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Ich lese zum ersten mal in meinem Leben Marx. Zugebenermaßen aufbereitet und quergelesen. Zum Einstieg will ich mich nicht überfordern. Mein momentanes Lieblingszitat ist:
"Was könnte die kapitalistische Produktionsweise besser charakterisieren als die Notwendigkeit, ihr durch Zwangsgesetz von Staats wegen die einfachsten Reinlichkeits- und Gesundheitsvorrichtungen aufzuherrschen?"
Was sind die Lieblingszitate der Freitags-Gemeinschaft aus der Kritk an Kapitalismus und Konsumgesellschaft? Wer von Karl Marx über Rosa Luxemburg bis Michael Moore hat es auf den Punkt gebracht, oder beleuchtet einen oft unbedachten Aspekt?
Über viele Zitate und neue Einblicke würde ich mich freuen.
Es grüßt
KalleWirsch
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...aus bist du noch lange nicht sag mir erst wie alt du bist. Neben der Schwierigkeit genau zu datieren wann Absolutismus und Feudalherrschaft vom Kapitalismus abgelöst wurden, müssten wir nur furchbar lange zählen. Obwohl, genau genommen dürfte es sich wohl im überschaubaren Minutenbereich befinden. Je nach Definition. |
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... da wir doch Kapitalismus spielen, schlage ich folgende Ergänzung vor:
... aus bist du noch lange nicht sag mir erst wie reich du bist. Jaja, was sich früh übt ... |
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... ach so, verbeiß dich nicht zu sehr in Marx. Der hat eine rasante Lernfähigkeit an den Tag gelegt und erschräke bestimmt darüber, mit welch fast schon religiösen Gläubigkeit heute noch Texte runtergebetet werden, die er mit Sicherheit gänzlich neu denken und formulieren würde.
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Ich finde es nur spannend, ihn überhaupt mal zu lesen.
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...sehe gerade, du nimmst dir "Marx Lesen" von Robert Kurz zur Brust. Dann schau mal auch Seite 377, Der Staat muß betteln gehen: das fiktive Kapital der Staatsschulden
"Um dieselbe Zeit, wo man in England aufhörte, Hexen zu verbrennen, fing man dort an, Banknotenfälscher zu hängen."Zu Robert Kurz: der kann sehr erbaulich sein, sich aber auch problemlos in luftleere Räume abstrahieren ;) |
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Ohne die Contenance zu verlieren frage ich nun mal: welches verrückte, kurzsichtige Perückenschaf hat mir oben einen Stern gegeben ;)
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@ Streifzug
Ich würde dir nie einen Stern geben. |
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@Achtermann,
schon klar, du bist ja auch nicht kurzsichtig ... |
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Ich lese zum ersten mal in meinem Leben Marx. Zugebenermaßen aufbereitet und quergelesen.
Ich empfehle das Original. Ich hatte mich seinerzeit durch einige Einführungen gequält, bis ich gemerkt habe, daß Marx (und vor allem Engels) leichter und in jedem Fall vergnüglicher zu lesen sind. Ich empfehle den "Anti-Dühring" von Engels und - wenn schon Sekundärliteratur - dann die "Einführung in den dialektischen Materialismus" von August Thalheimer. Ciao Wolfram |
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Ich habe mich an "Marx Lesen" von Robert Kurz gemacht, der eine Bezüglichkeit von Marx zu heute herstellt und diese dann mit Originalpassagen anfüttert. Das ist gar nicht dröge oder quälend.
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Marx' "Das Kapital" habe ich vor 3 Jahren gelesen und fand es sehr erhellend. Allerdings phasenweise natürlich auch nicht gerade leichte Kost.
Eins meiner Lieblingszitate: "Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden." John-Maynard Keynes. |
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Das ist ein sehr schönes Zitat beim der ich sehr lachen musste.
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„Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis.“
George Soros (14,5 Milliarden Dollar schwer) Der könnte sich sogar den Sonnenaufgang kaufen... |
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Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.
