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"Nordafrika könne keine wahre Demokratie erfahren, wenn Islamisten, gemäßigt oder nicht, die Regierungen anführen werden." So oder so ähnlich hörte oder las ich es in den vergangenen Wochen und Monaten. Doch irgendwann kam mir der Vergleich mit der ÖVP oder der deutschen CDU/CSU. In Wahrheit nehmen doch beide, ÖVP und gemäßigte Islamisten, ihren Glauben her, um damit Werte (und in weiterer Folge ihr Parteiprogramm) zu definieren. Ein Kommentar, warum ich nur wenige Unterschiede zwischen ÖVP, CDU, CSU und den gemäßigten Islamisten Nordafrikas sehe.

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Zuallererst möchte ich die Frage aufwerfen, warum eine Partei, die den Terminus "islamistisch" im Namen trägt, per se gleich als gefährlich oder fundamental eingestuft wird. Sind es die Propaganda-Worte der FPÖ, die uns vor der Islamisierung Europas und Österreichs warnen? Oder auch die Worte Thilo Sarrazins oder die Berichte vom islamischen Terror? Wie sich die Beziehung zur Sprache in den vergangenen Jahren verändert hat, sollte uns eigentlich zu denken geben. Denn selbst die Veränderung eines solchen Terminus ins Extremistische zeigt, wie furchtbar manipulierbar wir doch sind.
Wenn ich persönlich "Islamisten" höre, denke ich gleich an Menschen, die ihren muslimischen Glauben für fundamentalistische Auslegungen missbrauchen. Und auch dem in den Medien gern benutzten Ausdruck "gemäßigte Islamisten" haftet etwas Bedrohliches an. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass man dasselbe auch auf Österreich umlegen könnte? Die Fundamentalen hier nennen sich "Die Christen", als gemäßigte Form kann man die "christlich-soziale" ÖVP ansehen.
Ungemäßigte Werte
Sollen homosexuelle Paare heiraten dürfen? Sollen sie Kinder adoptieren, soll die In-Vitro-Fertilisation für diese Paare erlaubt werden? Eine moderne Gesellschaft würde darüber nicht mehr lange nachdenken. Natürlich sollen sie das dürfen. Doch wer bestimmt für die ÖVP, was richtig ist? Natürlich die christlichen Werte: eine Familie besteht aus Vater, Mutter, Kind. Eine Ehe wird zwischen Mann und Frau geschlossen. Die westlichen Werte beruhen nun mal zu einem großen Teil auf der Bibel, und selbst ob ungläubig oder nicht, handeln die meisten Menschen nach ihnen. Das ist nicht schlecht, versteht mich hier bitte nicht falsch. Aber es ist Zeit, damit aufzuhören, sie als unveränderliche Tatsachen anzusehen. Die Werte der ÖVP müssen genauso reformiert werden, wie jene der Kirche.
Und das ist bei den gemäßigten Islamisten nicht anders. Die "Ennahda", die Wahlsieger in Tunesien oder auch die PJD in Marokko (die "islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung") bauen auch auf den Werten, die aus ihrem Glauben resultieren, Forderungen auf: zum Beispiel ein Alkoholverbot oder auch ein Kopftuchgebot (was schließlich auf einer eigenen Auslegung des Glaubens beruht). Ansonsten fordert zum Beispiel auch die PJD eine Bildungsreform, wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern, einen Ausbau der Demokratie und der Menschenrechte. Die Unterschiede sind also nun wirklich nur sehr gering.
Ich weiß, dass ich mit diesem Vergleich etwas polarisieren werde. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto plausibler erscheint mir meine Ansicht: für uns sind diese Parteien in Marokko, in Tunesien, in Ägypten nur deshalb so abschreckend, so bedrohlich, weil sie auf einem anderen Wertesystem aufbauen. Weil der islamische Glaube eben vollkommen anders aussieht als der christliche Glaube. Und das macht uns Angst. Wer aber glaubt, dass Islamismus nicht mit Demokratie vereinbar ist, soll sich nur mal Österreich oder Deutschland ansehen. Da sitzen "christlich-soziale" oder "christlich-demokratische" Parteien an den Schalthebeln, in Deutschland an der Spitze, in Österreich auf Platz 2: in den vergangenen Jahren haben es diese Christen, die ja ach so gut in unsere Gesellschaft passen, geschafft, mittels Angstmache (z.B. und vor allem vor dem islamistischen Terror) unsere Gesellschaft weniger demokratisch und weniger frei werden zu lassen.
Originalbeitrag auf neuwal.com
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Mäßigt euch, ihr Islamkritiker!
Mir wäre viel wohler, wenn die radikalen Islamisten sich mäßigen würden! |
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Das würde wohl allen gefallen. (Wobei es natürlich die radikalen Christen gibt. Ich will keine Religion ausnehmen.) Aber in meinem Kommentar geht es um die gemäßigten Islamisten, die als das Böse in der arabischen Welt angesehen werden, obwohl wir in Europa (bzw. in D und AT) genau solche Parteien mit christlichen Werten haben.
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schrieb am
30.11.2011 um 12:13
just4ikarus schrieb am 30.11.2011 um 11:56
Volle Zustimmung! Ich denke wir müssen deshalb befürchten, dass durch den "Arabischen Frühling/Herbst" der Beginn jahrzehntelanger Bürgerkriege erreicht worden ist. Zwischen den radikalen islamischen Kräften und den gemäßigten Islamisten, die eine westliche Orientierung anstreben. |
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quatsch!
zwischen denen, welche keinen bock mehr haben, im mittelmeer zu ersaufen, und jenen, welchen auch ein steuerknecht gern hintenreinkriecht. |
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schrieb am
30.11.2011 um 14:29
>>Mir wäre viel wohler, wenn die radikalen Islamisten sich mäßigen würden!<<
Nicht schlecht wäre es auch, wenn die extremistischen "christlichen Abendländer" sich mal etwas mässigen würden, schliesslich haben sie Jahrhunderte lang Krieg und Ausbeutung in die Welt getragen. Vor 30 Jahren waren es genau die "westlichen Demokratien", die in Afghanistan extreme Islamisten gegen die gemässigt säkulare Regierung unterstützten. Und sie von den Lohnschreibern der Volksverblödungspresse als "Freiheitskämpfer" über den grünen Klee loben liessen. Jetzt werden sie die Geister, die sie riefen nicht mehr los und sagen ihren Sozenschrecken&Steuerknechten, sie sollen fleissig drüber schimpfen. Aber worüber genau? Das will so ein Arno Sozenknecht-Steuerschreck lieber nicht wissen. Das arme Weltbild, es bräche zusammen. Hauptsache, er hat seinen Spass beim Knöttern, gell Steuerknecht? |
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es ist noch keine 30 jahre her, da waren antiislamisten angehoerige einer randgruppe im promillebereich. wahrscheinlich gab es noch nicht einmal das wort. der gemeine rechte war zu diesem zeitpunkt in der regel antisemit.
das neue feindbild wurde erst nach dem offiziellen ende des kalten krieges etabliert. der erste golfkrieg, und damit der versuch der neuaufteilung der region, startete unmittelbar nach dem zerfall der sowjetunion. krieg und propaganda halten seitdem an. die grenzen zwischen hetzern und verführten verschwimmen nach all den jahren, und man kann heute nicht mehr ausmachen, wer da gerade bewußt und in auftrag politik macht, und wer das ergebnis seiner hirnwäsche vor sich her trägt. nun hatten wir schon den steuerknecht und hier noch ein aktuelles beispiel, irgendwo zwischen vorsatz und weiß es nicht besser: www.sueddeutsche.de/politik/familienministerin-in-der-kritik-wissenschaftler-attackieren-schroeder-fuer-islamophobe-untertoene-1.1221681 |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:16
claudia schrieb am 30.11.2011 um 14:29
Siehe meinen Kommentar an Rahab. |
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schrieb am
30.11.2011 um 20:17
>>es ist noch keine 30 jahre her, da waren antiislamisten angehoerige einer randgruppe im promillebereich. wahrscheinlich gab es noch nicht einmal das wort. der gemeine rechte war zu diesem zeitpunkt in der regel antisemit.<<
Der gemeine Rechte (auch als "Bierdimpfl" bekannt) war damals Pro-Islamist. Er bezeichnete die Mudschahedin als heldenhafte Freiheitskämpfer. Dann wurde ihm gesagt: "Halt halt, jetzt sind das keine Freiheitskämpfer mehr, sondern Terroristen!" So hat er zeitgleich mit der Springerpresse (und SPIEGEL) seine Meinung geändert. Wie das halt immer so ist. Aber dass die islamistischen Saudis, unsere lieben guten Freunde, deutsche Panzer kaufen findet er immer noch supisupi. Das ist eben die Normdebilität des handelsüblichen Dimpfls. Wer weiss, in 10 Jahren kann das alles wieder anders sein. Dann werden wir hier, mittlerweile mit dem 20. nick, einen Taliban haben. ;-) |
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Ich hoffe, dass diese Betrachtungsweise sich mehr und mehr durchsetzt.
Zu der Verteufelung des islamischen Parteien (islamistisch ist auch so ein Begriff, den es eigentlich nicht braucht, ist die ÖVP "christistisch"?) trug schon immer bei, dass sie den Diktatoren nicht passten. Die, die jetzt gewählt werden, haben oft, sowohl persönlich als auch als Partei, eine Geschichte bitterster Verfolgung. Mancher, der jetzt oben auf der Liste steht, war im Exil oder Folteropfer. Gerade Mubarak und seine Vorgänger haben da z.T. sehr gewütet, die Nachbardiktatoren waren da auch nicht besser. Nur, darüber gab es im Westen wenig zu lesen. Denn das waren ja ganz böse Leute, die da eingesperrt und misshandelt wurden. Oder, wie in Hama, in fünfstelligen Zahlen massakriert. Im Volk jedoch kennt man die andere Seite - und das beschert jetzt hohe Wahlergebnisse. Aber es wird noch lange dauern, fürchte ich, bis die Gehirnwäsche der letzten Jahre überwunden wird und diese Parteien als Fortschritt akzeptiert werden. |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:19
Alien59 schrieb am 30.11.2011 um 12:04
Ich hoffe, dass diese Betrachtungsweise sich mehr und mehr durchsetzt. Zu der Verteufelung des islamischen Parteien (islamistisch ist auch so ein Begriff, den es eigentlich nicht braucht, ist die ÖVP "christistisch"?) trug schon immer bei, dass sie den Diktatoren nicht passten. Westliche Diktatoren braucht es dazu gar nicht. Die radikalen Islamisten sorgen schon selbst für Chaos! Siehe auch meinen Kommentar an Rahab. |
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Das sind die üblichen möchtegern-intellektuellen Spielchen.
