Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

06.12.2010 | 12:47

Wirkt Wikileak als Institutionalisierung der Emser Depesche von 1870?

Wirkt Wikileak als Institutionalisierung der Emser Depesche von 1870?   Wikileak entfaltet womöglich mit seinen brachialen Massennachrichten Abwürfen aus dem Orbit  ins World Wide Web „www“ im Jahre 2010/2011 eine ähnlich kriegstreibende Wirkung wie die berühmt berüchtigte Emser Depesche vom 13. Juli 1871. Warum?, weil die Massengut NachrichtenAbwürfe  Wikileaks,  neben vielem Ungereimten, über Riad nach Teheran einen Reim nach vorne in die Weltöffentlichkeit tragen, den kaum verschlüsselten Reim des Kriegstreibens Saudi-Arabiens gegen den islamischen Bruderstaat Iran.   Ist es jetzt nur noch eine Frage von Wochen, Tagen bis sich im Iran eine national- militärische Administration im Iran berufen fühlt, landesweit eine Kampagne zur Mobilisierung der eigenen Bevölkerung und der bevölkerung anderer islamischen Bruderstaaten und Gruppierungen in anderen Ländern für einen Krieg gegen den islamischen Bruderstaat Saudi Arabien loszutreten?   Emser depesche 1870

Im eigentlichen Sinn ist Die Emser Depesche das regierungsinterne Telegramm vom 13. Juli 1870, mit dem der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck in Berlin über die Vorgänge im Kurort Bad Ems unterrichtet wurde. Dort stellte der französische Botschafter Vincent Benedetti weitergehende Forderungen an den König Wilhelm I. von Preußen, die den Verzicht der Hohenzollern auf die spanische Thronfolge betrafen. Der Inhalt der Depesche diente Bismarck, der die Hohenzollern als legitime Thronfolger der  spanischen Monarchie ins Spiel gebracht, als Grundlage für eine Pressemitteilung, die noch am selben Tag veröffentlicht wurde.

Die französischen Übersetzungen erschienen tags darauf, am französischen Nationalfeiertag. Am 14.Juli 1870.

Die französische Öffentlichkeit reagierte, wie von Bismarck vorhergesehen, mit nationaler Empörung. In der Folge erklärte das Kaiserreich Frankreich am 19. Juli 1870 dem Königreich Preußen den Krieg, aus dem der Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 hervorbrach..

Auf diesem Hintergrund der Depeschen Optionen auf Krisen, Krieg und Regionale Katastrophen sind auch ganz andere, globale Entwicklungen im guten wie weniger guten Sinne vorstellbar wie absehbar.   Z. B.:

Wikileak Mausklick, schon ist die US- Good Fellow, Hitmen Aura  futsch?

Wikileak oder der verdeckte Angriff auf den globalen Nachrichtenmarkt zur Abschaltung ganzer Armadas von bisherigen Akteuren/innen bestimmter nachrichtendienstlich diplomatischer  Kaderschmieden, samt Verbindungspersonalbestand?

Kauft Wikileak nicht nur dem privatrechtlich aufgestellt Investigativen Journalismus den Schneid fundierter  Recherche am Nachrichtenmarkt ab, sondern auch den Stachel der allgemeinen Wissbegier durch Kappung der bisherigen Netzwerker Finanzierungs- Ressourcen in Parteien, Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen, Stiftungen, Parlamenten, Regierungen, Ministerien?

Katapultiert uns Wikileak in eine weltweite Angst vor undefinierten Nachrichtenlagen, weg von Herrschaft und Kontrolle hin zu direkter Herrschaft durch Interesse (s. Jürgen Habermas "Herrschaft und Interesse", Suhrkamp) an der offensiven Schürung von Angst?

