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Angesichts des Leserschwunds bei Zeitungen prüfe Aldi aber verstärkt Alternativen zur Zeitungswerbung, mit der sich maximal noch 60 Prozent der Haushalte erreichen ließe.
Vielleicht lohnt sich der Wechsel ja ins Digitale. Aldi sucht die grösstmögliche Reichweite und will es natürlich billig. Schonmal bei den Adscales dieser Welt reingeschaut? Sie sind preisbewusst und bieten ganz viel Platz, ist ja unendlich davon im Internet. Bei einer potenziellen Buchung des Pionier-Discounters landet die Werbung dann zufällig auf billigfliegervergleich.de oder chat2000.net. Das sind quasi die Handzettel des 21. Jahrhunderts.
via Horizont
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War bestimmt wieder ein Berater im Hause, der RonALDI davon überzeugt hat, dass man die 2 Kilogramm 'Handzettel', die allwöchentlich im Briefkasten landen, um Aldi erweitern kann. Ein echter Papierknüller!
In den Redaktionen von WAZ bis AAZ bricht jetzt Panik aus, weil man immer eine Seite an LEERE übrig hat. |
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Im Grunde genommen kann es ALDI eigentlich egal sein, ob ich die Zeitungsbeilagen ungelesen wegwerfe oder die ausgeteilten Handzettel, die man wegen der verwendeten Druckfarben noch nicht mal zum Ofen anzünden verwenden darf.
Digitale Handzettel werden leicht durch Adblock Plus entsorgt, wobei der Heizwert hier noch deutlich unter dem der Handzettel liegt. |
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Der Vorteil "für uns", ganz bescheiden und ungefragt vereinnahmend, liegt bei Internetwerbung in der Tatsache begründet, dass man sehr wirkungsvolle Adblocker verwenden kann, diese (noch) nicht verboten sind - ala der Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen.
Hier liegt natürlich noch Potential begraben, dieses "Verweigern" von oft schon nervender, bunter Blinkewerbung unter gewissen Sanktionsvorbehalt zu stellen. Die eher positiven Varianten wären Schleichwerbung innerhalb von vorgeblich seriösen Inhalten, oder die Computersysteme technisch so zu gestalten, dass Werbung nicht zu blockieren ist. Muss dann natürlich billig bis umsonst sein, so ein System. Bleibt zur Finanzierung die kreative Quersubventionierung oder gleich eine staatliche Zwangsabgabe ala GEZ, im Neusprech Haushaltsabgabe. |
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Adblocker als digitaler Äquivalent der "Bitte keine Werbung" am Briefkasten. Ist Aldi dialogfähig mit dem diskursiven Medium Internet und den nachwachsenden Kunden? Die private Aldikultur des Gründers sitzt tief, dann doch lieber anoyme Handzettel drucken.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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