Kathrin Ganz

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Kommentar zu

Darf man "Fotze" sagen?

Alltag | 08.02.2012 | 17:05 Katrin Rönicke
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10.02.2012 | 13:58 Kathrin Ganz
liebe kadda, ohne mich auf die vorangehenden kommentare zu beziehen (keine zeit zum lesen) eine frage: "Der Artikel verliert damit tatsächlich einen Großteil seiner bauchgruben-treffenden Wucht. Er verliert deutlich an „Trigger“-Potential. Und das tut der Debatte überhaupt nicht gut." warum zur hölle sollte es der debatte gut tun, wenn genau die leute, die von gesellschaftlicher diskriminerung betroffen sind, die marginalisiert sind und in der hierarchie unten stehen getriggert werden? wen triffen begriffe mit welcher wucht und welche leser_innen hast du im blick/sind dir wichtig? ist dir klar, was das heißen kann, wenn deine existenz als beispielsweise schwarze person in deutschland dein ganzes leben lang in frage gestellt wird und du dann um der debatte willen munter weiter verletzt wirst? ist das der preis, um sich aufmerksamkeit der weißen leser_innen zu sichern? es ist auch im sinne der butlerschen überlegungen zum iterativen charakter von sprache wichtig zu reflektieren, wer sprechakte wiederholt, ob es sich also um akte der selbstaneignung handelt oder um weitere fremdzuschreibungen durch die unterdrückenden, die sich einbilden, es gäbe einen freien diskurs. PS: riotmango hat anlässlich deiner kolumne etwas über sprechpositionen geschrieben: riotmango.de/wer-spricht-uber-wen-und-warum/
Kathrin Ganz
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