruder Martin Luther nicht posthum den Nobelpreis für Mikroökonomie durch die Schwedische Reichsbank erhalten?

JP

siehe:

de.wikipedia.org/wiki/Ablass

Ablass

Dieser Artikel befasst sich mit dem Ablass als theologischen Begriff; zu weiteren gleichnamigen Bedeutungen siehe Ablass (Begriffsklärung).
Reskript mit vorgedrucktem Ablassantrag und päpstlichem Siegel (1925)

Ablass (lat. indulgentia, Indulgenz, veraltet auch: römische Gnade) ist ein Begriff aus der römisch-katholischen Theologie und bezeichnet einen von der Kirche geregelten Gnadenakt, durch den zeitliche Sündenstrafen erlassen (nicht dagegen die Sünden selbst vergeben) werden können.

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 31.10.2011 um 18:10
Der Nobelpreis soll möglichst nur an lebende Personen verliehen werden, auch wenn es dieses Jahr eine Aushnahme gab.
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 18:28
Lieber por,

.....die Ausnahme läßt mich da gerade hoffen!

Wie fändest Du die Idee, Marin Luther für den Nobelpreis für Wirtschaft vorzuschlagen?
poor on ruhr schrieb am 31.10.2011 um 18:44
@JP

"Wie fändest Du die Idee, Marin Luther für den Nobelpreis für Wirtschaft vorzuschlagen?"

Nichts. Als alter Protestant repräsentiert Luther so ziemlich alles für mich , was ich an Deutschland absolut nicht mag.
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 18:57
@por

Magst Du denn den Nobelpreis so gern, dass Du diesen Luther posthum nicht gönnst?

Die gegenwärtige Wirtschaft in Deutschland magst Du vermutlich so wenig wie ich.
Da passt Luther doch hin!, oder?
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 18:59
@por

Meine Pointe ist doch hier, Luther in seinen 95 Thesen, einmal ganz anders als bisher, ökonomisch orientiert, zu denken!
poor on ruhr schrieb am 31.10.2011 um 19:01
Brauche Bedenkzeit
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 20:08
@por

Hallo por.
Meine weitere Frage ist, brauchen wir nicht gegen den Papismus Verbündete, wie Martin Luther und seine Anhänger/innen?

tschüss
Jochen
poor on ruhr schrieb am 01.11.2011 um 19:26
@JP

Luther war ein produktiver Autor. Er war der richtige Mann zur richtigen Stunde. Er hat aber auch sehr schlecht über Frauen oder die Bauern in den Befreiungskriegen gesprochen. Klar hat da seine Zeit eine gewaltige Rolle mit dabei gespielt,
aber er hätte ja Thomas Müntzer nicht so verdammen müssen.
Mit meinem Luther bin ich eher ein unglücklicher Protestant.

Herzliche Grüße

por
poor on ruhr schrieb am 01.11.2011 um 20:31
@JP

Ich mag den Nobelpreis mehr als großte Teile von Luthers Weltanschauung.
poor on ruhr schrieb am 01.11.2011 um 20:32
@JP

Luther ökonmisch orientiert macht mir noch mehr Angst als Luther relgiös orientiert.
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:05
@por

"Er war der richtige Mann zur richtigen Stunde. Er hat aber auch sehr schlecht über Frauen oder die Bauern in den Befreiungskriegen gesprochen."

Das zeigt einmal mehr und immer noch die Zerrissenheit der damals Agierenden, die uns bis heute erreicht.

Ich habe beim Lesen des dicken Schinken über die Bauernkrieg von dem Historiker Zimmermann (DDR- Verlag) mmer für Thomas Müntzer gegen Martin Luther Partei ergreifend gefühlt.
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:07
@por

Heute weiss ich gar nicht mehr so sicher, war Luther wirklich der richtige Mann zu rechten Zeit?. war Luther nicht eher ein "Spielball" zwischen säkularen und klerikalen Mächten im zerrissenen deutschen Fürsten Flickenteppich?
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:10
@por

Luther spachiche Meisterschaft bei etlichen seiner Werke, voran der Übersetzung der Bibel ins Deutsche, bleibt da von meinen Zweifeln unberührt.
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:12
@por

Luther hat sich möglicherweise im eigentliche Sinne seiner Reformideen der Kirche, des Gaubenns als gescheitert erlebt und deshalb auch so heftig übergriffig gegen Thomas Müntzer u. a. "Fraktionisten", Abweichler? ausgeteilt?
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:15
@por

"Ich mag den Nobelpreis mehr als großte Teile von Luthers Weltanschauung."

