Jonathan Lütticken

Blog von Jonathan Lütticken

Blogbeiträge

09.12.2009 | 17:35 Jonathan Lütticken

Standardsituation in der Abseitsfalle

Wenn die Welt so einfach wäre wie Frédéric Valin es sich wünschte, wahrscheinlich bräuchten wir weder Technik noch deren Kritik. "Aufgabe der Technikkritik ist oder wäre es, herauszufinden, ob diese eine Technik hilft." Diese ... >> mehr
16.09.2009 | 18:09 Jonathan Lütticken

Der neue Überwachungsstaat

Warum eigentlich immer nur der Staat? Vernetzung und Miniaturisierung haben längst alle Möglichkeiten für die totale Überwachung geschaffen. Der neue Feind des Bürgers: der Bürger. Noch hat es das in Deutschland noch nicht gegeb... >> mehr
09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken

Piratenschule 2: Urheberrecht

Die Affäre um den Fall Thiesen hat die wichtige Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit losgetreten. Das am Wochenende verabschiedete Programm der Piraten ist völlig in den Hintergrund geraten. Dabei gibt es dringenden Redebedarf: zum T... >> mehr
24.06.2009 | 16:35 Jonathan Lütticken

Piratenschule

Die Piratenpartei leidet nicht nur unter einer rhetorischen Schwäche. Ihrer Argumentation zur "Internet-Blockade" ist inkonsistent. Für eine Partei, die sich momentan in einem so eng gefassten Themenspektrum bewegt, ist dieses inhaltlichen Defizit ei... >> mehr
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Kommentare

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10.12.2009 | 10:37 Frederic Valin
Es hätte Ihnen aber doch ganz gut getan, nochmal genauer nachzusehen, was Dath im Interview sagt. Dann hätten Sie sich eine Vorstellung machen können von seiner "Technikkritik"-Begrifflichkeit. "Ein ...
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11.12.2009 | 09:45 Jonathan Lütticken
Vielen Dank für die Antwort. Wenn ich Dath richtig verstehe, kann Technikkritik nicht bei der Technik stehen bleiben, sondern muss immer die gesellschaftlichen Verhältnisse Mitdenken. Das habe ich oben auch so zusammengefasst. Wenn Ronnie Vuine die Entwicklung des Radios bedauert, tut er nichts anderes: er wünscht sich ein anderes Radio, und macht den Grund für die Veränderung des Programms an einer technischen Entwicklung fest. Er kritisiert nicht die Schnittsoftware, sondern die Folgen ihres Einsatzes durch "jede[n] Honk". So kann sinnvolle Kritik aussehen. Pauschal zu sagen Schnittsoftware macht unsere Welt schlechter. Computer sind mit Kulturverfall gleichzusetzen - das greift sicher zu kurz, da gebe ich Ihnen und Dath recht. Aber wenn Technologiekritik die Gesellschaft einschließt, kann sie sinnvoll sein. Dagegen ist das totale Ausblenden von Gesellschaft, wie Sie es mit der Frage "Nutzt Technik?" vorschlagen, in meinen Augen Technokratismus neo-liberalster Prägung.
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Der ganz normale GEZ-Wahnsinn

08.12.2009 | 16:00 HerrBenny
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09.12.2009 | 12:09 Jonathan Lütticken
Weitere kleine Ergänzung: der ebenfalls durch öffentliche Gelder finanzierte Sender ARTE bietet auf Arte+7 ebenfalls große Teile seines Programms online an.
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Der neue Überwachungsstaat

