Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

08.12.2011 | 04:42

Stiftete Jesus die erste Mosaikglaubensgemeinde auf Erden?

Schufen Christen die erste Mosaikglaubensgemeinschaft auf Erden?

Ist die Christenheit, eine Notgemeinschaft im Glauben, nur darin eine Kirche für Alle?

"Ist die Christenheit, eine Mosaikglaubensgemeinschaft auf Erden, nur darin eine Kirche für Alle, um die Famile, um Lebensgemeinschaften, Partnerschaften als Subjekt im Glauben, wie Weltlichen, ins Recht gesetzt, in Zeiten des Zerfalls von Staaten, allen Staaten in der UNO gleichzustellen?"

Michael Jäger wirft an anderer Stelle(s. www.freitag.de/community/blogs/titta/war-gott-in-auschwitz-oder-die-frage-nach-der-macht)
eine überaus aufrüttelnd aufschlussreiche Frage auf:

"........ob Auschwitz nicht darauf hinausläuft, daß Jesus Christus zum zweiten Mal gekreuzigt wurde, ein Ereignis, das es nach der christlichen Heilslehre eindeutig nicht geben dürfte und wodurch diese vielleicht widerlegt worden ist. Daß Gott in Auschwitz war, würde ich nicht bezweifeln. Aber war es der christliche Gott?"

Systemisch betrachtet antworte ich eher fragend:

Zu Zeiten des Römischen Reiches gab es nur ein historisch hegemonial domnierendes Subjekt der Geschichte, das war das Volk der Römer/innen und viele Könige, Warlords,  ringsum als Satrapen  dieses Römischen Reiches, u. a. in Syrien mit Judäa als Provinz- Gouvernement zur Zeit Jesu Christi unter dem Römischen Statthalter Pontius Pilatus .

Eigentlich gab es damals vor Gott als relevant glaubensnahe Subjekte des Glaubens wie der Geschichte nur Könige, Caesaren, daneben selbstredend, wie allerorten in der Welt, so auch  im Römischen Reich nur unterdrückt unmündig glaubensfern irrelevante  Völker,

Da machte sich Jesus mit seinen Jüngern auf, in weltlichen, wie religiösen Angelegenheiten  der Demokratie der Könige unter der Herrschaft des Römischen Reiches auf Augenhöhe mit seinem "Sprechenden Gauben" das Wort zu predigen, wenn er zu Pontius Pilatus sprach
"Ja, ich bin ein König, mein Reich ist aber nicht von dieser Römischen Welt, mein Reich ist noch nicht in der Römischen Welt des Rechts der
"Heiligen Familia"
angekommen!".

Ging es Jesus darum, ein neues Subjekt der Glaubensnähe zu Gott, neben der bis dahin alleinig legitimen Glaubensnähe der geweihten Priesterschar, der Könige, der Geistlichen Führer in den Gemeinden zu fordern und zu fördern, das ich hier den im Glauben berufenen Sprecher einer Famila nach Römischen Recht, mitten im römisch besetzten Judäa, ausgestattet mit allen gerichtsherrlichen Vollmachten, nenne?

Bis dahin standen Religionen, seien sie animistisch, seien sie polytheistisch, monotheistisch stets Stämme, Völker, Reiche  als deren Subjekte im Mittelpunkt der Interessen, Angelegenheiten, der Rechte im Glauben, wie im Weltlichen.

Jesus aber, der wie tausende Kinder damals, womöglich als biologischen Vater einen römischen Legionär oder Beamten hatte, Jesus, der von dem Zimmermann Joseph, der nach vielem Drängen aus den Reihen der jüdischen Tempel- Priesterschaft,  das Kind Jesus mit Maria, seinem angetrauten Weibe, an Vater Statt anahm, Jesus  war es all seine begrenzte Lebenszeit ein inniges Anliegen, nicht nur seine eigene Familie, rechtlich bergend, zu rekonstruieren, sondern im Glauben selber zu dessen einzig und alleinig relevanten Subjekt zu erheben.

Vermutlich hat sich Jesus dabei von dem hohen Rang der Famila im Römischen Recht inspirieren lassen.
Nicht, dass Jesus der im Recht der Römischen Familia angesiedelt unüberprüfbar unangefochtenen  Gerichtsherrlichkeit nacheifern wollte, die über Wohl und Gedeihen, Leben und Tod aller Familia- Mitglieder/innen, samt Gesinde, Knechte, Mägde, Sklaven/innen, Tiere entschied.

Ging es Jesus  vermutlich, im Heer der Leidenden, Hungernden, Ausgestossenen, Obdachlosen, Beladenen, Elenden, Kranken, Siechen,  Verfolgten, entlaufenener Sklaven/innen im Römischen Reich als Menschen Fischer darum, duch den tätigen Einsatz seiner Jüngerschar, seine Anhängerschaft in einer Familia, nach Römischen Recht bergend, zu verenigen?

Möglicherweise wollte Jesus nur in Geistlichen Fragen, nicht in Weltlichen Fragen, unangefochten der König, Meister  und Prophet im Range eines allseitig mit Gesängen und Gebeten erwarteten Messias für seine Familia, die er stellvertretend für alle Familien auf Erden
"Heilige Familie"
nannte, sein.

Damals waren die wirtschaftlichen Verhältnisse im Römischen Reich durch Teuerungen, Nahrungsmittelknappheit außer Rand und Band, insbesondere in den Römischen Provinzen mit ihren Römischen Statthaltern  in eine asymmetrischen Zustand, samt biszarren Schräglagen in Vermögens- und Eigentumsverhältnisse zu Gunsten der Reichen, zu  Lasten der Armen  geraten.

