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Körpergeruch ist ein großer Feind. Fast unausweichlich taucht er insbesondere dann auf, wenn man ihn überhaupt nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel während der WM, wenn das eigene Team den entscheidenden Treffer landet, und die versammelte Krone der Schöpfung vom Sofa aufspringt, die Arme hochreißt und sich in die Arme fällt. Ohne ein entsprechendes Hochleistungsdeo ist sowas gar nicht mehr denkbar
Ginge auch, ist aber so fürchterlich konventionell: Putzmaterial ohne Nano-Firlefanz (Foto: Flasshe/Flickr)
Aber, zum Glück, es gibt den Fortschritt. Zum einen die Mikrobiozide, also Stoffe, die böse Keime jeglicher Prägung ratz-fatz eliminieren und deren Neubildung nach Möglichkeit auch unterdrücken. Und dann gibt es Nano: Edelgard Bulmahn war regelrecht besessen von dieser Idee des irre Winzigen, des irre Neuen, wollte aus Deutschland Nanoland machen. Das ist ihr auch gelungen, wenngleich nicht ganz auf die Art, die der Ex-Forschungsministerin so vorschwebte.
Zwar forschen fortschrittsfreudige Wissenschaftler fleißig an echten Innovationen auf der Nanoskala, auf dass wir eines Tages Vorreiter sind. Aber auf dem Marktplatz hat sich das alles schon verselbstständigt: Vor allem der Gerüche und der dafür verantwortlichen Bakterien wegen steckt etwas nanomäßiges jetzt in allem drin, was stinken könnte: vom Deo über die Tennissocke bis hin sogar zur Wandfarbe. Die riecht zwar selten nach Schweiß, aber gammeln kann die auch.
Was sich dahinter verbirgt ist bei genauerer Betrachtung nun zwar weniger spektakulär, als es der Begriff Nano vermuten lässt: Nano schimpft sich alles, was weniger als hundert Nanometer, zu deutsch hundert Milliardstel Meter groß ist. Im strengen Sinne sind mit Nanopartikeln Strukturen gemeint, die künstlich hergestellt werden, aber dahinter stehen fast immer ganz normale Stoffe. Und das ist nun ein Problem, denn der prominente Stoffe ist derzeit Silber, als Ion (geladenes Atom) ein sehr potenten Mikrobiozid und noch dazu ein Metall, das sich bereitwillig in Form von Nanopartikeln handhaben lässt.
Wann der Stein ins Rollen kam ist unklar, aber der Kick an den oben genannten Socken und Deos sind Silberpartikel, die Silberionen abgeben. Und nun, nachdem es selbst im Billigdiscounter schon mit Nanosilber frisierte Putzlappen zu kaufen gibt (die übrigens genauso schnell müffeln wie jeder andere Lappen auch), warnt nun das Bundesinstitut für Risikobewertung vor dem Konsum verbrauchernaher Produkte mit Silber. Es sei noch nicht hinreichend untersucht, wie sich das viele Silber – insbesondere: Silber in Nanoform – auf den menschlichen Organismus und die Mikrobenwelt auswirke. Bakterien könnten resistent werden. Dann wirken die Silberionen irgendwann nicht mehr. Auch nicht die in medizinischen Produkten.
Da fragt man sich doch, ganz bescheiden: Wie kann es sein, dass all diese sinnlosen Konsumartikel, ob Deo, ob Putzlappen, samt ihrer gesundheitlichen Unwägbarkeit längst auf dem Markt sind? Inoffiziell wird schon lange vor dem undurchdachten Einsatz von Nanopartikeln gewarnt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat schon vor mehr als zwei Jahren eine Studie zu Nano in Lebensmitteln veröffentlicht, im vergangenen Dezember kam eine weitere Analyse hinzu, und erst jetzt kommt auch den offiziellen Organen die Erkenntnis, dass es vielleicht doch nicht so gut ist, wenn um des Antistink-Effekts willen Kühlschränke, Wasserfilter, Sportklamotten und Kosmetika mit Silber aufgemotzt werden.
Zum Teil ist für die Kunden nicht einmal ersichtlich, dass sie in diese technologische Pseudoinnovationskiste gegriffen haben - und sich damit noch unerforschten Risiken aussetzen. Was ingesamt dann doch irgendwie stinkt.
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schrieb am
29.06.2010 um 23:40
Ein hartes Wort weich hingelinkt.
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Es gibt nur wenige Orte, die Keimfrei oder -arm sein sollten. Der Körper ist keiner davon.
Die Antwort der Bakterien auf Silberionen ist der Biofilm. Guten Appetit. |
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Einspruch, Euer Ehren!
Bis auf den Verdauungstrakt und die Außenflächen (Haut, Haare, Körperöffnungen) ist der Körper im Inneren keimfrei, ansonsten hat man eine Infektion. Wer sich einmal mit Bakterien beschäftigt hat, weiß, dass ihre Wandlungsfähigkeit uns allemal überlegen ist. Zahnstein ist bekannter Biofilm, der die aktiven Zahnschmelzbohrer vor der Säuberung durch die Zahnbürste schützt. Sogar im Primärkreislauf von Kernkraftwerken finden sich welche (Acetobacter Radians). |
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schrieb am
24.06.2010 um 22:31
Also, ein Deo sollte jeder in der Brieftasche haben, der ungewaschene Trikots von Weltfußballern sammelt.