Im Grunde ist es bei uns ja das gleiche.... Obwohl wir andererseits ja so verschieden sein sollen. Sicherlich gibt es bei uns auch fundamentalistische Strömungen. Es geht aber nicht um Qualität, sondern um Quantität. In islamischen Ländern sind die Menschen weit stärker in diesen religiösen Quatsch eingebunden als bei uns. Die Vorschriften werden viel rigider gehandhabt, Verstöße viel härter bestraft. Okay, wenn zwei Schwule heiraten, sagt irgendwo irgendein Religionstrottel, das gefällt ihm nicht. das wars aber auch schon. Im Islam ist das Outing alleine oft schon ein Todesurteil. Das sollte man vielleicht bedenken: richtig tot, Ende. Und das wird von der Bevölkerungsmehrheit getragen und für gut befunden. Und wie soll da eine Entwicklung ablaufen ? Das sind nicht irgendwelche Kulturwerte, die man in Frage stellen kann, sondern göttliche Gebote, an denen nichts zu rütteln ist. Jetzt können Sie mit Muhabetci irgendwelche Koranauslegungen präsentieren, sehr schön, aber den Leuten in diesen Ländern ist das egal. Die haben ihre von Kindesbeinan an eingeübten, man könnte auch sagen, eingetrichterten Urteile, und da ändert sich gar nichts. Auch nicht diese superklugen, supertoleranten "eigentlich ist es bei uns ja genaus so "-Erkenntnisse. web.de/magazine/sport/fussball/sonstiges/14230676-unmoralischer-jubel-sperren-fuer-iraner.html Das zum Thema, eigentlich ist es bei uns ja genauso. |
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Scheinbar haben sie meinen Kommentar nicht gelesen. Was sie beschreiben ist fundamentale islamische Politik, vor allem, wenn sie z.B. den Iran als Beispiel nehmen. Hier geht es um "gemäßigte Islamisten". Da wird meiner Meinung nach viel zu selten unterschieden.
Und wenn man die Werte (die wir heute haben) auch im arabischen Raum haben wollen, sollten wir doch am Besten missionieren ... das hat ja die vergangenen Jahrhunderte wunderbar funktioniert. Oder wir lassen sie sich selbst weiterentwickeln. Wir, in Europa, im deutschsprachigen Raum, wurden auch nicht so "gegenwärtig" geboren. |
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schrieb am
30.11.2011 um 13:07
Richard der Hayek schrieb am 30.11.2011 um 12:54
In islamischen Ländern sind die Menschen weit stärker in diesen religiösen Quatsch eingebunden als bei uns. Die Vorschriften werden viel rigider gehandhabt, Verstöße viel härter bestraft. --- **************************** --- Okay, wenn zwei Schwule heiraten, sagt irgendwo irgendein Religionstrottel, das gefällt ihm nicht. das wars aber auch schon. Im Islam ist das Outing alleine oft schon ein Todesurteil. Das sollte man vielleicht bedenken: richtig tot, Ende ***************************** Der Kommentar wurde von der Moderation editiert. Bitte keine fremdenfeindlichen und beleidigenden Äußerungen. |
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schrieb am
30.11.2011 um 13:11
just4ikarus schrieb am 30.11.2011 um 13:03
Und wenn man die Werte (die wir heute haben) auch im arabischen Raum haben wollen, sollten wir doch am Besten missionieren ... das hat ja die vergangenen Jahrhunderte wunderbar funktioniert. Sie meinen die Kreuzzüge? :-) |
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im nächsten leben dürfen RdH und steuerknecht islamwissenschaft studieren.
ich glaub, im männlichen hirn gibt es einen bereich, der dafür aktiviert werden kann. |
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schrieb am
30.11.2011 um 13:26
@Steuerknecht
Aha - die Menschen, die unter solch einer Bevormundung leiden, gehen dir also am Arsch vorbei. Der Islamismus ist schlimm, vor allem wenn er sich vor der eigenen Haustür abspielt. Das ist "Islamkritik" at its best. |
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Auch in den sogenannten gemäßigten Zonen ist der Einfluß der religiösen Vorschriften weit stärker als bei uns. Dies wird meiner Meinung nach viel zu wenig unterschieden.
Umfragen zu Folge sind in Ägypten viele Menschen der Meinung, daß Steinigung angemessene Strafe für Untreue ist. Sie reden klug daher, aber überlegen Sie sich das mal. In islamischen Ländern, in praktisch allen, ist Ehebruch für die Frau tödlich. Wenn Menschen solche Werte leben, können Sie doch dann nicht behaupten, sonst sind sie aber ganz harmlos. Solche Weltbilder haben weitreichende Konsequenzen. Mir wurde, in Bayern,im Lande von Recht und Ordnung, zu Jugendzeiten noch erklärt, Neger und Italierner sind genetsich bedingt zu faul zum arbeiten. Durch andere Einflüsse, die sich so ergeben hatten, zweifelte ich daran. Aber diese jetztige Gleichmacherei, ist das Gleiche wie bei uns, kommt mir genauso vor. Es ist ein Vorurteil, das die kulturellen Einflüsse und Konditionierungen unterm Strich überall gleich zu bewerten sind, und daß Unterschiede auf Vorurteilen beruhen. Unter der Hamas wurde den Frauen der Besuch der Cafes untersagt, die dürfen jetzt gar nicht mehr alleine irgendwo hin, sollen sich auf "ihren" Mann, ihren Weg ins Paradies, konzentrieren. Solche haben Sie auch nicht gemeint, und die auch nicht, aber so viele bleiben dann nicht mehr. Und die sind lange nicht so harmlos und aufgeklärt, wie Sie es einreden möchten. Aber da muß man bei irgendwelchen prinizipiellen Gleichheiten graduelle Unterschiede berücksichtigen, und die wirken sich sehr stark auf das Leben aus. In Dubai, meinten Sie das dann auch nicht, wurde dieses Jahr ein Touristenpaar zu einem Monat Gefängnis verurteilt, weil es sich in einem Hotel ! geküßt hat. Ein Sohn der Putzfrau, den die scheinbar bei ihrer Arbeit dabei hatte, hatte die beiden gesehen. Die haben wohl geschaut, wurden aber dann von dem Kind überrascht. Auf die Aussage eines Kindes einen Monat, wegen eines Kusses ! Das ist der gemäßigte Islam. Viel Spaß noch bei ihrem aufgeklärten, vorurteilslosem Weltbild. gruss rdh |
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schrieb am
30.11.2011 um 14:33
Meno, wann wird endlich die Taktik von diesem Steuerknecht durchschaut?
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Och, ich denke, manchem hier geht es wir mir: fröhliches Ratespiel, wie denn sein voriger Nick hieß, unter dem er schon gesperrt wurde. Einfach ignorieren.
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Sehr schön, die Kritik an Steuerknecht.
Ich bin seit einem Jahr der selbe. Wenn ein Kuss mit einem Monat Gefängnis bestraft wird, in einem gemäßigtem Land, was kann man dann über so eine "mäßige" Religion dann sagen ? Über das Weltbild der Menschen, wenn es etwa um sexuelle Toleranz und Selbstbestimmung geht ? Aber immer schön intellektuell sein und nur das denken, was paßt. gruss rdh |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:22
Rahab schrieb am 30.11.2011 um 13:17
im nächsten leben dürfen RdH und steuerknecht islamwissenschaft studieren. Das würde ich bestimmt nicht tun. Nicht weil die Fachrichtung uninteressant wäre, nein, weil man sich davon wahrscheinlich nicht ernähren könnte. |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:28
Daniel Domeinski schrieb am 30.11.2011 um 13:26
Aha - die Menschen, die unter solch einer Bevormundung leiden, gehen dir also am Arsch vorbei. Der Islamismus ist schlimm, vor allem wenn er sich vor der eigenen Haustür abspielt. Nein, im Gegenteil. Mir tun die Menschen unter dem islamischen Joch leid. Aber glaubst Du, dass man das durch die Einmischung der NATO, der USA oder sonst wem verhindern kann? Im Irak, in Afghanistan und neuerdings in Libyen kannst Du sehen, dass das überhaupt nichts bringt. Weitere Länder der "Arabellion" werden leider dem gleichen Schicksal folgen! |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:30
Hallo Richard,
ich weiß gar nicht, was aus meinem o. a. Text wegeditiert wurde. Hast Du noch eine Kopie von dem Kommentar und kannst Du ihn mir auf meine private E-Mailadresse zusenden? |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:32
Helena Neumann schrieb am 30.11.2011 um 14:33
Meno, wann wird endlich die Taktik von diesem Steuerknecht durchschaut? Und dann? Dann dürft Ihr Euch alle wieder liebhaben! ;-) |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:33
Alien59 schrieb am 30.11.2011 um 14:40
Och, ich denke, manchem hier geht es wir mir: fröhliches Ratespiel, wie denn sein voriger Nick hieß, unter dem er schon gesperrt wurde. Einfach ignorieren. Hast Du noch mehr solche raffinierten Schachzüge für eine linksliberale Meinungsfindung drauf? |
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Nein, tut mir leid.
Ich dachte nicht, daß es so schnell geht. Wahrscheinlich hat DIE REDAKTION eine Software, die Kommentare nach Themen/User/Wörtern absucht. Wenn Islam und steuerknecht vorkommen, wird es sofort kontrolliert. Wie auch sonst ? |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:40
"Mir tun die Menschen unter dem islamischen Joch leid."