Steckt hinter Wikileaks das "Friendly Fire" aus US- Regierungsnahen Kaderschmiede-  Kreisen gegen Verbündete in Koalitionen der Willigen und weniger Willigen?
Wobei ganze Hundertschaften von bisherigen Nachrichten Netzwerkern/innen hierzulande und andernorts  vom US- Netz genommen, öffentlich, wie einst IMs nach dem Untergang der DDR 1990, unkontrolliert als Quelle verbrannt, ohne Ansehen und Würdigung der Motive der Person durch eine Art Gauck- Behörde, generell an den Pranger gestellt  werden?

Verkörpern die Wikileak Kampagnen per Datenbündel Abwurf ins World Wide Web "www" den Übergang von der Backchannel Geheim- zur Angstblüten- Diplomatie als heller Wahn im alltäglich grauenhaften Anzug an verbrieften Kontrollrechten von Parlamenten vorbei?

Betreibt Wikileak mit seiner Datenabwurfpraxis aus dem Satellitenorbit ins "www" , ungewollt wie gewollt, gesteuert, ungesteuert,  die Hybris der Hysterisierung am Nachrichtenmarkt, wie wir diese bisher nur  in ihrem Vollbild spekulativer  Hysterie an den Devisen- , Rohstoff- und Finanzmärkten, voran an den Emergingmarkt Börsen,  der Welt kennen?

Warum wohl hat Henry Kissinger der Poltikberater und Nachrichtendealer hohen Grades bereits kurz nach Nine Eleven 2001 zu seinem Freund Helmut Schmidt geraunt:
"Helmut ich sage Dir was: Dieses informell Unverbindliche der Politik und Diplomatie in der Welt der Good Fellows Netzwerker muss endlich ein Ende haben".

Warum wohl sendet George W. Bush junior mit seiner gerade herausgekommenen Biografie auf dieser Wikileak Drohpotential Welle?, indem er öffentlich "Schwarz auf Weiss" gegen Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder, bar jeder Geheindiplomatie NATO- Bündnis- Prinzipien, unverhohlen, unverblümt markierend anschwärzend nachtritt?

Liefert Wikileak mit seiner Offenlegung von Absichten der saudi-arabischen Despotie, die USA als Garanten- Crusader  atomar gegen den Iran zu hetzten, dem Iran die Argumente für den Bau der Atombombe, die den interessierten Kreisen im Iran bisher fehlten?

Hätte das Wikileaken in dem weltpolitischen Dauer- Drama Dreieck Israel, USA & Saudi-Arabien, Iran das Krisenszenario mit  der direkten Gefahrenlage eines atomaren  Erstschlages der heimlichen Atommacht Israel im geheimen Bunde mit den USA gegen den Iran ab Februar 2011 zur Folge?

Schaltet die US- Administration, US- Politik- und Diplomatie, samt Nachrichten- und Geheimdiensten durch Wikileak Datenschläge der Marke "Friendly Fire" ihr gesamtes weltweit aufgestelltes Good Fellow Netzwerk ab, um ein bereits weltweit neu installiertes Netzwerk von frisch rekrutierten Good Fellows, Hitmen  aus dem Stand By Modus zu aktivieren?

Gilt dabei die Perestroika, Glasnost des Michail Gorbatschow von 1986- 1991 Staatspräsident der UdSSR, Generalsekretär der KPdSU, als erfolgversprechende Blaupause?
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben der Anderen!",

indem nun die USA mit ihren Good Fellows, Hitmen von gestern gar nicht mehr
"American Way of Life"  das Gleiche entpflichtend vollstrecken, wie einst die UdSSR, die  als Kaderschmiede für rekrutiertes Personal in ihren Satellitenstaaten des Warschauer- Vertrages, des Comecon, im Welt- Experiment des real existierenden Sozialismus durch sozialistischen letzen brüderlichen Kuss dieses gestandene Personal  als gestrig vom Netz nahm und als Quelle, öffentlich kenntlich gemacht, beraten und verladen als
"Datenmaterial Sondermüll"
in den Müllentsorgungsanlagen der Geschichte kraftwärmekoppelnd verbrannte?

