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Alle Argumente gegen Ursula von der Leyen hat Jens Berger in Telepolis sehr fein und pointiert auf den Punkt gebracht. Zugleich nennt er auch das absolute Totschlagargument für Ursula von der Leyen als künftige Bundespräsidentin. Im Text leicht zu finden, für minder Lesewillige: einfach im Text nach Unke suchen.
Sehr schön hat Thomas Sigmund im Handelsblatt gestern über die Imagepflegepläne von von der Leyen berichtet. So dämlich eine 1,6 Millionen-Kampagne zur Imagepflege grundsätzlich sein mag, just in diesen Zeiten würde ich jedem anderen Politiker vorwerfen, es handele sich hierbei um einen gezielten Affront; allein gegen wen wüßte ich nicht zu sagen. Bei 'Röschen' hingegen - nicht, jedenfalls nicht gezielt.
Zu ihrer Entlastung ist wohl anzunehmen, dass diese Maßnahme noch weit vor dem seltsamen Rücktritt Köhlers stattfand und kein unmittelbarer Zusammenhang erkennbar ist.
Ein Argument für von der Leyen: sie sieht deutlich präsentabler aus als Merkel, was für eine Präsidentin mit hauptsächlich repräsentativen Aufgaben nicht ganz unwichtig ist (siehe den Verweis auf Unke in Absatz 1).
Auch hier, in diesem Artikel, gibt es das Killerargument für von der Leyen: Zielstrebigkeit. Wenn sie eines ist, dann dieses. Ein Ziel, gleich welches, einmal im Visier, trabt sie los und weicht nicht vor Erreichen dieses Zieles wieder von dem selbst gewählten Pfad der Tugend ab. Irrelevant dabei bleibt die Wahl der Mittel oder des Ziels selbst. Denn auch hier bleibt sich die nette Uschi treu: zielsicher wie kaum ein anderer Mensch auf dieser Erde wählt sie sich erst einmal ein völlig abwegiges Ziel (wie zum Beispiel: Hartz IV soll endlich mal weg von dem Negtivimage) und bedient sich dabei total absurder Mittel (um beim Beispiel zu bleiben: benennen wir's doch einfach um). Als Präsidentin hätte könnte sie beinahe sofort Armut, Hunger, Elend und Krieg auf der Welt beenden noch bevor ihre Schratzen Mittagessen hatten: umbenannt. Der Krieg in Afghanistan? Kirmes! Da gibt es auch Schießbuden. AIDS? Umbenennen in Allgemeine Immundefizitstärke. Dann 'ne Imagekampagne und fertig ist die Laube.
Für Juristen oder juristisch gebildete sollte damit der Fall Ursula von der Leyen klar sein: untaugliche Mittel + untaugliche Objekte = (hier noch einmal zum nachlesen).
Der Rest lehnt sich zurück und genießt einfach nur die Show.
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Naja immerhin eine Frau :-)) aber sonst?? Nix Gutes zu erwarten. Familienpolitik? Altbacken. (Auch unser MP möchte 3-4 Kinder pro Familie für das Wachstum des Volkes). Auch sie mit Merkel zu vergleichen, ist billig: wer saehe nicht besser aus?
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falls uvdl bp wird, ist das historische niedersachsen albrechts eurodeutschlands zukunft geworden.
na ja, die gegenwart musses richten, wie immer. |
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Ich glaube, es gibt nur einen einzigen Grund, FÜR sie als BP zu sein: sie wäre aus der Politik raus und könnte keinen weiteren Schaden anrichten.
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es gibt menschen, die, wenn sie in meiner glotze auftauchen, ich aufgrund von gesicht oder stimme sofort abdrehen muß, es gibt eine, fällt mir gerade ein, da treffen beide sachen zu ...
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Nö, glaub ich nicht. Die findet einen Weg....
Außerdem: das der Bundespräsident nicht nach Ablauf der Amtszeit wieder in die Bundesregierung zurückkehren sollte, ist ja kein Gesetz sondern ein Gentlemens agreement. Und da ja jetzt keine Gentlemens mehr in der Regierung sitzen.... |
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Hast Recht. Nicht mal dieser schwache Trost bliebe da...
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Was musste die Nation nicht alles ertragen:
- Haberschlachter Nordhang "schlotzen" mit Theodor Heuss (Elly Knapp-Heuss hat immerhin das Müttergenesungswerk initiiert) - wunderbare Reden von Heinrich Lübke, ein echter Kabarettist (eine Schallplatte, absolute Rarität) - strenge, moralinsaure Predigten von Gustav Heinemann (und im Nachgang Uta Ranke-Heinemann) - Singen mit Walter Scheel (absolut positiv Mildred Scheels Krebsstiftung) - Wandern gegen das Vergessen mit Karl Carstens - eine gute Rede des Freiherrn von Weizsäcker (dauerpräsidiales Verhalten) - Kochen bei von und mit den Herzogs - die Dackelsuche in der "Bild" von Familie Rau - Gaisburger Marsch mit Horst und Eva Was soll noch kommen? Das Amt des BP hat sich kontinuierlich zum Boulevard hin entwickelt. Warum nicht wie in GB der Geburt eines Kindes entgegenfiebern, Leo, Downing Street Nr. 10. Oder wollen wir nicht alle den Designer von Michelle Obamas Kleidern wissen, nachdem wir bereits mehr als eine Legislaturperiode die "4 Buttons" und Angela ertragen? Frau von der Leyens Lebenslauf hat Ecken und Kanten wie fast bei jedem Akademiker der nicht "mainstream" das Studium absolviert hat. Was für sie spricht, ist die Ablenkung von Frau Merkels sauertöpfischem Gesicht, den hängenden Mundwinkeln, der zunehmenden "Gewichtung" und der Hoffnung, dass sie ein paar Reden gegen das "Aussitzen" von drängenden Problemen vorträgt..... ist das zuviel verlangt? |
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Ach, nein, das ist doch nicht zu viel verlangt. Und das kann unser 'Röschen' sicher auch noch so nebenher machen, da bin ich ganz sicher.
Also: keine Sorge. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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