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Ein Petitionsaufruf
Deutschland blockiert immer noch eine einheitliche, wirksame Antidiskriminierungsrichtlinie für die gesamte EU. Die Bundesregierung und ihre zuständige Ministerin Schröder verschließen die Augen vor den Realitäten Europas. Mit einer solchen Richtlinie wäre es nicht möglich einen CSD in Litauen zu verbieten oder Minarettbauten in der Schweiz. Die Direktoren von Amnesty International haben sich in einem Brief an die die Familienministerin Kristina Schröder gewandt. Darin sagen sie unter anderem:
„Deutschland blockiert damit nicht nur die Verhandlungen über die Richtlinie im Rat. Es erlaubt auch anderen EU-Mitgliedstaaten, sich hinter dieser Haltung zu verstecken .... Vor allem aber sendet Deutschland ein verheerendes Signal aus: Dass die EU nicht tätig werden müsse, um eine Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, Religionszugehörigkeit, Alter oder Behinderung zu bekämpfen, die zur Wirklichkeit in Europa gehört, und dies nicht nur auf dem Arbeitsmarkt“
Noch sind zwanzig Tage Zeit diese Petition zu unterschreiben. Ihr findet über den Link direkt zu der Seite der niederländischen Sektion (Amnesty darf laut Satzung nicht im eigenen Land aktiv werden), wo ihr die Petition, die dort auf deutsch vorliegt, unterschreiben könnt. Bitte nehmt euch die paar Minuten Zeit. Zur Zeit ist die Beteiligung recht mager wie ich finde. Und ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann mit diesem Blog, dass sich das ändert. Informiert doch auch Freunde und Bekannte.
Vielen Dank im voraus
KalleWirsch
www.amnesty-actie.nl/eupetition/?locale=de_DE
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schließe mich an: unterschreiben!
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Super - danke euch. Dann funktioniert der Link auch, ich konnte das leider nicht nachhaltig überprüfen, weil ich schon unterschrieben habe und dann immer nur eine Danksagung für die Unterschrift auftaucht, wenn ich auf den Link gehe. Jetzt bin ich beruhigt :-))))
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Ich hab da auch bereits Kritik an den Webmaster des EU Office geschickt, vor Allem auch weil die Anbindung an soziale Netzwerke fehlt.
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Die fehlt anscheinend wirklich. Sonst wäre doch die Beteiligung reger. Bei Campact funktioniert das besser.
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Habe soeben unterschrieben.
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Hallo KalleWirsch,
ich nehme jetzt noch eine Quer-Verlinkung von ZEIT-ONLINE aus vor, schon geschehen: community.zeit.de/user/blogger/beitrag/2010/05/08/schwule-und-lesben-nrw-geht-morgen-bitte-w%C3%A4hlen Gruß SexPower |
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Herzlichen Dank. Das nennt man glaube ich netzwerken .-)))
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Gute Petitition, ich bin dafür.
Beim Stichwort Diskriminierung werde ich leider wieder auf die leidige Benachteiligung von Menschen, deren Arbeitsplatz sich auf dem ehemaligen (!) Ostsektor befindet bezüglich Gehalt gestoßen. Gehaltsrechner Ost ist im Schnitt hundert Euro aufwärts mieser. Das kann doch eigentlich nicht so durchgehen?! Das gleiche bei der unterschiedlichen Bezahlung von Frauen und Männern bei gleichen Aufgaben. Wo bleiben hier die Empörung, Aufrufe, Beschwerden und Petitionen?! Es gibt eine Stellen, bei denen man sich melden kann, zum Beispiel: www.antidiskriminierungsstelle.de/ www.antidiskriminierung.org |
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Dazu kommt dann noch, die schlechtere Bezahlung in "typischen" Frauenberufen. Eine Friseurin in Frankfurt Oder verdient 3,50 € die Stunde. Wenn das nicht menschenverachtend ist, dann weiß ich nichts.
Beim Ost West Unterschied bin ich mir nicht sicher, ob das durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten wieder aufgefangen wird. Ich arbeite viel in Hamburg und da sind die Preise deutlich höher als in Berlin (zumindest Ost). Und auch im Ruhrpott finde ich es imer viel teurer. Berlin West hält da seltsamerweise aber mit. Ich weiß nicht wie die Lebenshaltungskosten in Dresden oder Leipzig etc. sind. |
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Okay, die Lebenshaltungskosten müssen bei der Lohnentwicklung berücksichtigt werden.
In Berlin ist es aber zum Beispiel so, dass ich, selbst wenn ich in Westend wohne, aber am Ostkreuz arbeite, nach Tarif "ost" bezahlt werde. Das ist nicht logisch, oder? |
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Nein, das ist es nicht. Ganz klar.
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"Beim Ost West Unterschied bin ich mir nicht sicher, ob das durch die niedrigeren Lebenshaltungskosten wieder aufgefangen wird"
Also ich finde 3,50 sind überall sittenwidrig. Das kann heute kein alleiniges Kriterium mehr sein, ob es irgendwo billiger ist. Es braucht einen einheitlichen Mindestlohn, weil sonst genau diese Argumente eingeführt werden, um die Leute mit Hungerlöhnen abzuspeisen und als "Aufstocker" zum Arbeitsamt zu schicken. |
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Naja, ich habe in meinem Kommentar die 3,50 sogar als menschenverachtend bezeichnet. Ich bin absoluter Verfechter eines Mindeslohnes und vielmehr für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Die Frage nach den Lebenshaltungskosten ist denke ich trotzdem legitim. Und es war wirklich eine Frage. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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