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MDR-Intendant Udo Reiter twittert einen islamophoben Witz, die Twitter-Welt regt sich auf. Ein kalkulierter Tabubruch?
Udo Reiter ist Träger des Gregorius-Ordens, dem vierthöchsten Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche. Er ist außerdem auch noch Ausländerbeauftragter des MDR.
Gestern twitterte Udo Reiter folgendes: "Einheitstag 2030: Bundespräsident Mohammed Mustafa ruft die Muslime auf, die Rechte der Deutschen Minderheit zu wahren" und löste damit einen Sturm der Entrüstung bei Twitter aus. Mario Sixtus, Journalist und Twitter-Bekanntheit mit fast 20000 Followern kündigte an, ihn zu entfolgen. Kurze Zeit später entschuldigte sich Reiter schon, und bedankte sich für den "Shitstorm", der durch seinen Tweet über ihn hereingebrochen ist.
Twitter wird oft zugeschrieben, ein digitaler Kanal für unüberlegte Gedanken zu sein. Vielleicht hat ihm auch irgendein Berater den Tipp gegeben, dass man ab und zu auch mal was humorvolles twittern soll - und das ist in die Hose gegangen. Oft genug hört man von Kurznachrichten, die einfach abgeschickt ohne groß nachzudenken, für großen Wirbel sorgen.
Udo Reiters Tweet gehört nicht dazu, glaube ich. Der Mann möchte Aufmerksamkeit. Seit 1991 ist Reiter Intendant des MDR, aber kennt ihn irgendjemand?
Mit so einem kalkulierten Witz bekommt man für kurze Zeit eine riesige Aufmerksamkeit, durch Provokationen ist sie sehr viel einfacher zu erreichen, als mit intelligenten Statements in 140 Zeichen.
Und Sixtus Entfolge-Aufruf scheint auch nicht ganz sein Ziel erreicht haben: 20 Minuten nach dem Tweet hatte Reiter 2278 Follower, inzwischen sind es 2415. Etwa ein Jahr ist er bei Twitter angemeldet, hat einige Tausend Follower gesammelt, aber so viele innerhalb von ein paar Stunden? Gute Selbstvermarktung.
Vielleicht folgen ihm wirklich jetzt einige nicht mehr, aber dann hat er umso mehr Menschen mit seinem Witz dazu bekommen, die "Follow"-Taste zu klicken.
Startseitenbild: Radio Rover / Flickr
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Ich hoffe, der "Witz" kostet ihn den Job.
Der Beifall, den er dafür erhält, sollte nicht nur ihn nachdenklich machen. Ob Stadtkewitz schon angerufen hat, um ihm zu gratulieren und in seine neue Partei einzuladen? |
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Es ist nur ein Gerücht, aber Udo Reiter ist ein echter Witzbold. Er soll in die 'Verwendungszweck'-Zeile seiner Überweisungen immer schreiben: "Für sexuelle Gefälligkeiten".
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wenn der witz wenigstens gut gewesen wäre …
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Der Udo kann keine Tabus mehr brechen, sein Sender nennt sich ja Mitteldeutscher.
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Über die Deutschen gibt es ohnehin nur drei Witze.
Der Rest ist wahr. |
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Verstehe die Aufregung nicht. Den Leuten fehlt einfach die Fantasie. Wer hätte denn 1985 gedacht, daß zwanzig Jahre später die Ostdeutsche Angela Merkel aus der Uckermark Bundeskanzlerin wird.
Warum soll der Bundespräsident im Jahr 2030 nicht Mohammed Mustafa heißen? Könnte ein strenggläubiger Katholik aus der CSU sein, der sich gerade vom Oktoberfest erholt. Es wird mit Sicherheit auch keine deutsche Minderheit in der BRD geben, es sei denn der Ausländeranteil steigt auf über 50%. |
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"Wer hätte denn 1985 gedacht, daß zwanzig Jahre später die Ostdeutsche Angela Merkel aus der Uckermark Bundeskanzlerin wird."
Genau! Wer hätte jemals gedacht, dass Österreicher aufgrund ihrer Qualifikation ganz Deutschland tausend Jahre führen können oder gar zum Gouverneur in Kalifornien werden können. Sachen gibt's... |
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Der Herr Reiter wär´ wohl gern ein Herrenreiter. Beim Dienermachen ist diesem Gesocks ja echt alles Recht, Hauptsache, man gehört endlich zu denen, die nur noch treten. Aber was wäre in einem so korrupten Staatswesen wie dem hiesigen auch sonst zu erwarten.
@Gustlik Ja, Recht haste. Irgendwie ist dieser großdeutsche Traum noch lange nicht ausgeträumt, und schon garnicht bei den Chefs des MDR, sonst hätte der Sender ja wohl nicht diesen Namen. mfg, cf |
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Hach.
Liebe Kommentatoren, ich habe beim lesen eben sehr herzhaft gelacht - das hat Herr Reiter nun wirklich nicht geschafft. Vielen Dank dafür. es grüßt: Jonas |
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@ Jonas Jansen schrieb am 06.10.2010 um 00:59
Hach. Werter herr Jansen, Sollich jetzt sagen Huch!? Ich sag mal lieber so: Die Begrenztheit Ihres Humors, scheint nur noch übertroffen zu werden von der Ihres journalistischen Selbstverständnisses und Wissens: Udo Reiter als "unbekannt" zu bezeichnen, wenn er nicht mindestens 2500 Twitter-Folgende hat, ist entlarvend. Udo Reiter war schon BR-Hörfunk-Cefredakteur von nicht ganz geringer Bedeutung als die DDR noch die DDR war, nämlich seit 1983. Dass Ihnen journalistische Expertise an Twitter-Zahlen festzumachen ist, spricht ebenfalls nicht für Ihre Professionalität. Zum Lachen? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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