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deus
dei deo deum deus deo dei deorum deis deos dei deis Wer des Deo Tasche trägt, leistet Gott-hilfs Dienste. |
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schrieb am
26.06.2010 um 01:03
Endlich weiß ich die Mehrzahl von Deo: Akkusativ!
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Besser als Dativ. Die deis sind da tief.
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@GeroSteiner
stattgegeben! Eine Nachfrage habe ich: Wenn die Wandlungsfähigkeit der Bakterien uns überlegen wäre, müssten wir dann nicht bereits ausgestorben sein? |
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schrieb am
29.06.2010 um 23:39
Nein, wir verfügen und eigenen uns an:
das Deodobakterienran. |
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Die Lösung liegt in genetisch veränderten Bakterien, die den Duft von Zimt und Vanille verströmen...
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Nanoteilchen: Das Gute und Böse in Personalunion. Nanopartikel sind hautgängig, dass heißt, die Haut stellt keine Barriere für nanopartikuläre Substanzen dar. Das kann sowohl positiv sein (im Fall der Wundheilung mit Kieselsäuren) oder extrem gefährlich (bei Schwermetallen - und es gibt für den menschlichen Organismus deutlich gefährlichere als Silber).
Nano-Eisen mit Teilchengrößen von etwa 40 nm kommt in der Natur vor und sorgt als Blei-Taxi für die Verteilung von Blei in der Umwelt. |
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ich denke mal, alles, was etwas gerade rücken soll, was von natur aus nie schief war, schadet dem natürlichen. das fängt übrigens beim aluminium (deo) erst an, auch wenn verzicht zunächst einsam macht.
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Gibt es die Natur überhaupt?
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Das ist philosophischer Firlefanz. Das Leben auf unserem Planeten unterliegt Gesetzmäßigkeiten. Der Mensch hat einen großen Teil dieser, in für sich verständliche Formen gegossen (Naturwissenschaften).
Worüber man (im naturwissenschaftlichen Sinne) streiten kann ist, was die Definition "Natur" alles umfassen soll. Aber statt Natur könnte man, in diesem Fall "was von natur aus nie schief war, schadet dem natürlichen" auch von evolutiven Gesetzmäßigkeiten des Lebens sprechen. |
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@ Technixer
Jemand, der ein solches unausgegorenes Kauderwelsch schreibt, für den haben die Formen, in welche "der Mensch" angeblich die Gesetzmäßigkeiten des Lebens auf unserem Planeten gegossen hat, offenbar die Gestalt der Förmchen, mit denen die kleinen Kinder ihre Sandkuchen backen. "Worüber man (im naturwissenschaftlichen Sinne) streiten kann ist, was die Definition "Natur" alles umfassen soll." Der Witz ist allerdings, wenn man sinnhaft darüber streiten will, "was die Definition "Natur" alles umfassen soll", begibt man sich, ob man möchte oder nicht, in den Bereich von so 'nem Firlefanz wie Philosophie. Will sagen: das ist philosophische Begriffsarbeit, ob sie nun von Fachphilosophen geleistet wird oder von solchen, die ansonsten Naturwissenschaft betreiben. Mit Naturwissenschaftlichen (experimentellen) Methoden dürfte sich das Problem kaum klären lassen. Oder können Sie mir eine physikalische, chemische, biologische Versuchsanordnung nennen, als deren Ergebnis am Schluss "Natur" herauskommt? "Aber statt Natur könnte man, in diesem Fall "was von natur aus nie schief war, schadet dem natürlichen" auch von evolutiven Gesetzmäßigkeiten des Lebens sprechen." Man kann überhaupt, nicht nur "in diesem Fall" von etwas anderem als vom Begriff der Natur sprechen, was Ihnen, jedenfalls in öffentlichen Verlautbarungen, dringend zu empfehlen wäre. |
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schrieb am
30.06.2010 um 02:08
Natur im natürlichen Sinne ist nie nur Natur!
Außerdem finde ich die Ablehnung von philosophischem Firlefanz durch Technixer schön, um nicht zu sagen naturschön. |
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Häufiges Waschen nutzt nichts, man muss auch mal das Wasser wechseln.
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schrieb am
26.06.2010 um 08:05
Habs dieses Jahr schon mal gewechselt :-)
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Ich kreise die dreckigen Stellen übers Jahr mit einem nano-silbernen "edding" ein, bevor ich dann am 30. Dezember entwickle und bleichfixiere. Nano hat mich echt überzeugt - ähem...
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schrieb am
30.06.2010 um 02:10
Supernanni Nano?
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Manchmal verirre ich mich im Dickicht der Freitagsblögge irgendwohin, wohin die Spur einer meiner wenigen, aber klugen und gebildeten Schreiberinnen mich führt.