Fragen über Fragen wie:
Ist zu Karl- Theodor Guttenberg ein Hitman bestimmter US- Globalplayer- Kader- Krisen Kreise?, der sich raffinierter Weise als Wirtschaftsminister zur Tarnung seiner wirklichen Absichten als Förderer von GM im Fall Opel ein paar Tage im jungen Jahre 2009  nur zierte, um dann seufzend auf den schwarzroten Kurs von Angela Merkel/Frank- Walter Steinmeier einzulenken?

Ich fürchte die Wikileak Datenbündel Abwurf Kampagnen ins Internet sind in Vorbereitung eines Krieges, Israels mit dem Iran ab Februar 2011,  als Teil eines Ermüdungs- und Ermattungskampfes von zweiter, dritter unbekannter Seite im geheimen Bündnis mit Netzwerken der  G- 20 Staaten als Koalition der Willigen auf dem Nachrichtenmarkt für Investigativ- Journalismus gegen die global aufgestellten Medien zu sehen.

Ist die Blaupause für diesen Ermattungskrieg der Medien durch zweite, dritte unbekannte Seite Wikileak, insgesamt,  wiederum in Erwartung eines atomaren Schlagabtausches, wie damlas im Oktober 1962 der damaligen Supermächte USA und UdSSR auf dem Hintergrund der Kuba- Krise, in der aus allen heiteren Nachrichten Himmeln getretenen  Franz-  Josef Strauss/Konrad Adenauer/Conrad Ahlers Spiegel Affäre 1962 mit dem Aufmacher
"bedingt abwehrbereit" zu identifizieren?

Damals rief der Bundeskanzler Konrad Adenauer in den Bonner Plenarsaal des Deutschen Bundestages:
"ich sehe hier einen Abgrund von Landesverrat. jawwohl, einen Abgrund von Landesverrat!"
Worauf ein Hinterbänkler unbekannter Partei- Zuordnung ungehörig treffend fragend rief
"Wer sagt das?"

"Ich sage das"
entgegnete Konrad Adenauer im Brustton der Selbstversicherung, um seinen atomar militärstrategischen Landesverrat, angesichts der Teilung Deutschlands, Europas,  weiter als Option offen zu halten. 

Das es im atomar bedrohlichen wie bleiernden Herbst des Jjahre 1962 nicht zum atomaren Krieg kam, lag ganz gewiß nicht an der Friedensbereitschaft des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, de erst in späteren, in letzten  Jahren seines Lebens alseitig überraschend vom Saulus des kalten bis heißen Krieges zum Paulus gen friedlichen Osten wurde.

Damals konnte das Wochenmagazin Der Spiegel durch das Durchhaltevermögens seines Teams im Bunde mit anderen Medien, wie dem Stern, Die Zeit und vor allem seines über hundert Tage durch den Oberstaatsanwalt Siegfried Buback inhaftierten Herausgebers Rudolf Augstein, unterstützt von dem damaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt,  den bundesdeutschen Einstieg in eine Interventionspolitik verhindern.

Wer ist heute da, diesen bundesdeutschen Einstieg in eine grassierend

"human Militär- zivile"  Interventionspolitik, samt atomaren Optionen einer Koalition der Willigen  überhaupt medial nachdrücklich kenntlich zu machen, geschweige denn zu  hindern?

Vielleicht liegen die Dinge um Wikileak aber auch viel naheliegender und einfacher.

Ist Wikileak das als Ein Mann Show inszenierte Beschaffungsprogramm für neue Datenbanken Sicherheitstechnologie im militärisch- zivil- administrativen Bereich aller G20 Staaten zu Gunsten von US- Soft- und Hardware Multis?

Ein Beschaffungsprogramm, das per Wikileak Mausklick auf dem Wege zur Finanzierung und Durchsetzung des Star War Programmes, alle bestehenden nationalen,  multinationalen, staatlichen wie privaten  Satellitensysteme für den Datentransfer im Orbit zu Schrott macht?

JP

 

 
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Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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