Jesus wuchs also in einer brisanten gesellschaftlichen Situation voller Gefahrenlagen für Leib, Leben, Gesundhet auf, die geradezu nach neuen Formen der Zugehörigkeit in religiösen, wie alltäglichen Angelegenheiten rief.

Da lag es nahe, dass Jesus mit seinen Jüngern, seiner Anhängerschaft allerorten in Judäa religiöse Notgemeinden als Mosaikglaubensgemeinschaften für jene stiftete, die in ihrer Not, ihrer Glaubensferne, Ungeübtheit im Glauben den Priestern, Pharisäern der jüdischen Tempel- Gemeinden, darunter den seefahrenden Philistern ein alltägliches Grausen waren, dass sie diese aus ihrem Geltungsbereich spätestens abends vor die Stadtmauern verwiesen.

Diese Mosaikglaubensgemeinschaften bedurften, anders als die etablierten Glaubensgemeinschaften im Judentum,  des Instruments des
"Sprechenden Gaubens",
des
"Verkündigenden Glaubens"
denn es mangelte ihnen an hinreichend ausgebildetem Priesterpersonal.

Aus dieser Not der Anfänge machte das Christentum im Laufe seiner Geschchte bis heute eine geistilch  kulturell hochstehend breitangelegte Tugend.

Mit dieser Gründung und Sammlung christlicher  Mosaikglaubensgemeinschaft in Gott, samt Anhängerschaft, ging die Organisation von Tafelrunden in Stadt und Land durch Jesus Initiative und die seiner Jünger einher.

Damit  die Vermögenden, Reichen vor Ort sich nicht vor den Kopf gestossen fühlten, bereit waren die Stadttore für Jesus und seine Anhängerschar zu öffnen, luden Jesus und seine Jünger gerade diese, ganz besonders freundlich, als willkommene Gäste herzlich zu den alltäglichen Tafelrunden ein.

Die täglichen Tafelrunden zur Speisung der Vielen, nannte erst Jesus, dann seine Jünger und Anhängerschaft "Abendmahl".

Hier und da mag es Jesus und seiner Anhängerschaft,  neben der Gründung von Tafelrunden, sogar gelungen sein, zu etablieren, was wir heute
"Brot für die Welt",
Brotgenossenschaften nennen, die allerorten danach trachteten, die tägliche Versorgung bei der Speisung der Vielen an den Tafelrunden mit Nahrungsmitteln, Wasser, Brot  zu sichern.
.
War Jesus also ein Messias unter jenen, die sich damals allerorten, selber weltlich, wie klerikal, wie von den Propheten geheißen, zu Königen in Reichen des Glaubens ausrufend, ernannten?

Starb  Jesus Christuns deshalb, ahnungslos, ungewollt, im Glauben an sich, als Sohn Gottes, im Range eines Königs im Reiche seines Glaubens, und doch, systemisch von den Ereignissen eingeholt, als Person Jesus bestimmt, am Kreuz- Galgen auf Golgatha, als König von eigenen Sohnes Gottes Gnaden, als  Subjekt der Geschichte im Glauben, wie Weltlichen, zuerst unsichtbar im Sterben zu sein und erst Recht für alle Ewigkeiten im sichtbar rechtlichen Auferstehen zu bleiben?

Ist nun das, was Jesus auf Golgatha am Kreuz widerfuhr, am Beispiel des grausamen Versuchs der Vernichtung des jüdischen Volkes auf europäischem Boden im Zwanzigsten Jahrhundert allen Menschenstämmen, -völkern in Ausschwitz widerfahren?

Sind seit Ausschwitz alle Menschenstämme, -völker auf Erden, gleich wie bildungnah. bildungsfern sie lebten, leben zum Subjekt der Geschichte einer Demokratie der Menschenstämme und -völker untereinander, miteinander auf Augenhöhe in gegenseitiger Achtung und Respekt geworden?

Nicht nach dem Zweiten Weltkrieg an sich wurde die UNO als Völkergemeinschaft der rechtlich Gleichen Völker gegründet, sondern nach dem Ereignis, dem reichsdeutschen Regierungs- Verbrechen, den Versuchen, des Vollzugs  der Völkervernichtung durch Krieg, Vernichtung durch Arbeit, durch den Holocaust  in Auschwitz, Treblinka, Sobibor, Buchenwald, Bergen- Belsen, Neuengamme, Sachsenhausen u. u. ?

In diesem erschütterten Sinne frage ich:

"Ist die Christenheit, die erste  Mosaikglaubensgemeinschaft auf Erden, nur darin eine sichtbare, wie unsichtbare Kirche für Alle, um die Famile, um Lebensgemeinschaften, Partnerschaften, mit unveräußerlichem Forderungseigentum, Klagerechten versehen,   als Subjekt im Glauben, wie im Weltlichen in den Stand des  Rechts gesetzt,  vor der Völkergemeinschaft der UNO in Zeiten des Zerfalls von Staaten, allen Staaten gleichzustellen?"

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/weltbrotgenossenschaft

03.01.2011 | 18:22
Weltbrotgenossenschaft.
welternährungslage

Welternährungsgenossenschaft.

Bereits eine in Gründung befindliche Weltbrotgenossenschaft könnte als realwirtschaftliche Säule der seit über fünfzig Jahren bestehenden Hilfsorganisation
"Brot für die Welt"
lokal und global das Thema Ernährungslage der Welt gestaltend auf der Agenda der Völkergemeinschaft halten, um alle Menschen in der Welt mit Grundnahrungsmitteln, mit Hilfen zur Selbsthilfe, u. a.  beim Aufbau von landwrtschaftlichen Kooperationen vor Ort, zu versorgen

 
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Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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