So auch diesmal, und mir, nicht Gebildetem und Wissendem, geraten beim Querlesen zwei Sätze in den Fokus: 1." Im strengen Sinne sind mit Nanopartikeln Strukturen gemeint, die künstlich hergestellt werden, aber dahinter stehen fast immer ganz normale Stoffe." Ja was sind denn eigentlich "ganz normale Stoffe"? Und stehen solche nicht so oder so immer hinter künstlich hergestellten? Und wie geht denn überhaupt dies: Strukturen herstellen? "Struktur" heißt doch "Aufbau", oder? Also ein Haus stellt man her, indem man es aufbaut, und wenn es aufgebaut, also hergestellt ist, weist es eben einen bestimmten Aubau auf. Aber den kann man doch nicht losgelöst vom Haus herstellen, oder? 2. "Da fragt man sich doch, ganz bescheiden: Wie kann es sein, dass all diese sinnlosen Konsumartikel, ob Deo, ob Putzlappen, samt ihrer gesundheitlichen Unwägbarkeit längst auf dem Markt sind?" Ja das ist aber doch wirklich eine ganz bescheidene Frage, zumal von einer "Wissensredakteurin" oder? Und zumal in einem irgendwie linken Medium, in dem neben Wissensredakteuren offenbar auch solche sitzen, die zwar nichts wissen, aber sich doch schon einmal mit Politischer Ökonomie beschäftigt haben und die Gegenfrage stellen könnten: Seit wann richtet sich denn der Markt und was auf ihm an Konsumartikeln erscheint, nach einem irgendwie gearteten "Sinn"? |
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Lieber oranier, die meisten Nanopartikel kommen in der Natur so nicht vor. Es sind nanoskalige Kapseln, Kugeln, Filamente aus Materialien, die von selbst eben nicht solche Strukturen bilden, in dieser Form aber besondere Eigenschaften haben können. Biologisch, chemisch, physikalisch. Deshalb werden sie hergestellt. Oder, wenn Sie den Begriff bevorzugen: aufgebaut.
Und es geht nicht um einen Sinn, sondern um Regulation neuer Technologien. Da ist ein Bundesinstitut, das Risiken bewertet. Was bringt das, wenn die entsprechenden Produkte längst zugelassen sind? Herzlich, Ihre "Wissensredakteurin" |
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Liebe Kathrin Zinkant,
danke für Ihre Antwort. Sie hat sich leider mit meinem Kommentar unten überschnitten. Wenigstens zetteln Sie nicht, wie Ihr Großmeister Augstein, Blogdsiskussionen an und lassen dann die Kommentatoren hilflos im Regen stehen. Und doch befriedigt mich Ihre Antwort nur sehr bedingt. Der Hintergrund meiner Intervention war: Es laufen parallel gerade zwei Blogdiskussionen über den Begriff der Natur, und meine Befürchtung ist, Sie können mir auch nicht genau sagen, um was für ein Ding es sich dabei eigentlich genau handelt, oder? Profilholzbretter, Styroporplatten und Spaxschrauben kommen doch auch "in der Natur so nicht vor." Wo ist also der Unterschied, frage ich mal ganz bescheiden. Den "Sinn" haben ja doch Sie ins Spiel gebracht mit Ihrem negativen Attribut "sinnloser Konsumartikel". Herzlich, Ihr Unwissendblogger oranier. |
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Lieber oranier,
Das gute an der Spanplatte ist, dass sie sich nicht an Zellen anlagert und ihren Metabolismus verändert. Dafür ist sie nunmal zu groß. Aber auch die Spanplatte und das Profilholzbrett dürfen keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten. Was die Natur betrifft ist das meiner Ansicht nach einer Frage der Perspektive. Aber eine interessante Frage! Spiegelt sich auch in diesem Zusammenhang wider, aber im Kern geht es hier um etwas anderes: darum, wie neue Technologien sich verselbstständigen können, bevor überhaupt klar ist, welche Risiken sie bergen. Gerade wenn diese Verselbstständigung Produkte mit vermeintlichem Nutzen hervorbringt. Zu sagen, dass das irgendwie nicht neu ist, halte ich da ehrlich gesagt für eine etwas sparsame Haltung. Abschließend zum Dialog: Dialoge leben unter anderem von einem respektvollen Umgang miteinander. Ihr Kommentar unten zeigt, dass da nach oben noch viel Platz ist. Gute Nacht und herzliche Grüße! Ihre Frau Zinkant |
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GeroSteiners Anmerkungen zur spaxverschraubten Spanplatte, die als Vergleich doch mehr an das sprichwörtliche Brett vorm Kopf erinnert.
Auch Photosynthese ist schon Nanotechnik (link). Das wird beim Blick auf die Blume auch nicht sofort offenbar. Eindeutig: Hautgängige Nanopartikel in den Markt zu bringen, ohne die Konsequenzen für den menschlichen Organismus zu kennen, ist unverantwortlicher Leichtsinn und gehört regelrecht bestraft. Das gilt für Schwermetalle, aber auch für potentielle kohlenstoffhaltige Carcinogene wie Fullerene, oder Carbon-Nanotubes, deren Oberfläche in menschlichen Zellen über eine Epoxidierung dann zum echten Carcinogen werden, wie bei den polykondensierten Aromaten. Bei der Nutzung der Photosynthese als Energiequelle, quasi der biologischen Solartechnik sehe ich das etwas anders. Die relevanten Zellpartikel sind auch "nano" können aber mit ein bisschen Phantasie durchaus nutzbringend für die Menschheit eingesetzt werden. Energie aus Blumen also nicht nur im übertragenden Sinne. |
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@oranier
Die Nörgler sind die Einzigen, die im Leben immer das finden, wonach sie suchen. @Kathrin Zinkant Do not argue with an idiot. He will drag you down to his level and beat you with experience. |
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Liebe Frau Zinkant,