Ja, und deshalb sollten die besser nicht zu uns kommen, so etwas hattest du doch in deinen Kommentar geschrieben. |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:47
Richard der Hayek schrieb am 30.11.2011 um 17:34
Wahrscheinlich hat DIE REDAKTION eine Software, die Kommentare nach Themen/User/Wörtern absucht. Wenn Islam und steuerknecht vorkommen, wird es sofort kontrolliert. Wie auch sonst ? So wird es wohl sein. Die manuelle Moderation hat dann aber ganz unterschiedliche und eigene Maßstäbe. Hier werden Sprüche gepostet, bei denen ich selber schon tausendmal aus der Community hinausbefördert wäre. Lustig, dass es hierzu bereits einen Blogbeitrag gibt. |
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Also ehrlich gesagt, wenn ich dieses ganze rumgeschrubbere lesen müßte, würde mir auch die Lust vergehen und irgendwie urteilen, irgendwas grob entscheiden.
Sehr viel ist ja nur um Kaisers Bart. aber was solls. gruss rdh |
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Man liest ja oft: Kommentar wird bearbeitet.
In diesem Blog alle, loge. |
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Gut geschrieben. Mäßigung ist in der Regel immer eher gesünder.
Besonders gilt das natürlich für Islamkritiker. Das wird dieses Stichwort Islam von den hingeworfen und die Islamkritiker meinen damit von der ganzen Welt des Islams zu sprechen, was natürlich Blödsinn ist. Wenn Schwule im Islam aufgehangen werden, hasse ich das natürlich auch, aber so sehr ich verurteile und mich davon distanziere ist das nicht die ganze Welt des Islams. Die religiösen Eiferer im Christentum mit Macht versehen bleiben auch bis in die heutige Zeit gefährlich. |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:37
poor on ruhr schrieb am 30.11.2011 um 14:07
Die religiösen Eiferer im Christentum mit Macht versehen bleiben auch bis in die heutige Zeit gefährlich. Stimmt! Das gilt aber für alle religiösen Eiferer. Nicht nur des Islams und des Christentums! |
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"Vielleicht wird Allah Zuneigung setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; denn Allah ist Allmächtig und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig."
(QUR-ÂN; Al-Mumtahana, Sure 60,8) |
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Das Sure-ping-pong ist geschenkt: es gibt auch die brutalere Fassung: tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet, schlagt eure Frauen, sucht euch keine Freunde unter den Ungläubigen, wenn sie am Lagerfeuer zu gotteslästerlich reden, schweigt ... und tötet sie nachher.
Was in diesem Werk steht oder nicht steht ist egal, es zählt, was die daraus machen, die sich darauf berufen. Die meisten Muslime haben das gar nicht gelesen, das ist einfach die Tradition, mit der sie konditioniert werden. Achtung, schon wieder so eine Aussage von so einem selbsternannten Islamkritiker: islamische Kulturen sind immer Traditionskulturen, es wird starker Wert auf überlieferte Strukturen gelegt. |
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schrieb am
30.11.2011 um 17:54
Richard der Hayek schrieb am 30.11.2011 um 17:47
Das Sure-ping-pong ist geschenkt: es gibt auch die brutalere Fassung: tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet, schlagt eure Frauen, sucht euch keine Freunde unter den Ungläubigen, wenn sie am Lagerfeuer zu gotteslästerlich reden, schweigt ... und tötet sie nachher. Ich finde, dass Du trotzdem ganz schön islamfeindlich bist. Meine Antwort kommt prompt, weil Dein Text vielleicht auch gleich wegeditiert wird! ;-) |
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Mein ungläubiger (hier= katholischer) Stiefsohn (28) hat übrigens letztens völlig unbeschadet am Opferfest einer iranischen Familie in einem Dorf in der Nähe von Teheran teilgenommen. Dazu war er eingeladen worden.
Irgendwie wollen diese Iraner sich offenbar einfach nicht daran halten , dass sie sich keine Freunde unter den Ungläubigen suchen sollen. Und töten wollen sie sie auch nicht. Kaum zu glauben. |
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Ich habe ja nicht behauptet, daß alle Vorschriften des Korans von allen Muslimen eingehalten werden.
Ich habe sie nur aufgezählt. Im übrigen ist es sowieso unmöglich, alle Regeln einzuhalten, da sie widersprüchlich sind. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie harmlos die Deutschen um 1944 waren ? Zur Vergasung von 5 Millionen Juden reichten ein paar tausend Leute, vor Ort. Dann noch höchstens 100.000 zum Einsammeln und Transportieren. Über 90 Millionen haben nie einem Juden etwas zu Leide getan. Manche haben sie sogar unter Gefahr fürs eigene Leben beschützt. Wie kann man da sage, die Deutschen hätten das gemacht, und seien so brutal gewesen. |
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"Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist."
(Die Bibel; Römer 5,5) |
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GEBE schrieb am 30.11.2011 um 14:20
"Vielleicht wird Allah Zuneigung setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; denn Allah ist Allmächtig und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig." (QUR-ÂN; Al-Mumtahana, Sure 60,8) *schlapplach* GEBE schrieb am 30.11.2011 um 14:27 "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." (Die Bibel; Römer 5,5) *auch schlapplach* |
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Die Kernaussage just4ikarus' ist okay; wenngleich auch die jüngst gewählten islamistischen Parteien Tunesiens oder Marokkos sicherlich in Fragen Fundamentalismus nicht so auf eine Stufe mit einer CDU/ CSU oder ÖVP zu setzen sind. Das einzige, was sie zunächst eint, ist wohl tatsächlich das Bekenntnis zur jeweiligen Religion. Das Abendland hat aber eine gänzlich andere gesellschaftliche Entwicklung als Nordafrika oder andere islamisch geprägte Länder hinter sich.
Hierzulande hat die Religion über Jahrhunderte starke Relativierungen erfahren. Es ist so nur allzu nachvollziehbar, dass eine Ennahda viel fundamentaler an der Schrift hängen wird als eine CDU. Darüber aber, gar mit mehr oder weniger Argwohn, befinden zu wollen und im gleichen Atemzug "Demokratie" einzufordern, negiert, was einer gesellschaftlichen Entwicklung, die von innen kommt (ob das auch so ist, wissen wir freilich nicht), angemessen ist. Das Herumkritteln des Westens an den Wahlergebnissen - obwohl nicht einmal was konkretes zum Bemängeln vorliegt - gibt den Lippenbekenntnissen von der Freude über den "Arabischen Frühling" einen ganz üblen und vielleicht sogar verräterischen Beigeschmack. |
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Ich bin für die Säkularisierung jedenfalls dankbar. Ich meine Religionen gehören stirkt in den Bereich des Privaten. Ein Vergleich zwischen monotheistischen Religionen zu führen ist müßig. Immerhin gelten in letzter Instanz immer noch die jeweiligen Verfassungen und Gesetze eines Landes und nicht die jeweilig dominate Religion/Kultur. Selbst wenn in einem Land kulturelle Vielfalt herrscht, sind alle primär vor dem Gesetz erst mal gleich.
Und da Demokratie in erster Linie idealtypisch Volksherrschaft bedeutet, in zweiter Linie Kriterien erfüllen muss um Demokratie zu sein, (freie Wahlen, Bürger-Grundrechte, Verfassungsmäßigkeit, Respekt vor und Duldung einer Opposition, politische Partizipationsrechte) ist die theologische, philosophische, kulturelle Basis nebensächlich. Auch wenn ich meine, dass man die Entwicklung hin zur Demokratie nicht nur kennen sollte, sonden auch wissen sollte warum sich die Idee der Demokratie überhaupt ausbildete - Macht - Herrschaft - Gewalt - Unterdrückung. Jedenfalls waren es m.W. nicht monotheistische Religionen, die auf die Idee mit der Demokratie kamen. Zu der Zeit herrschte m.W. noch die Göttervielfalt. Ausschlaggeben ist, in welchem Maß eine Gesellschaft die gesetzten Kriterien einer Demokratie erfüllt, mit Leben füllt und ausgestaltet. Religionen können da sicher eine Hilfestellung sein, wenn man die jeweiligen humanistischen Inhalte berücksichtigt. Religionen können aber genau so destruktive Folgen haben, wenn der Dogmatismus, Fanatismus und der Absolutismus das Maß aller Dinge sein soll. Da gebe ich dem Autor Recht, monotheistische Religionen haben alle sowohl humanistische als auch destruktive Seiten. Auf welchen Glaubensgrundlagen die nun zustande kamen, ist ebenfalls irrelavant - Wichtig ist was hinten rauskommt. |
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Liebe Angelia,
Deine Argumentation "Ich meine Religionen gehören strikt in den Bereich des Privaten. führt Dich auf dünnes Eis: Dein Dir eigenes Privateigentum gehört auch strikt in Deinen privaten Bereich, und trotzdem erwartest Du, dass der Staat, "die Gesellschaft" Dir dieses, die Verfügungsgewalt darüber schützt. Dieser Staat tut es, und dagegen würdest Du Dich auch so schnell nicht wehren, oder? Genauso: Der Satz "monotheistische Religionen haben alle sowohl humanistische als auch destruktive Seiten" ist trivial, könnte auf jede gesellschaftliche Struktur angewendet werden, die Herrschaft stabilisiert. Warum solten nichtreligiöse Denkweisen gegen "Fanatismus, Dogmatismus und Absolutismus" besser gefeit sein, solange beide immer gleichermaßen (herrschafts)ideologisch genutzt, produziert werden können? Säkularisierung ist die Struktur, die der Religion hier gegenüber dem Feudalismus/Absolutismus einen schon ganz wirksamen Riegel vorschiebt. Herrschaft hat heute andere, wirksamere Quellen und Träger als den mittelalterlichen/feudalen Klerus und seinen treuen Kaiser und Vasallen, die den gläubigen Bauernstand ausnahmen. |
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@Angelia
Zunächst würde ich Uwe Theels Einlassungen zustimmen. Die "theologische, philosophische, kulturelle Basis" ist keinesfalls "nebensächlich" - sie ist unausweichlich! Ist "bei uns" etwa Demokratie (bzw., das was wir tatsächlich haben) plötzlich, wie aus der Retorte, hingepflanzt worden. Kann man Demokratie hinpflanzen, indem man sagt, dafür müssen wir nun Punkt a, b, c ... abarbeiten und fertig. Dergestaltige Versuche hat es gegeben, ja ... |
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Uwe, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gilt freie Ausübung der Religion. Religion ist genauso geschützt wie mein Privateigentum. Ich bin Agnostikerin, trotzdem will die Mehrheit sicher nicht, dass diese eine Philosophie Gesetz wird und für alle gelten muss.