Auf so eine Unterscheidung muss man erst einmal kommen.

Mir ist und bleibt eine solche Art Unterscheidung, hier Person, da monetär aus Dynamit Profiten unterfütterter Nobelpreis, wohl eher fremd.
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:15
@por

"Ich mag den Nobelpreis mehr als großte Teile von Luthers Weltanschauung."

Auf so eine Unterscheidung muss man erst einmal kommen.

Mir ist und bleibt eine solche Art Unterscheidung, hier Person, da monetär aus Dynamit Profiten unterfütterter Nobelpreis, wohl eher fremd.
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:35
@por

"Luther ökonmisch orientiert macht mir noch mehr Angst als Luther relgiös orientiert."

Martin Luthers Kampf gegen den Ablasshandel des Papstes, samt Verpfändung der zukünftigen Einnnahmen aus diesem Ablasshandel an die Bankhäuser Fugger, Welser in Nürnberg, zur kreditaufnehmenden Vorfinanzierung des überdimensionierten Baus des Petersdom zu Rom, war auch ein wirtschaftlicher Kampf auf des Messers Schneide der deutschen und europäischen Fürsten, voran des Landesfürsten von Sachsen- Anhalt, Friedrich der Weise, die ihre monetären Felle für eigene Projekte, daunter den Bau, die personelle Ausstattung von Universitäten, Bildungs- , Gesundheitseinrichtungen durch diesen unkontrollierbar europaweit, Angst und Panik schürenden, Ablasshandel des Papstes
Joachim Petrick schrieb am 01.11.2011 um 22:37
@por

Martin Luther war als Kirchenjurist, scheinbar ähnlich als grandiose Persönlichkeit gestrickt, wie der Kirchenjurist Manfred Stolpe in der DDR.

Beide waren bzw. sind ähnlich ohne Berührungsängste mit den Mächtigen und deren Amtsrägern, deren Nähe suchend, umgegangen.
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 12:57
@JP

Na ja die ganzen äußeren Faktoren und so. Der Buchdruck und so. Ohne dass hätte sich Luthers Gedankenwelt nicht so schnell verbreiten können.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so viel über Luther.

Er hat wohl schon ein tiefes Bedürfnis seiner Zeitgenossen nach mehr Teilhabe an der Religion befriedigt.

Es ist natürlich nicht alles schlecht, was er gesagt und geschrieben hat.

Das Engagement gegen den Ablasshandel war sicher auch eine Art Emanzipation der Menschen von der Kirche.

Sein Engagement hat ja auch in der katholischen Kirche Reformen ausgelöst.

Über Thomas Müntzer weiss ich ehrlich geschrieben noch weniger, aber was ich von ihm gehört habe, gefällt mir zum gröten Teil.
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 13:01
@JP

"Luther sprachliche Meisterschaft bei etlichen seiner Werke, voran der Übersetzung der Bibel ins Deutsche, bleibt da von meinen Zweifeln unberührt."

Kann ich von meiner fachlichen Kompetenz her nicvht beurteilen, aber ich vermute , dass Dein Urteil über Luthers sprachliche Meisterschaft sehr weitgehend zutrifft.
Nietzsche 2011 schrieb am 31.10.2011 um 21:50
Die Wirkung von Luthers Thesen war besonders heute in Berlin gut nachprüfbar. Damals wetterte Luther gegen den Tausch Geld gegen Seelenheil - mit welcher Folge: Heute schleppen die Menschen freiwillig ihr Geld in die Konsumtempel für das Versprechen der Unternehmen, dass sich mit dem Kauf ihre Zufriedenheit ("Seelenheil") steigert.

NB: Nach neuesten Erkenntnissen hat Luther - ganz braver Professor - seine Thesen nicht angenagelt, sondern brav verteilt.
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 21:59
@
@Nietzsche 2011

"NB: Nach neuesten Erkenntnissen hat Luther - ganz braver Professor - seine Thesen nicht angenagelt, sondern brav verteilt."

Das ist die schlechte Nachricht. Wußte Luther weder wo der hammer hängt, noch die Nägel liegen?