16.09.2009 | 18:09 Jonathan Lütticken
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17.09.2009 | 17:07 Stadler
Wenn ein Polizeibeamter Demonstranten filmt, stellt dies einen Grundrechtseingriff dar, während das Filmen von Polizeiübergriffen durch einen Demonstranten eine (öffentliche) Kontrolle der Staatsgewal...
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17.09.2009 | 18:06 Jonathan Lütticken
Danke für den Kommentar. Natürlich ist es _rechtlich_ etwas anderes. Aber ideologisch wohl nicht. Es wird kontrolliert und sowohl Staat, als auch Bürger haben allen Grund sich gegenseitig zu kontrollieren. Der eine, weil ihm die Sicherheit der Bürger beauftragt wurde, der andere, weil ihm die Freiheit innerhalb der gesetzlichen Grenzen garantiert wurde. Das Polizei-Video ist ein interessanter Grenzfall, weil sich in der Person des Polizisten Staat und Bürger doppeln. Aber im Endeffekt hat hier ja ein Bürger (im Polizeidienst) ein Verbrechen begangen und nicht der Staat - der seinen Polizisten solches Handeln untersagt. Aber eigentlich kommt es darauf gar nicht so sehr an. Denn das Beispiel nutzt mir hier nur um zur Kernfrage im letzten Absatz zu gelangen: Wenn man radikal für Freiheit in der digitalen Welt eintritt, muss man sich vielleicht auch mal damit anfangen zu beschäftigen, wo die Grenzen dieser Freiheit sein sollen. Dürfen Bürger andere Bürger überwachen? Darf ich meinen Nachbarn filmen und ins Netz stellen?
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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10.07.2009 | 21:57 Joachim Losehand
Allgemein ist in der Diskussion um ein "neues Urheberrecht" der Aspekt des Gemeinwohls stärker in den Vordergrund gerückt. Urheberrecht alleine verstanden als individualrechtlicher Herrschaftsanspruch...
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13.07.2009 | 11:51 Jonathan Lütticken
Vielen Dank für diesen schönen, konstruktiven Beitrag. Der Künstler - die Person Wenn wir von Geschichte des Urheberrechts sprechen, dann müssen wir auch von der GEschichte der Künstler sprechen - denn schließlich gehtes um Menschen und ihre Lebensentwürfe. Das Urheberrecht wurde als Teil der Demokratisierung eingeführ, um den Künstlern in einer bürgerlichen Gesellschaft die Möglichkeit einer autonomen Existenz zu geben - mit dem ideologischen Hintergrund der Genieästhetik, wie du bereits angeführt hast. Heutzutage ist in der Geisteswissenschaft dieser Genie-Begriff sehr zweifelhaft. Aber von der Gesetzesänderung wären dann ja auch die Künstler betroffen, also die konkreten Persosnen, denen die heutige Rechtslage (im Idealfall) eine Unabhängigkeit bietet. Die Frage sollte doch also nicht sein: Glauben wir das ein Künstler _allein_ für sein Werk verantwortlich ist, sondern: sollten Künstler von ihrer Kunst leben - und wenn ja: wie? Diese Frage kann man natürlich auch mit 'Nein' beantworten. Aber dann soll man sich auch nicht wundern wenn man die Kulturbranche gegen sich hat. Die Branche - die Menschen In der Industrie sitzt nicht ein dicker ausbeutender Mann und plagt und schändet alle Künstler. Es gibt in Plattenfirmen immernoch Arbeitsplätze verschiedener Gehaltsstufen. Diese Menschen sind auch von Gesetzesänderungen betroffen. 2 Fragen Der gesamte Kapitalismus wie wir ihn führen, basiert auf der Privatisierung gemeiner Güter. Das beginnt bei der Landnahme, geht weiter über Tiere, Bodenschätze, usw. Wieso soll denn gerade der Kunstbereich derjenige sein, in dem dieses Grundkonzept jetzt aufgehoben wird? Wieso nicht Aufhebung des Eigentums des Brotes? Ein Akademiker lernt in der Uni frei (dafür kämpfen die Piraten ja auch) und verdient dann sein Geld _privat_ mit dieser Ausbildung im Beruf. Ist nicht auch das streng genommen ein 'Überbetonung' der Individualität? Denn schließlich kann den Job ja jeder machen. Wieso bezahlen wir überhaupt jemanden für seine Arbeit, schließlich ist er ja in dieser Gesellschaft groß geworden und seine Fähigkeiten sind maßgeblich von ihr mitentwickelt worden. Für mich ist diese Argument ein Scheinargument, dass dahinterliegende Gründe verdeckt. Kein Wunder, dass man die Piraten oft auf 'Gratisdownloads' verkürzt.
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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10.07.2009 | 19:15 Bildungswirt
Apropos "Win-Win Situation". Da beißt du in der Musikbranche auf Beton.Köpfe brauchen noch... GEMA - stranguliert im Moment Gastwirte - de faco kann keine live-Musik mehr gespielt werden. Reines Zusch...
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10.07.2009 | 21:31 Jonathan Lütticken
Ja ich weiß. Nicht nur in der Musikindustrie. Mich besorgt es, dass die Vorschläge der Piraten es nicht schaffen, für die Künstler ernsthafte Perspektiven zu schaffen. Eine Allianz zwischen Künstlern und Piraten wäre stark, aber momentan ist die Politik leider nicht so Künstler-freundlich. Zu der GEMA / Gastronomie kann ich wenig sagen. Ich bin nicht der Meinung, dass die GEMA immer tolle Politik macht und ihre Gebühren immer gut austariert. Und gerade kleine Künstler (ich selbst bin auch mit ein paar unbekannten Songs GEMA-Mitglied) haben da allen Grund sich zu beschweren, weil nicht auf großen Kommerz ausgelegte Veranstaltungen immer schwerer zu bezahlen sind. Aber: die GEMA ist genauso hart im Umgang mit der Plattenindustrie. Die müssen auch pro kopierter CD eine Abgabe zahlen. Deswegen will ich nur darauf hinweisen: Es ist nicht alles schlecht an der GEMA.
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Jonathan Lütticken
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