Das der Mensch ambivalent ist und seine Haltungen und Handlungen schlicht sowohl destruktiv als auch konstruktiv sein können, dass ist aber nun mal so. Nenne es trivial - dann ist der Mensch trivial. Es kommt aber darauf an sich für eine Haltung zu entscheiden. Insofern man einen freien Willen hat. Das ist dann nicht mehr trivial, sondern richtig harte Denk- und Reflektionsarbeit. Und hierbei sind Kenntnisse über theologische, philosophische und kulturelle Basen nicht nur hilfreich, sondern m.E. unerlässlich. Immerhin gibt es genug Menschen mit Sendungsbewusstsein, die ihr Halbwissen u.U. gespickt mit Ressentiments unter die Leute bringen. Basisliteratur lesen, selbstständiges Denken, eigenes Beobachten der Umwelt, dass anstrengend und nicht trivial. |
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gebe dir Recht miauxx, wenn man nicht den Hauch einer Idee von der Idee der Demokratie hat, braucht man darüber erst gar nicht reden.
Demokratie ist z.B immer etwas Bewegtes, Werdendes, Evolutionäres, hingegen monotheistischer Glaube ein schon immer da Gewesenes Sein impliziert. |
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@ Angelia schrieb am 01.12.2011 um 08:30
" Ich bin Agnostikerin, trotzdem will die Mehrheit sicher nicht, dass diese eine Philosophie Gesetz wird und für alle gelten muss. " Liebe Angelia, niemand hat Dir hier diese Fordrung unterstellt oder sie als allgemeines Problem hingestellt. Solltest Du unserem System, eben jener von Dir verteidigten Demokratie, grundsätzlich in umgekehrter Weise (= Christianisierung) den Vorwurf machen, müsste ich zurückfragen, wie Du dann darauf kommst, dass Die Demokratie die Lösung wäre. wäre sie von religiösem Denken entkleidet. Das wäre für Vergangenheit und Zukunft ahistorisch gedacht. Das Religöse ist als tranzszendentes Denken dem menschlichen Denken unverbrüchlich angehörig. Allerdings kann dessen herrschaftlicher Mißbrauch unter dem Stichwort Säkularisierung und Aufklärung unterbunden werden, wenn noch einige andere Dinge auch verwirklicht würden. Ansonsten halte ich Die Debatte zwischen Agnostikern und vernünftig Gläubigen für Glasperlenspiel, das am Kaminfeuer Spaß macht, das Gespräch über den konkreten Mißbrauch, wie gesagt, ausgenommen. "Das der Mensch ambivalent ist und seine Haltungen und Handlungen schlicht sowohl destruktiv als auch konstruktiv sein können, dass ist aber nun mal so. Nenne es trivial - dann ist der Mensch trivial." Dass der Mensch frei in seinem Willen ist, habe ich nie trivial genannt, dass der Mensch trivial sei, wie kommst Du drauf? Gerade weil er es nicht ist, sollte er sich mit trivialen Erklärungen von Welt nicht zufrieden geben. lg uwe |
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Lieber Uwe ... wäre sie (die Demokratie) von religiösem Denken entkleidet.
Die Demokratie ist vom Wesen her bereits vollständig vom religiösen Denken entkleidet, denn der wesentliche Unterschied ist, dass man innerhalb Demokratien idealtypisch immer wieder auf´s Neue nach Wegen, Wahrheiten suchen und um Antworten ringen muss, weil sie von konkreten Situationen ausgeht. Alle monotheistische Religionen haben von ihrem Wesen her aber „richtige“ Antworten, Wahrheiten und Wege immer schon parat, weil sie vom abstrakten, absolut gesetzten und unfehlbaren Gott ausgehen. Wenn sich religiöser Glaube aber einer demokratischen Diskussion stellt, bessere Argumente liefert oder dem besseren Argument folgt und einen Konsens mit anderen bilden kann, dann ist sie in der Demokratie angekommen. Beharren Religionen jedoch auf ihren von Gott gegebenen Standpunkten, bleiben sie undemokratisch und bloße Herrschaft. So ist auch mein Satz: „Ausschlaggeben ist, in welchem Maß eine Gesellschaft die gesetzten Kriterien einer Demokratie erfüllt, mit Leben füllt und ausgestaltet. Religionen können da sicher eine Hilfestellung sein, wenn man die jeweiligen humanistischen Inhalte berücksichtigt.“ zu verstehen. Ansonsten halte ich die Debatte zwischen Agnostikern und vernünftig Gläubigen für Glasperlenspiel, das am Kaminfeuer Spaß macht, O jemand wann vernünftig ist, Uwe, ob Agnostiker oder Gläubiger, stellt sich m.E. erst immer wieder auf´s Neue im Gespräch, von mir aus auch vorm Kamin, heraus. Das ist aber m.E. eher eine Frage der Vernunftbegabung und inneren Haltung jedes Einzelnen und keine Frage der philosophischen, theologischen oder kulturellen Basis. liebe Grüße Angelia |
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Seit ca. 500 Jahren sind Europäer ("Abendländer", "Arier", wie immer jemand sich als "Herrenrasse" bezeichnen will) mit ihrem Kontinent nicht mehr zufrieden, haben Gewalt&Krieg in andere Völker getragen, um sie zu unterwerfen.
Einst hiess es, "Christentum" sei genau das, was die europäischen Eroberer praktizieren: Wenn die eroberten Fremden sich dem unterwürfen, dann seien sie gut. Und waren sie nicht willig, dann brauchte man eben Gewalt. Im Interesse der guten Sache, ob das nun Gold war oder Kupfer oder Baumwolle oder was auch immer. Dass heute ein Asiate, ein Araber, ein Navajo eine europäische Sprache sprechen muss, wenn er/sie in der Hierarchie aufsteigen will ist eine Folge dieser Gewalt. Heute schnackt man: "Demokratie" ist immer genau das, was hier herrscht. Und wenn die Anderen genau das tun, was unsere Herrscher ihnen sagen, dann sind sie gut. Dafür hat man Bombenflieger, Marschflugkörper, Panzerhaubitzen etc. Eine Religion für Herrschaftszwecke zu benützen, heisse ich keineswegs gut. Schon gar nicht, wenn das mit physischer Gewalt verbunden wird. Wir können die religiös verbrämte Gewalt aber nicht wirklich hinterfragen, wenn wir unsere Geschichte und Gegenwart, die masslose Arroganz der Europäer, "Abendländer", "Arier" oder wie immer sie sich nennen möchten, selber mal in Frage stellen. Solange wir das nicht tun, bleiben wir am fruchtlosen Streit hängen darüber, wer nun der bösere Bösewicht ist. Und vergessen, dass der so genannte Islamismus von den guten Freunden der "westlichen Demokratien". den saudischen Herrschern stammt. Weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf, in Glaubenswelten. Nicht nur ich, auch viele meiner Bekannten kommen ohne Religion gut zurecht. Auf sie zu verzichten weitet den geistigen Horizont. Kaum jemand, der mal areligiös wurde, strebt wieder zurück in die Enge des durch Religion konditionierten Tunnelblickes. Ein fataler Glaube ist auch der Glaube an die alleinseligmachende Wirkung des von Europa aus in die Welt getragenen Kapitalismus, genannt "westliche Demokratie". Die Flucht in eine Religion, die das ganze Leben beherrschen soll, ob mit oder ohne die brutalen Auswüchse, für die Religionen immer wieder als Vorwand benützt werden, halte ich für keine Lösung. Wenn wir unseren Kopf so benützen, wie die Natur es für uns vorgesehen hat, können wir Besseres finden. Besseres als die scheinbare Alternative: Fanatischer Religiosismus oder fanatische Unterwerfung unter das Diktat der Kapitalrendite, "westliche Demokratie" genannt. Beides ist gar nicht so weit auseinander, wie man hier gerne glauben möchte. |
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schrieb am
01.12.2011 um 08:19
claudia schrieb am 01.12.2011 um 05:57
Seit ca. 500 Jahren sind Europäer ("Abendländer", "Arier", wie immer jemand sich als "Herrenrasse" bezeichnen will) mit ihrem Kontinent nicht mehr zufrieden, haben Gewalt&Krieg in andere Völker getragen, um sie zu unterwerfen. 500 Jahre sind zu wenig. Die Kreuzzüge gingen bereits um 1100 los. Einst hiess es, "Christentum" sei genau das, was die europäischen Eroberer praktizieren: Wenn die eroberten Fremden sich dem unterwürfen, dann seien sie gut. Und waren sie nicht willig, dann brauchte man eben Gewalt. Im Interesse der guten Sache, ob das nun Gold war oder Kupfer oder Baumwolle oder was auch immer. Der Vollständigkeit wegen muß gesagt werden, dass auch die eigene Bevölkerung durch die Allianz des Adels mit dem Klerus unterdrückt und ausgebeutet wurde! Dass heute ein Asiate, ein Araber, ein Navajo eine europäische Sprache sprechen muss, wenn er/sie in der Hierarchie aufsteigen will ist eine Folge dieser Gewalt. Trifft m. E. nur für die Navajos zu. Bei den Asiaten und Arabern wirken sich europäsche Sprachkenntnisse vorteilhaft für den Handel aus. Wir haben die Zahlen der Araber übernommen. Man darf auch nicht vergessen, dass Europa ebenfalls tlw. von den Arabern (Mauren) erobert war. Damals ging es in Europa auch schon um die Abwehr von Muslimen (732, Schlacht von Tours und Poitiers). Also nix mit europäischen Sprachen als Folge der Gewalt für den Rest der Welt! Heute schnackt man: "Demokratie" ist immer genau das, was hier herrscht. Und wenn die Anderen genau das tun, was unsere Herrscher ihnen sagen, dann sind sie gut. Dafür hat man Bombenflieger, Marschflugkörper, Panzerhaubitzen etc. Jetzt verquicken Sie alles mögliche. Vielleicht sollten Sie sich bzgl. Ihrer Demokratiekenntnisse zunächst über die Lebenswerke von Montesquieu und John Locke weiterbilden. Eine Religion für Herrschaftszwecke zu benützen, heisse ich keineswegs gut. Schon gar nicht, wenn das mit physischer Gewalt verbunden wird. Nein, ganz gewiss ist das nicht gut. Im Gegesatz zum Christentum, welches immer weiter reformiert wurde, hapert es an der gewaltlosen missionierung des Islams. Das einstellen von Bildern mit aufgehängten Schwulen, verstümmelten Frauen, Steinigungen, abgehackten Händen, Ehrenmorden usw. erspare ich Ihnen jetzt einmal. Solch eine Scheiße möchte ich in Deutschland nicht haben. Deshalb sollen sich die Muslime, die so etwas tolerieren oder ausüben, davonscheren und zwar umgehend! Ihre restlichen Ausschweifungen und religiösen Verquickungen mit dem Kapitalismus usw. sind m. E. schwachsinnig, weshalb ich nicht weiter darauf eingehe. |
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Angelia, Claudia: eure Meinung sei euch unbenommen - aber wenn die Mehrheit in einem Land gewählt hat, sollten "Demokraten" in anderen Ländern den Willen des Volkes doch respektieren, oder?