"Abschließend zum Dialog: Dialoge leben unter anderem von einem respektvollen Umgang miteinander. Ihr Kommentar unten zeigt, dass da nach oben noch viel Platz ist." Wenn Sie in meinen Kommentaren den gebotenen Respekt vermissen, tut mir das Leid und ich entschuldige mich dafür. Das war keinesfalls meine Absicht, aber ich sehe auch nicht, woraus Sie das entnommen haben könnten. Mein Wörterbuch verzeichnet zu dem Stichwort: "Respẹkt, der; -(e)s, /ohne Pl./ 〈lat.〉 die jmdm. auf Grund seiner Leistung, seiner charakterlichen Eigenschaften, seines Alters erwiesene Achtung." Vom Charakter reden wir natürlich nicht, dem Alter gemäß wäre es wohl eher angezeigt, dass Sie umgekehrt mir Respekt zollen, und was Ihre hier dargebotene Leistung betrifft, so stelle ich diese natürlich nicht in Frage, sondern ich würdige sie durch gezielte, leider von Ihnen nur sehr unzureichend beantwortete Nachfragen. Ein Dialog lebt unter anderem auch davon, dass man ihn nicht einseitig abbricht, bevor man sich verständigt hat, oder? Um möglichen Missverständnissen entgegenzuwirken: Meine ironischen Anmerkungen zur "Wissensredakteurin" sollten natürlich nicht gegen Ihre Person gerichtet sein, sondern gegen solche Art von Kategorisierungen überhaupt, wer immer diese vornimmt, die nahelegen, dass die Befassung mit Naturwissenschaften im Gegensatz zu der mit Kultur und Politik auf Wissen beruhe. Auswirkungen des dahinterstehenden verbreiteten Vorurteils lassen sich ja u.a. hier an bestimmten Beiträgen trefflich ablesen. Darüber denke ich öffentlich nach, wo mir der Anlass gegeben ist. Gebietet es Ihnen dagegen Ihr Respekt, einem erklärtermaßen naturwissenschaftlich nicht bewanderten, also beschränkten alten Mann ohne nähere Erläuterung eine solche Erklärung zu Spanplatten abzuliefern, von denen er gar nicht geredet hat? "Das gute an der Spanplatte ist, dass sie sich nicht an Zellen anlagert und ihren Metabolismus verändert"? Was nun in dieser Hinsicht den "Platz nach oben" betrifft: besteht denn wohl, da Sie hier in Ihrem Blog keine Einwendungen dagegen erheben, die Krönung von respektvollen Aussagen Ihrem Urteil nach darin, seinen Diskussionspartnern ein Brett vor dem Kopf zuzuschreiben und sie unverhohlen als Idioten zu betiteln? Ebenfalls herzlich Grüße und einen schönen Tag! Ihr Oranier |
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GeroSteiner schrieb am 26.06.2010 um 01:15:
"Do not argue with an idiot. He will drag you down to his level and beat you with experience." He is not an idiot but a gentleman who's pursuing different, special interests. Lieber Oranier, unsere einige Monate währende Freundschaft, die sich zuletzt stark erkältete, beende ich. Gräme dich nicht, hast ja nun ein eifrig beißendes Üwchen an Deiner Seite, als notorious following companion. Mir liegt viel an der Freitag-Community. Kampagnen mit dem Ziel, BloggerInnen oder KommentatorInnen vorzuführen, lächerlich zu machen oder sonstwie zu hemmen, sind mir zuwider. weinsztein |
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@ weinsztein
Lieber weinsztein, dass dir an der Freitag-Community viel gelegen ist, wird mehr als deutlich, zumal du nun die zunehmend beobachtbare Gepflogenheit übst, persönliche Probleme hier hereinzutragen. In einer Form allerdings, die mir aufgrund alter freundschaftlicher Verbundenheit mit dir doch erhebliche Sorgen bereitet. Wenn ich irgendwie helfen kann ...? Grüße oranier |
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Karin Zinkant schrieb am 24.06.2010 um 18:21
Zum Beispiel während der WM, wenn das eigene Team den entscheidenden Treffer landet, und die versammelte Krone der Schöpfung vom Sofa aufspringt, die Arme hochreißt und sich in die Arme fällt. Ohne ein entsprechendes Hochleistungsdeo ist sowas gar nicht mehr denkbar. Da das Denken bei solchen Handlungen grundsätzlich keine Rolle spielt, ist es nach wie vor machbar. Wer allerdings die durch Werbung fremdgefertigten Denkstrukturen zur Konsumsteigerung in sein emotionales Kostüm schon mit eingewoben hat, der wird seinem Nächsten eben nicht mehr "natürlich" um den Hals fallen. |
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Also ich behaupte, dass der Magic Blue Ball (ein Silberionenball, der in die Waschmaschine gepackt wird) wirkt. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck. Dass der Putzlappen genau so schnell müffelt wie einer ohne Nanosilber kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Ich will die Gefahren nicht wegdiskutieren. Das kann ich auch nicht, schließlich ist es ein noch unerforschtes Thema. Nur wenn der Eindruck erweckt wird, dass das alles Humbug sei, möchte ich widersprechen ... |
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Das man diese Produkte meiden sollte ist richtig. Aber wo soll man denn herwissen, welche Produkte nicht belastet sind. Gerade bei Deos ist mir aufgefallen, daß es nur sehr,sehr wenig Altenativen gibt. Alle marktüblichen Produkte sind 24 oder 48 Stunden daueraktiv - ich würde mir lieber einige Produktlinien von vor 15+ Jahren zurückwünschen, die aber leider nicht mehr verfügbar sind, da der Trend unaufhaltsam auf diese Produkte geht. Wie soll man überhaupt als Verbraucher reagieren, wenn es keine Alternative mehr gibt bzw. diese nicht erkennen kann.
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Ja, was mich als Bürger nun nach all den Kommentaren bewegt: Soll ich mir nun die Antistinksocken kaufen, oder nicht? Und: Wie würde sich Kleist entscheiden?
