Wenn die Welt so einfach wäre wie Frédéric Valin es sich wünschte, wahrscheinlich bräuchten wir weder Technik noch deren Kritik. "Aufgabe der Technikkritik ist oder wäre es, herauszufinden, ob diese eine Technik hilft." Diese ...>> mehr
Warum eigentlich immer nur der Staat? Vernetzung und Miniaturisierung haben längst alle Möglichkeiten für die totale Überwachung geschaffen. Der neue Feind des Bürgers: der Bürger. Noch hat es das in Deutschland noch nicht gegeb...>> mehr
Die Affäre um den Fall Thiesen hat die wichtige Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit losgetreten. Das am Wochenende verabschiedete Programm der Piraten ist völlig in den Hintergrund geraten. Dabei gibt es dringenden Redebedarf: zum T...>> mehr
Die Piratenpartei leidet nicht nur unter einer rhetorischen Schwäche. Ihrer Argumentation zur "Internet-Blockade" ist inkonsistent. Für eine Partei, die sich momentan in einem so eng gefassten Themenspektrum bewegt, ist dieses inhaltlichen Defizit ei...>> mehr
Protest in Zahlen. Community mit Ausschlag. Zwar gibt es keinen einzigen Berlindemobericht, der sich lebendig als Blogeintrag hier zeigt, aber um so mehr "Experten" mit Tschenrechnerekzem, die sich i...
Man muss die Städte schon kennen. Ein nicht in Stuttgart Wahlberechtigter aus Ludwigsburg (zB) hat ca. 15 Minuten Anfahrt zum HBf. Ein Berliner aus Köpenick (zB.) ca. 40 Minuten zum HBf. Aber das ist natürlich Erbesenzählerei. Grundsätzlich ist es durch einen simplen Bruch einfach, Relation vorzutäuschen. Sie herzustellen in der Regel unmöglich. Deswegen lehne ich solche Zahlenspiele einfach grundsätzlich wegen ihrer Unterkomplexität ab.
Protest in Zahlen. Community mit Ausschlag. Zwar gibt es keinen einzigen Berlindemobericht, der sich lebendig als Blogeintrag hier zeigt, aber um so mehr "Experten" mit Tschenrechnerekzem, die sich i...
Der Vergleich hinkt natürlich total. Erstens: der Anfahrtsweg nach Berlin ist für wahlbrechtigte teilweise enorm hoch. Insofern ist die Schwelle zur Demo zu erscheinen ungemein höher. Zweitens: die Annahme bei Stuttgart 21 werde nur von Stuttgarter Wahlberechtigten demonstriert, ist sicherlich auch falsch. Das ist ein mindestens regionales Thema, das sicherlich links-alternative Demo-Liebhaber aus mindestens ganz BaWü anzieht.
Es hätte Ihnen aber doch ganz gut getan, nochmal genauer nachzusehen, was Dath im Interview sagt. Dann hätten Sie sich eine Vorstellung machen können von seiner "Technikkritik"-Begrifflichkeit. "Ein ...
Vielen Dank für die Antwort. Wenn ich Dath richtig verstehe, kann Technikkritik nicht bei der Technik stehen bleiben, sondern muss immer die gesellschaftlichen Verhältnisse Mitdenken. Das habe ich oben auch so zusammengefasst. Wenn Ronnie Vuine die Entwicklung des Radios bedauert, tut er nichts anderes: er wünscht sich ein anderes Radio, und macht den Grund für die Veränderung des Programms an einer technischen Entwicklung fest. Er kritisiert nicht die Schnittsoftware, sondern die Folgen ihres Einsatzes durch "jede[n] Honk". So kann sinnvolle Kritik aussehen. Pauschal zu sagen Schnittsoftware macht unsere Welt schlechter. Computer sind mit Kulturverfall gleichzusetzen - das greift sicher zu kurz, da gebe ich Ihnen und Dath recht. Aber wenn Technologiekritik die Gesellschaft einschließt, kann sie sinnvoll sein. Dagegen ist das totale Ausblenden von Gesellschaft, wie Sie es mit der Frage "Nutzt Technik?" vorschlagen, in meinen Augen Technokratismus neo-liberalster Prägung.
Weitere kleine Ergänzung: der ebenfalls durch öffentliche Gelder finanzierte Sender ARTE bietet auf Arte+7 ebenfalls große Teile seines Programms online an.
Wenn ein Polizeibeamter Demonstranten filmt, stellt dies einen Grundrechtseingriff dar, während das Filmen von Polizeiübergriffen durch einen Demonstranten eine (öffentliche) Kontrolle der Staatsgewal...
Danke für den Kommentar. Natürlich ist es _rechtlich_ etwas anderes. Aber ideologisch wohl nicht. Es wird kontrolliert und sowohl Staat, als auch Bürger haben allen Grund sich gegenseitig zu kontrollieren. Der eine, weil ihm die Sicherheit der Bürger beauftragt wurde, der andere, weil ihm die Freiheit innerhalb der gesetzlichen Grenzen garantiert wurde. Das Polizei-Video ist ein interessanter Grenzfall, weil sich in der Person des Polizisten Staat und Bürger doppeln. Aber im Endeffekt hat hier ja ein Bürger (im Polizeidienst) ein Verbrechen begangen und nicht der Staat - der seinen Polizisten solches Handeln untersagt. Aber eigentlich kommt es darauf gar nicht so sehr an. Denn das Beispiel nutzt mir hier nur um zur Kernfrage im letzten Absatz zu gelangen: Wenn man radikal für Freiheit in der digitalen Welt eintritt, muss man sich vielleicht auch mal damit anfangen zu beschäftigen, wo die Grenzen dieser Freiheit sein sollen. Dürfen Bürger andere Bürger überwachen? Darf ich meinen Nachbarn filmen und ins Netz stellen?
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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