Ägypten wählt (es war ja nur der erste Wahltag, an vielen Orten wurde noch nicht gewählt), und überall wird über die Ergebnisse gemeckert. Sind freie Wahlen nur gut, wenn die Ägypter so wählen, wie es euch gefällt? Wollt ihr einen Putsch gegen die Mehrheit, so wie in Algerien, wie in Palästina? Feine Demokraten (nein, nicht ihr beiden speziell, nicht persönlich nehmen). |
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Selbstverständlich respektiere ich demokratische Wahlergebnisse. Was bleibt mir auch anderes übrig. Mir gefällt auch ein Putin oder damals ein Bush nicht. Außerdem muss ich weder in einem Land leben, dessen politische Strukturen mir als Frau Angst machen, noch es bereisen.
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Angelia, mein spitzer Kommentar war auch dem geschuldet, was ich so in der Presse finde, gestern und heute.
Es geht mir wirklich gegen den Strich, dass offensichtlich nur Revolutionen gegen diktatorische Regimes genehm sind, wenn danach brav nach westlichen Wünschen abgestimmt wird. Selbst aus Ägypten habe ich sehr entsetzte Texte gelesen - ein Teil der Revolutionäre hielt sich für den Nabel der Welt und ist erschrocken, dass die breite Masse, genau das Volk, für dessen Befreiung man sich eingesetzt hat, andere Vorstellungen von dem hat, wie es regiert werden will. Dabei, wie ein Kommentator richtig anmerkte: die Bezirke, die schon abgestimmt haben und wo die Ergebnisse bekannt sind, sind die "moderneren". Das flache Land ist da noch nicht gefragt worden. Als Frau Angst haben? Tue ich eher woanders. In die USA würde ich unter keinen Umständen reisen wollen, nach D nur mit Bauchschmerzen. Ich bin immer froh, wenn ich wieder im Flieger nach Hause sitze. |
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schrieb am
01.12.2011 um 13:33
@Alien59:
Es tut mir leid, dass ich mich so missverständlich ausgedrückt habe. Ich bin im europäischen Kulturkreis aufgewachsen, deswegen kann ich in erster Linie kritisieren, was ich hier erlebt habe und erlebe. So war mein obiger Text gemeint. Die europäische Geschichte (das heisst auch, die Geschichte europäischen Landraubes in Amerika) ist nicht mal in kleinen Ansätzen aufgearbeitet. Daher kommt die Arroganz, mit der Europäer Anderen aufs Auge drücken wollen, was sie als richtig für Völker erachten, die aus eurozentrischer Sicht unter ihnen stehen. Meinen konservativen Landsleuten ist jeder Despot heilig, wenn er "uns" nur genug Waffen abkauft und sein Volk und Land zum Vorteil hiesiger Despoten ausbeutet. Mit der Beurteilung anderer Völker bin ich vorsichtiger, ich kenne sie nicht von innen. Die Religion, die ich von innen kennenlernte, war der Katholizismus. Mit 18 bin ich aus der katholischen Kirche ausgetreten und hatte niemals das Bedürfnis, mich noch mal einer religiösen Gruppe anzuschliessen. Zu Religionen, die ich nicht von innen kenne, äussere ich mich vorsichtiger als über den Katholizismus. Aber wenn ich die europäische Arroganz kritisiere, kommen sofort einige Dimpfl angeschlurrt und halten das für eine Verteidigung des "Islamismus". Deswegen sage ich gleich dazu, dass ich Religionen grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber stehe. Und dass, was ich bisher über den saudischen Kirchenstaat hörte und las, in mir keineswegs Sympathien für die dortigen Feudalherrscher weckt. Ich würde ihnen keine Panzer verkaufen. Aber ich würde überhaupt keine Panzer verkaufen, denn wir können auch nützliche Dinge herstellen. Und ich fand es damals nicht gut, die "Mudschahedin" zu unterstützen, denn (nicht nur) ich hielt sie nicht für Freiheitskämpfer, sondern für das Gegenteil. Das muss man den hiesigen "Antiislamisten" sagen, den Jüngeren, weil sie die Geschichte nicht kennen. Und den älteren unreflektiert daherplappernden "Antiislamisten", weil sie vor 30 Jahren Pro-Islamisten waren und es heute noch gut finden, einen "islamistischen" Staat mit Waffen zu beliefern. --- Zur Wahl: Ich bin mir nicht sicher, was eine Wahl über den Volkswillen aussagt. Natürlich kann ich das für Ägypten weniger beurteilen als hierzulande. Hier sagen Wahlenergebnisse viel über die akute Propaganda aus, aber über Bedürfnisse gibt eher der Anteil der Nichtwähler Auskunft. Denjenigen, die gleich jubeln, nur weil irgendwo mal das Muster der "westlichen Demokratie" kopiert wird: Mal was ankreuzeln und dann 4 Jahre über die Regierung jammern: Denen muss man schon sagen: Haltet doch bitte erst mal die Luft an und überlegt, warum ihr so jubelt. Ein Parlament nach "westlich-demokratischem Vorbild", das von geldmächtigen Lobbyisten am Nasenring geführt wird: Ist das wirklich alles, was ihr Anderen an Fortschritt zutraut? >>Wollt ihr einen Putsch gegen die Mehrheit,...<< Hier wurde 1920 der Putsch eines kleinen Grüppchens durch Generalstreik verhindert und das war gut so. Da hat mal eine Mehrheit Demokratie gewagt. Leider zu kurzzeitig. Den Putsch einer Minderheit werde ich nie befürworten, denn gegen die Mehrheit kann man nur mit roher Gewalt regieren. Auch wenn die Gewalt in der jüngeren Zeit mehr mit psychologischen Waffen ausgeführt wird. Ich denke, man kann einer Mehrheit, die sich von religiösen und/oder ökonomischen Bonzen regieren lassen will, nur Argumente entgegen setzen. Manchmal müssen die Leute auch bestimmte Erfahrungen machen, um draus zu lernen. --- Ich hoffe, dass ich jetzt halbwegs verständlich machen konnte, worum es mir geht: Bevor man Anderen sagen will, wo es lang gehen soll, erst mal hier vor der eigenen Türe zu fegen. Die eurozentrische (spezielle die deutsche) Arroganz, mit der man Anderen Vorschriften machen will, während die doch die €€-Zeichen in den Augen blinken sehen: Die ist peinlich und lächerlich. EU und USA, deren Speklationswirtschaft ohne Ausbeutung der ärmeren Völker innerhalb weniger Tage restlos zusammenbrächen sind kein Vorbild für andere Völker. Das Besten wäre gar kein Vorbild. Sondern der Mut Neues zu wagen. |
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Claudia, gerade bei Dir war mir das schon ungefähr klar, aber ich schrieb ja, ich war heute früh z.T. echt angefressen. Nochmal Algerien braucht keiner.
Was die Wahlen angeht, ist es in Ägypten wie in Tunesien und teils in Marokko: gerade einige der jungen Revolutionäre haben sich verschätzt. Sie haben zu viele westliche Ideen im Kopf, um wirklich nachvollziehen zu können, wie die Mehrheit im Lande tickt. Gerade in Ägypten kennt die Mehrheit die Kandidaten der islamischen Parteien, insbesondere der Muslimbrüder. Die haben seit fast achtzig Jahren Grassroot-Sozialarbeit betrieben. Überall findet man Menschen, die vielleicht keine Mitglieder sind, aber die der Vereinigung bzw. einem Mitglied Gesundheit, Existenz, Ausbildung oder was noch verdanken. Die wählen sie dann natürlich, wenn sie dürfen. Hinzu kommt, dass die ebenso jahrzehntelange Verfolgung etliche Märtyrer und Helden produziert hat, die in ihrer jeweiligen Heimat auch gut bekannt sind. Das Wort dieser Männer und ihrer Familien hat dann Gewicht - nicht das eines netten jungen Mannes, der sich mutig auf dem Tahrir-Platz schlug. Außerdem: den neuen, kleinen Parteien traue ich es nicht zu, mit dem Militär fertig zu werden. Die FJP jedoch, mit einer Legitimation aus fairen Wahlen, könnte durchaus imstande sein, die wieder in die Kasernen zu schicken. Nicht mit Knall, sondern freundlich, aber bestimmt. Danach kann man ja mal sehen, wie gut die Innenpolitik ist. Zu befürchten steht, dass eine islamische Regierung massiv vom Ausland unter Druck gesetzt würde - sei es direkt über finanzielle Drohungen, sei es, durch Unterstützung eines Militärputsches. Einfach wird es nicht, vor allem wegen der schlechten Wirtschaftslage. Hoffen wir das Beste. |
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ich verstehe was dir gegen den Strich geht Alien.