Wo bleibt die gute Nachrichtenkunde für aller Munde an diesem Reformationstag?
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 22:02
@Nietzsche 2011

"ie Wirkung von Luthers Thesen war besonders heute in Berlin gut nachprüfbar. Damals wetterte Luther gegen den Tausch Geld gegen Seelenheil - mit welcher Folge: Heute schleppen die Menschen freiwillig ihr Geld in die Konsumtempel für das Versprechen der Unternehmen, dass sich mit dem Kauf ihre Zufriedenheit ("Seelenheil") steigert. "

Luther hatte wohl nichts gegen Konsum an sich auszusetzen, nur gegen den papistisch kredifinanzierten Konsum, samt Eroberungs- und Prunkbausüchten hat Bruder Martin sich empört.

Das ist auch mein "Empört Euch" Thema hier!
Nietzsche 2011 schrieb am 31.10.2011 um 21:50
Die Wirkung von Luthers Thesen war besonders heute in Berlin gut nachprüfbar. Damals wetterte Luther gegen den Tausch Geld gegen Seelenheil - mit welcher Folge: Heute schleppen die Menschen freiwillig ihr Geld in die Konsumtempel für das Versprechen der Unternehmen, dass sich mit dem Kauf ihre Zufriedenheit ("Seelenheil") steigert.

NB: Nach neuesten Erkenntnissen hat Luther - ganz braver Professor - seine Thesen nicht angenagelt, sondern brav verteilt.
poor on ruhr schrieb am 01.11.2011 um 19:29
@Nietsche2011

Den Kommentar mit Interesse gelesen. Ein interssanter Gedanke. Das i-phone als der moderne Ablassbrief?

Auch die Sache micht dem Verteieln statt des Annagelns finde ich interessant.
Nietzsche 2011 schrieb am 02.11.2011 um 12:35
@poor on ruhr 19.29
Die Menschen damals wollten ein glückliches Leben; wenngleich erst im Jenseits (einige natürlich auch im damaligen Jetzt). Auch heute wollen Menschen ein glückliches Leben - als Weg betrachten sie Konsum/Besitz (übrigens auch viele, die gegen den Kapitalismus wettern). Insofern ist das I-Phone ein moderner Ablassbrief.
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 13:46
@Nietsche2011

"Heute schleppen die Menschen freiwillig ihr Geld in die Konsumtempel für das Versprechen der Unternehmen, dass sich mit dem Kauf ihre Zufriedenheit ("Seelenheil") steigert."

Im Ablassbrief Bild des Jahres 1517 geblieben, hieße das wohl heute eher, sie vermeinen mit Konsum über das eigene innere Loch der Leere, die sie als Hölle empfinden, unbeschadet hinüber ins Nirwana zu springen
Uwe Theel schrieb am 02.11.2011 um 00:06
Joachim Petrick schrieb am 31.10.2011 um 18:57

Da passt Luther doch hin!, oder?

Nee, passt nicht!

Kommentar: Man möchte es fast erstaunlich finden, dass Sie es doch immer wieder schaffen, eine Lächerlichkeit des Gedankenwirrwars - nein, es ist nicht witzig, sondern wirklich nur wirr - mit der nächsten aus ihrer Tatstatur zu toppen.
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 00:46
@Uwe Theel

"Nee, passt nicht!"

Soweit, so gut!,
aber wo passt Martin Luther denn wirtschaftlich in seiner, wie der unserigen Zeit betrachtet hin?,
zur Makroökonomie im globalisierenden Sinne der Wenigen Globalplayer oder mikroökonmisch im Sinne der Globalisierung der unendlich vielen lokal vernetzt Beteiligten?

Wenn Sie hier Gedankenwirrwarr erkennnen, sind Sie in einer unschätzbaren Fülle des Gedankenreichtums oder der Gedankenwüste angelangt!?

Wo sind Sie geneigt, sich mit Ihrem Hirnschmalzwitz aus dem klerikal schwarzen Fulda zu verorten?
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 13:49
Wenn Geld die Luft zum Atmen wäre,
würde Reichtum dadurch von sich Reden machen,
dass die Luft zum Atmen in Scheiben geschnitten,
geschnürt, verpackt, hochgestapelt
in Bank Tresoren gesichert,
in Steueroasen schlummert
und sich alle Menschen,
darunter die Reichen herzergreifend wundern,
dass die Luft zum Atmen auf der Erde fehlt!?
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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