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Frieden – Wie geht das?

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Kultur : Vahrenholt, der "Zyklenfritze" auf der Medien- Besucher Ritze

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Fritz Vahrenholts 68er Devise: "Viel Feind, viel gewitzter Fritz"

Fritz Vahrenholt, vom investigativen Seveso Störfall Aufdecker 1978 zum Störenfritz des Weltklimaratsfriedens 2012?

Fritz_Vahrenholt,
der Politiker der Großen Klima Zyklen in Zeiten, wo die klimabedingten Weltkonfliktgemenge, Ressourcen Problemgedränge allerorten nicht nur die reigonalen Klimazonen, sondern auch die Gemüter erhitzen.

1978 wurde Fritz Vahrenholt durch sein Buch "Seveso ist überall" über den Dioxin Skandal in Seveso/Italien und andernorts, in den deutsche Chemiefirmen, darunter die Hamburger Chemiefirma Boehringer, verwickelt waren und weiter verwickelt sind, über Deutschland hinaus berühmt.

Das war separat im investigativen Spagat des Fritzen Vahrenholts gute Tat.

Hier & Jetzt geht es hier um andere Taten und Werke des Fritz Vahrenholt.

Fritz Vahrenholt, der Ausputzer vom RWE- Energieunternehmer- Dienst, der sich als gelernter Chemiker überaus gut mit den Gegebenheiten, Neigungen von Viren auskennt, die selber, wie RWE, über keinen nachhaltigen Energie- Stoffwechselhaushalt verfügen, sich Themenpark- Organismen, mit unabhängigen Stoffwechseln, ausbaldowernd, kreieren, um diese durch feindliche Übernahmen ganz für sich einzunehmen, als wären diese ihr ureigener Stoffwechselhaushalt mit Renditeerwartung.

Fritz Vahrenholt erscheint stets, wie gerufen, auf dem Themen Not- Plan, wenn große Entscheidungen in Wendezeiten aller Art anstehen.

So war es im Jahre 1990 als Hamburg im Müll zu ersticken drohte, die große Entscheidung anstand, Systemen für Müllvermeidung, darunter dem Verein "Minimüll" , in dem ich damals unter der ansteckenden Devise
"Alarm! Alarm!, lebt abfallarm!"
engagiert war, oder doch Müllverwertungen nach Art des Dualen Systems, samt Bau von Müllverbrennungsanlage mit dem Grünen Punkt in Hamburg, dank der offensiv hemdsärmeligen Hilfe von Fritz Vahrenholt, zuerst ab 1990 Leiter der Hamburger Senatskanzlei, dann, von 1991- 1997, Umweltsenator in Hamburg, den Zuschlag zu erteilen.

So geschah es dann.
Umweltsenator Vahrenholt machte seinem Namen als "Feuerfritze" alle Ehre, ließ in Hamburg- Barsbüttel eine überdimensionierte Müllverbrennungsanlage bauen, die heute nur noch durch den Mülltransport aus anderen europäischen Städten aller Himmelsrichtungen, darunter aus Neapel, halbwegs in ihren Kapazitäten ausgelastet werden kann.

Diese Müllverbrennungsanlage ist ein wahrhaft, gen Himmel stinkend, Dioxin produzierendes, Monstrum und Erbe aus der Zeit des "Feuerfritzen" Vahrenholt in Hamburg, das nach immer mehr Müll, schreiend, giftet..

Fritz Vahrenholt ist kein Politiker, kein Manager, der wirklich mit nachhaltigen Lösungen unterwegs ist, sondern der Wirtschaft, der Poltik, den Weg des geringsten Widerstandes zu bereiten sucht, der darin besteht, einmal die Bevölkerung in ihrem drängenden Verlangen nach grundsätzlich nachhaltigen Entscheidungen zu verunsichern, und der Politik, lokal & global, wohlfeil, pseudowissenschafliche Argumente zum Nichthandeln an die Hand zu geben.

Allein, wie Fritz Vahrenholt das Entstehen seines neuen Buches "Die kalte Sonne" (Hoffmann & Campe, Co- Autor, der Geologe Sebastian Lüning) begründet, spricht da in dieser Hinsicht Bände. In der Phoenix Sendung "Unter den Linden" am 13. Februar 2012 erklärte Fritz Vahrenholt das so:

"Wissen Sie, bis vor zwei Jahren war ich ja noch ganz auf der Linie des Weltklimarates, bis eines Tages meine Vorgesetzten von RWE zu mir kamen und fragten:
"Fritz!, was ist los, wir sind endlich auch in Windenergie engagiert, aber die verprochnene Rendite ist ausgeblieben?"

