Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

02.11.2011 | 18:50

Warum kniff Kanzler Helmut Schmidt 1977 vor Europainitiative?

Warum ergriff  Bundeskanzler Helmut Schmidt um das Jahr 1977 keine Europa- Deutschlandpolitikinitiative?

Diskurs über die  These des Bloggers luggi  in meinem Blog:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/ddr--nomenklatur-grenzregime-ein-stockholm--syndrom?

07.10.2010 | 01:36

DDR- Nomenklatur, Grenzregime, samt deutsch- deutschem Regierungs- und Offiziersbetrieb ein

„Stockholm- Syndrom“?

zeitgeschichte

luggi schrieb am 12.10.2010 um 19:34

„Na ihr seid mir ja Geschichtsunkundige. Wissen nicht, dass die Grenze zwischen BRD und DDR bereits vor 1961 existierte und wie sich die Grenzverhältnisse um Berlin gestalteten. Und U.T. kann dem Herrn Knabe sicherlich sachdienliche Hinweise geben, wo dieser den seit 1982 faktisch bestehenden Schießbefehl finden kann. Und liebe Leute, es war ein verdammt kalter Krieg, und was haben andere Völker z.B. historisch so bei kriegerischen Auseinandersetzungen getan? Seit 1977 hätte sich vieles anders entwickeln können. SPD- und CDU-Regierungen haben es verhindert. Eher haben die sich mit der Fortexistenz der Grenze abgefunden. War ja sehr bequem, wenn man ein so preiswertes Ver- und Entsorgungssystem in der Nähe hatte.“

Mein Standpunkt zur Diskussion:

 Im Bundestagswahlkampf der Giganten „Schmidt & Strauss“ 1980 hat FJS Bundeskanzler Helmut Schmidt massiv politisch gedroht, wenn er einem bereits anberaumtes Treffen mit Erich Honecker, angesichts der heraufdämmernden Solidarnozs Bewegung in Danzig/VR- Polen   entspreche, werde es Heulen und Zähneklappern geben.

Worauf Helmut Schmidt innenpolitisch schlecht beraten wie eingeschüchtert den Termin auf den November 1981 verschob, als ausgerechnet General Jaruselzki in Polen das Kriegsrecht gegen die Solidarnozs ausrief, um angeblich einer „Invasion“ durch Truppen des Warschauer Paktes den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die meisten Medien lobten damals Bundeskanzler Helmut Schmidt für seine weltpolitische Zurückhaltung und fehlende Initiative in der Europa- und Deutschladpolitik.

Bundeskanzler Helmut Schmidt siedelte die Bekämpfung des RAF- Terrorwahns lieber als

„staatsgefährdend“

so hoch an, dass sich für Jahre ein deutscher bleierner Herbst 1977, statt der frischen Belüftung durch die Charta 77 in Prag, über Gesamteuropa in Richtung Nato- Doppelbeschluss legte.

Trotzdem stellen sich da heute in Kenntnis der späteren Entwicklung der Politik des „Europäischen Hauses“ im Vorwege von Glasnost, Perestroika alt Fragen und Antworten  neu und anders.

Bundeskanzler Helmut Kohl blieb „gegenschert“ auf der vorherigen Linie von Helmut Schmidt“

„Durchregieren des Nato- Doppelbeschlusses um jeden innen- und außenpolitischen Preis“

unter dem Ronald Reagan Junktim

“Totrüsten“ der Warschauer- Vertrags- Staaten  und deren Wirtschaftsbündnis Comecon, oder

Finanz- Krieg gegen sowjetisches Getreide und Rindviehzucht.

Gleichzeitig  gewährte Bundeskanzler Helmut Kohl aber über den Umweg von FJS/Schalck- Golodkowskis Kommerzielle- Koordination (KoKo)  wundersam aufgeschlossen Kredite und Bürgschaften für die DDR als

„Homeland“

als Teil des deutsch- deutschen Exportwirtschaftskomplexes über zwei Milliarden DM.

Damals gab es nicht nur einen Aufstand in der bayrischen CSU über diesen politisch nicht einmal durch den Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss kommunizierten  Schwenk um 180 Grad.