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Lieber Fro,
wenn Du mir einsichtig machen könntest, warum Du ausgerechnet im Falle Kleists wissen wolltest, wie dieser mit dem Schweißgeruch bei seinem Nächsten umgegangen ist, dann könnte ich vielleicht eine Antwort versuchen, so aber halte ich Deinen Frage für eine nur rhetorische "fun"-Frage. Schön ist jedenfalls zu beobachten, dass die von mir schon angesprochenen Marketingfuzzis bei Dir offensichtlich schon den ersten Schritt zum angestrebten Konsum ausgelöst haben, Erfolg haben: Du denkst schon nur noch "Kaufen oder nicht kaufen?" - Sollte die Antwort tatsächlich nur noch an Kleist hängen? |
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Nimms mit Humor Uwe. Das war nichts "Schlimmes". Und es war gestern....
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Ich hab´s nicht als "schlimm" genommen, allerdings als Spaß war mir die Frage - sorry - nur etwas allzu leichtgewichtig.
Axioms "Witz", dass Kleist dahin ginge, wo`s wohl nach Schweizer Käse röche, wittertere ich auch nurmehr Kalau, aber bitte. |
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Ich hab´s nicht als "schlimm" genommen, allerdings als Spaß war mir die Frage - sorry - nur etwas allzu leichtgewichtig.
Axioms "Witz", dass Kleist dahin ginge, wo`s wohl nach Schweizer Käse röche, wittertere ich auch nurmehr Kalau, aber bitte. |
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Na, der Knaller ist dein Kommentar aber auch nicht.
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Wer sagt, dass ich "einen Knaller" setzen wollte?
Da es hier im Blog um Stinksocken ging, du den Vorschlag Axioms angenommen hast, habe ich die einzig textlich halbwegs belegbare Interpretation "ausgesprochen" gerade weil ich damit klarstellen wollte, wie dünn (kaluermäßig) sie ist. Aber Du magst ja eine eigene Interpretation geben, wie Du "Kleists Antwort", wie sie durch Axiom gegeben wurde deutetest (hast ja auch selbst gefragt)?! - Knaller mal schön! lg ut P.S.: Von wem hast Du denn da die fünf Sterne für Deine KurzKurzÄußerung erhalten? |
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@ axiom am 29.06.2010 um 19:34
Na, da wäre ich aber dankbar, von Ihnen oder Fro zu erfahren, was denn, neben dem von mir wahrgenommenen Kalauer der dechiffrierte "zweite" Sinn (die zweite Interpretation) der als Methapher von Ihnen genutzen Kleistäußerung im Blogthemenzusammenhang sei. Oranier hat sie schon ziemlich deutlich darauf hingewiesen, dass da nicht viel steckt. Der Selbstmord Kleists wäre, nähmen sie ihn als die "zweite" Interprtation (= Kleists Antwort) vom Ende her gedacht und würde den Selbsmord aus ziemlich banalen (="witzigen" "hahaha") Motiven heraus erklären wollen (stinkenden Füßen nämlich) - ein weiterer Kalauer, so wie der, er wäre eben deshalb in die Schweiz gegangen, weil seine stinkenden Füße in der Schweiz unter all dem Käsegeruch dort nicht weiter aufgefallen wären. Aber ich bin gespannt, wie Sie ihre eigene Ankündigung, Sie hätten einen eigene Interpretation für das von Ihnen eingestellte Kleistzitat, einlösen. Bis jetzt behaupten Sie das nur. Ihre Hinweis "So lautet der nächste Satz in dem Brief an Adolfine von Werdeck vom Nov.1801" erläutert ja nicht welchen Sinn Sie diesem Satz in der Frage "Was würde Kleist getan haben?" zuschreiben, wenn Sie ihn Fro als "Lösung" seines Problems anbieten. |
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Uwe, das Thema, das dich immer noch bewegt, ist doch schon seit drei Tagen durch – du hast nach meiner ersten Frage die Chance gehabt, dich als wahren Kleistversteher zu präsentieren - und diese leider verpasst. Es sieht nicht gut aus, wenn du einer verpassten Gelegenheit hinterherläufst. Kleist war anscheinend auch so drauf:
„...das Leben ist ein schweres Spiel …, weil man beständig und immer von neuem eine Karte ziehen soll und doch nicht weiß, was Trumpf ist;“ – schrieb Kleist in einem Brief an die Halbschwester Ulrike. |
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Grüss Gott Seppel *),
falls Du Dich errinnerst, hast Du geglaubt mich unterweisen zu müssen, was "ehrliches Gefühl" sei: axiom schrieb am 25.06.2010 um 15:05 "Ehrlich gefühlt" hört sich aber ganz schön bürgerlich verbrämt an und auch diese seltsame Trennung von Gedanken und Gefühl, die anscheinend ein Garant dafür ist, dass es "ehrlich" zugeht, na wenn das mal nicht drunter und drüber geht im Gedankengebäude... Daruaf habe ich mit Kleist reagiert, nicht auf "fragen" zur Naotechnologie. Deine und Fros Kalauerei mit Kleist und Nonotechnologie war nicht mein Thema, allenfalls dann Euer Mißbrauch von Kleist in eben dem Zusammenhang. Wenn Deine Bildung nicht reicht, das Thema von Emotio und Ratio als in der Dichtung Kleists sehr erhellend verhandelt zu sehen, trotz seiner Bürgerlichkeit, dann kannst Du einem höchstens noch leid tun. Aber jemand der das eigene Motiv im Blog zu schreiben selbst so erklärt: "Viel spaßiger ist aber, diesen Reflex auszulösen, der innerhalb von Minuten dazu führt, dass Sie sich auf meine Beiträge stürzen." offensichtlich Spaß daran hat andere zu "veräppeln", weil er die Welt wohl für ein Kaspertheater hält, dem ist wohl in dieser welt nicht zu helfen. Liebe Grüße von Kasper *) Sepp(e)l (Freund des Kasper und oft Sinnbild für Ehrlichkeit, aber auch Einfalt) |
