Kaisuke

Blog von Kaisuke

31.12.2010 | 15:33

Medientrends 2011

1. Verlage verlieren Kontrolle

Eine Verlags-GEZ soll ihre kostenlose WWW-Strategie rückwirkend kippen, natürlich ohne eigene Kreativität oder gar mit neuen Produkten, sprich Geschäftsmodellen im Informationsökosystem. Trend: Konservative Medien versuchen sich im Web als Kontrolle-Freaks. Andere experimentieren mit Flattr ähnlichen Modellen um die Reputationsökonomie effizienter zu honorieren.

2. Lokale Werbung

Die Samwers und andere Groupon-Klone in Deutschland gehen mal wieder auf Nummer sicher mitsamt attraktivem Exit. Sie nehmen den lokalen Platzhirschen weiter signifikante Anteile vom Werbekuchen, und der Kunde ist glücklicher, ooops. Trend: Digitale lokale Werbung floriert und funktioniert, vor allem mobil. Konsolidierung der Unternehmen. Friendticker überlebt und baut Position in Deutschland aus.

3. Tablet Wars

Der iPad hat den Tablet massentauglich erfolgreich vermarktet und ästhetisch neue Standards gesetzt. Die anderen spielen jetzt auch mit. Der Galaxy Tab ist der erste ernsthafte Verfolger. Android kommt. Der Schlüssel zum Erfolg ist genügend Hype zum Launch. Trend: WebOS überrascht mit innovativem Tablet. Neue Agenturen entwicklen und vertreiben Hochglanz Werbeformate, die mehr Geld reinspülen als Online-Banner.

4. Blog 3.0

Deutschland ist weiterhin ein Blog-Dorf. Wir lassen die BayernLB ungeschoren die Steuern verschwenden und sogenannte Experten entscheiden alleine den Ausgang anstatt informierte, engagierte und digitale Bürger. Mittlerweile haben sich einige, wenige Blogger etabliert und bestimmen die Medienagenda mit. Trend: Meistgelesene gewinnen weiter an Einfluss und Monetarisierung professionalisiert sich. 

5. Wochenzeitung

Das WWW setzt die Tageszeitung seit gefühlten 15 Jahren unter Druck. Die Auflagen sinken nettonetto und die Leser entwicklen sich parallel zur Demografie. Für die letzten Print-Liebhaber hilft nur noch die Wochenzeitung. Auch die alte graue Dame hat davon gehört und bietet das "Weekender" Abo an. Trend: FAS, WamS, Die Zeit und der Freitag stärken weiter ihre Auflagen eher mit inhaltlicher Perspektive und Detail als mit Aktualität.

 
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Kaisuke
Dekodifikation des Mediengeschäfts
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