Jonathan Lütticken

Blog von Jonathan Lütticken

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Protest in Zahlen (S21 vs. Atomgegner)

18.09.2010 | 20:39 mh
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19.09.2010 | 09:53 Gustlik
Protest in Zahlen. Community mit Ausschlag. Zwar gibt es keinen einzigen Berlindemobericht, der sich lebendig als Blogeintrag hier zeigt, aber um so mehr "Experten" mit Tschenrechnerekzem, die sich i...
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19.09.2010 | 14:31 Jonathan Lütticken
Man muss die Städte schon kennen. Ein nicht in Stuttgart Wahlberechtigter aus Ludwigsburg (zB) hat ca. 15 Minuten Anfahrt zum HBf. Ein Berliner aus Köpenick (zB.) ca. 40 Minuten zum HBf. Aber das ist natürlich Erbesenzählerei. Grundsätzlich ist es durch einen simplen Bruch einfach, Relation vorzutäuschen. Sie herzustellen in der Regel unmöglich. Deswegen lehne ich solche Zahlenspiele einfach grundsätzlich wegen ihrer Unterkomplexität ab.
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Protest in Zahlen (S21 vs. Atomgegner)

18.09.2010 | 20:39 mh
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19.09.2010 | 09:53 Gustlik
Protest in Zahlen. Community mit Ausschlag. Zwar gibt es keinen einzigen Berlindemobericht, der sich lebendig als Blogeintrag hier zeigt, aber um so mehr "Experten" mit Tschenrechnerekzem, die sich i...
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19.09.2010 | 11:07 Jonathan Lütticken
Der Vergleich hinkt natürlich total. Erstens: der Anfahrtsweg nach Berlin ist für wahlbrechtigte teilweise enorm hoch. Insofern ist die Schwelle zur Demo zu erscheinen ungemein höher. Zweitens: die Annahme bei Stuttgart 21 werde nur von Stuttgarter Wahlberechtigten demonstriert, ist sicherlich auch falsch. Das ist ein mindestens regionales Thema, das sicherlich links-alternative Demo-Liebhaber aus mindestens ganz BaWü anzieht.
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10.12.2009 | 10:37 Frederic Valin
Es hätte Ihnen aber doch ganz gut getan, nochmal genauer nachzusehen, was Dath im Interview sagt. Dann hätten Sie sich eine Vorstellung machen können von seiner "Technikkritik"-Begrifflichkeit. "Ein ...
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11.12.2009 | 09:45 Jonathan Lütticken
Vielen Dank für die Antwort. Wenn ich Dath richtig verstehe, kann Technikkritik nicht bei der Technik stehen bleiben, sondern muss immer die gesellschaftlichen Verhältnisse Mitdenken. Das habe ich oben auch so zusammengefasst. Wenn Ronnie Vuine die Entwicklung des Radios bedauert, tut er nichts anderes: er wünscht sich ein anderes Radio, und macht den Grund für die Veränderung des Programms an einer technischen Entwicklung fest. Er kritisiert nicht die Schnittsoftware, sondern die Folgen ihres Einsatzes durch "jede[n] Honk". So kann sinnvolle Kritik aussehen. Pauschal zu sagen Schnittsoftware macht unsere Welt schlechter. Computer sind mit Kulturverfall gleichzusetzen - das greift sicher zu kurz, da gebe ich Ihnen und Dath recht. Aber wenn Technologiekritik die Gesellschaft einschließt, kann sie sinnvoll sein. Dagegen ist das totale Ausblenden von Gesellschaft, wie Sie es mit der Frage "Nutzt Technik?" vorschlagen, in meinen Augen Technokratismus neo-liberalster Prägung.
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Der ganz normale GEZ-Wahnsinn

08.12.2009 | 16:00 HerrBenny
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09.12.2009 | 12:09 Jonathan Lütticken
Weitere kleine Ergänzung: der ebenfalls durch öffentliche Gelder finanzierte Sender ARTE bietet auf Arte+7 ebenfalls große Teile seines Programms online an.
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Der neue Überwachungsstaat

