Joscha Bach

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29.08.2010 | 05:06 Joscha Bach

Intellektuelle Wehrlosigkeit: Wo Kritik an Sarrazin ins Leere geht

  Die Kritik an Sarrazin geht an der Sache vorbei, wenn sie sich an seinen Argumenten abarbeitet, oder kurzerhand vor Empörung aus dem Maul zu schäumen beginnt, statt auf seine Gesellschaftsvision einzugehen. Leider scheinen die Hirnregionen, m... >> mehr

Kommentare

Kommentar zu

Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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27.01.2012 | 02:00 Joscha Bach
Mir scheint, dass der Beitrag übers Ziel hinausschiesst. Das Assoziieren der zumeist männlichen Piraten mit dem Maskulismus geschieht hier primär aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Das geht ja w...
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29.01.2012 | 03:33 Joscha Bach
Mir ist nicht klar, dass und wo die Piraten die realen Widersprüche und Ungleichheiten (die ich selbst auch nicht in Abrede stelle) leugnen. Ich stimme Ihnen auch zu, dass die Maskulisten das tun, bzw. eine entweder eine Umkehrung dieser Ungerechtigkeiten behaupten, oder aber sich offensiv zu ihnen bekennen (dh. die Benachteiligung von Frauen als positiv, weil naturgemäß darstellen). Dass die Geschlechterthemen nicht im Kernbereich der Pirateninteressen liegen, ist sicherlich auch klar. Aber wenn man ins Parteiprogramm schaut, so sind die Piraten sicher nicht mit den Maskulisten kompatibel. Mein "Rumpelkammer"-Vorwurf richtet sich nicht gegen den Feminismus (und auch nicht gegen Sie!), sondern gegen die postmodern geprägte Ideologie, die sich in weiten Teilen in den akademischen Genderstudies-Diskursen findet. Diese Strömung hat sich im Universum des eigenen Nabels ein so tiefes Loch gegraben, dass es schwer ist, sie an breite gesellschaftliche Diskussionen anzuschließen.
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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27.01.2012 | 02:00 Joscha Bach
Mir scheint, dass der Beitrag übers Ziel hinausschiesst. Das Assoziieren der zumeist männlichen Piraten mit dem Maskulismus geschieht hier primär aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Das geht ja w...
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29.01.2012 | 03:13 Joscha Bach
"Männer stellen... 90 Prozent der Haftinsassen": Sie wollen sicher nicht behaupten, dass die Frauen sie da hingebracht hätten, oder? Ich finde die These, dass die von Ihnen geschilderten Punkte an der größeren Varianz von Persönlichkeitsmerkmalen bei Männern, und der im Durchschnitt größeren Bereitschaft zum Risiko liegen, ziemlich überzeugend. Es ist auch klar, dass Aggression und Risikobereitschaft dabei helfen, in Führungspositionen aufzusteigen. Den risikobereiten Chefs stehen dann die Gefängnisinsassen gegenüber. Übrigens sind Chefs auch oft überdurchschnittlich groß und imposant, kommen aus sehr reichen und konservativen Familien und fallen nicht jahrelang durch Schwangerschaft, Stillzeit und Krankes-Kind-Betreuen aus. Das sind alles Punkte, die Frauen strukturell beim Aufstieg (und nicht nur da) benachteiligen.
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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26.01.2012 | 14:41 Ehemaliger Nutzer
"Haben auch die Piraten, Inbegriff selbstgewisser Männlichkeit, vor Frauen in ihren eigenen Reihen einfach nur Angst? Halten sie sie deshalb "unter Deck"?" Konkret - mit welchen Mitteln halten die Pi...
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29.01.2012 | 03:00 Joscha Bach
"Mann macht lächerlich, was er nicht erträgt" - stimmt hier natürlich. Ist aber auch keine Männerdomäne, sondern leider allgemein menschlich. Davon abgesehen ist es bedrückend, wie die Diskussion entgleist! Persönliche Anwürfe wechseln sich ab mit allgemeiner Leugnung der anhaltenden Diskriminierung von Frauen in der Gesellschaft. Es wäre interessanter, darüber zu reden, ob die Piraten tatsächlich in Geschlechterfragen ein Problem haben (und wenn ja, wieso), ob man das mit Gendermainstreaming in den Griff bekommen könnte, ob sie überhaupt die richtige Interessenvertretung dafür sind, ob es in Ordnung ist, wenn sich Nerds aus dem Informatikerumfeld (das, ganz gleich was die Ursachen sind, überwiegend männlich dominiert ist) zu einer Partei zusammenschließen und dann weniger Frauen drin sind, und ob Gendermainstreaming unzeitgemäß, gescheitert oder auf dem Vormarsch ist.
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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26.01.2012 | 14:41 Ehemaliger Nutzer
"Haben auch die Piraten, Inbegriff selbstgewisser Männlichkeit, vor Frauen in ihren eigenen Reihen einfach nur Angst? Halten sie sie deshalb "unter Deck"?" Konkret - mit welchen Mitteln halten die Pi...
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27.01.2012 | 02:17 Joscha Bach
Den letzten Satz finde ich deutlich unangebracht. Davon abgesehen: Ich glaube, Marina Weisband hat hier und da durchblicken lassen, dass sie sich in der Rolle der "Vorzeigefrau", bei der die Medien seitenweise über die Frisur, aber höchstens ansatzweise über politische Aussagen berichten, zutiefst unzufrieden ist, dass sie das als diskriminierend empfunden hat, und dass es eine Rolle beim Rückzug spielt. (Übrigens wird sogar von Frau Baureithel ein Halbsatz auf Marina Weisbands temporäre Bezopfung verwendet; ich hab noch nirgendwo eine Beschreibung von Martin Lauers Haartracht gelesen.) Es fiel auch auf, dass ihre gelegentlich als naiv empfundenen Aussagen ("wir sind angetreten um uns überflüssig zu machen") in den Kontext ihrer Mädchenhaftigkeit statt (wie bei anderen Piraten in vergleichbaren Fällen) in den ihrer politischen Unerfahrenheit gesetzt wurden. Glauben Sie nicht, dass das nervt, und eine Rolle dabei spielt, ob man Lust hat, im Rampenlicht zu stehen?
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Postgender? Damit sind die Piraten von gestern

Alltag | 26.01.2012 | 13:00 Ulrike Baureithel
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26.01.2012 | 17:59 Kunibert Hurtig
Das Meiste: Paste und Copy … Sinnfreier Blog ergänzt sinnlose Forschung Sei es, dass sie wie die Piraten nach ihrem Sensationssieg das ganze Geschlechterdrama für beendet erklären und selbstbewusst ...
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27.01.2012 | 02:05 Joscha Bach
Obwohl ich Ulrike Baureithel hier inhaltlich nicht unbedingt zustimme, finde ich es völlig unangemessen, sie zu beschimpfen. Wenn Sie den Artikel nicht substanziell genug finden, um im Rahmen normaler Umgangsformen zu bleiben, dann lesen Sie doch vielleicht einfach was anderes? Ich finde es schade, wenn die Diskussion nicht inhaltlich stattfinden kann.
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Joscha Bach
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04:21
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
04:02
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
03:52
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03:39
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