karlsand

Neu beginnen

21.10.2009 | 16:26

hartz IV für kinder

jedem, der in not ist, soll geholfen werden. das ist der grundsatz der sozialen marktwirtschaft und soll es auch bleiben.

aber hilfe ist immer gemeint als hilfe zur selbsthilfe. würde man einem inder oder einem afrikaner eine hilfe in der form gewähren, wie sie hier einem algII-empfänger gewährt wird, dann wäre er mit sicherheit in sehr kurzer zeit in der lage, sich durch eigenes tun zu finanzieren und die gewährte hilfe könnte entfallen.

hier dagegen klagen algII-bezieher, weil ihnen die kindbezogenen bestandteile ihres regelsatzes zu niedrig vorkommen.

ich muss ehrlich sagen, dass, wenn jemand ein kind oder gar mehrere haben will, auch erwartet werden kann, dass er sich und sein kind im wesentlichen selbst ernährt. es ist eine merkwürdige einstellung, kinder zu bekommen und anschließend vom staat die vollkommene alimentierung zu verlangen. 

in meiner ( sehr großen ) familie lebt niemand von algII oder anderen transferleistungen des staates (außer die älteren von rente). meine sechs kinder, die inzwischen auch selbst eltern sind, leben durch die bank nicht von algII. es ist für sie eine pure selbstverständlichkeit, dass man für sich und die seinen alleine aufkommen muss.

dass jemand kinder bekommt und nicht den arsch in der hose hat, für diese selbst zu arbeiten, soviel geld zu verdienen, dass dem kind alles realistische ermöglicht wird u.s.w., finde ich unsäglich. noch schlimmer empfinde ich es aber, wenn leute, die sowieso schon von algII leben, immer noch weitere kinder bekommen und dann uns alle als solidargemeinschaft heranziehen wollen, um die folgen ihres unreflektierten sexualverhaltens zu bezahlen.

was soll aus solchen kindern werden und welche wertvorstellungen werden ihnen vorgelebt?

 

 
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Kommentare
westerhoff schrieb am 21.10.2009 um 16:34
Soweit zu den Überlegungen - nur steht dem gegenüber, dass die Kinder sich nicht aussuchen konnten, ob ihre Eltern sie gebären. Einmal auf der Welt, sind sie auf der Welt. Es sind nicht ihre Eltern, die hier um Geld und Grundsicherung bitten, sondern die Kinder - die während ihrer Kindheit zudem nicht die Möglichkeit besitzen, sich durch ein eigenes Einkommen selbst zu versorgen.
jayne schrieb am 21.10.2009 um 16:51
Sie schreiben: "noch schlimmer empfinde ich es aber, wenn leute, die sowieso schon von algII leben, immer noch weitere kinder bekommen und dann uns alle als solidargemeinschaft heranziehen wollen, um die folgen ihres unreflektierten sexualverhaltens zu bezahlen." Oh, Karlsand, hier lohnte sich ein blick in die geschichte, sowohl in die unselige, verbrecherische der sozial verbrämten sterilisation und euthanasie im dritten reich, als auch die sozialgeschichte im allgemeinen. Das wäre etwas, das Sie reflektieren sollten, ehe sie den schmiedehammer des sozialdarwinismus und neoliberalismus schwingen.
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