Deshalb kehre ich auch lieber erstmal vor mener eigenen Tür, statt anderen chronisch unter die Nase zu reiben, was mir an ihnen stinkt. |
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Danke. Fürs Verstehen. :-))))))
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Erst einmal danke ich dem Blogger für diesen Blog.
Die Kommentare aber...na ja.. Noch nicht einmal vor 75 Jahren gab es in Deutschland eine Diktatur der schlimmsten Art seit Menschengedenken! Die Bevölkerung hat die Demokratie nicht von sich selbst aus gewählt sondern es wurde ihnen mit Bomben und Waffen augezwungen! Wie oben schon Claudia, meiner Meinung nach, richtig eingeschätzt hat, waren die Christen überall wo sie hingingen nur Tot und Mord gebracht. Wie schnell man doch die Geschichte vergessen kann sieht man an den Kommentaren einiger "Sogenannten" Islamkritiker. Als die Russen in Afghanistan einfielen wurden die Mudschahidin von der USA ausgebildet, mit Waffen versorgt und ja, Osama bin Laden wurde von der USA eingesetzt! Ich errinere da nur mal an den Film RAMBO! Dort hat Sylvester Stallone mit den Mudschahidin zusammen gegen die rote Armee gekämpft. Damals waren sie allilierte der Amerikaner. Doch dann wurden die Russen besiegt und die Mudschahidin waren überflüssig geworden. Plötzlich kamen keine Waffen, keine Nahrung, keine Sanitäre Hilfe mehr aus der USA. Die Mudschahidin merkten schnell das sie nur benutzt worden waren. Also wechselten sie die Seite und erklärten USA als den grossen Feind. Oder wie wäre es mit Ayatollah Khomeini. Reza Pehlavi wurde so weit aufgerüstet das er die viertgrösste Armee der Welt besaß! Als das Volk aber dies nicht mehr wollten, flüchteten sie sich in die Religion ( damals waren übrigens die Frauen in Iran nicht verschleiert, trugen keine Kopftücher und waren in der Armee tätig!). Khomeini war im Exil, das Volk stürtzte die Regierung und Khomeine kam an die Macht. Das fand die USA überhaupt nicht gut, also heuerten sie Saddam Hussein und rüsteten ihn auf.Er sollte den Iran angreifen und Khomeini stürzen. Das lustige an der Sache ist, das beide Seiten aufgerüstet wurden. Das kam der Wirtschaft der Amerikaner aber auch Deutschland zu gute! Saddam gewann den Krieg aber nicht. Doch irgendwann sagte die USA "Ab jetzt bekommst du keine Hilfe mehr". Alle Hilfen wurden gestoppt. Saddam griff darauf hin Kuwait an und wollte die Erdölraffinerien unter seine Kontrolle bringen. Darauf hin begang der 1 Golfkrieg. Als Saddam geschlagen wurde, wurde ihm wieder ( gegen bezahlung natürlich) Materalien und auch Waffen geliefert. Fast alle Bauunternehmen kamen aus Europa um Irak wieder aufzubauen. Natürlich machte die deutsche Wirtschaft Milliarden Gewinne damit. Dann kam 11 September, doch bevor wir soweit gehen sollte man wissen, dass Saddam alle seine Dollar reserven umtauschen wollte in EURO! Das konnte die USA nicht zulassen. Bis heute nicht eindeutig geklärt kamen dann die Angriffe auf den WT-Center. Prompt marschierte USA in Afghanistan ein und natürlich auch in den IRAK. Saddam wurde gestürzt und jetzt kommt der Clou. Der neue Premierminister war ein enger Verbündeter von Saddam, der mit ihm zusammen das eigene Volk unterjochte, doch wegen unstimmigkeiten das Land verlassen und in England im Exil lebte. Er war es auch der die Engländer mit "Geheiminformationen" fütterte. Er war es auch der die angeblichen "Massenvernichtungswaffen" mit eigenen Augen sah!!! Dieser Mann wurde also zum Premierminister. Vorläufige Bilanz 1,5 millionen zivile Opfer!!! Zahl steigt weiter an. Wie naiv muss man sein wenn man glaubt das die EU oder USA es zulassen würde, das es eine echte Demokratie in arabischen Ländern zugelassen würde. Eine Demokratie in diesen Ländern würde den Zusammenbruch Amerikas und auch Europas beschleunigen. Haupteinahme-Quellen sind nun einmal Waffen. Von den Top 100 Waffenhändlern weltweit gibt es nicht eine einzige Muslimische Rüstungsindustrie!! Ich könnte weiter machen, und weiter und weiter aber er würde nichts bringen. Die einzige Frage die man sich stellen sollte wäre " Woher bekommen diese Fundamentalisten oder Terrororganisationen oder die (sogennanten) Schurkenstaaten eigentlich ihre Waffen her?". Nun ja, einen schönen Guten Morgen auch... |
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Wer es noch nicht kennen sollte, hier nochmals Muhabbetci Darstellung aus anderem eloquenten Munde:
www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo Aber an zwei Punkten ihrer Darstellung, Muhabbetci, störe ich mich doch: 1. „Die Bevölkerung hat die Demokratie nicht von sich selbst aus gewählt sondern es wurde ihnen mit Bomben und Waffen augezwungen!“ Bei allem Groll über deutsche/westliche Ignoranz und Borniertheit, den ich grundsätzlich teile... Ich gehe davon aus, Sie sind sich schon bewusst, dass es niemanden hilft, die deutsche Geschichte auf das zwölfjährige Reich zu reduzieren. Die Bevölkerung hierzulande hat zu anderen Zeiten durchaus demokratische Reformen/eine demokratische Gesellschaft gewollt und auch eben dafür mit Waffen gekämpft; und dazu auch die eine oder andere Symbolfigur hervorgebracht. Also so ganz unbeteiligt sind die Krauts nun auch nicht an dieser kulturellen Entwicklung. Und Demokratie kann und konnte man nicht >aufzwingen<, schon gar nicht mit Bomben und Waffen! Mit der Aussage machen Sie sich also eher gemein, mit der Hegemonialpolitik der westlichen Welt und das ist ja wohl kaum ihre Absicht, geschweige denn Ihre Überzeugung. 2. „Wie oben schon Claudia, meiner Meinung nach, richtig eingeschätzt hat, waren die Christen überall wo sie hingingen nur Tot und Mord gebracht.“ Hamas auch 'ne Nummer kleiner? Kreuzzüge, Imperialismus/Kolonialismus und missionarischer Eifer sind nun wahrlich kein Ruhmesblatt! Auch ich mache mir immer wieder ein Vergnügen daraus, geBILDeten Gemütern aufzuzeigen, dass beispielsweise „unser“ Begriff von Ritterlichkeit (zivilisiertem Verhalten) auf Salah ad-Din zurück geht und keinesfalls beispielsweise auf seinen Gegenspieler Richard I. Löwenherz. Der war nach heutigen Maßstäben eher ein bildungsferner, barbarischer Hassprediger. Und wenn ich so richtig in Fahrt bin und die Zeit da ist, führe ich immer wieder gerne aus, Renaissance bedingend für Aufklärung, Humanismus, Demokratie. Aber ohne Kultur- und insbesondere Wissenstransfer aus dem arabisch/persisch-islamischen Raum, auf nahezu allen Kompetenzgebieten der damaligen Gegenwart und der Antike, hätte es keine Renaissance geben können. Vom Anfang und Ende her gedacht folgt daraus ergo, ohne den Orient, gäbe es heute im Okzident nicht den ach so wundervollen westlichen Werte-Kanon. ABER nun zu sagen, „...waren die Christen überall wo sie hingingen nur Tot und Mord gebracht...“ implizit die Moslems nicht (so sehr), ist dann auch eher schlicht. Auch bei der Verbreitung des Islams wurde überreichlich mit Feuer und Schwert argumentiert. Das relativiert christliche/westliche Untaten aus Vergangenheit und Gegenwart kein bisschen, aber es hilft ungemein bei der Verständigung, nicht zu sehr in ein gut-böse Schema zu verfallen. Eine dergestalt ausgeprägte schwarz-weiß Sicht führt doch nur dazu, dass die, im weitesten Sinne, Islamophoben der Community sich einmal mehr aufgerufen fühlen wiederum ihre Scheuklappen als Brennglas aufzudrängen. Das Ende vom Lied sind dann vorhersehbar nur noch Pöbeleien. Und ich fände es schade, wenn darüber just4ikarus' bedenkenswerter Ansatz unter der dann einsetzenden gegenseitigen Güllekanonade versinkt. |
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Diese 57 Kommentare haben mich erschrocken. Mich überraschte einerseits, dass meine Gedanken doch so einige richtig verstanden und interpretiert haben. Und ich hätte auch gerne konstruktive Kritik, hätte gerne Anregungen, andere Blickweisen erfahren, von euch, lieben Lesern.
Der Großteil der Kommentare ist aber leider - gelinde gesagt - zum Kotzen. Vorurteilsüberladene, von Einzelfällen auf die Gesamtheit schließende und teils beleidigende Beiträge waren das. Das ist das Grundübel. Dass der Islam, bzw. der Anti-Islamismus bereits so sehr in vielen unserer Köpfe verankert ist, und so eine Diskussion auf respektvollem Niveau nicht mehr möglich ist. Ein nunmehr als "Ehemaliger Nutzer" bekannte User auf freitag.de wünschte mir "Viel Spaß noch bei ihrem aufgeklärten, vorurteilslosem Weltbild." Das werde ich haben. Denn so lebt es sich eindeutig besser. |
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Der Großteil der Kommentare ist aber leider - gelinde gesagt - zum Kotzen.