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axiom schrieb am 30.06.2010 um 01:00
a) Der deutsche Kasper ist nicht der britische Mr. Punch - Der Charakter des Kasper, den Sie zuerst mir zuschrieben, wird in der Tradition als ein guter begriffen. - Man sollte seine Bilder immer sorgfältig wählen. b) Was soll ich davon halten, wenn Sie mir unterstellen, ich diskutierte Fragen der Nanotechnologie im Rahmen des Lebens von Kleists, begriffe nicht, dass ich veräppelt würde und setzte dei Akkzente der Diskussion falsch? - Wieviel Unbildung unterstellten sie mir denn da, da sie dies alles auch wiederum zuerst sagten? c) Welche menschliche Haltung offenbaren Sie, wenn Sie mit Gusto "meine Reflexe testen", statt ernsthaft zu diskutieren? Sancta Simplicitas. |
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@Kathrin Zinkant
Körpergeruch ist ein großer Feind. Fast unausweichlich taucht er insbesondere dann auf, wenn man ihn überhaupt nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel während der WM, wenn das eigene Team den entscheidenden Treffer landet, und die versammelte Krone der Schöpfung vom Sofa aufspringt, die Arme hochreißt und sich in die Arme fällt. Ohne ein entsprechendes Hochleistungsdeo ist sowas gar nicht mehr denkbar Ob nicht das Deo auch ein wunderbares Verhütungsmittel ist? www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/erotik-stinkt/ Ciao Wolfram |
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schrieb am
29.06.2010 um 20:51
Ich erinnere nur an mein Oberseminar "Das Hochleistungsdeo als Widerstand gegen die Ausdünstungen des Spätkapitalismus" WS 68/69. Ein Thema, das uns alle bis heute hautnah verfolgt. Und, Wolfram, ich trat schon immer prophylaktisch für Verhütung ein.
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@walter ter linde
Ich erinnere nur an mein Oberseminar "Das Hochleistungsdeo als Widerstand gegen die Ausdünstungen des Spätkapitalismus" WS 68/69. Ja, das waren noch Zeiten, da hat man die existentiellen Themen noch beim Schopf gepackt. Deo Gratias. Ein Thema, das uns alle bis heute hautnah verfolgt. Und, Wolfram, ich trat schon immer prophylaktisch für Verhütung ein. Wie schon der große Konfusius sagte: Prognosen sind immer schwierig, vor allem wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Ciao Wolfram |
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GeroSteiner schrieb am 26.06.2010 um 01:15:
"Do not argue with an idiot. He will drag you down to his level and beat you with experience." He is not an idiot but a gentleman who's pursuing different, special interests. Lieber Oranier, unsere einige Monate währende Freundschaft, die sich zuletzt stark erkältete, beende ich. Gräme dich nicht, hast ja nun ein eifrig beißendes Üwchen an Deiner Seite, als notorious following companion. Mir liegt viel an der Freitag-Community. Kampagnen mit dem Ziel, BloggerInnen oder KommentatorInnen vorzuführen, lächerlich zu machen oder sonstwie zu hemmen, sind mir zuwider. weinsztein |
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Vieles liegt auch einfach in der Natur der Sache. Da können wir dreckige Wäsche waschen wie wir wollen. Letztlich muß, mit bzw. nach dem sauberen Reaktorwasser plus Kernseife, ein Hochleistungssiedewasserdeo her. Mein Punkt für diese Diskussion.
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schrieb am
30.06.2010 um 07:59
Angesichts der nicht unerheblichen Kosten für die Siedewassertechnik warte ich doch lieber, bis die Mikrofaser mit Nano-Antistinkausrüstung durch die selbstreinigende Nanofaser mit Picoseifenflocken ersetzt werden kann.
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Künstliche Nanopartikel aller Art sind wirklich eine technische Revolution. Frau Zinkant verweist mit Recht auf die Bedenken, die nicht nur die einschlägigen NGOs, z.B. der BUND, Friends of the Earth hegen, sondern eben auch das EU-Parlament, sowie die Wissenschaftler der Universitäten um den Globus, die überhaupt in der Lage sind, den Aufbau und die Art der Silbernanopartikel, sowie deren eventuell toxische Effekte aufzudecken. Man braucht für die Analyse sehr teure Spektroskopie- und Elektronenmikroskoptechnik, sowie spezielle Mikrowellenöfen.