Rio Reiser Das Interessante an deinem Zitat ist, die ständige Wiederholung dieses Prinzips. Wonach auf den Sonnenuntergang mit Sicherheit die nächste Finsternis wartet. |
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"la mejor inversión es combatir la pobreza"
"die beste Investition ist, die Armut zu bekämpfen" Carlos Slim 1. oder 2. reichster Mann der Welt, ein echter Marx & Engel eben... |
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@Kalle
Hm... Du stellst ja Fragen. :) Mir fällt auf die Schnelle nichts ein. Allerdings (jetzt eine kleine Abweichung vom Thema bzw. Ausweitung des Thema... okay?): Ich habe vor wenigen Tagen ein Buch bzw. eine Romanreihe The Forsyte Saga von John Galworthy gelesen. (Übrigens: Eine Empfehlung! Macht sich auch unter dem Weihnachtsbaum sehr gut). Da geht es in einem der Romanteilen um die Zeiten, die ca. ein Jahrhundert zurückliegen. Also ich gebe zu, ich war bei manchen Textpassagen so überrascht, dass ich völlig fassungslos den Monitor anstarrte. Was da über kulturelle und politische Umstände (von atonaler Musik bis zu Kapitalismuskritik) geschrieben wird, stimmt insofern damit, was heutzutage debattiert wird, dass mir wirklich die Sprache verschlagen blieb. Ich sehe dieses Buch übrigens als Bestätigung für meine These, dass Evolution (auch gesellschaftliche) nicht geradlinig geht, sondern nach bestimmten fraktalen Mustern, die sich nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten auch ändern können bzw. geändert werden können (rede ich jetzt deutsch oder deutsch?)... und was die westliche Welt seit dem Anfang der Aufklärungsepoche betrifft, so handelt es sich um spiralförmige Entwicklung. Also. Wir sind da angekommen, wo wir von einem Jahrhundert schon waren... aber eben auf eine höhere Stufe (Spirale, kein Kreis!). Also: Entweder werden die historische Ereignisse den gleichen Bahn nehmen, wie im 20. Jahrhundert, nur auf einer höheren Stufe, oder wir ändern bewusst den fraktaler Muster. Bewusst heiß im Bewusstsein, was "die Welt im Innersten zusammenhält" und nach welcher Gesetzmäßigkeiten die Welt funktioniert. Die Formel der Weltrevolution, gell? Zitieren kann ich jetzt leider nicht, weil ich das Buch in russischer Übersetzung gelesen habe. lib.ru/INPROZ/GOLSUORSI/saga5.txt Ich sehe mal nach dem Weihnachten nach, ob ich die deutsche Übersetzung in der Bücherei bekomme. |
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Entwicklung ist letztendlich immer spiralförmig. Wäre sie kreisförmig würden wir identische Situationen immer wieder neu erleben. Ob allerdings die Dinge wirklich auf höherer, oder nicht vielmehr nur auf anderer Ebene erlebt werden, da bin ich nicht sicher.
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hervorragende sekundärliteratur:
"Das Menschenbild bei Marx" von Erich Fromm mit Auszügen aus seinen Frühwerken! - Auszüge hier: contra-fluminem.org/Materialien/M5.pdf |
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Danke. Das könnte hilfreich sein.
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So unbestreitbar Marx in vielerlei Hinsicht recht hatte, ganz erstaunlich bestimmte Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus vorhersah - so gibt es aber auch gravierende Irrtümer: die mE drei wichtigsten:
1. Die Arbeiterklasse ist für mich keine Avantgarde, kein bessere Klasse, kann keine besonderen Recht beanspruchen etc. Auch daher ist es falsch: 2. Die Diktatur des Proletariats. Weder ist das Proletariat besonders edel oder fortschrittlich, noch kann irgendeine Form der Diktaur Fortschritt bedeuten. 3. In seiner Mehrwerttheorie übernimmt Marx den Gedanken, die Natur an sich hat keinen Wert. Böse, aber leider nicht ganz falsche Zitate: Wer mit zwanzig kein Kommunist ist hat kein Herz und wer mit vierzig noch immer Kommunist ist hat keinen Verstand. Der Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Der Kommunismus ist die Umkehrung des Kapitalismus. Conclusio: Vielleicht sollten wir etwas anstreben, das wie vielleicht Kommunismus nennen könnten, aber auf demokratischen und ökologischen Grundlagen - sonst wird es wieder nichts. Allerbeste Grüße Ullrich |
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Ich würde Marx auch auf keinen Sockel stellen wollen. Er war ja auch ein ziemlich übler Schwulenfeind, was er mit Engels gemein hatte. Dazu hätte ich sogar ein Zitat über den ersten bekannteren Schwulenaktivisten Ulrichs. Aber da muss ich erst nachschlagen und das Buch befindet sich gerade nicht bei mir.