Subjektive Wertungen erschweren m.E. nicht nur den Diskurs zwischen unterschiedlichen Standpunkten, sie wirken an sich schon destruktiv. Anstrengenderweise kann man dieser Falle nur entgehen, wenn man bis zur Erschöpfung um das bessere Argument ringt. |
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Wo sind die Denkfehler in meinen Gedanken? Was übersehe ich? Wo bin ich möglicherweise bei meinen Überlegungen falsch abgebogen. So könnte konstruktive Kritik aussehen ... etwas, womit ich mich auseinandersetzen hätte können. Aber einem herzhaften "Der Islam ist das Furchtbarste der Welt" kann ich halt nur sehr wenig abgewinnen.
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So etwas habe ich nicht gesagt, Sie müssen die einzelnen Blogger schon unterscheiden.
Meine Aussage war, daß auch im sogenannten gemäßigten Islam die Religion eine viel zu starke Rolle spielt. Sie fordern Entwicklungszeit: die Entwicklung geht aber in eher noch stärkerer Religiosität und damit Bereitschaft zu für uns unannehmbaren Handlungen. Sicher sind die meisten friedlich, solange sie nicht zuviele Ungläubigen in ihrer Heimat rumlaufen. Aber die Zahl derer, die sich genötigt fühlt, ihre Bestimmung durch Gewaltaktionen bei uns zu erfüllen, steigt so. Auch diese Einmischung in UNSERE Angelegenheiten hier. Wenn in Dänemark Mohammed-Karikaturen gezeigt werden, ist das unsere westliche Kultur, und das geht weder in Pakistan noch sonstwo irgendjemand etwas an. Und dann kommt so ein Wahnsinniger mit dem Hammer aus Afrika und will den Zeichner erschlagen. So etwas ist unannehmbar. Es war ein langer Kampf und eine wichtige und notwendige Kulturleistung des Westens, sich aus diesem religiösen Zwang zu lösen, der im praktischen Leben nur zu Problemen führt. Und die machen genau das Gegenteil, das ist die Sackgasse. |
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schrieb am
03.12.2011 um 00:27
>>für uns unannehmbaren Handlungen.<<
Wichtig ist, was für die Leute dort annehmbar ist, wo sie leben. Für mich ist der Spätkapitalismus, der überdrehte Konsumismusglaube und die Konsequenzen daraus unannehmbar. Und warum sollten sie mich wo anders ernst nehmen, wenn ich ihnen nur die hiesige Scheisse als Vitamin anpreisen kann? Das ist doch hirnrissig. Man muss sich doch nur mal ausserhalb unserer Tretmühle aufhalten um zu sehen wie pervers es ist, den kapitalistischen Krisismus als ultimative Heilslehre anzupreisen. Wenn wir schon unsere eigenen Probleme nicht lösen können, dann könnten wir doch wenigstens mal die grosse Angeberfresse runterfahren, oder? |
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Sie haben Recht mit Ihrer Kapitalismuskritik.
Aber die verstärkte Religiösität führt nicht zu andern Wirtschaftsformen, wie kommen Sie darauf ? Die wirklcihen Machthaber werden nichts ändern, höchstens ein bischen Linderung. In der SZ war zu lesen, die Salafisten haben in Ägypten an Macht gewonnen. Es gibt einen solchen in Deutschland, Herr Pierre Vogel, auf der Seite "der wahre Glaube". Da können Sie sich sachkundig machen, was sich da anbahnt. Die Frauen sind dran, mindestens Schleier, Steinigung bei Ehebruch, und diese Nummern. |
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schrieb am
03.12.2011 um 01:12
>>Aber die verstärkte Religiösität führt nicht zu andern Wirtschaftsformen, wie kommen Sie darauf ?<<
Auf so einen Quatsch komme ich nicht. Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, meine obigen Beiträge zu lesen, wäre Ihnen das klar. Ich habe sogar darauf hingewiesen, dass mir reaktionäre Ideologen einen "pro-Islamismus vorwerfen werden, sobald ich die eurozentrische Arroganz und ihre Ursprünge nur mal einbeziehe. Ich halte es für reichlich pervers, hiesige Glaubenskonstrukte als Heilslehre für andere anzubieten und das "Revolution" zu nennen. Nur weil es einmal funktioniert hat, eine "Demokratie jetzt!"-Bewegung unter dem Titel "blühende Landschaften" abzuwürgen und das als innerstaatlich "Revolution" zu verkaufen wird dieser reaktionäre Scheiss noch lange nicht wo anders ernst genommen. Wollen Sie auf ein Ende der Geschichte mit der Globalisierung der Agenda 2010 hinaus oder was? Machen wir doch erst mal selber was besser, dann können wir mitreden. --- Ich will ernst genommen werden, und genau deswegen kann ich nicht das Glaubensmodell "westliche Demokratie" als Ersatz für andere Heilslehren verkaufen. Die das tun haben Angst vor einer Revolution. Ich habe diese Angst nicht. |
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@Richard der Hayek am 03.12.2011 um 00:42,
Sie argumentieren hier ähnlich wie schon in Ihrem neuesten Blog, einem aus meiner Sicht merkwürdigen Provokatiönchen, das immerhin Ihre Botschaft erkennbar macht. Nun müssen hier ägyptische Salafisten, bzw. die denen nahe stehende dortige Partei, für das herhalten, was die deutsche Karikatur des Islamismus an ungebildetem Quatsch verzapft. Kennen Sie die politischen Verhältnisse in Ägypten? Nein, oder? Haben Sie vom Islam mehr Ahnung, außer, dass Sie gegen ihn sind und meinen, dessen Anhänger diffamieren zu müssen? Sie wollen einfach mal so - und genau jetzt und unbedingt hier- rechtes Zeug bedienen. Während andere Menschen fassungslos sind, was bei ersten Ermittlungen zu "Dönermorden", NaziVleuten, Verfassungsschutzverquickungen bekannt wird. |
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was soll's?! bekanntlich hat RdH von islam keine ahnung. null. aber er hat mal irgendwo gelesen, dass frauen-gucken im islam nicht so einfach ist wie hierzulande. also kämpft er jetzt für freies frauen-gucken. und, weil leichen meist keinen schönen anblick bieten, gegen steinigung. hinrichtung geht schließlich auch schöner, wie die texanische giftspritze immer wieder zeigt.
zur erschließung der gedanklichen welt der ägyptischen muslim-brüder (und des politischen islam insgesamt) empfehle ich Gudrun Krämer, Gottes Staat als Republik und zur einstimmung dieses hier www.vrue.nomos.de/fileadmin/vrue/doc/Aufsatz_VRUE_05_03.pdf |
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"Meine Aussage war, daß auch im sogenannten gemäßigten Islam die Religion eine viel zu starke Rolle spielt."
Und die Aussage von just4ikarus war, zumindest so wie ich es verstanden habe, dass auch in einer sog. aufgeklärten Gesellschaft und repräsentativen Demokratie christlichen Zuschnitts die Religion eine vergleichbar starke Rolle spielt." Ich sage nur, Präimplantationsdiagnostik, kurz PID vs. CDU/CSU Eine Debatte die in einem Ausmaß unter dem Primat des >C< geführt wurde, dass ich als Agnostiker mich dabei gelinde gesagt diskriminiert fühlte. |
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ach komm Richard, der Islam und anteilig die Salafisten, sind nicht Pierre Vogel und das weißt du auch. Derartige Totschlagargumente bringen uns m.E. in der Sache keinen Schritt weiter.
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Die Salafisten sind schon Pierre Vogel. Genau so.
Sicher ist der Islam nicht nur Salafismus, aber der ist voll dabei, und von den gemäßigten kritisiert da keiner was, Hauptsaceh Islam. Die Christen waren auch nicht nur die Kreuzzüge, das waren grad einmal ein paar tausend, und trotzdem wird dauernd drauf rumgehackt. Ihr könnt doch nicht einfach nur die friedlichen beachten und die generalisieren, das ist genauso falsch wie umgekehrt. Und ich habe das nie so gesagt und nie gemeint, daß der Islam nur radikal ist. Aber die radikalen Strömungen sind sehr stark vertreten, und die nehmen großen Einfluss. Der Anteil unter den christlichen Patres, die die Kinder verführt haben, ist auch nicht so bedeutend größer als unter der Restbevölkerung, und jeder schmiert das aufs Butterbrot. Zu recht auch. Und ihr auch und erst recht.+ Aber beim Islam wird nur immer reingewaschen, die sehr deutlichen negativen Aspekte immer ausgbeblendet und so getan, als gäbs das gar nicht. |
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von dir, RdH, steht immer noch aus:
entweder der beweis, dass ich (also rahab) die shoa und den genozid an den armeniern geleugnet hätte oder aber die öffentliche erklärung, daß du dies wahrheitswidrig behauptet hast und du mich (also rahab) dafür um entschuldigung bittest. na? |
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Mach einen Blog draus, dann brauchst du nicht so viel zu tippen.
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Also ich für meinen Teil würde mich als neutral bezeichnen, was Religionen betrifft. Möglicherweise, lieber RdH, komme ich dann auch davon, ohne der Parteinahme bezichtigt zu werden, wenn ich sage, das...
„Die Christen waren auch nicht nur die Kreuzzüge, das waren grad einmal ein paar tausend,...“ ...ist so ausgedrückt schlichtweg Unfug. Allein beim ersten Kreuzzug umfasste das Gesamtheer, als es sich bei Konstantinopel sammelte 50.000 bis 60.000 Menschen. Um die damalige Bevölkerungsdichte zur heutigen ins Verhältnis zu setzen kann man vergleichsweise locker 500.000 bis 600.000 ansetzen. Zum Vergleich: Bei der Operation Overlord – Landung in der Normandie – haben die Allierten in den ersten 7 Tagen 326.000 Soldaten angelandet. |
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Okay, sie haben mehr Detailkentnisse.