16.09.2009 | 18:09 Jonathan Lütticken
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17.09.2009 | 17:07 Stadler
Wenn ein Polizeibeamter Demonstranten filmt, stellt dies einen Grundrechtseingriff dar, während das Filmen von Polizeiübergriffen durch einen Demonstranten eine (öffentliche) Kontrolle der Staatsgewal...
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17.09.2009 | 18:06 Jonathan Lütticken
Danke für den Kommentar. Natürlich ist es _rechtlich_ etwas anderes. Aber ideologisch wohl nicht. Es wird kontrolliert und sowohl Staat, als auch Bürger haben allen Grund sich gegenseitig zu kontrollieren. Der eine, weil ihm die Sicherheit der Bürger beauftragt wurde, der andere, weil ihm die Freiheit innerhalb der gesetzlichen Grenzen garantiert wurde. Das Polizei-Video ist ein interessanter Grenzfall, weil sich in der Person des Polizisten Staat und Bürger doppeln. Aber im Endeffekt hat hier ja ein Bürger (im Polizeidienst) ein Verbrechen begangen und nicht der Staat - der seinen Polizisten solches Handeln untersagt. Aber eigentlich kommt es darauf gar nicht so sehr an. Denn das Beispiel nutzt mir hier nur um zur Kernfrage im letzten Absatz zu gelangen: Wenn man radikal für Freiheit in der digitalen Welt eintritt, muss man sich vielleicht auch mal damit anfangen zu beschäftigen, wo die Grenzen dieser Freiheit sein sollen. Dürfen Bürger andere Bürger überwachen? Darf ich meinen Nachbarn filmen und ins Netz stellen?
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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10.07.2009 | 21:57 Joachim Losehand
Allgemein ist in der Diskussion um ein "neues Urheberrecht" der Aspekt des Gemeinwohls stärker in den Vordergrund gerückt. Urheberrecht alleine verstanden als individualrechtlicher Herrschaftsanspruch...
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13.07.2009 | 11:51 Jonathan Lütticken
Vielen Dank für diesen schönen, konstruktiven Beitrag. Der Künstler - die Person Wenn wir von Geschichte des Urheberrechts sprechen, dann müssen wir auch von der GEschichte der Künstler sprechen - denn schließlich gehtes um Menschen und ihre Lebensentwürfe. Das Urheberrecht wurde als Teil der Demokratisierung eingeführ, um den Künstlern in einer bürgerlichen Gesellschaft die Möglichkeit einer autonomen Existenz zu geben - mit dem ideologischen Hintergrund der Genieästhetik, wie du bereits angeführt hast. Heutzutage ist in der Geisteswissenschaft dieser Genie-Begriff sehr zweifelhaft. Aber von der Gesetzesänderung wären dann ja auch die Künstler betroffen, also die konkreten Persosnen, denen die heutige Rechtslage (im Idealfall) eine Unabhängigkeit bietet. Die Frage sollte doch also nicht sein: Glauben wir das ein Künstler _allein_ für sein Werk verantwortlich ist, sondern: sollten Künstler von ihrer Kunst leben - und wenn ja: wie? Diese Frage kann man natürlich auch mit 'Nein' beantworten. Aber dann soll man sich auch nicht wundern wenn man die Kulturbranche gegen sich hat. Die Branche - die Menschen In der Industrie sitzt nicht ein dicker ausbeutender Mann und plagt und schändet alle Künstler. Es gibt in Plattenfirmen immernoch Arbeitsplätze verschiedener Gehaltsstufen. Diese Menschen sind auch von Gesetzesänderungen betroffen. 2 Fragen Der gesamte Kapitalismus wie wir ihn führen, basiert auf der Privatisierung gemeiner Güter. Das beginnt bei der Landnahme, geht weiter über Tiere, Bodenschätze, usw. Wieso soll denn gerade der Kunstbereich derjenige sein, in dem dieses Grundkonzept jetzt aufgehoben wird? Wieso nicht Aufhebung des Eigentums des Brotes? Ein Akademiker lernt in der Uni frei (dafür kämpfen die Piraten ja auch) und verdient dann sein Geld _privat_ mit dieser Ausbildung im Beruf. Ist nicht auch das streng genommen ein 'Überbetonung' der Individualität? Denn schließlich kann den Job ja jeder machen. Wieso bezahlen wir überhaupt jemanden für seine Arbeit, schließlich ist er ja in dieser Gesellschaft groß geworden und seine Fähigkeiten sind maßgeblich von ihr mitentwickelt worden. Für mich ist diese Argument ein Scheinargument, dass dahinterliegende Gründe verdeckt. Kein Wunder, dass man die Piraten oft auf 'Gratisdownloads' verkürzt.
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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10.07.2009 | 19:15 Bildungswirt
Apropos "Win-Win Situation". Da beißt du in der Musikbranche auf Beton.Köpfe brauchen noch... GEMA - stranguliert im Moment Gastwirte - de faco kann keine live-Musik mehr gespielt werden. Reines Zusch...
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10.07.2009 | 21:31 Jonathan Lütticken
Ja ich weiß. Nicht nur in der Musikindustrie. Mich besorgt es, dass die Vorschläge der Piraten es nicht schaffen, für die Künstler ernsthafte Perspektiven zu schaffen. Eine Allianz zwischen Künstlern und Piraten wäre stark, aber momentan ist die Politik leider nicht so Künstler-freundlich. Zu der GEMA / Gastronomie kann ich wenig sagen. Ich bin nicht der Meinung, dass die GEMA immer tolle Politik macht und ihre Gebühren immer gut austariert. Und gerade kleine Künstler (ich selbst bin auch mit ein paar unbekannten Songs GEMA-Mitglied) haben da allen Grund sich zu beschweren, weil nicht auf großen Kommerz ausgelegte Veranstaltungen immer schwerer zu bezahlen sind. Aber: die GEMA ist genauso hart im Umgang mit der Plattenindustrie. Die müssen auch pro kopierter CD eine Abgabe zahlen. Deswegen will ich nur darauf hinweisen: Es ist nicht alles schlecht an der GEMA.
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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09.07.2009 | 22:08 Streifzug
Was ist damit? Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB Ein Anspruch auf angemessene Vergütung beispielsweise ermöglicht der Urheberin nicht, Zweitverwertungsrechte trotz Buy-out-Klausel selbs...
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10.07.2009 | 21:25 Jonathan Lütticken
Entschuldigung, ich habe den Link heute mittag nicht gesehen. Also die Seite scheint ja zum Ziel zu haben, Künstler über ihre Rechte aufzuklären und sie legt nahe, dass die bei Grafikern und Journalisten üblichen Buy-Out-Klauseln eventuell rechtswidrig sind. Ob diese Buy-Out-Klauseln in den AGBs sind oder im Hauptvertrag ist dabei eigentlich doch völlig irrelevant. Ich kann diese Frage jedenfalls nicht beantworten, bin nämlich kein Jurist - und Urheberrecht ist kompliziert. :-) Zu deiner Gesamteinschätzung: "Rechte haben und Geld dafür bekommen sind 2 Par Schuhe" stimme ich dir ABSOLUT zu. Deswegen sollte man sich - wenn man Künstler stärken will - für ein stärkeres Urheberrecht einsetzen. In Frankreich gibt es die SACD, die zentral die Rechte aller Urheberrechtsinhaber verwaltet. Eine Art Gewerkschaft+GEMA+VG Wort+VG Bild. Die Abgaben sind dort auch staatlich geregelt und liegen weit über in Deutschland üblichen Sätzen. Die Künstler unterliegen einem enormen staatlichen Schutz. (Die negative Folge dieser Denkart ist dann das neue Three-Strikes-System) Jedenfalls: Die Position die Urheberrechte zu verkürzen hilft den Künstlern definitiv nicht. Denn OHNE RECHTE erst recht KEIN GELD. Oder nicht?
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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09.07.2009 | 22:08 Streifzug
Was ist damit? Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB Ein Anspruch auf angemessene Vergütung beispielsweise ermöglicht der Urheberin nicht, Zweitverwertungsrechte trotz Buy-out-Klausel selbs...
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10.07.2009 | 21:24 Jonathan Lütticken
Entschuldigung, ich habe den Link heute mittag nicht gesehen. Also die Seite scheint ja zum Ziel zu haben, Künstler über ihre Rechte aufzuklären und sie legt nahe, dass die bei Grafikern und Journalisten üblichen Buy-Out-Klauseln eventuell rechtswidrig sind. Ob diese Buy-Out-Klauseln in den AGBs sind oder im Hauptvertrag ist dabei eigentlich doch völlig irrelevant. Ich kann diese Frage jedenfalls nicht beantworten, bin nämlich kein Jurist - und Urheberrecht ist kompliziert. :-) Zu deiner Gesamteinschätzung: "Rechte haben und Geld dafür bekommen sind 2 Par Schuhe" stimme ich dir ABSOLUT zu. Deswegen sollte man sich - wenn man Künstler stärken will - für ein stärkeres Urheberrecht einsetzen. In Frankreich gibt es die SACD, die zentral die Rechte aller Urheberrechtsinhaber verwaltet. Eine Art Gewerkschaft+GEMA+VG Wort+VG Bild. Die Abgaben sind dort auch staatlich geregelt und liegen weit über in Deutschland üblichen Sätzen. Die Künstler unterliegen einem enormen staatlichen Schutz. (Die negative Folge dieser Denkart ist dann das neue Three-Strikes-System) Jedenfalls: Die Position die Urheberrechte zu verkürzen hilft den Künstlern definitiv nicht. Denn OHNE RECHTE erst recht KEIN GELD. Oder nicht?
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Piratenschule 2: Urheberrecht