Da wurde mir taghell klar, dass der Weltklimarat (IPCC) mit falschen Daten über das angeblich ansteigende Windaufkommen in Nord- Europa operiert. Das Windaufkommen in Nord- Europa steigt nicht an, sondern sinkt aufgrund der Abkühlung der Temperatur des Weltklimas durch die in Zyklen relativ erkaltende Sonne".

Bereits hier irrt Fritz Vahrenholt zielführend im Sinne seines ehemaligen Arbeitgebers und jetzigen Buch "Auftraggebers" RWE. Denn das Windaufkommen in Nord- Europa steigt nicht nur, sondern nimmt dramatisch heftigere Ausmaße an.
Das nicht genug vorhandene Windenergie in die Stromnetze eingespeist werden kann, liegt wiederum nicht an dem angeblich sinkenden Windaufkommen, sondern daran, dass die Netzbetreiber, darunter RWE als CO2 Emmittent Nr. 1 Europas, den Ausbau entsprechender Netzkapazitäten verschlafen haben bzw. unter fadenscheinigen Begründungen verschleppen, damit der Strom aus AKWs weiter Vorrang behält.
Warum?, weil, anders als Windenergierkraftwerke, Sonnenenergieanlagen, AKWs nicht einfach hoch und heruntergschaltet werden können.

Dass aktuell ausgerechnet, die im deutschen Stromnetz ungenutzten Kapazitäten an Sonnen- und Windenergie in Deutschland, Frankreich, trotz dessen 54 hochgefahrenen AKWs vor einem Blackout im Winter durch den exportierten Stromtransfer aus Deutschland bewahrt hat, erwähnt Fritz Vahrenholt mit keinem Wort.

Die Tatsache, dass der größte Rückversicherer, die Münchner Rück, über einen erschreckend hohen Anstieg von Schadensfällen aufgrund von Klimaereignissen, wie Hurrikans, Tornados, Sturmfluten, Überschwemmungen klagt, tut Fritz Vahrenholt einmal als die in den Medien grassierende Panikmache und das andere Mal als reine Werbung des Versicherers für die erfolgreich akquirierten Zuwachszahlen an Versicherungspolicen, samt der Erhöhung von Versicherungs- Prämien, ab.

Fritz Vahrenholl übertrifft dabei in seinen Ambitionen bei Weitem die Ambitionen eines Thilo Sarrazin, mit dem er gegenwärtig aktuell, eher verharmlosend, verglichen wird.
Thilo Sarrazins Feld war und ist die deutsche Republik. Fritz Vahrenholts Feld ist die Welt, ist der Weltklimarat als Unterorganisation der UNO, den er frontal angreifend, grundsätzlich in seiner Bedeutung und Kompetenz in Frage stellt.

.Fritz Vahrenholl Hauptvorhalt gegen den Weltklimarat ist, dass dieser nicht durch Wissenschaftler, sondern durch interessensgeleitete Vertreter, insbesondere aus Staaten der südlichen Hemisphäre, besetzt sei, die nur ein Ziel verfolgen, den Staaten der nördlichen Hemisphäre die ganze Schuld an den Klimaverhältnissen unseres Blauen Planeten zu ihrer Entlastung zuzuordnen und entsprechende Kompensation, Entschädigungen zu verlangen.
"Ihr da im Norden macht unser Weltklima kaputt!".

Der aktuelle Endbericht des Weltklimarates sei, so Fritz Vahrenholt, von einem Redaktionskomitee geschrieben worden, dessen Vertreter ausschließlich aus NGOs, wie Greenpeace, Umweltverbänden stammen und die deshalb durch die Bank befangen seien.

Die Endlichkeit fossiler Enegievorkommen wolle er ja gar nicht betreiten. Die Öl- Ressourcen würden gerade noch 50 Jahre, die Gasvorkommen 100 Jahre, die Kohlereserven, abgesehen von den Braunkohlereserven, gerade noch 200 Jahre reichen, meint Fritz Vahrenholt lapidar einräumend.