Deine Ausführungen interessant. Obwohl ich das Churchill Zitat so nicht ganz unterschreibe. Denn ich beobachte an mir selbst, dass ich nach revolutionärer Jugend und Mäßigung danach, mit zunehmendem Alter wieder radikaler werde. Ein überdachtes Back To The Roots sozusagen. Wobei ich mich nie als Kommunist gesehen habe. |
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Ja, lieber Kalle das ist es, der Personenkult. Da wird unter den Teppich gekehrt was das Zeugs hält.
Übrigens wußte ich nicht, Churchill zitiert zu haben, ich nehme an es war mein Zweites. Recht kann ich Dir auch mit meiner Selbstbeobachtung geben, nein ich werde dem Unrecht gegenüber nicht milder mit den Jahren. Ich höre auch wieder gern die Lieder von früher, auch wenn es fast ein wenig kitschig ist, mich berührt es immer wieder: |
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Ich biete mal zwei Zitate an.
1) Aus Marxens Zeit als Philosoph (Ökonomisch-philosophische Manuskripte): "Der Kommunismus ist die notwendige Gestalt und das energische Prinzip der nächsten Zukunft, aber der Kommunismus ist nicht als solcher das Ziel der menschlichen Entwicklung - die Gestalt der menschlichen Gesellschaft." 2) Marx als Ökonom (Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie): "Freie Individualität, gegründet auf die universelle Entwicklung der Individuen und die Unterordnung ihrer gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen Produktivität als ihres gesellschaftlichen Vermögens, ist die dritte Stufe." (der menschlichen Gesellschaft). Sorry, dass ich die Anfrage ernst genommen habe. Scheint nicht bei allen hier so angekommen zu sein. Dass ich diese beiden Quellen ausgewählt habe, hat mit meiner Studienzeit zu tun - beide Schriften sind im Original lesbar. |
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Vielen Dank. Die Anfrage war auch durchaus ernst gemeint. Hat leider nicht so ganz hingehauen. Ich dachte es würde besser funktionieren, zumal mich ja nicht nur Zitate von Marx interessierten.
Aber vielleicht habe ich unbewusst einfach den falschen Zeitpunkt gewählt. Manchmal ist das so und das Scherzen und die anderen Anmerkungen fand ich auch amüsant bis interessant. |
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Noch eins:
Original DKP: "Ein Atomkraftwerk in der Hand eines Kapitalisten ist furchtbar gefährlich, ein Atomkraftwerk in der Hand in der Hand der Arbeiterklasse ist eine gute Sache." Und eins von mir: Antikommunist wurde man nicht durch den wunderbaren Kapitalismus, sondern durch den real existierenden Sozialismus. |
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@Ullrich Läntzsch schrieb am 27.12.2011 um 14:15
Lieber Ullrich, geht`s nicht noch platter ? Kalle versucht uns an seinen ersten Schritten der Lektüre von Marx teilhaben zu lassen und Du "widerlegst" den Marxismus "abschließend " mit stalinistischen Sprüchen, bzw. bürgerlichen Siegersprüchen, die nicht einmal vom Zitierenden selbst inhaltlich kommentiert werden? Da brauch! Kalle dann auch nicht weiter zu lesen, zu studieren?! LG ut |
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Lieber Uwe Theel,
Du solltest meine wenigen Zeilen doch nun wirklich nicht als Versuch der "abschließenden" Widerlegung Marxismus werten. So viel Dummheit möchte ich mir nicht unterstellen lassen. Das Zitat der DKP - dem westdeutschen Gralshüter der SED-gemäßen Auslegung des Kommunismus - halte ich in seinem ganzen Wahnsinn tatsächlich für repräsentativ für eine bestimmte Fraktion von Kommunisten, die leider immer noch nichts begriffen haben. Mein eigenes kleines Urteil Antikommunist wurde man nicht durch den wunderbaren Kapitalismus, sondern durch den real existierenden Sozialismus. Faßt eine Phase meinen persönlichen Entwicklung heraus, die ich so zwar stimmig auf den Punkt brachte, die aber - und dies ist mein Versäumnis - meine Weiterentwicklung unter den Tisch fallen läßt. Nein, ich sehe mich schon seit, ich weiß nicht mehr wie vielen, Jahren nicht mehr als Antikommunist, denn