Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

23.12.2010 | 01:36

Sind Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen die wahren Absahner?

Sind Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen die wahren Absahner?
Wenn der Postmann kommt, klingelt es zweimal In den Kassen der Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen hierzulande auch.

Wie geht das?

Public Private Partnership im sozialen Bereich - wie das mit den Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen funktioniert, sieht man, um nur zwei Beispiele zu nennen, im kirchlichen, gewerkschaftlichen  Arbeitsrecht, wo Bezahlung unter Tarif und Einmischung des Arbeitgebers in privateste Lebensräume an der Tagesordnung sind. Solches Arbeitgeber Gehabe in kirchlichen wie gewerkschaftlichen Tendenzbetrieben ist  ebenso, wie in den staatlich finanzierten Bekenntnisschulen in den Bundesländern, wo Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Konfessionsgrundschulen dort, trotz Antidiskriminierungsgesetz in der EU,  zugunsten von wohnortfernen "Bekenntniskindern abgelehnt werden.

Diese Formen der Diskriminierung widersprechen so deutlich einem modernen Rechtsstaat, dass man bei einem Juristen, auch wenn er sichauf ds Staatskirchenrecht verlegt,  von vorsätzlich relgiöser Verblendung sprechen kann, wenn er solcher Art Diskrinierung, Verstössen gegen das europäische Antidiskriminierungsgesetz  zum Nachteil von Anempfohlenen, Mitarbeiter/innen nicht zur Kenntnis nimmt.

Die Caritas-Diakonie- Arbeiterwohlfahrts-  Stiftungsen Legende besteht u.a. darin, dass die Kirchen beider Konfessionen wie Gewerkschaften, Stiftungen  finanziell nicht nur formal fast nichts als Träger von  Einrichtungen der Caritas, Diakonie. Arbeiterwohlfahrt , Stiftungen  beisteuern, sondern auch noch über die gezahlten Kirchensteuern, Gewerkschaftsmitgliederbeiträge, Stiftungsspendenbeiträge   ihrer Mitarbeiter/innen in ihren Tendenzbetrieben im Gegensatz zu anderer, zu weltlicher Trägerschaften,wettbewerbswidrig  Erträge erwirtschaften, ohne darüber Rechenschaft abzulegen.

Abhilfe könnte nur die Offenlegung bzw. Gegenrechnung in Form einer Deckelung von Kirchensteuer- Aufkommen, Gewerkschaftsmitgliederbeiträgen gewerkschaftlicher bzw.   kirchlicher Mitarbeiter/innen, die im Rahmen der Subsidarität, staatlich subventioniert, in  Tendenzbetrieben der Kirchen, Gewerkschaften  arbeiten.

Diese Deckelung tut Not, weil sonst jeder Abreitspalatz in kirchlichen wie gewerkschaftlichen  Tendenzbetirben den Kirchen, gewerkschaften  nicht nur keine Personalkosten verursacht, weil die der Staat übernimmt,  sondern sogar wettberwerbswidrig durch das Kirchensteuer Aufkommen, die Gewerkschaftsmitgliederbeiträge Erträge erbringt, statt landauf, landab den Eindruck zu nähren, Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt  seien christliche, proletarische  Werke der Nächstenliebe.

Das formale Quentchen, was die Kirchen, gewerkschaften, Stiftungen  hier nur formal an Geld in einigen Bundesländern in anderen gar nicht reinstecken (2%), bekommen sie mehr als zum Teil über die Kirchensteuern, Gewerkschaftsmitgliederbeiträge, Stiftungsbeiträge  ihrer Angestellten zurück. Wobei sich der Staat auch noch die abgeführte Kirchensteuer, Gewerkschaftsmitglieder- , Stiftungsspendenbeiträge– diesmal durch Steuerverzicht - mit bis zu ca. 50% über die Einkommenssteuererklärung der  Arbeitnehmer/innen an diese direkt  zurückerstattet.

 Hier ein frischwärts dreistes Beispiel dafür, wie man hierzulande, ohne unmittelbar zu lügen, die deutsche Bevölkerung für dumm verkauft:
„In diesem Land wirken Kirchen und Religionsgemeinschaften auf hervorragende Weise, ob im sozialen Bereich, Caritas, Diakonie, die Bildung. Das hat dieser Gesellschaft gut getan, das gehört zum Zusammenhalt in dieser Gesellschaft.“
Zitat Annette Schavan (CDU), Fernsehinterview, Mitte Dezember 2010

Es geht zuerst einmal gar nicht darum, den Staat aufzuwerten, andere zurückzudrängen, sondern erst mal darum, über den Etikettenschwindel, das Fianzgebaren, die Finanzregime  der  großen Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen  aufzuklären.

Wie gesagt:

"Wenn der Postmann kommt, klingelt es zweimal In den Kassen der Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen hierzulande auch"

JP

siehe:

www.fr-online.de/politik/meinung/die-caritas-legende/-/1472602/5027372/-/index.html

Gastbeitrag
Die Caritas-Legende

www.fr-online.de/politik/meinung/die-maer-von-den-absahnern/-/1472602/5033942/-/index.html

Erwiderung
Die Mär von den Absahnern

www.kirchensteuer.de/node/83

Die Caritas Legende

Der Begriff „Caritas-Legende“ wurde erstmals von Horst Herrmann in seinem gleichnamigen, 1993 erschienenen Buch verwendet. Damit wird das Problem angesprochen, dass die Kirchen für sich in Anspruch nehmen, mit den von ihnen betriebenen Sozialeinrichtungen der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen, während sie tatsächlich diese Dienste zwar organisieren, aber nur zu einem geringen Teil selbst bezahlen.

 
Senden Bookmarken Drucken
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
Ort:
Hamburg
Mitglied seit:
3 Jahre 13 Wochen
Zuletzt aktiv:
25.05.2012
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 916
Kommentare: 9579
Mein Projekt:
Logbuch
12:33
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:31
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:30
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:29
silvio spottiswoode hat gerade einen Kommentar geschrieben.
12:28
Meyko hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG