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Da isse ja endlich, unsere Opposition! Mit einem Herzerwärmer für Taktiker, Strippenzieher, Schauspieler und den Rest der Nation! Nimmt sich ausnahmsweise die Kanzlerin zum Vorbild und lässt für einen Moment alles Inhaltliche außen vor. Ja: Den Gauck auf den Kandidatenschild zu hieven, ist ein Meisterstück politischer Taktik. Hundsgemein, hinterfotzig, wirkungsvoll.
Ein Bravo den rot-grünen Strategen! Ein so geschickter, ja kluger Schachzug verdient Anerkennung. Allein wegen der Belebung der aktuellen Berliner Polit-Parkett-Szene: Besser kann es doch gar nicht laufen zurzeit – nicht nur, was den Unterhaltungsfaktor für den interessierten Beobachter betrifft.
Die Benennung von Gauck schlägt so viele Fliegen mit einer Klappe, dass einem ganz schwindlig wird – und der Effekt ist umso größer, als der Ausgang der Wahl fast egal wird: Rot-Grün hat symbolisch schon jetzt gewonnen.
Was sehen wir?
Eine Linkspartei im altbekannten Verweigerungsdilemma. Eine „aufs Allterhärteste“ über die eigenen Worte strauchelnde Kanzlerin, die den Kandidaten der Gegenseite vor kurzem noch lautstark würdigte. Die CSU, die denselben 1999 ins präsidiale Spiel brachte. Einen niedersächsischen Ministerpräsidenten, von dem man nicht gedacht hätte, dass man überhaupt mal Mitleid mit ihm haben könnte. Und da ist – lasset uns feixend die Hände reiben! – die FDP.
Austeilen, Anzählen, Auftrumpfen
Joachim Gauck bringt nicht nur die Unionsparteien in Bedrängnis, sondern mehr noch – und allein das lohnt das Schauspiel! – die FDP. Deren Vorsitzender und Außenminister verhält sich in dieser Sache ungewöhnlich still, wirkt beinahe zurückgenommen. Zwar spricht man schon kurz nach Regierungsantritt von der „angezählten“ Koalition, Sportlsprache ist ja Pflicht, wenn die WM ins Haus steht, aber am „angezähltesten“ ist deren glückloser Guido. Wie der seine Felle davon schwimmen sieht – und zwar alle! – lässt doch das schadenfreudige Herz links höher schlagen. Um dieser herrlichen Gemeinheit willen muss es doch sogar unter stockkonsequenten Linken erlaubt oder gar geboten sein, einen Freiheitsapostel in den Dienst der Sache zu stellen – wenn’s der Wahrheitsfindung – und der Koalitionsschwächung – dient. Da fällt ja sogar einem Stoiber zum eigenen Kandidaten (bei Anne Will gestern) nicht viel mehr ein als dessen Einstehen für „Generationengerechtigkeit“, weil der ja, also der Christian, jünger als der Joachim und außerdem Vater eines kleinen Kindes sei… Wenn es nicht so lächerlich wäre, wäre es zum Lachen. Aber auch so ist es noch ziemlich lustig.
Neue Blockpartei für Gauck: die bürgerliche Presse
Noch lustiger: Blockparteiähnlich begeistert sich die konservative Presse für den rot-grünen Gegenkandidaten. Da lacht man sich, so ist zu vermuten, im Willy-Brandt-Haus, bei den Grünen, in den Büros Steinmeier/Oppermann gerade so wunderbar ins Fäustchen wie seit Jahren nicht. Und mit gutem Grund! Und zu Recht!
Klar hat auch die wohlfeile Empörung gegen Schwarz-Gelb – „parteipolitisch-böse-böse-wo-bleibt-der-Repsekt-vor-demAmt!“ – einen leicht bigotten Beigeschmack. Denn auch Gauck, bei allem Respekt, wäre ja nicht reinen Herzens und aus purer Sachlichkeit aufs Tablett gekommen, sondern um dem Gegner so richtig schön eins einzutantern, wie man unter Kartenspielern sagt. Ihm einzuschenken. Eine harte Nuss zu knabbern zu geben, an der er sich die angefaulten schwarz-gelben Zähne ausbeißt. Ja, so wünscht man sich eine schlagkräftige Opposition, die gerade von ihren Widersachern lernt: verspielt genug, um ernsthaft austeilen zu können, klug, flexibel, schauspielerisch unübertroffen, vorausschauend, mit allen Wassern gewaschen. Alles fließt, da kommt Bewegung auf.
Ideologisches Alleinstellungsmerkmal "Freiheit" in Gefahr
Die FDP gerät ohnehin seit Wochen steuer“inhaltlich“ in programmatischen Zugzwang – die Jungs liefern nämlich nicht. Und jetzt noch diese Parade! Liberale haben ja strenggenommen, wenn sie ihre „Freiheit“ als ideologisches Alleinstellungsmerkmal nur ein klein wenig ernstnehmen, mit dem Patchwork-weichgespülten Konservativen Wullf ungleich weniger gemein als mit dem kantigen Gauck. Die Benennung des einstigen Pfarrers drängt den Liberalen, denen die eigene Liberalität abhanden zu kommen droht, nicht nur eine Freiheitsdebatte auf, sondern zwingt auch – schon wieder! – ihren Blick auf eine rot-grün-gelbe Option, die mittelfristig – wie hier auf dieser Plattform kürzlich von Steinmeiers Ghoststrategen Oliver Schmolke gefordert – zu führen sein wird. Denn so redet es sich im politischen Berlin daher: „zu führen sein“. Klingt nach Kampfkraft. Nach Zukunft. Und die liegt, nach dem Willen eines beharrendenTeils der SPD und der Grünen, bei einer Öffnung der FDP hin zu einem Koalitionspapa, nein -partner SPD. Rot-Grün-Gelb. Wenn NRW das nun auch noch vormacht, wird der 30. Juni womöglich der letzte Tag von Schwarz-Gelb sein. Das wieder aus dem Sprachgebrauch verschwundene „Gaucken“ könnte – als semantische Adaption – ein unerwartetes Revival erfahren – „die ist gegauckt worden“ würde Synonym für „die ist abgezockt worden“. Nur das Ergebnis wäre dasselbe wie zu Zeiten der Gauck-Behörde: Die Gegauckte muss gehen.
Kreativ Kopfstehen mit Gauck
Unter einem Bundespräsidenten Gauck wäre die Republik nicht mehr kopf-, aber vorübergehend regierungslos, weil wegen anstehender Neuwahlen die Exekutive fehlt. Man kann sagen: Hier heiligt tatsächlich ausnahmsweise der Zweck die Mittel – der da lautet: Freiheit, von einer Kanzlerin Merkel, von einer schwarz-gelben Regierung, frei werden für die Wahl einer kompetenten Bundesführung. Denn eigentlich, und das wissen auch wir Schadenfrohen alle, ist das Ganze ganz und gar nicht lustig.
Verehrte Bundesversammelte, wir rufen euch deshalb auf: Wählt Gauck! Der Respekt vor dem Amt gebietet in diesem Fall eine Gewissensentscheidung! Schlicht aus taktischen Gründen! Damit die liebe Freiheit ihre Ruhe hat! Und damit die Republik den amtierenden Dilettant-Taktismus hinter sich lassen und in Richtung der guten alten Dialektik aufbrechen kann: zu neuen Ufern!
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@Margareth Gorges
www.freitag.de/community/blogs/margareth-gorges/hintergrundinformationen-ueber-joachim-gauck-u-atlantik-bruecke-ev-#comment-129632 Ob dieses Abkippen von Links wirklich sein muß? Obs nicht edler im Gemüt wär, das Zeug zu zitieren, vielleicht sogar ausgewählt zu zitieren, so daß es zum jeweiligen Anlaß paßt? Wir wissen alle, daß Gauck nicht das Gelbe vom Ei ist, aber wenn es dazu dient, die Kanzlerin abzumerkeln, sollte er doch einen Gedanken wert sein. Wenn Lenin seinerzeit so prinzipienfest und stur gewesen wäre wie Die Linke anscheinend jetzt, dann wäre er niemals in den Zug gestiegen, den ihm der Kaiser freundlicherweise angeboten hatte. Ciao Wolfram |
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Die Linke steigt wöchentlich in den Zug zum U-Bahnhof Bundestag. Der Rest fährt mit dem Auto, aber nicht wegen der >>Prinzipienfestigkeit<<.
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@Gustlik
Die Linke steigt wöchentlich in den Zug zum U-Bahnhof Bundestag. Der Rest fährt mit dem Auto, aber nicht wegen der >>Prinzipienfestigkeit<<. Fragen eines arbeitenden Lesers - Die Linke fährt nur einmal die Woche in den Bundestag? Nächtigen die dort? - Warum fahren die anderen mit dem Auto? Ciao Wolfram |
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@Wolfram
ich hoffe, die Linkspartei ist klüger als Lenin und wendet die alte Mohikaner List gegen die Schwazgelb Füssler an, indem sie erst Gauck als kandidat ablehnt, damit die Schwarzgelben in Sicherheit wiegt, dass diese einfach mal so den Gauck ihrer Mehrheit gewiss zum Spass wählen, um dann zu erleben, dass die Linkspartei in heimlicher Abstuímmung geschlossen Gauck zum Bundespräsidenten wählt. Wir findest Du das? tschüss JP PS: In Sachen Links stimme ich Dir vollkommen zu! |
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"Wenn Lenin seinerzeit so prinzipienfest und stur gewesen wäre wie Die Linke anscheinend jetzt, dann wäre er niemals in den Zug gestiegen, den ihm der Kaiser freundlicherweise angeboten hatte."
Interessanter Gedanke. Lenin wäre in einem Schweizer Cafehaus beim Zeitung lesen gestorben, womit er den Russen vielleicht größeren Nutzen gebracht hätte, und der Kaiser hätte sowieso irgendwann abgedankt, um in Holland Bäume zu fällen. |
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"- Warum fahren die anderen mit dem Auto?"
Weil die Diäten es möglich machen. |
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schrieb am
08.06.2010 um 10:58
weil gestern grad in der hand , n bisgen "lenin" ? :
"Wir haben uns auf den Staatskapitalismus zurückgezogen. Aber wir haben uns mit Maß zurückgezogen. Wir ziehen uns jetzt auf die staatliche Regelung des Handels zurück. Aber wir werden uns mit Maß zurückziehen." ( "...Bedeutung des Goldes") maßvolle rück-züge |
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Sternchen für Katharina.
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merci :) freut mich!
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wirklich lesenswerter artikel, bis auf den schluß: was passiert denn, wenn merkel sich verabschiedet und neuwahlen anstehen? Nochmal eine auflage rot-grün? Haben die sich irgendwie geändert, die mitautoren der agenda-politik? Was immer spd und grüne jetzt an sozialem gewissen z.b. bezüglich des sparpakets offenbaren, es ist belastet vom erbe ihrer eigenen agenda-politik. Und daß sie die linke nicht mit im boot haben wollen, haben sie durch ihr agieren in nrw, saarland und thüringen ja sehr deutlich gemacht, nicht zuletzt durch aufstellung dieses kandidaten und das gewählte aufstellungsverfahren.
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@jayne: "was passiert denn, wenn merkel sich verabschiedet und neuwahlen anstehen?"
Ja, das ist in der Tat eine spannende Frage! Ein Krachen von Schwarz-Gelb am 30. Juni käme wohl in mehrerer Hinsicht arg früh - für alle (dann) Beteiligten... |
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Zwar spricht man schon kurz nach Regierungsantritt von der „angezählten“ Koalition, Fußballsprache ist ja Pflicht, wenn die WM ins Haus steht
"Anzählen" ist, mit Verlaub aus der Boxersprache. Ciao Wolfram |
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stimmt... (schade)
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hab's geändert :)
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@katharina
stimmt... (schade) Weiber. Verstehn halt nix von Sport. Ciao Wolfram |
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"Weiber. Verstehn halt nix von Sport."
Männer... verstehn halt nix von Freiheit. ;) |
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@katharina
Männer... verstehn halt nix von Freiheit. Dafür sorgen die Weiber. Ciao Wolfram |
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"@katharina
Männer... verstehn halt nix von Freiheit." Wolfram: "Dafür sorgen die Weiber." Lieber Weiber als Freiheit (aber nur als einzige Ausnahme) :-))) |
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Chapeau! Ein schöner, konsistent durchdachter und gut geschriebener Text!
oranier |
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Hab mich beim Lesen richtig gut amüsiert - von der hier vorexerzierten Sprachfertigkeit kann sich noch so mancher Redakteur eine Scheibe abschneiden.
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Das mit dem Amüsement freut mich außerordentlich! Danke.
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"von der hier vorexerzierten Sprachfertigkeit kann sich noch so mancher Redakteur eine Scheibe abschneiden."
Soll das ein Lob sein? Die Autorin ist eine professionelle Journalistin. Ein bisschen Übungs- bzw. Korrekturbedarf besteht da allerdings schon noch: 1. Zeichensetzung: "Den Gauck auf den Kandidatenschild zu hieven, ist ein Meisterstück politischer Taktik." - Erweiterte Infinitive müssen nach den neuen Regeln nicht mehr durch Komma abgetrennt werden. Man kann es weiterhin tun, wenn man dadurch die Satzstruktur verdeutlichen will. Jedoch steht auch nach den alten Regeln kein Komma, wenn der Infinitiv das Subjekt vertritt. Also: Wer oder was ist ein Meisterstück? - Den Gauck ... zu hieven". Kein Komma! 2. Grammatik "Einen niedersächsischen Ministerpräsident" - "Präsident ist natürlich ein stark gebeugtes Nomen. Also: "Einen ... Ministerpräsidenten"! 3. Metaphorik: "Eine harte Nuss zu knabbern zu geben" - Eine harte Nuss gilt es gemeinhin zu "knacken", nicht zu knabbern. (Erhebt wg. schnellen Lesens keinen Anspruch auf Vollständigkeit.) oranier |
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das komma stand erst nicht, dann doch wieder, ach komma!...
den ministerpräsidentEN habe ich doch schon selbst entdeckt vor stunden. die nuss knackt wohl der nussknacker www.youtube.com/watch?v=bwLYSBqkhYc, aber der mausekönig www.youtube.com/watch?v=9CRGnP4GBdQ darf vielleicht dennoch ein wenig an ihr knabbern - auch wenn grad nicht weihnachten ist, sondern das gegenteil? |
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@oranier
"Eine harte Nuss zu knabbern zu geben" - Eine harte Nuss gilt es gemeinhin zu "knacken", nicht zu knabbern. Ja schon, wenn aber eine Redensart erst mal so lange in Gebrauch ist wie diese, dann reizt es den gewandten Schreiber schon, sie abzuändern. Wenn du ein Nagetier bist und also auf Nüsse angewiesen, dann ist es schon ein Elend, wenn die gesammelten Nüsse sich als härter erweisen als üblich. Ciao Wolfram |
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@ katharina
"das komma stand erst nicht, dann doch wieder, ach komma!..." - Schön, wenn ich dir durch das Referieren der Regel nunmehr jedenfalls zur partiellen Sicherheit in der Zeichensetzung verholfen habe. So sollte es sein! "den ministerpräsidentEN habe ich doch schon selbst entdeckt vor stunden." -Also genauso: "Ministerpräsidenten" stand erst nicht, dann doch wieder, ach Ministerpräsident! Wie gesagt: ich habe den Text nur einmal flüchtig gelesen, vor Stunden. Die eigene Korrektur erübrigt dann aber jedenfalls die von dir einstmals so vehement eingeforderte und von mir hier geleistete Fremdkorrektur an Blogtexten. So sollte es sein! Herzlichst oranier |
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@ Wolfram
"Den gewandten Schreiber" reizt es zu so manchen Abänderungen von eingefahrenen Sprachmustern. So weit, so gut, nur: Die Metapher sollte dann auch noch passen. Wenn ich jemanden dazu bringen wollte, dass er sich die Zähne ausbeißt, zöge ich es allemal vor, ihm eine Nuss mit harter Schale zum Knacken zu geben statt einer bereits geknackten Nuss zum Knabbern. Oder wird unser Präsidenten-Aspirant für so beschränkt gehalten, dass er an den Nussschalen knabbert? Aber nu is gut, hat Spaß gemacht. Ciao oranier |
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@ oranier (07.06.2010, 19:56):
An dieser Stelle würde ich auch gern noch ein wenig dazwischenklugscheißen. Es besteht noch mehr Korrekturbedarf - allerdings bei der Anmerkung zu 2. Grammatik. In der deutschen Sprache unterscheidet man bei den Maskulina in der Tat zwischen einer starken und einer schwachen Deklination. Allerdings ist die schwache Deklination diejenige, deren Nomen in allen Kasus außer dem Nominativ Singular ein -n bzw. ein -en als Endung erhalten. Langer Rede kurzer Sinn: Es mag möglicherweise keinem Ministerpräsidenten gefallen, doch sie werden alle schwach gebeugt. Wenn das nicht zutiefst bedeutungsvoll ist ... Herzliche Grüße, I.D.A. Liszt |
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@oranier
So weit, so gut, nur: Die Metapher sollte dann auch noch passen. Wenn ich jemanden dazu bringen wollte, dass er sich die Zähne ausbeißt, zöge ich es allemal vor, ihm eine Nuss mit harter Schale zum Knacken zu geben statt einer bereits geknackten Nuss zum Knabbern. Oder wird unser Präsidenten-Aspirant für so beschränkt gehalten, dass er an den Nussschalen knabbert? Kennst du nicht die - noch nicht so abgelutschte - Redensart: "Das ist eine harte Nuß, an der er noch viel knabbern haben wird"? Ciao Wolfram |
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So ihr beiden, jetzt das ganze in für Grammatoparanoiker
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Wo bleibt die Forderung, den Artikel in Zahlen zu schreiben? Man kann es auch über die Paranoia hinaus treiben.
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schrieb am
08.06.2010 um 11:03
@katharina:"...auch wenn grad nicht weihnachten ist, sondern das gegenteil?"
Das Gegenteil von Weihnachten ist...Sündtagen? ;-) Guter Artikel. |
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"Das Gegenteil von Weihnachten ist...Sündtagen?"
so ungefähr... ;) (muss ich mir merken, Gegenteile zu finden kann eine höchst erbauliche Beschäftigung sein - was zum Beispiel wäre das Gegenteil von Wulff? - Wirklich Jochimsen? Oder doch eher Micky Maus? Und das von Merkel? Und das von Präsident? "Kein" davorstellen oder "nicht" oder "un" gilt natürlich nicht! |
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schrieb am
08.06.2010 um 23:04
Das Gegenteil von Wulff ist Fluww, das Gegenteil von Merkel ist Entphallen und das von Präsident ist Hinterzahner.
Okay, ich gebe mir nächstes Mal etwas mehr Mühe... |
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@Leif Miles
Okay, ich gebe mir nächstes Mal etwas mehr Mühe... Nein, nein, das ist schon mal nicht schlecht im Ansatz. Ich schiebe die Magnifizenz nach und definiere ihr Gegenteil als "Brunzer". (Ob da einer draufkommt, wieso?) Ciao Wolfram |
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schrieb am
08.06.2010 um 23:48
@Wolfram Heinrich
(Ich habe rausgefunden, dass ein Bravourbrunzer ein Kunstpinkler sein soll...was das auch immer bedeuten mag...) Als Gegenteil von Magnifizenz...??? |
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@ Wolfram Heinrich:
Die Magnifizenz ist - salopp übersetzt - jemand, der was Großes macht. Der Brunzer dagegen ... Kriege ich jetzt einen Preis? |
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Gegenteil von Westerwelle?
Da fällt mir nur Osterflaute |
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Also Osterflaute natürlich.
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@I.D.A. Liszt
Die Magnifizenz ist - salopp übersetzt - jemand, der was Großes macht. Der Brunzer dagegen ... Kriege ich jetzt einen Preis? Nein, aber einen dicken Anerkennungsschmatz. Ich hatte mich als Student schon gewundert, warum sich Rektoren widerstandslos als Kacker bezeichnen lassen. Dann aber dachte ich mir, wer in Talare schlüpft, sich solche Hüte aufsetzt und solche Ketten umhängt, bei dem bräuchte man sich wegen nichts zu wundern. www.op-marburg.de/var/storage/images/op/lokales/kultur/kultur-lokal/talare-zepter-siegel-und-urkunden/4325419-1-ger-DE/Talare-Zepter-Siegel-und-Urkunden_ArtikelQuer.jpg Ciao Wolfram |
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Danke für Osterflaute - wunderbar!
(für die anderen hochintellektuellen Vorschläge bin ich grad zu denkfaul, bitte um Nachsicht) |
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Lieber Idealist,
Hui, da hat mir mal tatsächlich jemand meine Grenzen und neue Aspekte aufgezeigt. Also, kurz zusammegefasst: Korrektur richtig, grammatische Kategorisierung falsch. Ich ziehe solche Hinweise gewöhnlich aus der Tasche, sah mich aber nun gehalten nachzuschlagen und habe dazugelernt. Werde das Thema mit Hilfe meiner alten Ostduden-Grammatik vertiefen und bedauere auf das Härteste alle, die sich die Grammatik der "schrecklichen deutschen Sprache" (Mark Twain) mühsam aneignen müssen. Ich danke dir für deine aufschlussreiche und gar nicht klugscheißende Korrektur und widme dir dafür das folgende Gedicht des aus deiner Heimat stammenden Dichters Adolf Schults, geboren vor just 190 Jahren, am 05. Juni 1820, in Wuppertal-Elberfeld. Das Gedicht ist ein vorzüglicher Kommentar zu unserem Thema hier und relativiert ausdrücklich die von dir angeregte Frage, ob denn ein stark gebeugter oder ein schwach gebeugter oder sich beugender Präsident besser sei. Denn vor dem einen, der eigentlich auf dem Thron sitzt, beugen sie sich alle. Herzlichst dein oranier Das folgende Gedicht ist als Lied zu hören auf der empfehlenswerten Platte von Dieter Süverkrüp, 1848, Lieder der deutschen Revolution. Gibt es, wie ich gerade feststelle, sogar in einer Neuauflage als CD. Lässt sich das sogar online anhören? www.indigo.de/unser_programm/titel/88338/ Der Geldsack Ob ihr einen König habt heuer zum Regenten, oder ob ihr seid begabt mit dem Präsidenten, habt ihr Konstitution oder habt ihr keine: Einer sitzet auf dem Thron, und hernieder voller Hohn blicket er, dieser Eine- der Geldsack, der Geldsack! Könige wurden oft gestürzt, abgeknickt wie Reiser, und das Leben gar gekürzt manchem mächtigen Kaiser: Keine Revolution jemals aber keine stürzte diesen noch vom Thron, höher als ein Göttersohn dünkt sich dieser Eine- der Geldsack, der Geldsack! Doch es kommt, es kommt die Zeit, wo auch er muss fallen, ja, die Stund` ist nicht mehr weit - seht euch vor, Vasallen! Eine Revolution werden wird`s wie keine, wenn entsagen muss der Kron, wenn er herunter muss vom Thron endlich dieser Eine- der Geldsack, der Geldsack! |
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@ Wolfram
"Kennst du nicht die - noch nicht so abgelutschte - Redensart: "Das ist eine harte Nuß, an der er noch viel knabbern haben wird"?" - Ja, nicht schlecht das Beispiel. Ich war mir auch unsicher, ob ich die Metapher kritisieren oder gelten lassen sollte. Deshalb habe ich geschrieben "gemeinhin". Es gibt zugegeben wahrlich unpassendere Metaphern. Trotz alledem: zum Zähne-Ausbeißen ist das Knacken besser geeignet, oder? Das Abgelutschtsein ist in dem Zusammenhang am allerwenigsten ein Argument. Die gängigen Redensarten kommen fast durchweg aus dem vorindustriellen bäuerlichen oder handwerklichen Milieu und haben sich über die Jahrhunderte gehalten, obwohl die ursprüngliche wörtliche Bedeutung verloren gegangen ist. Oder kannst du etwa sagen, woher z.B. so etwas kommt, wie: mir ist etwas durch die Lappen gegangen? es wird weiterhin unverdrossen benützt, statt dass es wegen Abgelutschtheit durch einen näherliegenden und verständlicheren Ausdruck kreativ ersetzt würde. Ciao oranier |
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@ Katharina Körting (09.06.2010; 08:37):
Das freut mich, daß es Dir gefällt. Wir hier im Freitag-Blog lassen uns ebennichts vorgauckeln... ;-) |
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@ oranier: (09.06.2010; 14:56)
Vielen Dank für das herrliche Gedicht! Das war mir bislang unbekannt (alldieweil ich als guter Lokalpatriot hauptsächlich große Söhne der Stadt Barmen kenne, wie den Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, und Elberfeld quasi als Ausland betrachte!!!). Dennoch ist das ein sehr schönes Gedicht, und ich finde, es sollte in alle Schullesebücher aufgenommen werden. Ich verbeuge mich (stark!!!) vor Deiner Lyrikgabe. Liebe Güße IDA |
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@ oranier (09.06.2010; 19:47):
>Oder kannst du etwa sagen, woher z.B. so etwas kommt, wie: mir ist etwas durch die Lappen gegangen?< - Ob Wolfram das kann, weiß ich nicht, aber ich kann's: In früheren Zeiten pflegte man außer der üblichen Treibjagd auch eine sogenannte Lappjagd zu veranstalten, bei der, wie schon der Name besagt, an den Büschen und Bäumen des Waldes Lappen aufgehängt wurden, die das von Treibern aufgestörte Wild verstörten und es zwangen, in eine bestimmte Richtung aus dem Wald herauszulaufen, wo dann die "Jäger" warteten, um das aus dem Dickicht brechende Wild bequem niederzustrecken. Wild, das "durch die Lappen ging", rannte natürlich zwischen den aufgehängten Lappen hindurch und in eine andere Richtung, sodaß die "Jäger" es nicht erlegen konnten. Eine beträchtliche Anzahl derjenigen deutschen Redewendungen, deren ursprüngliche wörtliche Bedeutung verlorengegangen ist, ist übrigens weit vom bäuerlichen oder handwerklichen Bereich entfernt und stammt vielmehr aus dem Jargon der Landsknechte des Dreißigjährigen Krieges. Vielleicht auch ein Handwerk - das Kriegshandwerk. Abgelutscht aber sind diese Redewendungen keineswegs. Liebe Grüße IDA |
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@oranier
Das Abgelutschtsein ist in dem Zusammenhang am allerwenigsten ein Argument. Die gängigen Redensarten kommen fast durchweg aus dem vorindustriellen bäuerlichen oder handwerklichen Milieu und haben sich über die Jahrhunderte gehalten, obwohl die ursprüngliche wörtliche Bedeutung verloren gegangen ist. Oder kannst du etwa sagen, woher z.B. so etwas kommt, wie: mir ist etwas durch die Lappen gegangen? es wird weiterhin unverdrossen benützt, statt dass es wegen Abgelutschtheit durch einen näherliegenden und verständlicheren Ausdruck kreativ ersetzt würde. Mit "abgelutscht" meinte ich weniger, daß eine Redensart alt ist und ihre einstige Bedeutung nicht mehr verstanden wird. Einige ursprünglich mal durchaus kraftvolle und erhellende Redensarten aber sind durch zu häufigen Gebrauch einfach verbraucht und schal geworden. Sprache nutzt sich durch Gebrauch ab. Abgesehen davon ist mir sauer aufgestoßen, daß du den Beitrag von Katharina behandelt hast wie einen professionellen, bezahlten Artikel für eine Zeitschrift. Wir wissen doch, wie das im Internet, in einem Blog so läuft, da schickst du Texte weg, die hättest du in anderem Zusammenhang auf jeden Fall noch mal sorgfältig durchgelesen und korrigiert. Gott, wenn ich alle meine Tipp- und Flüchtigkeitsfehler aufs Brot geschmiert bekäme, dann müßte das ein großes Brot sein. Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich
"Abgesehen davon ist mir sauer aufgestoßen, daß du den Beitrag von Katharina behandelt hast wie einen professionellen, bezahlten Artikel für eine Zeitschrift. Wir wissen doch, wie das im Internet, in einem Blog so läuft, da schickst du Texte weg, die hättest du in anderem Zusammenhang auf jeden Fall noch mal sorgfältig durchgelesen und korrigiert.2 Genau diese Art der Behandlung von Blogbeiträgen hat aber katharina, als sie sich noch nicht katharina nannte, selbst gefordert. Oranier hat also nur ihrem eigenen Wunsch und Ansinnen entsprochen. Verlinken kann ich leider zu diesem Kommentar von katharina nicht mehr. Aus den bekannten Gründen. LG Titta |
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"Aus den bekannten Gründen."
Ja. So funktionieren Nebelwerfer. Und verweisen auf Kommentare, die es nie gab. Hantieren mit Nicknames, die nicht nur albern und oft in erstaunlicher Weise entlarvend sind, sondern, selbstverständlich, nicht fassbar, weil anonym. Fabrizieren Parteinahmen, die völlig unnötig sind, weil gar keine Parteien zur Wahl stehen. Schleimen bei manchen, hacken nach anderen, und geben sich den Anschein, als sei beides sachlich begründet - und selbstverständlich stets derjenige Schuld, den man nicht müde wird, mit haltlosen Vorwürfen zu belästigen. Und so funktioniert schlechte Stimmungsmache. Mit ominösen Andeutungen. Nicht nachweisbare Behauptungen sind der Nährboden für miese Stimmungsmache. Meistens leiden die Urheber solcher miesen Stimmungen - z.B. Gerüchtestreuer/innen, Alphatier-Hörige oder Selbstgerechte - an uneingestandenem Neid oder anderen unguten Gefühlen und Komplexen. Die dann "outgesourct" werden, externalisiert. Und meistens bringt es den solcherart sich Verhaltenden gar nicht mal so viel außer ein kurzfristiges "Wow" für den Austeilenden, wie kräftig man es doch irgendeinem eingebildeten Gegner gegeben hat. Und dann muss man das weitermachen. Weil das "Wow" sonst nicht ausbleibt. Und weil man sonst wahrscheinlich nicht so viel zu sagen hat, auf das sich vernünftig aufbauen, über das sich sprechen ließe. Ein altbekanntes, dennoch begrenzt wirkungsvolles Verhalten. Auf das ich künftig nicht weiter eingehen werde. |
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@ Katharina Körting
Du hast ja eine seltene Fähigkeit, dir selber ins Knie zu schießen, das muss man dir echt lassen. Ich würde an deiner Stelle mal die Backen nicht so dick aufblasen. "Hantieren mit Nicknames, die nicht nur albern und oft in erstaunlicher Weise entlarvend sind, sondern, selbstverständlich, nicht fassbar, weil anonym." - Das schreibt jemand, die hier mit Nicknamen hantiert wie irgendwer. Vor zwei Tagen noch hießt du "Katharina", nun schmückst du den Namen unversehens zusätzlich mit einen Machnamen. Im letzten Jahr triebst du dein Wesen monatelang unter dem Nick "klara" Parallel warst du zeitweilig unter deinem jetzigen Namen registriert, ohne allerdings darunter zu bloggen oder zu kommentieren. Merkwürdigerweise führt solches bei anderen Usern zum Ausschluss. Du scheinst jedoch bei den Maßgeblichen Leuten hier ein Steinchen im Brett zu haben, welches dich vor solcherlei Ordnungsmaßnamen schützt. Mit der Behauptung "Kommentare, die es angeblich nie gab" meinst du, Titta unverhohlen der Lüge bezichtigen zu können? So funktionieren Nebelwerfer. Beim Umgang damit ist jedoch Vorsicht geboten. Manchmal scheint nämlich noch ein wenig Licht durch den Nebelstreif. Denn es gibt tatsächlich Nachweise dafür, dass solche Geisterkommentare einmal Realität waren, bevor du sie hast löschen lassen. Ich verweise hier auf folgendes Blog: www.freitag.de/community/blogs/kay-kloetzer/salut--joerg Dort heißt es: "Tessa schrieb am 09.11.2009 um 14:54 Wir haben die Kommentare auf Bitte von klara nun entfernt." Trotzdem blieb in dem Blog noch ein indirekter und ein direkter Beleg für Tittas Hinweis übrig: Der indirekte: In meinem Kommentar vom 11.11.2009 um 21:37 zitiere ich deinen ungefragten und beckmesserischen Eingriff in kk.s Blogtext: "Ich fuhr zurück Leipzig." wurde von dir moniert, zwischenzeitlich von kk verbessert ("Ich fuhr zurück nach Leipzig."). Du meine Güte, Wolfram, was hältst du denn davon? Aus: "An seinem 40. Geburtstag rief ich ihn an (vermutlich der 40., er sprach nicht gern über sein Alter)" machtest du, wie gesagt, ungefragt: "An seinem 40. Geburtstag rief ich ihn an, es war vermutlich der 40.,..." Daraufhin schrieb ich dir, wie aus meinem Zitat vom 21.11.2009 um 16:19 hervorgeht: "Jemandem unbefragt in seinen Text hineinzukorrigieren, ist doch eine Sottise, das absolute Gegenteil einer Gefälligkeit ..." Deine Antwort war: "Das sehe ich anders, weil ich Texte als handwerkliche ERzeugnisse betrachte. Wenn sie korrigiert werden, ist m.E. allen geholfen - zuallererst dem Text, in zweiter Linie dem Autor." Dergestalt ermutigt, habe ich mir dann, um in erster Linie dem entsprechenden Text, in zweiter Linie der Autorin zu helfen, einen unsäglichen Satz vorgenommen, der sich gar nicht korrigieren ließ, sondern bloß per Analyse als das herausschälen, was er ist, nämlich ein nichtssagendes, aber wohlklingendes Geschwätz. Ob zu Nutz und Frommen der Autorin, lag dann in ihrer, nicht in meiner Hand. (ebenda nachzulesen, lohnt sich m.E. immer noch) Soviel zu den nicht nachweisenden Behauptungen und der miesen Stimmungsmache, was dergestalt auf dich zurückfällt. Völlig inakzeptabel wäre die küchenpsychologische "Analyse", eine mit der Modfikation "meistens leiden die Urheber solcher miesen Stimmungen" nur schlecht getarnte beleidigende Unterstellung, die ich der Redaktion zu löschen anempfehlen würde, wenn das nicht in vier Wochen entweder sowieso gelöscht wäre oder unter deinem zwischenzeitlichen Nick "deaktivierter Nutzer" nachzulesen. Aber da DU ja hier, wie gezeigt, die miese Stimmungsmache betreibst und nicht nachweisbare Behauptungen aufstellst, fällt auch diese "Analyse" auf dich zurück. Quod erat demonstrandum. Merke: ""Das Vergangene ist nicht tot; es nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd" (Christa Wolf, Kindheitsmuster) @ Wolfram Zur Genese meines Kommentars und den Hintergründen antworte ich dir gesondert. |
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Werter Oranier,
eigentlich wollte ich genau das verhindern und katharina diese Peinlichkeit ersparen. Daß nämlich noch mal deutlich wird, in welchem Zusammenhang, in welchem Text sie diese Forderung formuliert hat ("Das sehe ich anders, weil ich Texte als handwerkliche ERzeugnisse betrachte. Wenn sie korrigiert werden, ist m.E. allen geholfen - zuallererst dem Text, in zweiter Linie dem Autor."). Wie mir meine Rücksichtnahme nun ausgelegt wird, ist in ihrem Kommentar nachzulesen. Wie das wiederum auf sie selbst zurückfällt, hast du deutlich gemacht. Damit ist für mich in der Sache alles gesagt. Danke für deine Klarstellung, Oranier. LG Titta |
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@ Wolfram
Zunächst einmal: es war absolut nicht meine Absicht, eine solche Diskussion hier loszutreten. Im Gegenteil: ich habe die Korrekturanmerkungen ursprünglich geschrieben, um sie katharina diskret per PN mitzuteilen. Das mache ich gelegentlich für Blogger und Bloggerinnen, denen ich wohlgesonnen bin, und erhalte dafür auch Dank und Anerkennung. Jedoch ließ sich die Mitteilung nicht per PN schicken, da katharina, wie du leicht überprüfen kannst, diese Funktion nicht aktiviert hat. Also ließ ich meinen Kommentar ruhen, bis ihre Sprache über den grünen Klee gelobt und Redakteuren als Beispiel empfohlen wurde. Dann habe ich ihn hier gepostet, und man hätte das ja auf sich beruhen lassen können oder einen geistreichen Disput daran anschließen, wie er tendenziell mit dir und Ida entstand. Der Hintergrund zeitigt, dies zu deiner Information, entgegen mancherlei Unkenrufen gegen mich, wie auch aus meiner Antwort an katharina körting ersichtlich, ganz und gar gegenteilige Motive, als einfachen Bloggern ins Handwerk zu pfuschen. Genau dieses Vorhaben ist seinerzeit von Augstein ins Spiel gebracht worden, und katharina alias klara hat sich daran als Sekundantin angehängt, sogar mit folgender Idee als Sahznehäubchen: "Das wäre eine Möglichkeit, nachvollziehbar sowas wie paid content in die Freitags-Bloggosphäre einzuführen - wobei aber in diesem Fall nicht der Leser für den Inhalt zahlt, sondern der Blogger fürs Redigieren seiner Texte" Wie ich nur nebulös vermuten, aber nicht belegen kann, wollte sie sich dafür empfehlen. Jedenfalls hat sie an anderer Stelle versucht, sich mir (!) als "Textarbeiterin" zur Überarbeitung eines meiner Texte anzudienen. Gegen diese Augstein-klara- offensive erhoben sich im Blog Proteste, und ich habe ganz pragmatisch und exemplarisch mir mal Texte von beiden zur Nachkorrektur vorgenommen, um ihnen zu zeigen, was ggf. im Realisierungsfalle auf sie zukäme. Grüße oranier P.S. Wenn mir in einem deiner Blogtexte etwas Korrekturbedürftiges auffällt, setze ich dich bei Interesse gerne auf die Vorzugsliste. |
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Werte Titta,
wie ich in meinem Kommentar an Wolfram gezeigt habe, hatte auch ich nicht vor, diese öffentliche Diskussion hier loszutreten. Ich habe aber einen anderen Blick auf die Sache als du. Es gibt die Diskussion hier, und sie wird, gemäß meinem Christa-Wolf-Zitat, auch erneut aufgegriffen werden. Wenn jemand solche Eingriffe ausdrücklich nicht als Peinlichkeit, sondern als hilfreiche Unterstützung deklariert, dann ist es mehr als angebracht, sie anhand persönlichen Erlebens damit zu konfrontieren. Es ist keine Peinlichkeit, sondern menschlich, Fehler zu machen, und von niemandem, auch nicht von professionellen Schreibern, ist zu erwarten, dass sie nur Perfektes hervorbringen. Jedoch ist es im Rahmen eines solchen Forums dann legitim, von den Schreibern zu erwarten, dass sie sich der Kritik ebenso stellen, wie sie das bei anderen selbstverständlich voraussetzen. Die Diskussionen bringen uns weiter, nicht das Verdrängen, und erst recht nicht die Projektionen des Verdrängen auf scheinbare Kontrahenten. So jedenfalls meine Auffassung, an der ich mich natürlich auch persönlich messen lasse. |
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Korrektur:
"Die Diskussionen bringen uns weiter, nicht das Verdrängen, und erst recht nicht die Projektionen des Verdrängten auf scheinbare Kontrahenten." |
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Hallo oranier,
Mein Nick war für jeden echten Freitags-Abonnenten klar einem Realnamen zuzurordnen. Parallel habe ich nie irgendwelche Nicks benutzt und auch nicht gleichzeitig. Ich habe gelernt, dass ich hier unter meinem "richtigen" Namen posten sollte, weil ich das in diesem Rahmen hier - Verzahnung von real life und web, von online und print - angemessen finde. Und aus ebendiesem Grund habe ich nun via Tessa meinen Nachnamen ergänzen lassen (selber kann man das nicht - mehr - ändern). Aber ich finde es nachvollziehbar, wenn Sie sich darüber echauffieren, weil ja offenbar getroffene Hunde bellen. Und wieder so wortreich! Ich bitte Sie! Das wirkt zum Teil beinahe belästigend, und ziemlich anstrengend, wie weitschweifig Sie sich kommentierend über Nichtigkeiten und Off-Topics ereifern - merken Sie das eigentlich gar nicht selbst? Ich kann das, bitte verzeihen Sie, wirklich nicht alles lesen, und mache deshalb hier mit meiner Antwort darauf besser - Schluss. Nur noch eine dringende Bitte: Lassen Sie es doch einfach mal gut sein, hm? Vor zwei Tagen noch hießt du "Katharina", nun schmückst du den Namen unversehens zusätzlich mit einen Machnamen. Im letzten Jahr triebst du dein Wesen monatelang unter dem Nick "klara" Parallel warst du zeitweilig unter deinem jetzigen Namen registriert, ohne allerdings darunter zu bloggen oder zu kommentieren. Merkwürdigerweise führt solches bei anderen Usern zum Ausschluss. Du scheinst jedoch bei den Maßgeblichen Leuten hier ein Steinchen im Brett zu haben, welches dich vor solcherlei Ordnungsmaßnamen schützt. Mit der Behauptung "Kommentare, die es angeblich nie gab" meinst du, Titta unverhohlen der Lüge bezichtigen zu können? So funktionieren Nebelwerfer. Beim Umgang damit ist jedoch Vorsicht geboten. Manchmal scheint nämlich noch ein wenig Licht durch den Nebelstreif. Denn es gibt tatsächlich Nachweise dafür, dass solche Geisterkommentare einmal Realität waren, bevor du sie hast löschen lassen. Ich verweise hier auf folgendes Blog: www.freitag.de/community/blogs/kay-kloetzer/salut--joerg Dort heißt es: "Tessa schrieb am 09.11.2009 um 14:54 Wir haben die Kommentare auf Bitte von klara nun entfernt." Trotzdem blieb in dem Blog noch ein indirekter und ein direkter Beleg für Tittas Hinweis übrig: Der indirekte: In meinem Kommentar vom 11.11.2009 um 21:37 zitiere ich deinen ungefragten und beckmesserischen Eingriff in kk.s Blogtext: "Ich fuhr zurück Leipzig." wurde von dir moniert, zwischenzeitlich von kk verbessert ("Ich fuhr zurück nach Leipzig."). Du meine Güte, Wolfram, was hältst du denn davon? Aus: "An seinem 40. Geburtstag rief ich ihn an (vermutlich der 40., er sprach nicht gern über sein Alter)" machtest du, wie gesagt, ungefragt: "An seinem 40. Geburtstag rief ich ihn an, es war vermutlich der 40.,..." Daraufhin schrieb ich dir, wie aus meinem Zitat vom 21.11.2009 um 16:19 hervorgeht: "Jemandem unbefragt in seinen Text hineinzukorrigieren, ist doch eine Sottise, das absolute Gegenteil einer Gefälligkeit ..." Deine Antwort war: "Das sehe ich anders, weil ich Texte als handwerkliche ERzeugnisse betrachte. Wenn sie korrigiert werden, ist m.E. allen geholfen - zuallererst dem Text, in zweiter Linie dem Autor." Dergestalt ermutigt, habe ich mir dann, um in erster Linie dem entsprechenden Text, in zweiter Linie der Autorin zu helfen, einen unsäglichen Satz vorgenommen, der sich gar nicht korrigieren ließ, sondern bloß per Analyse als das herausschälen, was er ist, nämlich ein nichtssagendes, aber wohlklingendes Geschwätz. Ob zu Nutz und Frommen der Autorin, lag dann in ihrer, nicht in meiner Hand. (ebenda nachzulesen, lohnt sich m.E. immer noch) Soviel zu den nicht nachweisenden Behauptungen und der miesen Stimmungsmache, was dergestalt auf dich zurückfällt. Völlig inakzeptabel wäre die küchenpsychologische "Analyse", eine mit der Modfikation "meistens leiden die Urheber solcher miesen Stimmungen" nur schlecht getarnte beleidigende Unterstellung, die ich der Redaktion zu löschen anempfehlen würde, wenn das nicht in vier Wochen entweder sowieso gelöscht wäre oder unter deinem zwischenzeitlichen Nick "deaktivierter Nutzer" nachzulesen. Aber da DU ja hier, wie gezeigt, die miese Stimmungsmache betreibst und nicht nachweisbare Behauptungen aufstellst, fällt auch diese "Analyse" auf dich zurück. Quod erat demonstrandum. Merke: ""Das Vergangene ist nicht tot; es nicht einmal vergangen. Wir trennen es von uns ab und stellen uns fremd" (Christa Wolf, Kindheitsmuster) @ Wolfram Zur Genese meines Kommentars und den Hintergründen antworte ich dir gesondert. |
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@ Katharina Körting
Einwandfrei! Ich hatte auch eigentlich gesagt, was ich zu sagen hatte. Titta hatte geschrieben: "Genau diese Art der Behandlung von Blogbeiträgen hat aber katharina, als sie sich noch nicht katharina nannte, selbst gefordert. Oranier hat also nur ihrem eigenen Wunsch und Ansinnen entsprochen." Dagegen hast du einen Nebelwerfer eingesetzt, und ich habe den Nebel für alle einsichtig gelichtet. Ich sehe nicht, dass du davon irgendetwas durch sachliche Argumente statt durch Schimpfen zerstreut hättest. Du musst natürlich nicht lesen, was ich schreibe, es ist für die Leut. Dass du mich, in die Enge getrieben, mittelbar einen Hund nennst, verstehe ich gut, nicht jedoch, womit du mich getroffen haben könntest. Fröhliche Grüße oranier |
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Hallo IDA,
gern geschehen, oder: da nich für, wie man hier in Bremen mundartlich sagt. Zum Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus habe ich dir in kk.s Blog etwas im Hinblick auf seine Schulbildung und seine (dialektisch-materialistische) Wissenschaftlichkeit geschrieben. Zu deinem Lokalpatriotismus, der Elberfeld als Ausland betrachtet, wird dich folgendes interessieren: Ich habe kürzlich einen Bericht aus dem 18. Jh. über die Bamberger Universität gelesen, in welchem aufgeführt war, woher im einzelnen die Studenten stammten. Bezeichnenderweise und ernüchternd für die Nationalisten, die sich einbilden, das "deutsche Volk", das es tatsächlich erst seit dem 19. Jh. gibt, sei eine aus germanischen Vorzeiten stammende Entität, waren dort viele Studenten als Ausländer geführt. Allerdings kamen die nicht aus Italien, sondern aus Bayern, Schwaben oder Sachsen. Der Kern der Studentenschaft wurde dagegen, sprachlich folgerichtig, als "Einländer" bezeichnet und stammte aus Oberfranken. Ebenfalls liebe Grüße oranier |
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@oranier
Zunächst einmal: es war absolut nicht meine Absicht, eine solche Diskussion hier loszutreten. Ich bin inzwischen per PN über die Hintergründe informiert worden. Das rückt die Geschichte natürlich in ein etwas anderes Licht. P.S. Wenn mir in einem deiner Blogtexte etwas Korrekturbedürftiges auffällt, setze ich dich bei Interesse gerne auf die Vorzugsliste. Nein, nein, es ist nicht nötig, einen alten Spatz Fliegen zu lehren. Hiermit erkläre ich feierlich, daß alle Fehler in meinen hier abgekippten Texten Flüchtigkeitsfehler sind, waren, sein werden. So. Und jetzt darfst du mich preisen. Ciao Wolfram |
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@Oranier
"Es ist keine Peinlichkeit, sondern menschlich, Fehler zu machen, ..." Bist ein Guter, weil du die anderen gut sein lassen kannst. :-) Gotthold Ephraim Lessing meint dazu verifizierend: Fehler schließen Vorsatz und Tücke aus – daher müssen alle Fehler allen zu verzeihen sein. In diesem Sinne Titta |
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@Wolfram Heinrich
"Ich bin inzwischen per PN über die Hintergründe informiert worden. Das rückt die Geschichte natürlich in ein etwas anderes Licht." Es gibt keine "Hintergründe". Schon gar keine, über die man einseitig per PN "informieren" könnte. Genau das ist es, was hier immer wieder schlimmes Verhalten produziert - PN-Intriganterei - und genau deshalb nehme ich auf dieser Plattform an dieser Art der Hintertüren-Kommunikation nicht teil. Ich könnte jetzt in demselben Spiel fortfahren, böse Geschichten anzudeuten, indem ich oranier daran erinnere, dass ich GUTE GRÜNDE habe, insbesondere von ihm keine PNs erhalten zu wollen, und dass die Offenlegung dieser Gründe nicht in seinem Interesse liegen kann - aber das wäre Nebelwerferei, und auf dem Niveau wird mir dann mit mir selbst übel. Also lasse ich das lieber. Und möchte darum bitten, auf alle diesbezüglichen Versuche - besagtes Nebelwerfen, Gerüchtestreuen, Intrigieren, einander zur Seite Springen, Liebhaben und Selbstbeweihräucherungen - möglichst in meinen Blogs zu verzichten. Auch auf etwaige sprachliche Korrekturen oder immer wieder wiederholte Hinweise auf eine Nähe der Autorin zur Freitagsredaktion - es reicht. Ich schreibe hier wie alle anderen ab und an ein Blog, stecke da einiges an Arbeit und Begeisterung rein (ins Schreiben), bekomme dafür keinen Pfennig (und keinen Cent), und möchte dafür aber aber auch nicht vorgeführt werden, schon gar nicht aufgrund weitgehende phantasierter alter Geschichten, die irgendjemandem im Magen grummeln, nur weil irgendjemandem die dicke Lippe platzt. Ich mag keine Leute, die sich selbst zu wichtig nehmen und andere damit belästigen. Und wenn's geht, mag ich das auch nicht unter meinen Blogs lesen. Ich kann das nicht verhindern, bitte aber hiermit nochmals inständig drum. Es ist einfach eine Sache der Hygiene. Danke. Danke. |
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Zu diesem Satz:
"PN-Intriganterei - und genau deshalb nehme ich auf dieser Plattform an dieser Art der Hintertüren-Kommunikation nicht teil." paßt dann allerdings dieser so gar nicht: "dass ich GUTE GRÜNDE habe, insbesondere von ihm keine PNs erhalten zu wollen, und dass die Offenlegung dieser Gründe nicht in seinem Interesse liegen kann ... Also lasse ich das lieber." Etwas lassen, indem man es tut. Soso. Davon aber einmal ganz abgesehen, wird es genau durch diesen Umstand: "Hinweise auf eine Nähe der Autorin zur Freitagsredaktion", geäußert im übrigen von Jakob Augstein, eben nicht zur Ruhe im Blog kommen können, weil diese Nähe eben besteht und deshalb Fragen aufwirft. Diese Fragen sind auch nicht mit Hinweis auf platzende Lippen oder Belästigung aus der Welt zu schaffen. Die Sache der Hygiene kann nämlich auf der Basis durchaus auch als Maulkorb für die danach Fragenden verstanden werden. Und ich mag keine Leute, die anderen diesen umlegen wollen, auch wenn sie es noch so gefühlig und verständnisheischend versuchen. |
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@Katharina Körting
"Ich bin inzwischen per PN über die Hintergründe informiert worden. Das rückt die Geschichte natürlich in ein etwas anderes Licht." Es gibt keine "Hintergründe". Schon gar keine, über die man einseitig per PN "informieren" könnte. Gut, soll sein. Ich werde an meiner bisherigen Linie festhalten und mich nicht in diese persönlichen Hackeleien einmischen. Das heißt, vermittelnd greife ich gerne wieder ein, wenn ich ausreichend Kenntnis der Vorgänge habe, weil sie vor meinen Augen passieren. Allerdings werde ich den Deibel tun und diese Vorwürfe und Gegenvorwürfe nachschlagen. Ich nehme die Sache jetzt einfach mal so hin. Ciao Wolfram |
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Danke SchmidtH!
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Lesenswerter, gut formulierter Text, aber seine politische Botschaft kommt mir einigermaßen konfus vor: Sollen wir das mit dem BundesPräs nicht so ernst nehmen, weil es zwischen Wulff und Gauck eigentlich keinen Unterschied gibt, oder soll die LINKE Gauck wählen, um Merkel in Bedrändnis zu bringen, oder brauchen wir eine(n) Kandidaten(in) der LINKEN?
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"aber seine politische Botschaft kommt mir einigermaßen konfus vor"
Das liegt vielleicht daran, dass er keine Botschaft hat... damit sich jeder seine eigene Meinung bilden möge...So gesehen handelt es sich wohl um einen meinungsanregenden und nciht so sehr behauptenden Kommentar - "Sollen wir das mit dem BundesPräs nicht so ernst nehmen, weil es zwischen Wulff und Gauck eigentlich keinen Unterschied gibt" Alles ernst nehmen! Und trotzdem lachen! Wenn ich zurzeit Nachrichten schaue/höre/lese, läuft es mir in der einen Sekunde eiskalt den Rücken runter - und in der anderen muss ich lachen, weil sie sich so komisch, so hilflos, so dämlich gebärden. Wenn sie schon keine LInie haben, so sollten sie doch die KOmpetenz haben, die Regierungskommunikation so zu führen, dass nciht jedes Wort angreifbar ist, oder? Da sitzen hochbezahlte Leute in den Pressestellen, intelligente Eliten auf den Beraterbänken etc. Deren einziger Job es ist, Politik zu VERKAUFEN. Dafür sind sie GEKAUFT. Warum machen sie ihren Job nicht? Wie konfus ist die ganze Mischpoke? Fragt man sich! Bekommt Angst! Wundert sich - und muss auch ab und an mal lachen, zum Beispiel über den xten "Rettungsschirm" (aktuell für den Euro). Jeder plappert das so daher - aber das gibt es eigentlich fast gar nicht. Es gibt einen Fallschirm, und es gibt Dächer gegen Regen, oder Regenschirme, oder diese Feuerwehrauffangnetze, oder fallende Politiker - aber Rettungsschirme de.wikipedia.org/wiki/Rettungsfallschirm für den Euro? Befindet der sich im Schleudersitz? Aus welchem Flugzeug wird er katapultiert? Und wo verdammtnochmal treibt sich der Pilot rum? Hängt der schon an seinem Rettungsschirm im Baum und blinkt? "oder soll die LINKE Gauck wählen, um Merkel in Bedrändnis zu bringen" Das fände ich durchaus vernünftig. Zumindest sollten sie es ihren Leuten freistellen, wen und ob sie wählen - und auf keinen Fall eine/n eigene/n Kandidaten/in aufstellen, nur um ein bisschen Aufmerksamkeit abzugreifen. Ich finde, die Meinung kann man haben, egal, ob man links, rechts oder SPD ist. "oder brauchen wir eine(n) Kandidaten(in) der LINKEN?" Brauchen wir nicht. Braucht vor allem die Linke nicht. |
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Eben habe ich dies gefunden:
www.ad-hoc-news.de/ramelow-haelt-wahl-gaucks-im-dritten-durchgang-fuer-denkbar--/de/News/21376905 Es bleibt also spannend. Ciao Wolfram |
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Da ich in der Sache Gauck als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ein Schelm bin, denke ich böse von rotgrün, die Gauck nur als Zählkandidat
„Hau den Gauck als wäre es der Raab! Hau den Gauck!, damit der schwarzgelbe Sparhammer unbemerkt über die Bundestagsbühne geht“ erkoren haben, weil Gauck keine Chance, diese beherzt medial ausfüllend nutzen soll. Jetzt wünsche ich aus Schadenfreude nur, das Joachim Gauck als Bundespräsident gewählt, rotgrün blass werden lässt. tschüss JP |
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Es ist mir eine Freude und Ehre :) (Ich bin immer unsicher: Soll man sich für KOmplimente bedanken? Oder ist das albern in Blogs? Andererseits wäre es unhöflich, sie einfach hinzunehmen - ja, die Bloggosphäre ist ein weites, unerforschtes Feld auch in dieser Hinsicht. Also nutzen wir sie dazu, nicht nur halbwegs lesbare, wenn nötig auch weniger freundliche Texte zu schreiben, sondern auch zum möglichst freundlichen Umgang miteinander - okay? :))
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@Katharina Körting
Sicher sollte man sich bedanken für ein Kompliment. Auch ich fand Ihren blog sehr schön geschrieben, las ihn mit Vergnügen, ich mag Ihren feuilletonistischen Stil sehr, nicht immer teile ich die Inhalte. In diesem Fall: dass ich der Linken dringend davon abrate, für Joachim Gauck zu stimmen. Eine Mehrheit für Gauck brächte Angela Merkel nicht in Verlegenheit, kein bisschen. Sie könnte sich selbst zitieren, ihre Rede anlässlich seines 70. Geburtstags. Dass die Linke mit Luc Jochimsen eine Kandidatin von Rang aufstellt, halte ich für eine adäquate Antwort auf die Nominierung Gaucks durch Rotgrün. Welche politischen Entscheider machten wohl Luc Jochimsen zur Chefin des Hessischen Rundfunks? Zur Person: Luc Jochimsen war 1961 bis 1975 freie Autorin, 1975 bis 1985 Redakteurin von Panorama in Hamburg. 1985 bis 1988 war sie für die ARD Korrespondentin in London. 1988–1991 war sie Verantwortliche für die Abteilung Feature/Auslandsdokumentation des NDR und 1991–1993 Leiterin des ARD-Fernsehstudios in London. 1994 bis 2001 war sie Chefredakteurin Fernsehen des Hessischen Rundfunks und moderierte unter anderem die Politiksendung 3 zwei eins. Bei der Bundestagswahl 2005 zog sie über die Landesliste Thüringen der Linkspartei/PDS in den Deutschen Bundestag ein und wurde kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Sie schlug unter anderem vor, den 8. Mai (Ende des Zweiten Weltkrieges) als Nationalfeiertag einzuführen. Zur Bundestagswahl 2009 gelang ihr der erneute Listeneinzug in den Bundestag. Bei der Einweihung des Ehrenmals der Bundeswehr im Bundesverteidigungsministerium im September 2009 erschien sie mit einem Schal mit der Aufschrift „Nun erst recht. Raus aus dem Krieg“, weswegen ihr der Zutritt zu den Feldjägern verweigert wurde. Auszeichnungen: 1971: Adolf-Grimme-Preis 1981: Alexander-Zinn-Preis 1984: Prix Italia 2000: Hedwig-Dohm-Urkunde 2001: Hessischer Verdienstorden (aus: wikipedia) |
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Hallo weinsztein,
danke für Lesen und Befassung sowie Informationen zu Frau J. "Eine Mehrheit für Gauck brächte Angela Merkel nicht in Verlegenheit, kein bisschen. Sie könnte sich selbst zitieren, ihre Rede anlässlich seines 70. Geburtstags." Es handelte sich hier nicht um eine inhaltliche, sachlich zu begründende "Verlegenheit", sondern eine machttaktische: Ihr Kandidat fällt durch = ihre Entscheidung für Wulff war falsch = ihre Koalition kann sich nicht durchsetzen = Merkel schwächelt = noch mehr Koalitions"krise". Ich bin ziemlich sicher, dass, wenn die FDP ihre hohlen Drohungen wahrmachte, Wulff nicht zu wählen (wg Opel etc.), die Koalition dann kracht. DAnn gibt es Neuwahlen. Und dann schauen wir mal. Und für diese Option - auch wenn dann die aus Ihrer Sicht einzig richtige Partei 50 Prozent einfährt ;) - lohnt sich ein Kompromiss namens Gauck. Dann hätte sogar eine Präsidentenwahl mal eine gestaltungspolitische (einen machtpolitische!) Bedeutung. Wenn es nach mir dummem Huhn ginge, das nichts zu sagen und zu bestimmen hat wie die meisten hier, stünden weder Gauck noch Wulff zur Wahl, sondern z.B. Frauen wie Renate Schmidt oder die überaus kluge und spannende, denkoffene - auch wenn Sie diese wahrscheinlich wieder des "Neoliberalismus" bezichtigten - Gesine Schwan. Fakt ist doch: Merkel hat von der Leyen nicht aufgestellt, weil sie sie nicht durchsetzen konnte oder hätte können. Zu viele Rechnungen haben ihre Widersachen mit ihr offen. Von der Leyen hätte Rot-Grün(-Rot) nicht diese Chance einer Parade eröffnet - der Karriere-Langweiler Wulff schon. Manchmal hat man das Gefühl, die Kanzlerin kann nicht mehr. Und das ist ein gutes Gefühl ;) |
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Regierungen werden durch Massenproteste gestürzt.
Alles andere sind machttaktische Ränkespiele der eigentlich Herrschenden. |
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"Regierungen werden durch Massenproteste gestürzt.
Alles andere sind machttaktische Ränkespiele der eigentlich Herrschenden." Allgemeinplätze haben immer recht. Nur bewegen sie leider nichts. Dafür sind sie zu unbeweglich. |
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Dann streng mal deine Geschichtskenntnisse an, brauchst auch nicht soweit zurück.
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Hallo Katharina Körting,
Sie als Huhn? So sehe ich Sie nicht, als dummes sowieso nicht. Die Koalition wird eh krachen, aber da geht es inhaltlich doch nicht um Gauck. Sollten die FDP-Leute in der Bundesversammlung sich gegen Wulff entscheiden, könnte es der Anlass für ein Ende der Koaltion sein. Dass die aus meiner Sicht "einzig richtige Partei 50 Prozent einfährt", bei Neuwahlen, will ich nicht hoffen. Wer will schon solch ein Erbe antreten? Gesine Schwan würde ich nicht "wahrscheinlich wieder des 'Neoliberalsmus' bezichtigen", das tat ich noch nie und überhaupt gehe ich mit diesem Begriff eher sparsam um. Ihr gutes Gefühl, die Kanzlerin könne nicht mehr, sollten Sie pflegen. Mein Tipp: basteln Sie sich ein Voodoo-Merkelchen und traktieren es mit Nädelchen. |
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@luggi: Und du weißt immer schon vorher, wie so ein "Massenprotest" beginnt, ausgelöst bzw. verstärkt werden kann? Und kannst von vornherein "Alles andere" auseinanderhalten von den nicht "eigentlich Herrschenden"? Das ist m.E. einfach zu simpel und auch nicht zielführend.
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@weinsztein
Huhn oder nicht, jedenfalls gackert und kräht man so vor sich hin, hier in der Community ;)) "da geht es inhaltlich doch nicht um Gauck" Eben. Und auch nicht um Jochimsen oder Wulff. Sondern um Macht. Und wie man die gewinnt. Oder verliert. Oder beim Verlieren hilft. Bei den 50 % hab ich ein "nicht" vergessen, das sollte augenzwinkernd sein. Voodoo lehne ich in politischen Dingen aus prinzipiellen Erwägungen ab (unter Anderem deshalb, weil ich davon keine Ahnung habe). Ich halte es da lieber mit Goethe: "walle walle manche Strecke dass zum Zwecke Wasser fließe" www.unix-ag.uni-kl.de/~conrad/lyrics/zauber.html Nur die Besen muss man im Griff haben. Also: der Lehrling! muss lernen! PS Ihre Ansicht zu Frau Schwan interessiert mich - bitte um Pardon für die unstatthafte, weil unterstellende Polemik. er." |
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@katharina
Wenn ich wüsste, vorher wüsste wie ein "Massenprotest" beginnt, ausgelöst bzw. verstärkt werden kann, dann hätte ich alle Geheimdienste in meiner butterweichen Faust. Man kann daran arbeiten, aber wenn die Massen nicht wollen, dann geht's halt nicht. Und auseinanderhalten, wie sich Machtverhältnisse gestalten, das kann ich schon. Dabei trenne ich zwischen Erscheinung und Wesentlichem. Mein erster Lehrmeister war Herluf Bidstrup. Wie wächst Reichtum? Arbeitslose |
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Wunderbarer Text, danke!
Ich denke, wir dürfen in der Tat frohlocken. Erstens, weil die SPD langsam begreift, wie Opposition geht. Zweitens, weil die Regierung einmal mehr gezeigt hat, dass sie es einfach nicht kann - wäre sie schlau gewesen, hätte sie sich auf einen überparteilichen Kandidaten eingelassen. Drittens, auch wenn ich kein Gauck-Fan bin: Ich habe deutlich mehr Respekt vor Joachim Gauck als vor Wulff(natürlich) oder auch Horst Köhler je hatte. So, wie das Amt im Moment gestaltet ist, wäre Wulff einfach ein Leichtmatrose am Steuer der Titanic. Nicht anders als unsere Regierung aus Leichtmatrosen, aber man wünscht sich doch mehr ;-) |
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Schön, danke :)
(Wulff wäre ja glücklicherweise nicht am Steuer, sondern stünde nur oben neben der Kapitänin, aus-guckend. Aber er zweifelt ja selbst schon ganz arg, dass es soweit kommt, der arme Junge: www.tagesspiegel.de/zeitung/auf-nummer-sicher-aus-respekt-vor-dem-amt/1853838.html |
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schrieb am
08.06.2010 um 12:24
@starkerkaffe vom 08.06.2010 um 9:19
Ja, als neuen, etwas jüngeren Leichtmatrosen am Steuer der Titanic würde ich den Wulf auch sehen, deshalb hoffe ich auf Gauck, auch wenn aus meiner Sicht der Eisberg nichtmehr groß zu verfehlen ist. Aber der Mensch hofft ja immer. |
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@Ehrlicher
Der Eisberg ist doch längst gerammt - oder? Das Leck liegt noch unter Wasser, aber wir sinken... und tauchen irgendwann (hoffentlich) wieder auf. |
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Oje, wie haben wir uns das auftauchen denn vorzustellen? Etwa so:
www.youtube.com/watch?v=93kYkIdQdFk Na, mal abwarten. |
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schrieb am
22.06.2010 um 14:41
"Auf jedem Schiff das dampft und segelt, gibt's einen, der die Sache regelt," brüllte einst Guido im Konflikt mit Möllemann. Und nun ist aus dem Leichtmatrosen ein unfähiger Kapitän geworden.
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Wenn das so weitergeht, dann hat Guido es wirklich ein für alle mal geregelt, und die FDP aus den Parlamenten gesegelt ;-)
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Toller Artikel. Den würde ich gern nochmal in der Printausgabe lesen.
Es steht alles drin was zum Thema gesagt werden muß. 5 Sternchen! |
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Merci Monsieur :)
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traumhafter Text, super!! Danke Katharina
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Wirklich prima geschrieben, katharina.
Das dachte ich zuerst auch: "hundsgemein, hinterfotzig, wirkungsvoll", wobei das zweite Attribut mich ablenkt, im Zusammenhang mit Rotgrün. In große Verlegenheit wird Angela Merkel eher nicht geraten mit Gaucks Präsidentschaftkandidatur. Kurz vor der Wahl wird sie erklären, dass zwei vortrefflichliche Kandidaten angetreten sind, beiden gehöre ihr Respekt. Und dass es großartig sei, zwischen zwei so großartigen Persönlichkeiten wählen zu können und dass dies Demokratie sei. Sollte Wulff gewählt werden, wird sie sich freuen. Wird Gauck Präsident, geht Wulff zurück nach Niedersachsen, als Regionalpräsident. Für Merkel wäre das kaum ein Rückschlag. Das anzunehmen heißt, sie zu unterschätzen. Insofern werden rotgrüne Hundsgemeinheit, Hinterfotzigkeit und Wirkungskraft irgendwie verpuffen. Mit Wulff und Gauck kandidieren zwei hardcore-Christen, Jacke wie Hose, beide sind Schwarzgeld (oh, vertippt) und Rotgrün genehm. Warum sollte Die Linke da mitmachen? |
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"Sollte Wulff gewählt werden, wird sie sich freuen."
Wird sie? Ich frage mich manchmal, ob diese Frau sich wirklich freuen kann. Sie wird mir immer unheimlicher. Was interessiert sie wirklich? Abseits der formalen Macht? Das interessiert mich wirklich! Aber das ist natürlich ein völlig anderes Thema. "Wird Gauck Präsident, geht Wulff zurück nach Niedersachsen, als Regionalpräsident." Glaub ich nicht. Wenn er durchfällt - was ja leider unwahrscheinlich, aber dennohc nicht unmöglich ist - ist er durch. Dann muss er dcoh Koch machen. Vom Bundespräsidentenkandidat zum Ministerpräsidenten - das geht nicht. Ich kann das gar nicht genau erklären, aber so scheint es mir. Spätestens bei der nächsten REgionalWahl könnte er nicht mehr antreten. Psychologisch. Er wäre angeschlagen. Er wäre kein potenzieller Nach-Merkel mehr, sondern ein politisches Nichts. "Für Merkel wäre das kaum ein Rückschlag. Das anzunehmen heißt, sie zu unterschätzen." Das sehe ich anders (siehe meien Antwort auf Ihren anderen Kommentar). "Mit Wulff und Gauck kandidieren zwei hardcore-Christen, Jacke wie Hose, beide sind Schwarzgeld (oh, vertippt) und Rotgrün genehm. Warum sollte Die Linke da mitmachen?" Weder wäre das Argument "Hardcore-Christen" eines, das zöge, noch sind die Kandidaten identisch (politisch, persönlich etc.) noch gibt es irgendeinen Hinweis auf Beteiligung an etwaigen Schwarzgeld-Affären. Ich glaube, man tut sich keinen Gefallen, wenn man über alles denselben Schwamm wischt - dann sieht es zwar gleich aus, darunter sind aber dennoch die Unterschiede. Die zum Teil wichtig sind. Gerade für die Schwächeren und weniger gut Gestellten hier im Lande. Und deshalb - sollte die Linke nicht "mitmachen", sondern ihren Leuten öffentlich freistellen, Gauck zu wählen doer sich zu enthalten, aber keine aussichtslose Gegenkandidatin aufstellen. Das ist eine einfache Rechenaufgabe. Und auch eine Frage, ob man sich unbedingt lächerlich machen muss. "Die Wahrheit ist immer konkret." Und wie gesagt: Gebt mehr Macht den alten Frauen! "Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern." (Pippi Langstrumpf) :) |
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"Sollte Wulff gewählt werden, wird sie sich freuen. Wird Gauck Präsident, geht Wulff zurück nach Niedersachsen, als Regionalpräsident. Für Merkel wäre das kaum ein Rückschlag. Das anzunehmen heißt, sie zu unterschätzen".
Genau! Ich weiß auch nicht woher es kommt, dass alle davon ausgehen, die Regierung würde über eine eventuelle Gauck-Wahl stolpern? Warum sollte Sie? Kann es sein, dass hier aufgrund des Medialen Dauerfeuers, einigen die politischen Pferde durchgehen? Ist ja ganz lustig gewesen, diese Diskussion und die Medienvertreter hatten gut zu tun. Aber ist nicht spätestens seit Montag Nachmittag Schluss mit lustig? Ist die ganze Präsidenten-Kasperei vor dem Hintergrund der anstehenden massiven Einschnitte in die soziale Substanz des Landes nicht einfach nur noch lächerlich, nein ganz und gar ärgerlich? Mich packt jedenfalls langsam die Wut über diese Politik, die zynische Sprache mit der diese verkauft wird und nicht zuletzt die Angst - ich bin ein direkt Betroffener und somit recht subjektiv - um meine Zukunft und die Zukunft der anderen. Gauck oder Wulff. Das ist völlig unwichtig! Begreift das doch endlich! |
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schrieb am
10.06.2010 um 12:02
@mahung: Ja schon, aber was ist denn überhaupt noch wichtig ?
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Prima Blogbeitrag, sprachlich allemal ein Genuss - mit und ohne Komma, Beugungsdehnungsgrammatikfürze. Wir wollen uns doch nicht alle selbst vergauckeln? (I.D.A. - ich grüße dich ganz besonders)
Und die Nüsse? - knacken, knabbern, lecken, bunkern, rollen .....je nach Belieben und Situation. Jedenfalls trifft KK die rotgrüne Taktik und das Verweigerungsdilemmas der Linken auf den Punkt, dazu ein hüpfendes Komma. Aufforderung: "Wählt Gauck! Der Respekt vor dem Amt gebietet in diesem Fall eine Gewissensentscheidung!" Von mir aus - ob Gauck oder Wulff, das macht den Kohl nicht fett. Und der "Respekt vor dem Amt"? Na, da grüßt mir der Amtsschimmel: brauchen wir einen präsidialen Grußonkel im 21. Jahrhundert? Die "liebe Freiheit" sehe ich doch gern mal in Unruhe...mit Gauck? Gruß BW |
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großartig BW, "Verweigerungsdilemmas der Linken" - ich seh nicht die Linke im Dilemma, sondern die rotgrüne Taktik.
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Auch eine chancenlose Linkskandidatin macht den Kohl nicht fett.
Rot-grün möchte eben mal ein bißchen gauckeln |
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Frau Körting,
Auch, wenn ich mit Ihrer Auffassung nicht übereinstimme, ein ernst gemeintes Kompliment für Ihren ausgezeichneten Stil. Irgendwo zwischendrin schrieben Sie allerdings, daß die Schwäche der Kanzlerin beruhigend wirke. Ich finde das nicht. Ich sehe da folgendes Problem: Der Rücktritt Köhlers, über den ja auch hier gesprochen wurde und dessen direkte Folge aus der KandiadtInnenaustellungen inklusive des Streits, der sich speziell an der Aufstellung Gaucks entfacht - wird sicher eine zunehmende Schwäche der Kanzlerin darstellen. Nun ist Politik, anders als Fussball, welches uns ebenfalls als Politikum bekannt sein dürfte, die echte Politik und kein Sommer-Spielchen, in der man (Politik) besonders in Krisensituationen eben nicht seinen Emotionen freien Lauf lassen sollte. Ich bin deswegen etwas irritiert, wie man sich über eine drohende Führungslosigkeit des Landes freuen könnte, nur, weil sie den Beweis für eine falsche Politik liefert. So etwas heutzutage - und da geht es mir keineswegs um die Sorge um die neuerdings wieder überbeflaggte Nation sondern vor ihr - könnte und wird Probleme mit sich bringen, die wer(?) lösen könnte? Eine rot-rot-grüne Koalition im Bund, die von ihren jeweiligen Landesverbänden nicht ernsthaft getragen würde? In Ost wie West. Eine Handlungsunfähigkeit zweiter Ordnung wäre die Folge, die dann alle beträfe - und nicht allein haushalts- und sozialpolitisch. Diese dann neue Form von Abwärts-Gerechtigkeit löst auch den letzten Funken von Solidarität auf und bewegt ganz andere Gemüter. Kann man sich denn sicher sein, und falls ja - wodurch, daß nach der CDU-FDP-Koalition eine verantwortungsvolle Regierung folgt? Bisher ließe sich für Berlin (rot-rot) konstatieren, daß überaus eilfertige Machtpolitik betrieben wurde, die, nicht anders als alle anderen Parteien, mit Haushaltskonsolidierung (Privatisierung) und ARGE-Regelumsetzungen befasst war. Und in NRW haben Grüne und SPD der Linken den Zuschlag versagt (siehe auch Hessen). In mir löst das nicht gerade Vertrauen in ein GRR-Bündnis aus. Für dessen erfolgreichen Auf- und Ausbau fehlen sowohl Zeit als auch äußerlich beruhigende Einflüsse. Ist die Zeit wirklich reif für eine zukunftsfähige Veränderung oder droht ein Rückfall in völlig ungeordnete und deswegen kaum regulierbare Zustände. Das wäre keine Frage der jeweiligen, also richtigen oder falschen Ideologie, sondern aus meiner Sicht die fehlende Gunst der Stunde. |
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schrieb am
14.06.2010 um 08:28
... wenn ich Herrn Gauck eine Frage stellen dürfte, was ist seine Freiheit noch wert, den MEHRWERT! Wie kann es sein, dass die Reichen die Finazkriese sehr, sehr gut überstanden haben und Deutschland auf Platz 5 bei den Millionären liegt. ( Quelle: Boston Consulting Group ) Man möge mir das nicht übel nehmen, sind da auch die Genossen vom "unsichtbaren Visier" Schuld - da ist doch Herr J. Gauck Fachmann!
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Danke für Ihren Kommentar, Zaworke.
"Irgendwo zwischendrin schrieben Sie allerdings, daß die Schwäche der Kanzlerin beruhigend wirke." Wo denn? Und wo völlig ernst gemeint? Eher ist es einigermaßen erschreckend, wie wenig da zusammengearbeitet, miteinander geredet und vor allem - aufeinander gehört wird. Das ist ein Verhalten, dass man einst antiautoritär erzogenen Kindern nachsagte. Benehmen, angemessenes Verhalten, Respekt vor dem (eigenen) Amt und dem Mit-Regierenden sieht ja wohl anders aus. Beruhigend ist das keineswegs. Aber auch - erstaunlich unterhaltsam. "Nun ist Politik, anders als Fussball, welches uns ebenfalls als Politikum bekannt sein dürfte, die echte Politik und kein Sommer-Spielchen, in der man (Politik) besonders in Krisensituationen eben nicht seinen Emotionen freien Lauf lassen sollte." Nun ist Politik - Punkt? Ich verstehe Ihre Sätze nicht ganz, leider. Haupt und Neben bleiben als offene Enden liegen (das wäre übrigens auch eine hübsche Metapher für die noch amtierende Regierung: Sie bringt ihre Hauptsätze nicht zuende, verheddert sich in Nebensätzen und weiß dann selbst nicht mehr, wo Anfang und Ende ist) . Muss also in meiner Antwort interpretieren: Welche "Emotion" ist "echt"? Ist es nicht eher so, dass in der von Ihnen als "echt" beschriebenen Politik zurzeit jeder sein Ding versucht? So gesehen, wäre ein bisschen mehr Teamgeist à la Deutschland gegen Australien (wunderbare Vorlagen! Hervorragendes Zusammenspiel! Gemeinsames Siegen!) - und ein bisschen mehrDaseigene-Tun selbst-Ernstnehmen (auch hier bieten Nationalmannschaft und Bundestrainer ein durchaus nachahmenswertes Beispiel) besser und echter und vor allem zielführender als jede ECHTE Politik. "Ich bin deswegen etwas irritiert, wie man sich über eine drohende Führungslosigkeit des Landes freuen könnte, nur, weil sie den Beweis für eine falsche Politik liefert." Vielleicht, weil der Feind des Falschen - das Richtige ist? Das in diesem Fall mein Freund wäre? Und vielleicht, weil es sich amüsanter schreibt, wenn man nicht die schwarze Brille dazu aufsetzt? Ist ja nicht die FAZ hier ;) Wer die Probleme lösen kann, wird sich herausstellen. Hilfreich dazu wäre, die Probleme erstmal klar zu benennen. Und sich dafür mehr Zeit zu nehmen als der Gesundheitsminister für seine Kopfpauschale. Schlimmer kann es doch gerade gar nicht, zumindest wenn nicht der große ECHTE Hunger im Lande ausbricht, werden - oder? |
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pardon: ZaworkA :)
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schrieb am
15.06.2010 um 02:04
Herzlichen Dank, das Meiste läßt sich Ungefähr herauslesen.
Zum Verständnis anders: "Nun ist Politik (anders als Fussball, welches uns ebenfalls als Politikum bekannt sein dürfte), die echte Politik und kein Sommer-Spielchen, in der man (wieder die: Politik) besonders in Krisensituationen eben nicht seinen Emotionen freien Lauf lassen sollte." Das geht auch mit Kommata. Umstritten wäre da eventuell das "der" aus: "in der man", das auch auf Sommer-Spielchen (also: "in dem man") hätte bezogen werden können. Aber Ihre Antwort befriedigt. Herzlichen Dank auch für die Kritik... |
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..nunja Pastor Gauck ist m.E. einfach zu schlicht gestrickt für das Amt.
Ein Speichellecker der "Mächtigen". So eitel wie hässlich. (Super-Illu:" Präsident der Herzen".. schräger gehts kaum). |
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schrieb am
15.06.2010 um 02:11
"Yeah" Pillepalle, verpassen Sie ihm noch eine auf unterstem Niveau, planen Sie Jochimsen ein und vergessen Sie doch einfach, wer als Alternative bleibt. Hurra. Was nützt mir denn hinterher die Kritik an einem Bundespräsidenten Wulff, der Hartz IV-Empfängerinnen die Schnallen anlegt. Was meinen Sie, wird passieren, nachdem Jochimsen (1. WG) raus ist? Die Linkspartei enthält sich und lebt fortan mit dem Vorwurf, sich politisch totgestellt zu haben, weil sie nicht mit FDP-Verbandsdelegierten aus dem Osten stimmen wollte? Das können Sie mal locker vergessen. Und ich glaube nicht, daß einen Tag vorher noch das Sandmännchen in den Ring steigt, um dem Osten zu helfen. Vorsicht, jetzt kommt der Tellerand ...
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..ach der herr workaza..
..genial, wie der durchsieht. einfach süss, sein kleiner furor... bumm? |
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schrieb am
16.06.2010 um 02:42
Wars das? So billig sind Sie zu haben? Geben Sie mir noch einen. Kommen Sie, da ist noch was drin.
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Zaworka schrieb am 15.06.2010 um 02:11
Lieber Herr Zaworka, Sie wirken so aufgebracht, gar echauffiert und in Kampfeslaune. Und das alles für Herrn Gauck gegen Herrn Wulff? Ist doch nicht Ihr Ernst, oder? "Is doch nur killefit", sagt der Rheinländer zu Nichtssagendem. Was qualifiziert Gauck, was Wulff? Geht es Ihnen um politische Inhalte oder um taktische Spielchen? SW/RG/RRG/R? Öde, oder? Irgendwas bewegt Sie über die Kandidatur Gaucks hinaus, ahne ich. Lassen Sie es raus! |
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schrieb am
16.06.2010 um 02:39
Lieber Herr Weinsztein,
Das können Sie getrost unter "Nichtsfragendem" verbuchen. Auch das soll es geben. Meinen Sie denn, es machte Sinn, wenn die aktiven hier allerdings nicht wahlberechtigten Linken (an der Zahl sicherlich berechenbar 10% der Wählerstimmen der letzten BTW) sich für eine Kandidatin ins Zeug legten, die Ihre 124 oder ähnl. viele (oder wenige) Stimmen ohnehin bekommt, weil die Würde von Luc Jochimsen nicht getroffen werden soll(te)? Meine vollste Unterstützung für Frau Jochimsen, aber der entscheidende Wahlgang wird sicher absehbar nicht zwischen ihr und Wulff entschieden, wobei Letzten von meinem Standpunkt nur soviel qualifiziert, daß er eine Stabilität garantieren würde, die - soweit ich sie erahnen kann - lediglich stabil, wohl aber weniger in meinem Sinne ist. Daher rein ideologisch Null Punkte, aber unerheblich. Bleibt - einzig (technisch) für Veränderungen denkbar - Joachim Gauck. Die professionelle Linke, und da nehmen wir mal an, sie wolle es sein, kann ja nicht im letzten WG "NICHTS" wählen, ohne nachher als politisch uninteressiert dazustehen. Echauffiert, bester Weinsztein, bin ich darum garnicht und auch in keiner Kampfeslaune - wozu? Ich könnte den ganzen Tag mit einer blaßrosa Fahne fabulierend draußen für Luc Jochimsen herumlaufen aber was wird passieren. Nichts. Diesmal jedenfalls nicht. Also orientiere ich mich am Hobby anstelle auf den politischen Ablaßdienst Fussball abzustellen. Was soll man machen, wenn einem überall das Leder vor die Nase gehängt wird. Tja, was soll man machen? So einfach ist es. |
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Lieber Ex-SED-Genosse (Zitat) Zaworka,
Sie haben völlig recht. Mit so einem Leder vor der Nase kann ich nicht anders, als auf "den politischen Ablaßdienst Fußball abzustellen". Tja, da kann man gar nichts machen. Diese Behinderung begleitet mein Leben, seit ich mit zwölf Jahren dem KTSV Preußen Krefeld als Jungfußballer beitrat. Ich rate Ihnen davon ab, "den ganzen Tag mit einer blaßrosa Fahne fabulierend draußen für Luc Jochimsen herumlaufen". Wenngleich - diese Vorstellung hat was. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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