Kaisuke

Blog von Kaisuke

24.02.2010 | 18:55

Verlage auf der Suche nach Heuschrecken

Wenn es nach innovationsarmen Printverlagsmanagern geht ist das Internet im Neuen Markt stehen geblieben, diese Spinner. Ich habs dich schon immer gewusst, wer bestellt sich den schon Äpfel übers Internet? Auf faz.de stand 1999 geschrieben, dass sie auch keine Bücher im Rad lesen und begründeten damit ihre fehlende tagesaktuelle, redaktionelle Internet-Präsenz.

Zehn Jahre nach dem Neuen Markt gibt es  das Internet immernoch, mittlerweile hat Online die Zeitschriftenwerbung abgelöst. Nur unterliegen die Preise viel härteren Bedingungen als Print. Alles is messbar und Performance-Buden stellen schonmal 30 Mitarbeiter ein um auf reiner CPO-Basis abzurechnen. Printwerbung schwimmt im Luxus der Illusion.

Trotzdem: Der Qualitätsjournalismus wird immernoch aus den Print-Budgets finanziert und profitabel sind nur wenige Nachrichtenportale. Verlage halten an  alten Geschäftsmodellen fest, kreative Ideen werden zaghaft umgesetzt oder schnell wieder eingestellt.

Erst wurde der Kleinanzeigenmarkt verschlafen, ein Craigslist a la Germania entsprang aus keiner Garage. Die Entwicklung des Web 2.0, eingehend mit der Veränderung von Menschen ehemals bekannt als Leser, ist für das deutsche Hierarchiegeplänkel sperrig und Blogs geniessen weiterhin ein Schattendasein.

Vielleicht sind Private Equity Unternehmen für Verlage attraktiv um alte Strukturen aufzubrechen. Auch wenn Slow Media ein netter und wichtiger Ansatz zum neuen Filterproblem ist, gewinnen Verlage mit Innovationsgeschwindigkeit und einer gesunden Portion Mut.

 

 
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Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.02.2010 um 19:06
Insbesondere den letzten Absatz verstehe ich dann gar nicht mehr: alte Strukturen aufbrechen, Ansatz zum neuen Filterproblem, Verlage mit Innovationsgeschwindigkeit. Ich wollte das nie, schon 1999 nicht. Dann aber kam 2000, dann das berüchtigte 2010. Habe ich den Kleinanzeigenmarkt verschlafen? Oder die Heuschrecke nicht gesehen?
Aber wie gesagt, ich verstehe den Beitrag nicht. Eine mir unbekannte Sprache. Wer übersetzt?
Streifzug schrieb am 24.02.2010 um 19:11
Besonnenheit
Die nur ganz langsam gehen, aber immer den rechen Weg verfolgen, können viel weiter kommen als die, welche laufen und auf Abwege geraten.
René Descartes
born2bmild schrieb am 24.02.2010 um 19:26
Übersetzung:
Eigenverantwortlich flexibel & kreativ innovative Kompetenzen erwerben. Für die anvisierte Zielgruppe ein Startup pushen & an der Börse absahnen. Und als 30jähriger alter Sack in Kalifornien den Ruhestand genießen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.02.2010 um 20:48
Ja, da danke ich aber mal!
SiebzehnterJuni schrieb am 01.03.2010 um 07:36
Schubi Du Bi DuuuuuuuuuuuuuuuHHH !!!
Kaisuke schrieb am 01.03.2010 um 19:04
Mit alten Strukturen ist das Verständnis von zB einer zentraler Redaktion gemeint. Das Filterproblem haben Verlage mehr denn je, welche Inhalte sind relevant und wie wählen die Nutzer diese heute aus? Der Kleinanzeigenmarkt ist Online von Verlagen verschlafen worden, in Deutschland haben sie sich ausgeruht und keine Online-Pendancen gestartet. Heuschrecken könnten ja ganz hilfreich sein um die Veränderung vorranzutreiben, aber nur um der Beschleunigungswillen.
Kaisuke
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