ich sehe im Kommunismus keine Gefahr die es zu bekämpfen gilt. Die Notwendigkeit eines Systemwechsels bzw. -wandels ist für mich keine Frage. Wenn man unter Kommunismus die ultimative soziale Ordnung versteht, in der die gesamte Menschheit auf demokratischer Grundlage, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ebenso abgeschafft hat wie die Ausbeutung der Natur - dann bin ich für diesen Kommunismus. In diesem Sinn würde ich es gern auf einen neuen Versuch ankommenlassen. Das 164 Jahre alte Manifest der Kommunistischen Partei mit der Diktatur des Proletariats allerdings, das kann und will ich nicht unterschreiben, halte es für ebenso bedürftig einer Revision wie die Bibel, die Lehren eines Konfuzius, oder Buddhas und der aller Voschläge der Gesamtheit aller Adepten. Und Kalle sollte wie jedermann und jede Frau so viel lesen und studieren wie möglich, aber da mache ich mir bei Kalle nun wirklich keine Sorgen. Du doch sicher auch nicht! - oder? Allerbeste Ullrich |
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Lieber kalle, das von Dir genannte Marxzitat stellt ein eine von Dir ohnen jeden Zusammenhang wiedergegebene Zwischenbemerkung marxen`s dar, die er eingangs eines Kapitel gibt, in dem er die Rolle der "Fabrikgesetzgebung. (Gesundheits- und Erziehungsklauseln.) Ihre Verallgemeinerung in England" für die Durchsetzung der kapitalistischen Produktionsweise auf alleine gut 20 Seiten diskutiert. Dein Zitat steht auf der ersten Seite des Abs. 9., das von mir angeführte
"Wenn die Verallgemeinerung der Fabrikgesetzgebung als physische und geistiges Schutzmittel der Arbeiterklasse unvermeidlich geworden ist, verallgemeinert und beschleunigt sie andrerseits, wie bereits angedeutet, die Verwandlung zerstreuter Arbeitsprozesse auf Zwergmaßstab in kombinierte Arbeitsprozesse auf großer, gesellschaftlicher Stufenleiter, also die Konzentration des Kapitals und die Alleinherrschaft des Fabrikregimes. Sie zerstört alle altertümlichen und Übergangsformen, wohinter sich die Herrschaft des Kapitals noch teilweise versteckt, und ersetzt sie durch seine direkt, unverhüllte Herrschaft. Sie verallgemeinert damit auch den direkten Kampf gegen diese Herrschaft. Während sie in den individuellen Werkstätten Gleichförmigkeit, Regelmäßigkeit, Ordnung und Ökonomie erzwingt, vermehrt sie durch den ungeheuren Sporn, den Schranke und Regel des Arbeitstags der Technik aufdrücken, die Anarchie und Katastrophen der kapitalistischen Produktion im großen und ganzen, die Intensität der Arbeit und die Konkurrenz der Maschinerie mit dem Arbeiter. Mit den Sphären des Kleinbetriebs und der Hausarbeit vernichtet sie die letzten Zufluchtsstätten der "Überzähligen" und damit das bisherige Sicherheitsventil des ganzen Gesellschaftsmechanismus. Mit den materiellen Bedingungen und der gesellschaftlichen Kombination des Produktionsprozesses reift sie die Widersprüche und Antagonismen seiner kapitalistischen Form, daher gleichzeitig die Bildungselemente einer neuen und die Umwälzungsmomente der alten Gesellschaft." praktisch am Ende auf den Seiten 525/526. Mich hätte einmal interessiert, was Dir das Zitat "Was könnte die kapitalistische Produktionsweise besser charakterisieren als die Notwendigkeit, ihr durch Zwangsgesetz von Staats wegen die einfachsten Reinlichkeits- und Gesundheitsvorrichtungen aufzuherrschen?" eigentlich überhaupt mitgeteilt hat, außer, dass Du es für ein Lieblingszitat von Dir hältst? Bist Du bis auf Seite 525, MEW 23 vorgedrungen, um das Motiv, die eigentliche Aussage für das von Dir Zitierte zu finden und zu verstehen? Ich kann Wolframs Vorschlag nur zustimmen: Lies das Original am Stück und schon gar nicht Zitatsammlungen der Wikipedia o.ä.! Unkommentierte Zitate, sind für den Zitierenden kein Ausweis von Verständnis, das da mitgeteilt würde. Ich wünsche Dir viel Freude beim Marx-Studium, auch im neuen Jahr :-). Gruß Uwe |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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