Warum wurden damals, ab der Prager- Charta 1977 in der CSSR, der Solidarnosc Gewerkschafts- Bewegung in der VR- Polen, deutsch- deutsch, keine weitergehenden deutschland- wie europapolitischen Optionen sondiert?

Wurden stattdessen deutsch- deutsch um das Jahr 1981 geheime Sondierungen vorgenommen, wie Teile des RAF- Terror- Personals in der DDR- Gesellschaft unter neuem Namen, neuer Legende entwaffnet stillgelegt werden könnten?

Was dann auch so geheim geschah?

Warum wurde z. B. der DDR, wie de facto bereits im Interzonenhandel von 1946 angelegt verankert,  nicht eine privilegierter Zugang in die EWG durch die Bundesregierung geebnet, oder von der DDR- Staatsführung, in Abstimmung mit deren sozialistischen Bruderländern eingefordert, den bekanntermaßen andere europäische Staaten der EWG im Grunde der Elbe, Rhein, Weser, Saale, Oder, , statt der deutschen Wiedervereinigung mit all deren Unwägbarkeiten für Europa und die Welt, irgendwann erwarteten, u. a. 1989  Luxemburgs Europapolitiker Jean Claude Junker.

JP

siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/helmut-schmidt-die-ehrliche-haut-die-sich-traut-sternstunde-folge-i

24.02.2010 | 15:51
Helmut Schmidt, die ehrliche Haut, die sich traut, Sternstunde Folge I

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 20:35
Ach das sind Memories aus der Zeitgeschichte.

Du lieferst die Antworten auf Deine Fragen ja immer gleich mit. Das Thema ist jedenfalls interessant.
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 20:44
@por

Danke für Lesen.

"Du lieferst die Antworten auf Deine Fragen ja immer gleich mit. Das Thema ist jedenfalls interessant."

Das klingt so, als ob Du meinen Meinungen hier als definitive Antworten zustimmst?
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 20:49
"Das klingt so, als ob Du meinen Meinungen hier als definitive Antworten zustimmst?"

Nicht immer! (ohne diesen blöden Witzmit dem "aber immer öfter!":)) ernst gemeint.
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 20:49
@por

Ich kam aktuell auf den Altkanzler Helmut Schmidt, weil in der neuesten Freitag Printausgabe Nr. 44- 04- 2011 ein "provokanter" Artikel von Franz Walter über "Smokie" angekündigt wird:

Der Freitag Nr. 44- 04- 2011
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 20:52
@por

Danke!

Erst einmal zu Hefter, dann öfter, zum Schluss für immer zu Hefter"

Der Slogan einer Westberliner Edel- Supermarktkette in den 60ziger, 70ziger Jahren
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 20:59
@JP

Da freue ich mich auf die neue Ausgabe. :)

Einmal werden wir noch wach....:)
poor on ruhr schrieb am 02.11.2011 um 21:00
@JP

Auch nicht schlecht,der Slogan. Danke.
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 21:00
@por

Kennst Du meine neue Version des alten Margot Käßmann Spenderwitzes schon?:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/margot-kaessmanns-boeser-spenderwitz-anno-2009-nachgehakt

02.11.2011 | 16:20
Margot Käßmanns böser Spenderwitz anno 2009 "nachgehakt"
humor witze reichtum geld occupy währung bankster hölle himmel reiche scheiche margot_käßmann kässmann gleichnisse nadelöhr luft atmosphäre erde bibel koran tora papst porträt allah vatikan luther islam mekka rom wittenberg spenderwitze bösemädchen

Reißt Margot Käßmann, selbst nach ihrem trefflich gelungenem Rücktritt als EKD- Präsidentin und Landesbischöfin in Hannover nach dem niedersächsischen Alkohodunst im Februar 2010, schon wieder böse Witze über erbarmungswürdig reiche Spender?

