"Sitzt Europa, zwischen den USA und China, nun heillos in der transatlantischen Eurobondfalle?"
Chinas Staatsverschuldung liegt bei über 170 % vom Bruttoindustriesozialprodukt (BIP).
Lebensverhältnisse in Peking, Shanghai teurer als in den USA.
Wir reden, tagaus, tagein, von der Staatsverschuldung Griechenlands, dessen BIP gerade 2 % des BIP der Eurozone der 17 Länder, , ohne die europäische Gesamt Wirtschaftszone der insgesamt 27 Länder ausmacht.
China denkt seit der Weltfinanzkrise von 2008,.die das Kredit- Ereignis (Credit Event) die Pleite von Lehman Brother hervorgebracht, intensiv darüber nach, wie China seine monatlich zusätzlichen Überschüsse in Höhe von ca. 30 Milliarden US $ langfristig investieren kann, gleichzeitig aber verstärkt in US- Staatsanleihen investiert bleibt, ohne Gefahr zu laufen, wieder, wie im Jahre 2008 von einem Kredit- Ereignis, wie der geordnet administirierten Pleite der Investmentbank Lehman Brother oder gar der geordneten INsolvenz eines ganzen Landes, ohne formale wie informelle Vorwarnung, ereilt zu werden.
Deshalb verfolgen Wirtschaftswissenschaftler in China mit wachem wie ungläubigem Interesse die Debatten in der EU über Erwägungen, im Fall Griechenlands im Wege einer geordneten Insolvenz einen einschneidenden Schuldenschnitt von an die 60 % zu Lasten der Anleger, darunter Staatsfonds, Pensionsfonds aus aller Herren Länder in griechische Staatsanleihen vorzunehmen.
China sucht bei seinen Investitionen aus Mitteln chinesischer Staatsfonds nicht, risikobehaftet, starke Renditen, sondern garantiert gesicherte Anlagen.
In den Vorstellungen chinesischer Finanz- Experten könnten Eurobonds vom Volumen und vom Rating her die besten Kriterien als verlässlicher Garant chinesischer Investitionen erfüllen.
Chinas Wirtschaft steht dabei unter einem gewissen innenpolitischen Zeitdruck, weil China zwar mit seinen jahrelangen Leistungsbilanzüberschüssen als Exportweltmeister über die größten Devisenreserven in der Welt in Höhe von nahezu 2 bis 3 Billionen US $ verfügt, und doch gleichzeitig ein gigantisches Staatsverschuldungsproblem ebenso wie andere Länder der Welt ungelöst stillschweigend vor sich herschiebt.
Viele Provinzen Chinas sind zusammen genommen bis zu 170 % des chinesischen BIP verschuldet. Dabei sind die aufgenommenen Schulden der Zentralregierung in Peking für Partei (KPC) und Staat, Armee noch gar nicht eingeschlossen.
Druck kommt dabei nicht etwa von der Unterschicht, von den Millionen Wanderarbeitern/innen in China, sondern der Druck kommt von der Mittelschicht in Peking, in Shanghai, die offen die Regierung über die Medien danach fragt:
"Wieso sind die Lebensverhältnisse, Lebenshaltungskosten in China als größtem Gläubigerstaat in der Welt, in Peking, Shanghai höher als in allen Bundesstaaten des Schuldnerstaates USA?"
Die Frage von Menschnerechten entfaltet in China, anders als in Europa, den USA, mit geschärftem Blick auf asymmetrisch etablierte gesellschaftliche Verhältnisse, soziale Konfliktgemenge, in den hochentwickelten Küstenregionen und im zurückgefallenen Inneren Chinas, auf brisant spontan befeuernde Weise eine Frage nach sozialer Gerechtigkeit.
In China wird aber auch hinsichtlich der Struktur der horrenden Leistungsbilanzüberschüsse eindringlich offen wie freimütig gefragt:
"Wem gehören diese Überschüsse eigentlich in der Welt?,
bzw. wieweit sind diese fundiert mit Sicherheit keine "Luftbuchungen" weltweit vagabundierenden
"Hot Money",
gar der Art von monetärem Giftmüll in Höhe von mindestens 1 Billion US $, deren Herkunft dunkel, undurchsichtig ist.
Denn den weiterhin exorbitant anfallenden Zuwächse in den Leistungsbilanzüberschüssen Chinas stehen keine wirklich exorbtanten Zuwächse im Export, noch in den Investitionen in der Realwirtschaft gegenüber.
Das wird in China mit erheblichen Unbehagen registriert, ohne bisher von Finanzprodukt- Betrug, gar organisiertem Betrugsvorsatz bestimmter Partner Chinas im Chor der G 20 Staaten zu sprechen.
Strebt China deshalb nach Investitionen in Europa, darunter Investitionen u. a. in den griechischen Hafen von Piräus, den China zu 40 % strategisch langfristig, ohne Eigentumsanspruch, gepachtet hat, weil die EU- Staaten insgesamt der größte Handelspartner Chinas in der Welt ist?, weil die EU bei Einführung der Eurobonds der größte Anleihemarkt neben dem US- $ Anleihemarkt in der Welt wäre?
Braucht China für die langfristige Perspektive einer geordnet teilweisen Umschichtung von chinesischen Finanzressourcen, weg vom US $ Anleihemarkt in andere Anleihemärkte, die mindestens über ein ebenso großes Volumem verfügen, wie der US- Anleihemarkt, den Eurobond Anleihemarkt, wie die Luft zum Atmen, um unberechenbare Turbulenzen an den Finanzmärkten mit weltweit verheerenden Folgen und Wirkungen für den Wert der eigenen Devisenbestände und chinesischen Investitionen zu vermeiden?
Fürchtet China deshalb die Debatte in der EU über eine geordnete Insolvenz Griechenlands, samt Schuldenschnitt, weil dann die Eurozone in China durch diese in chinesischen Augen unselige Debatte zunehmend nur noch eingeschränkt als verlässlicher Garant chinesischer Investitionen kommunizierbar wäre?
Ging es bei einer Frage der angeblichen Rettung Griechenlands von Anfang an seit dem Jahre 2008 gar nicht um Griechenland, sondern darum, wie China die Eurozone als Garanten für chinesische Investitionen einschätzen soll, um China als größten langfristigen Investor und geneigten Anleger in Eurobonds zu gewinnen?
Frage:
"Sitzt Europa, zwischen den USA und China, nun heillos in der transatlantischen Eurobondfalle?"
JP
Politik : Warum China dringlich Eurobonds als Garanten sucht.
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