Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

29.04.2011 | 20:53

Vom Adels- zum Korruptionsregister ein steinreicher Weg

Waren früher Adels- und Korruptionsregister identisch?

Wenn nicht ein Korruptionsregister, so doch wenigsten ein Adelsregister?

Wurden früher Adelsregister als Korruptionsregister geführt, um allen, geneigt Beteiligten, stolpersteinfrei, den, belastbar direkten, Weg, öffentlich tranparent, vom Bestechenden zum Bestochenen, vom Gebenden zum Nehmenden und zurück, zu erleichtern?

Gebt uns wenigsten, wenn nicht den alten Kaiser WilhelmI mit dem Voll- Backen-  Bart,  so doch wieder ein aktuallsiert nachwachsendes Adelsregister, wenn ihr staatstragenden Parteien von heute uns als potentielle Bestechungsmeute jegliches Korruptionsregister verweigert, geschweige denn endlich die Ratifizierung der  UNO- Konvention gegen Korruption, Abgeordnetenbestechung durch den Deutschen Bundestag gewährt..

Philipp Scheidemann irrte leider fürchterlich, wenn er  am 09. November 1918 aus dem Fenster des Deutschen Reichstages vor den wartenden Massen an Menschen in Not um das tägliche Brot, mirkrophonfrei, laut vernehmlich in den Berliner Tiergarten  rief:
"Das Alte, das Morsche Kaiserreich des Adels ist nun dahin und weg...unser Kaiser geflohen...
es lebe das Neue, es lebe die Deutsche Republik!",

denn das Alte, das Morsche im Adel lebt mit dem Adel bis heute im rechtsfreien Raum wuchernd, medial beatmet und befeuert, an jedem Ort, den er beritten betritt, real oder als prominentes Plagiat fort.

Gebe es den Adel von Amtswegen noch oder wieder in Deutschland, so wären die "Carsten Maschmeyers" als Zunft bestechendes Personals mit Adelsstich im Hut längst tranparent als solche Strolche in Adelsregistern sichtbar, für alle Tage nachlesbar, registriert.

Hat doch  tatsächlich der Carsten Maschmeyer voradelig als AWD- Chef, heute Großaktonär der schweizerischen  "Swiss Life- Lebensversicherung" über den Frank- Walter Steinmeier den damaligen Ministerpräsidenten und späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder, von Hannover nach Berlin, im Wahlkampf 1998 mit verdeckten Spenden illegal am Parteienfinanzierungs- und Spendengesetz vorbei, geschmiert, so geht das jüngste tadelbar voradelige Gerücht

Wie wenig soziale Verantwortung der reiche deutsche Hoch Adel wirklich übernehmen will, zeigt sich allein  schon daran, dass es, anders als in den Scheichtümern der Golfstaaten, Bahrein, Oman, Dubai, den Emiraten, die adelige Staatsfonds für die Armen aufgeslegt, keine Adelsfonds in Deutschland gibt, die ihrem  verarmten Etagen-  Adel, wie Jutta Ditfurth, die nach eigenen Angaben, eine gesetzlich verbriefte Rentenanwartschaft von gerade einmal € 800.-/Monat, frierend und bibbernd zu erwarten hat, ein auskömliches Dasein sichern.

Der reiche deutsche- Hoch- Adel karrt Seinesgleichen unter dem  verarmten Etagen- Adel ultrabrutalst herzlos drängend, ausgestossen,  vor die Amtsstuben der gesetzlichen Grundsicherung unseres Staates in Gestalt der Hartz IV Gesetze zum Fassen seines Sozialgeldes, des Arbeitslosengeldes II schnöde.

Der Wald- . Wiesen- Acker- , Grund- , Boden- , Industrie- Adel tritt, im Gegensatz zum verarmten Etagen- Adel,  nicht von ungefähr seit der deutschen  Wiedervereinigung medial verstärkt, begleitet, gehoben, aus ganz profan wirtschaftlichen Gründen auf der parteipoltischen Matte an, als wäre der alte Schwert- und Amtsadel, wider die Gesetzeslage seit dem Jahre 1919 in Deutschland, doch wieder aus seinen geistig hinterlassenen Ruinenlandschaften zwiscnen Oder, Elbe, Saale, Unstrut, Weser, Werra, Fulda, Ems und Rhein  wie Phoenix aus der Asche auferstanden..

Wer viel hat, wie die genannten Teile des vermögenden Adels, hat auch viel zu verlieren und sei es nur durch die Anhebung der Flugbenzin- , Grund- , Boden- , Seewasser- , Ufer- , Jagd- ,  Wiesen- Wege- ,  Waldsteuer auf das normale Niveau der Besteuerung von Geld- , Kapitalvermögen durch die Gemeinden, Kommunen, dieses lange durch ein vorliegendes Urteil des Bundesverfassungsgericht (BVG) ausdrücklich wie bisher vergewie blich angemahnt.

Was der gegenwärtig politisch praktizierende Teil des vermögenden Adels versucht, ist halt das gewagte Unternehmensprojekt, dem anschwellend wachsenden Groll der Mut- und Wutbürger/innen bis zu Bock- und Ziegengesängen über die allgemein asymmetrische Vermögens- und Wohlstandslage im Lande, die Spitze nehmend,  medial befeuert, forsch den Schneid abzukaufen.

JP

www.freitag.de/wochenthema/1117-adel-vernichtet

Standesdünkel | 28.04.2011 08:00 | Jutta Ditfurth
Adel vernichtet
Auch wenn sie es bestreiten: Aristokraten fühlen sich anderen überlegen. Zu solchen Leuten wollte ich nicht gehören - und erlebte, was "adlige Werte" in Wahrheit bedeuten

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 30.04.2011 um 10:25
Während heute Bestecher und Bestochene verdeckt agieren,
hatte der Adel dieses Problem nicht,weil der wahre Adel, fasziniert von geldwerten Argumenten, leidenschaftslos offen bestach, sich leidenschaftlich für sich oder eine andere Sache offen cora aristokratisch klerikalem Publikum durch Ritterschlag bestechen ließ
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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