Katharina N.

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16.02.2012 | 22:40

Diagnose-Klinik-Tod

Wir sind gut versorgt, haben freie Ärztewahl und können uns den Luxus leisten, Fachärzte und Spezialisten zur Behandlung für unsere Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen aufzusuchen. Die Kassen zahlen, je nach Leistungskatalog ist der eine oder andere Bonus enthalten. Allen gemein, die ärztliche, unter wirtschaftlichen Aspekten notwendigste, Grundversorgung ist gesichert. Im Allgemeinen wird uns geholfen, wir haben Vertrauen zu den Medizinern und sind in dem Glauben, die richtige Medizin und Behandlung für unser Leiden, unsere Krankheit zu erhalten.

Doch gibt es wirklich die richtigen Medikamente, die für uns beste Medizin? Oder sind wir in Unkenntnis der medizinischen Fachwelt darauf angewiesen, uns mit der Grundversorgung zufrieden zu geben? Werden wir schnell wieder gesund, dann ist ja alles in Ordnung. Aber wenn nicht?

Natürlich haben wir eine Eigenverantwortung, respektvoll auf uns selbst zu achten, alles für einen gesunden Geist und Körper zu tun. Nur kann das u.U. sehr kostenintensiv werden.

Wir wünschen uns, die richtigen Medikamente im Krankheitsfall verordnet bekommen zu haben. Und vor allem, dass der Arzt unseres Vertrauens die richtige Diagnose stellt. Wenn dies jedoch nicht geschieht?

Heute wurde die Zahl der Todesfälle aufgrund von Ärztefehlern, falschen Diagnosen, fehlerhaften Operationen und mangelnder Hygiene in Kliniken bekannt gegeben. Ursachen könnten in der Ausbildung der Mediziner, und vor allem erhebliche Sparmaßnahmen im Bereich der Hygiene sein. Überforderung und schlechte Bezahlung, im Vergleich zu anderen EU-Ländern wird in Deutschland weniger verdient, auch die gesellschaftliche Stellung des Fachpersonals rangiert weiter unten. 

Im Jahr 2010 fielen 1700 Menschen dem Ärztepfusch zum Opfer, so die offizielle Zahl. Die Dunkelziffer soll bei rund 17.000 liegen.Und das passiert bei uns in Deutschland?

Wohl dem, der sich seinen Glauben an die Götter in Weiß nicht erschüttern lässt. Denn Fehler lassen sich schwer nachweisen!

Zwar gibt es Anlauf- und Beratungsstellen, wie zum Beispiel den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, Gutachter können zu Rate gezogen werden, jedoch liegt die Beweislast offensichtlich beim Patienten oder den Angehörigen. Wer den Weg der Aufklärung beschreiten will, muss einen langen Atem haben, Bürokratie und beschwerliche Hürden in Kauf nehmen.

Bleibt zu guter Letzt nur zu hoffen, dass man den richtigen Arzt seines Vertrauens gefunden hat und im Notfall ein Bett in einer guten Klinik mit ausreichend qualifiziertem Personal nebst qualifizierten Ärzten belegen darf.

Und nicht zu vergessen, sauber sollte sie sein, hygienisch sauber!

 

 

 
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Kommentare
rolf netzmann schrieb am 17.02.2012 um 17:42
Ärzte sind Unternehmer, wenn sie niedergelassen sind. Das heisst, sie wollen Geld verdienen, das sie von den Krankenkassen erhalten, und zwar nach Quartal gedeckelt. Und davon macht der Unternehmer Arzt die Behandlung abhängig. Wie bei jedem Unternehmen muss er sehen, dass er Kosten einspart, notfalls auf Kosten der Hygiene.
Und so bleibt eben nur das Prinzip Hoffnung.
Katharina N.
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07:39
Hans Shan hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:09
heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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heidenplejer hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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tlacuache hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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