Die Arabellion ignorierend wirft Fritz Vahrenholt dann auch noch ungestüm in die Debatte ein:
"Ja!, wollen Sie denn, dass wir weiter von Öl- Scheichs, Gas- Despoten abhängig bleiben? Ichnicht. deshalb brauchen wir auf absehbare Zeit weiter klima- und umweltschonende Atomenergie"

Anstatt nun die Existenz des Weltklimarates als eine Art Konferenz für Sicherheit, Zusammnenarbeit und Entwicklung (KSZE) in Fragen des weltweiten Klimawandels zu fordern und zu fördern, wertet Fritz Vahrenholt diese Weltorganisation in so verhängnisvoll heiloser Art und Weise ab, als wolle er den Kalten Krieg, den Atem der Kalten Sonne einhauchend, zu neuem Leben in Gestalt eines Nord- Süd- Konflikts erwecken?

Fritz Vahrenholt kommt mir vor, wie jene politischen und unternehmerischen Ausputzer, die sich als geladene, ungeladenen Besucher, in jeder Medien Ritze aufdrängen, um bei Gefahr und höchster Not, über Verdeckungsdebatten, Unwägbarkeiten des tödlichen Mittelweges alternativlos als Nonplusultra anzupreisen.

Warum schreibe ich das?

ich schreib das, weil Fritz Vahrenholt, medial angefeuert, unterwegs ist, die Menschen in ihrem Gespür zu verunsichern, dass, gleich, ob der Klimawandel von Menschenhand oder nicht, die Staaten, Regionen der Welt Netzwerke für Krisen- , Katastrophenmanagement brauchen und dafür insbesondere von den G 8- , 20- Sttaaten entsprechende Ressourcen an Personal, Finanzen, Bevorratung, Material zur Verfügung bereitgestellt werden müssen.

Dabei verpaßt sich Fritz Vahrenholt auch schon einmal, gnadenlos, argumentativ einen glatten Wadendurchschuß, wenn er zur Beschreibung des Bogens der Großen Zyklen ansetzt, davon redet, schreibt, dass die Wikinger in der Wärmeperiode der tausendjährig zyklisch auftretenden "Kleinen Eiszeit" um das Jahr 1000 auf Grönland bereits in großem Stil nachweislich Landwirtschaft betrieben haben und die letzte Phase der 60jährig zyklisch auftretenden Sonnenfleckenaktivitäten, beginnend etwa um das Jahr 1977, seit dem Jahre 1998 mit ihrer erdaufheizenden Wirkung beendet sei, um dann im Brustton der Überzeugung zu verkünden:
"Der Welt- Klimarat führt uns hinters Licht, man könnte auch sagen, hinter die Fichte, weil dieser Kimarat die Tatsache ignoriert, dass die Temperatur des Weltklimas seit vierzehn Jahren, seit 1998, nicht mehr ansteigt!"

Haben Sie es gemerkt?
Der glatte Wadendurchschuß besteht argumentativ im System Vahrenholt mit seiner
"Kalten Sonne" darin, dass die Temperatur des Weltklimas jetzt sinken müßte.
Was die Temperatur des Weltklimas selbst nach den Worten und Daten Fritz Vahrenholts aber nicht tut.

Fazit:

Fritz Vahrenholt erkennt, von panischer Angst getrieben, dass sich das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, mit Klaus Toepfer an der Spitze, zum unfehlbaren Wahrheitsministerium erhebt, in dem Weltklimarat (IPCC) keinen kompetenten Ansprech- und Verhandlungspartner mehr und hat sich nunmehr im argumentativen Blindflug auf Wolke "Jetzt schlägt es Dreizehn" zur Sonne begeben, um mit der Sonne direkt die Auswirkungen der Sonnenfleckenaktivtäts- Zyklen auf die Erde zu Gunsten von RWE zu verhandeln.

JP

siehe:

www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/_wieder_prima_klima_der_streit_um_die_energiewende_/437980?datum=2012-02-13

"Wieder prima Klima? Der Streit um die Energiewende"

Darüber diskutiert Christoph Minhoff mit:

- Prof. Fritz Vahrenholt (Energiemanager und ehem. Umweltsenator Hamburg)
- Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND))

Moderation: Christoph Minhoff
Unter den Linden

Mo, 13.02.12, 22.15 Uhr

Di, 14.02.12, 00.00 Uhr

Di, 14.02.12, 15.15 Uhr

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.