Vorab:

"Gedankenn über den Unsinn im Sinn von privatem Reichtum"
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 20:55
Freitag Printausgabe Nr. 44- 2011

Wochenthema

Die Mitleidsmafia S. 6/7
Niemand spendet so viel wie die Deutschen. Aber das Geld landet immer öfter bei skrupellosen Geschäftemachern

Politik

Alt-Kanzler S. 4
Helmut Schmidt kann nur als moralische Autorität der Republik gelten, weil seine Regierungszeit vergessen ist
Franz Walter

Atommüll S. 5
Der Ausstieg ist beschlossen, das Endlager-Problem bleibt. Ist der Standort Gorleben noch zu verhindern?
Felix Werdermann

G20-Gipfel S. 8
Die G20-Staaten suchen nach Wegen aus der Krise. Dazu müssen sie sich zu einer Finanztransaktionssteuer durchringen
Michael R. Krätke

Kultur

Theater S. 15
Immer mehr Stadttheater spielen dokumentarische Stücke und nutzen die Stadt als Bühne. Warum tun sie das?
Lisa Rüffer

Literatur S. 17
Klaus Pohl hat einen Roman über die Brasch-Familie geschrieben – leider ist ihm nur ein Entwurf geglückt, findet
Achim Engelberg

Kunstszene S. 20
In Downtown New York entstand in den Siebzigern eine eigene Kunstszene. Ein Bildband macht sie jetzt wieder lebendig Corinna Koch

Alltag

Fotografie S. 28
Disco für Behinderte und besoffene Teenies: Tobias Kruse erzählt im Interview, warum er solche Motive fotografiert
Oliver Gehrs

Klimaschutz S. 30
Klimaschützer wollen den Planeten retten. Wie sie ihre Bewegung aufbauen, hat Daniel Boese recherchiert
Jan Pfaff

Aufwachen S. 31
Kaum ein Gerät wird so intensiv gehasst wie der Wecker. Warum wir ihn brauchen und ob die Schlummertaste hilft, erklärt
Gina Bucher

A – Z Hühner S. 32
Von Broilern, Käfig und Antibiotika
Joachim Petrick schrieb am 02.11.2011 um 20:55
Aktuell morgige Freitag Printausgabe Nr. 44- 2011

Wochenthema

Die Mitleidsmafia S. 6/7
Niemand spendet so viel wie die Deutschen. Aber das Geld landet immer öfter bei skrupellosen Geschäftemachern

Politik

Alt-Kanzler S. 4
Helmut Schmidt kann nur als moralische Autorität der Republik gelten, weil seine Regierungszeit vergessen ist
Franz Walter

Atommüll S. 5
Der Ausstieg ist beschlossen, das Endlager-Problem bleibt. Ist der Standort Gorleben noch zu verhindern?
Felix Werdermann

G20-Gipfel S. 8
Die G20-Staaten suchen nach Wegen aus der Krise. Dazu müssen sie sich zu einer Finanztransaktionssteuer durchringen
Michael R. Krätke

Kultur

Theater S. 15
Immer mehr Stadttheater spielen dokumentarische Stücke und nutzen die Stadt als Bühne. Warum tun sie das?
Lisa Rüffer

Literatur S. 17
Klaus Pohl hat einen Roman über die Brasch-Familie geschrieben – leider ist ihm nur ein Entwurf geglückt, findet
Achim Engelberg

Kunstszene S. 20
In Downtown New York entstand in den Siebzigern eine eigene Kunstszene. Ein Bildband macht sie jetzt wieder lebendig Corinna Koch

Alltag

Fotografie S. 28
Disco für Behinderte und besoffene Teenies: Tobias Kruse erzählt im Interview, warum er solche Motive fotografiert
Oliver Gehrs

Klimaschutz S. 30
Klimaschützer wollen den Planeten retten. Wie sie ihre Bewegung aufbauen, hat Daniel Boese recherchiert
Jan Pfaff

Aufwachen S. 31
Kaum ein Gerät wird so intensiv gehasst wie der Wecker. Warum wir ihn brauchen und ob die Schlummertaste hilft, erklärt
Gina Bucher

A – Z Hühner S. 32
Von Broilern, Käfig und Antibiotika
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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