Bisher liegt das Wissen um die Produktion, über den Anteil der Nanopartikel in den Textilien und das Auswaschverhalten mit seinen Folgen, weitgehend bei den Herstellern. Der Aufwand für die Einführung der Nanotechnik-Materialien liegt im mehrfachen Milliarden- Dollar-Bereich, während die gesamte Forschung zu den Folgen der Verwendung solcher Produkte in den Vereinigten Staaten gerade einmal 25-30 Millionen Dollar ausmachen. Die EPA (US Environemental Pollution Agency), hat die Haushaltsprodukte mit Silbernanopartikeln, vom Kühlschrank, über die Waschmaschine, bis zur Stinkesocke, als "Pestizide" eingeschätzt. Bisher hat das nur haftungsrechtliche Folgen, falls es zukünftig bei einem Fall zum Nachweis eines Schädigungszusammenhangs kommt und die mangelnde Informationspoltik und fehlende Langzeitbegleitstudien der Industrie, mögliche Schäden vertuschen oder nicht vorher erkannt haben. Die Hersteller wissen auch, warum in einem erheblichen Prozentsatz an Textilien, die angeblich Nanosilber enthalten sollten, keines gefunden wird. Die wissen auch, warum dort, wo Silbernanopartikel drauf steht, häufig auch/oder Titaniumoxid-Partikel zu finden sind. Die wissen, dass Nanosilber leider sehr gut gegen die ganz normale Hautflora wirkt, diese also schädigt, aber z.B. gegen E.coli, die unter Umständen krank machenden Darmkeime, nur bei höherer Konzentration und bei optimaler Nanopartikelgröße erfolgreich ist. Die wissen auch, dass bis zu 75% der Partikel in der Waschmaschine abglöst werden und ins Abwasser gelangen. Die wissen, dass Titanium-Nanopartikel toxisch auf Stamm- und Basalzellen wirken. Bei den Ag-Partikeln weiß man es noch nicht. Die Hersteller wissen auch, dass es mittlerweile sogar im medizinischen Bereich, wo höher konzentrierte und besser definierte, das heißt in der Größe genau bekannte Partikel eingesetzt werden, Resistenzen (Staphylokokken) ausgebildet wurden. Nanosilber hat sich als toxisch für die Embronalentwicklung von Zebrafischen erwiesen. Was sind Nanopartikel? Von der Größe her, können Nanopartikel zwischen 1 nm (1x10 hoch minus Neun, d.h. ein Milliardstel Meter), bis zu 100 nm groß sein, technisch, z.B. in der Microelektronik oder im Mikromaschinenbau, ging der Nanobereich bis 400nm. Wie viele Atome machen ein Nanopartikel? Derzeit kann man auf Trägermedien schon pyramidenförmig angeordnete Atomkonglomerate bis um 1000 Atome bauen (Dotierungstechniken). Nach der sehr offenen Kategorisierung, ist schon ein Silberion, also ein Atom im 1nm Bereich ein Nanopartikel. Die Industrie versucht in die Irre zu führen, in dem sie behauptet, in der Natur kämen doch ständig in wässriger Lösung oder adsorbiert an Oberflächen, vom Boden, bis zum Feinstaub, natürliche Nanopartikel vor. Sie sagt, ihre Nanoprodukte setzten nur einzelne Silberionen frei. Das sind zweifach positiv geladene, einzelne Silberatome (Ag++), das eigentliche bakteriozide Agens. - Das stimmt natürlich überhaupt nicht, denn es werden vor allem bei den Waschvorgängen, aber auch mit dem Schweiß vor allem größere Konglomerate abgelöst und gehen in den Abrieb aus Hautzellen, anorganischen und organischem Staub über. Diese ganz feinen Stäube gehen mit Verwirbelungen auch in die Atemluft, lagern sich auf der Haut, dringen dort ein. Sie werden deponiert und können in Geweben, z.B. im Gehirn oder in der Leber kumulieren. Umfangreiche, von unabhängigen Wissenschafltern durchgeführte Untersuchungen sind Mangelware oder existieren nicht. Was die EU derzeit denkt, das steht hier: www.nanolawreport.com/articles/nanosilver-2/ Was die imprägnierten Textilien angeht, so kann mit der folgenden Studie zweierlei gezeigt werden. 1. Die allgemeine Verbraucherverdummung, mit Produkten die nichts von dem enthalten, was auf der Packung, dem Etikett, versprochen wird. 2. Eine erschreckende Vorstellung davon, wie schnell der Effekt im Material sich auswäscht und die hocheffektiven Teilchen im Abwasser und sonstwo landen: www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2861638/ Menschliche Organismen sind, wie alle Lebewesen, keine natürlichen Silbersammler. Silber hat in unserem Organismus nichts verloren. Derzeit erhöhen wir aber den Verschmutzungsgrad unserer Umwelt mit Nanopartikeln, speziell solchen auf Silberatombasis, die dann unsere und die Umwelt- Hintergrundbelastung mit Nanosilber deutlich erhöhen. Liebe Grüße und Mahlzeit Christoph Leusch |
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Kleine Korrektur. Selbstverständlich bin ich mit 1000 geordneten Nanopatikel-Atomen auf einer Trägerschicht wissensmäßig schon wieder hinter dem Mond. Denn tatsächlich lassen sich ja Nanotubes (Nanoröhren) und Filamente, z.B. aus Graphit, zu mehreren 10.000 Atomen zusammenfügen.