09.07.2009 | 21:52 Jonathan Lütticken
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09.07.2009 | 22:08 Streifzug
Was ist damit? Freiwild oder Artenschutz: Ausbeutung durch AGB Ein Anspruch auf angemessene Vergütung beispielsweise ermöglicht der Urheberin nicht, Zweitverwertungsrechte trotz Buy-out-Klausel selbs...
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10.07.2009 | 14:09 Jonathan Lütticken
Ist das ein Argument die Urheberrechte zu schwächen? Oder vielleicht vielmehr sie zu stärken, damit der theoretisch nicht mögliche Buy-Out in gewissen Branchen nicht trotzdem über den Umweg Verwertungsrechte vorgenommen wird? Durch die starke GEMA sind solche Verträge in der Musikbranche (und von der handelt obiger Artikel) fast nicht möglich. Dort sind Künstler über die GEMA an allen Zweitverwertungen beteiligt (siehe youtube, Filmauswertung, Compilations, Computerspiele, Disko, Konzerte, etc.). Aber aus Unkenntnis der Rechtslage passiert es auch da immer wieder, das sie einen schlechten Verlagsdeal abschließen und wenig bis gar kein Geld sehen. Nur: wie bitte soll eine Verkürzung der Rechte da Abhilfe schaffen? Nach dem Motto: wenn die Wirtschaft die Künstler ohnehin in privatrechtlichen Verträgen enteignet, dann können wir das ja gleich von Staatshand selbst übernehmen?
Jonathan Lütticken
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