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Kunststück, wenn man Geschichte studiert hat. ;-)
...also keine Ruhmestat meinerseits. |
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Macht nichts, Kenntnis ist Kenntnis, und fertig.
Das schätze ich an dieser Community: man wird manchmal wirklich gut belehrt. Gab es Schwerpunkte ? Da fällt mir ein, ich habe ein Anliegen: wegen des ersten Arbeitsschutzgesetzes in Preussen von 1839. In Wikipedia war zu lesen, es wurde gegen harten Widerstand der Industrie durchgesetzt. Ich wollte den Wortlaut wissen, ob es das gleiche war wie jetzt noch: gefährdet den Aufschwung, und so. Besuchte einen Kumpel in Berlin und blätterte ein paar Jahrgänge der Voss'schen und Spener'schen Zeitung durch. Recht interessant, aber damals war ja alles zensiert. Also kein Artikel zu dem Thema. Wo könnte man sowas finden ? Oder gehe ich doch an eine Uni und frag im Fachbereich, wer da Ahnung. Danke, und Gruss rdh |
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Jetzt geht das hier weiter!
Ich habe den Blog just4ikarus' so verstanden, dass eine in Tunesien nun gewählte Ennahda vielleicht gar nicht so etwas anderes ist als hierzulande eine CDU o.ä. Der Vergleich, wie alle Vergleiche, hinkt zwar etwas, hat aber trotzdem eine richtige Aussage in sich: Eine gewählte islamistische Partei in solch einem Land ist, zumindest zunächst, ein völlig normaler, na, sagen wir, nachvollziehbarer Zustand. Und der geht "uns" eigentlich auch nicht viel an; wir haben darüber nicht zu befinden. Insofern ist ein persönliches Aufgeilen darüber, wer nun am meisten Ahnung vom "wirklichen" Islam hat usw. zumindest völlig am Thema vorbei! |
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Ganz meine Meinung.
Wenn in den USA ein W.Bush oder, gemäßigter, ein Obama gewählt wird: in einem solchen Land ist das normal, und das geht uns überhaupt nichts an. Alles nachvollziehbar, da haben wir überhaupt nichts rum zu kritisieren. |
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Meine Schwerpunkte: Kolonialgeschichte & Dekolonisation sowie Geschichtsphilosophie & Kulturtheorie
Der Weg zu einer historischen Fakultät mit entsprechender Uni-Bibliothek ist sicherlich eine gute Idee. Ansonsten würde mir spontan noch einfallen, anfragen bei Preussen-Museum des Landes NRW in Minden und Wesel Stiftung Preussischer Kulturbesitz in Berlin Bundesminsiterium für Arbeit & Soziales Bundeszentrale für politische Bildung ...naja und natürlich die einschlägigen Literatur- und Quellenangaben bei Wikipedia auf lebende und noch berufstätigen Historiker checken und die dann anrufen. Meist sind die Autoren ja als Dozenten oder Forscher über Unis und andere wissenschaftliche Einrichtugen telefonisch oder per E-Mail ansprechbar. Ich selbst bin nun wahrlich kein Preussen-Spezialist, von daher habe ich auch keinen Überblick, welche Kollegen und Institutionen in welchen Schwerpunkten aktiv sind. |
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hmmm... ich glaube in einer globalen und eng zusammenhängenden Welt geht uns sehr viel was an. Die günstigere Variante wäre vielleicht, man würde konstruktiven Erfahrungsaustausch statt einen Wettbewerb der Religionen pflegen.
Ich meine einem großen Teil der Bürger wird klar sein, dass die Bezeichnungen C für christlich, S für sozial und F für liberal z.Z reiner Etikettenschwindel ist. Und wenn wir bedenken, dass Werte wie Menschenrechte, Demokratie usw. in den letzten Jahren von unseren westlichen Weltenlenkern instrumentalisiert und pervertiert wurden, haben wir vor unserer eigenen Tür sicher genug zu kehren. Das muss in der arabischen Welt so nicht zwangsläufig werden. Letzendlich wählen die Menschen dort ja auch Parteien von denen sie sich eine Verbesserung ihrer Lebenssituation erhoffen. Ob in Tunesien oder Ägypten scheinen Parteien mit islamischen Inhalten hier das größte Vertrauen zu genießen. Die Erwartungen der Bevölkerung sind nach der Revolution entsprechend hoch und können genauso schnell enttäuscht werden. Es wäre nicht das erste mal, dass die Revolution ihre Kinder frisst. Wahrscheinlich sitzen Menschen unterschiedlicher politischer und kultureller Strukturen mehr in einem Boot, als ihnen bewusst ist. schöne Grüße Angelia |
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"It's the economy, stupid"
. nochmals und nochmals. . zwischen dem nepotismus (skylla) der islamischen eliten und dem islamismus (charybdis) -in den unterschiedlichsten ausprägungen- zappelt die muslimische welt. . und die westliche welt? . zurücklehnen....und zugucken. . und die fresse halten. |
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@just4ikarus
Lieber just4ikarus, das Problem ist, glaube ich, dass Du islamisch und "islamistisch" nicht konsequent unterscheidest oder einfach unterstellst, die Medien hätten sich in der Wortwahl geirrt. Das schließe ich aus Deiner Argumentation. Das Pendant für eine "islamistische" (oder islamisch-fundamentalistische) Partei wäre - da geb ich @Alien59 Recht - eine christlich-fundamentalistische (neologistisch vielleicht tatsächlich "christlichistische") Partei, also nicht die CDU, sondern die PBC (Partei Bibeltreuer Christen). Die ist zwar bei uns bedeutungslos, aber vom ihrem rechtspolitischen Ansatz her genauso undemokratisch wie echte Isalmisten. Das rechtspolitische Ziel ist in beiden Fällen dasselbe: die Regierung des göttlichen Rechts, und ihre Gesetze können weder gewechselt, noch geändert, noch angefochten werden. (Ruholla Chomeini, 1943) Daraus leiten die Anhänger dann z.B. ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften u.ä. Forderungen konsequent ab - hier wie da. Ein Pendant zur CDU wäre eher eher eine nicht fundamentalistischem Denken, aber islamischen Werten verpflichtete Partei wie vielleicht die türkische Mutterlandspartei, die zugleich die Menschenrechte im Sinne der UN Charta respektiert und auch stärker durchgesetzt hat, als Vorgängerregierungen (z.B. Bevölkerungsminderheiten wie den Kurden gegenüber). Im Zusammenhang mit islamischen Ländern ist das Bekenntnis zu "Menschenrechten" mehrdeutig, weil die islamische Menschenrechtserklärung nicht deckungsgleich mit der UN Charta ist. Da muss man aufpassen, was jeweils gemeint ist, um Missverständnisse zu vermeiden. Und wir müssen bedenken, dass die UN Standards in westlichen Ländern noch nicht sehr lange gelten, vielleicht auch noch nicht wirklich überall. Und in den Teilen der Welt, um die es geht, hat der Westen entweder seine liebe Mühe, für diese Rechte gegen den Regierungs- und/oder Bevölkerungswillen zu werben, und sich oft auch nicht wirklich drum geschert. Eher im Gegenteil. Es sind trotzdem keine schlechten Standards, wenn auch ergänzungsbedürftig, und es liegt im Interesse der Menschen hier wie dort, dass sie so weit als möglich in die neuen Verfassungen einfließen, weil die Abwesenheit von Gewalt, Willkür und Intransparenz den Frieden und Rechtsfrieden am dauerhaftesten gewährleistet und - wie das Beispiel der Türkei zeigt - sehr wohl auch mit dem Glauben einer islamischen Bevölkerungsmehrheit vereinbar sein kann. LG Christian |
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Sehr geehrter ChristianBerlin,
persönlich bin ich immer davon ausgegangen, das christliche Menschen gerne christliche Parteien wählen, warum sollten dann moslemische Menschen nicht gerne moslemische Parteien wählen. Leider gibt es da ein kleines Problem zwischen den Religionen. Die Bibel regelt bei weiten nicht so weit in alle Bereiche hinein, wie es der Koran macht. So hatte Attatürk, einer der klügeren (und umstritteneren) Europäer der letzten 150 Jahre eine klare Trennung zwischen Religion und Staat erwirkt. Doch leider wird derzeit mit allen Mittel versucht die Religion immer weiter in den Staat hineinzutragen. Seit ungefähr 30 Jahren ist der Islamismus in die Offensive getreten und versucht mit aller Macht und allen Mittel sich gegen die anderen Religionen abzusetzen und durchzusetzen. Es gibt klare agressive Tendenzen, nicht das es nicht auch christliche Gruppen gibt (insbesondere in Nord- und Süd-Amerika), die vom Islam ausgehen. Wer den Koran gelesen hat, wird feststellen, dass im Grunde in jeder Sure zur Gewalt gegen Andersgläubige (insbesondere Juden) und Nichtgläubige aufgerufen wird. Islam bedeutet soviel wie Unterwerfung (das mit der Islam bedeutet Frieden ist nichts weiter als Propaganda) und ist mit unseren westlichen Vorstellung nicht vereinbar. Wir können nicht eine Religion dulden, die zur Gewalt gegen andere aufruft (und ich habe eine Übersetzung des Koran gelesen). Es ist deshalb auch kein Wunder, dass in der traditionellen islamischen Theologie eine Übersetzung als unmöglich gilt (weil es dann schon wieder eine Interpretation ist), weil das, was dort zum Teil geschrieben steht Anders- und Nichtgläubige erschrecken würde. Daher haben sich die islamischen Theologen wohl gedacht, dass es besser ist, dass der Feind nicht weiss, was in dem Buch steht. Klar gibt es viele Stellen mit Verständnis und Güte und sind tolle Wegweiser fürs Leben, aber der negative Grundton ist alle paar Seiten klar zu erlesen und zu spüren. Somit wird jeder Staat, der eine islamistische Regierung hat, nie wirklich ein Partner von westlichen Staaten sein können. Da war wieder der Ritter in mir ;-) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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