Liebe Grüße Christoph Leusch |
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vielen Dank für den informativen Kommentar, Columbus
Und jetzt noch zu meiner oben eingeworfenen Bemerkung, dass ich Waschen für eine gute Alternative halte. Auch wenn ich mich gerne mal auf kleine Flachsereien einlasse: Der Satz war durchaus ernst gemeint. Ich habe mal 2 Wochen lang meine Sachen in Bächen gewaschen, ohne Waschmittel. Auch die Socken, und die waren nach langen Wanderungen alles Anders als "frisch". Das Waschen im Bach hat als Antistinkbehandlung funktioniert. Welches Problem soll also mit Nanosilber oder Titandioxid in Textilien gelöst werden? Das Problem, dass man immer wieder mal was Neues braucht, um die Leute einzufangen. Nicht der Gebrauchswert des Neuen zählt, sondern der Profit. Das ist die Funktion der Ware im Kapitalismus. Nicht Nachfrage, sondern Aufschwatzen belebt das Geschäft und die Bereicherung. Und wofür wird geforscht? Um Werbe-"Argumente" zu bekommen. Die Erforschung der Risiken dürfen die Steuerzahler finanzieren, anders wärs ja profitschmälernd. Nicht nur bei Nanosilbertitanwasweissichtextilien.... |
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schrieb am
30.06.2010 um 19:22
Hallo claudia, ich hoffe, du hast im Bach nicht mit Waschmitteln hantiert? Es gibt ja auch Versuche mit Wasserreinigungseffekten, wenn Holzkohle(Aktivkohle) im Wasserfluß ist (wie wirkt die eigentlich?)
Also ich stelle fest, daß im Blog viele "Philosophen" Ihre Meinung kundtun, mir fehlt ein wenig der praktische Bezug, d.h. Fachleute und Marktbeobachter , die ein wenig zur Wahrheitsfindung beitragen können. Dieselben Probleme wie hier mit der Nanotechnologie finden sich auch in Bereichen, die durch amerikanische Konzerne bestimmt werden und gerade in besiegten Gebieten(Irak,Afghanistan) praktiziert werden z.B.Monsato es werden radikal Produkte wie z.b. Roundup in der Unkrautbekämpfung oder genetisch verändertes Saatgut, das man nicht selbst nachziehen kann,verbreitet, obwohl die Folgen unabsehbar sind. Abgesehen von der Tatsache, daß das Zweistromland(Irak) die Wiege der Getreidezucht darstellt, ist dieseArt der Weltprofitsicherung unseriös und meiner Meinung nach hier bis jetzt zu kurz gekommen. |
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schrieb am
30.06.2010 um 20:17
>>Hallo claudia, ich hoffe, du hast im Bach nicht mit Waschmitteln hantiert?>>
Keine Sorge, Rudi, es war wirklich so: >>Ich habe mal 2 Wochen lang meine Sachen in Bächen gewaschen, ohne Waschmittel.<< Das ist ja gerade der Gag: Ich habe gelernt, dass die Klamotten ohne Tenside recht sauber werden, wenn man sie nicht "reifen" lässt. --- Monsanto versucht ja überall, die Landwirtschaft von seinen Patentpflanzen abhängig zu machen. Wenn die Bauern erst davon mal abhängig sind können sie kein eigenes Saatgut mehr erzeugen, sondern müssen jedes Jahr Lizenzgebühren zahlen. Wenn das mal etabliert ist, dann ist es einfacher als Geld drucken. |
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schrieb am
01.07.2010 um 06:51
>>wenn man sie nicht "reifen" lässt.<<
Das war vielleicht etwas zu oberflächlich gesagt und deswegen unverständlich. Gemeint ist: Wenn man den Schmutz nicht reifen lässt. An der Faser haftende Stinksubstanzen entstehen grossenteils wohl erst, wenn man den Mikroben Zeit gibt, sie zu erzeugen... |
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Liebe Claudia,
Das Beste kommt zuletzt. Es fehlt eine Placebo- Studie. Denn, die Millionen Bürger, die nun nanosilbrige Putzlappen, Spülschwämme, Schneid- und Vorlegbrettchen und eine Menge nanoimprägnierte Fußtextilien, aus Angst vor bösen Keimen und schlechten Gerüchen gekauft haben, aber nun nachweislich Produkte nutzen, in denen gar kein Nanosilber, oder doch nur sehr wenig und dann von falscher Nano-Größe enthalten ist, glauben trotzdem, jeden Tag ein bisschen sauberer zu sein und schwören auf ihre tägliche Selbstbeobachtung. - Links und rechts unter der Achsel riechend, fühlen sie sich nanosauber und ihre Socken stinken für sie deutlich weniger. - Dafür tragen sie die kurzen Strümpfe nun tage- und wochenlang. Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Ja, vielleicht könnte man alle Deo-Kosmetik-und Putzlappenproduzenten überzeugen, die Nanopartikel-Zugaben zu unterlassen und einfach nur zu behaupten, ihre Produkte wären nanopartikelhaltig. Neulich erfuhr ich über eine Fernsehsendung, dass der Placebo- Effekt bei 48% der Probanden wirkt und wenn man das Produkt verteuert und mit einem „Extra“ versieht, sogar bei 68%.
Das wäre zum Wohle des Verbrauchers, der Umwelt und würde sogar zu einer Gewinnmaximierung der Produzenten führen. :) |
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schrieb am
03.07.2010 um 11:41
Ich will dann aber weiterhin Socken zu alten Preis, weil an das Wunder eh nicht glaube...
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liebe kathrin, deine frage ist nur zu berechtigt:
"Da fragt man sich doch, ganz bescheiden: Wie kann es sein, dass all diese sinnlosen Konsumartikel, ob Deo, ob Putzlappen, samt ihrer gesundheitlichen Unwägbarkeit längst auf dem Markt sind?" aber sie beantwortet sich doch eigentlich von selbst, wenn auch einige kommentare weit daneben sind. der markt, der markt darf alles, kontrollen haben nur alibifunktion. du weißt, in welchem system du zu hause bist. also wundere dich weiter. es gibt mehr als tausend gelegenheiten. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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