Das Wort „Fotze“ ist wirklich ein beleidigendes Schimpfwort. (...) Aber vielleicht (...) muss ich damit leben, dass es existiert; dass andere es benutzen; dass es mich immer wieder ein kleines biss...
das liebliche Taubertal, auch Tauberfranken genannt, ist der bawüische Teil von Franken :) den Wikipedia-Artikel hatte ich zwar gelesen, aber gar nicht geschaltet, dass Bayern - Tauberfranken - ich - ja was das alles bedeuten könnte! Darauf bin ich jetzt wirklich erst durch dich gekommen. also vielen Dank für all die Einblicke. wow.
Das Wort „Fotze“ ist wirklich ein beleidigendes Schimpfwort. (...) Aber vielleicht (...) muss ich damit leben, dass es existiert; dass andere es benutzen; dass es mich immer wieder ein kleines biss...
öhm - jetzt wird mir plötzlich vieles klarer o_O zu der Zeit, als man diese Benennung an mich rief, lebte ich im baden-württembergischen Teil von Franken - allerdings als Migrantin aus der ehemaligen DDR. Als Nichteinheimische. Habe ich vielleicht alles falsch verstanden?! Bin ich gar auf diese Weise etwas viel Größerem entgangen?! Au weia, mir schwindelt. Verständigungsprobleme hatte ich nämlich auch sonst aller Art: Wenn Leute von "Teppichen" sprachen und *Decken* meinten. Oder wenn ihnen ihr "Fuß" weh tat - der allerdings bis zur Hüfte ging... Schöne Grüße Katrin
Kleinen Randbemerkung eines Linguisten: Sprache ist das Produkt einer geistigen Fakultät des Menschen Lautfolgen nach Regeln Bedeutung zuzuweisen, die mit diesen Regeln selbst nichts ursächlich zu tu...
"Schade für die Butler. Sie riegelt sich ab vor einer Sprachwirklichkeit, die sie vermutlich als bedrohlich empfindet und deswegen schlicht ignoriert." Nein, nein! Ehrlich - genau DAS ist es nämlich nicht. Aber jetzt sehe ich, dass du es wirklich anders gelesen hast, was ich oben schrieb. Es geht wirklich genau um das Gegenteil.
Anekdote zu Judith Butler:
"BERLIN dpa/taz | Beim Berliner Christopher Street Day ist es am Samstagabend zu einem Eklat gekommen: Judith Butler (54), Philosophin und legendäre Geschlechter-Theoretik...
"oder in quasi - brechtscher Anwendung des sog. Gestus des Zeigens - als Homosexueller einfach mal durch tuntig-schwuchtelige Performance in der Fankurve des HSV mal für ordentlichen Wirbel zu sorgen... usw. Solche Ansätze finden sich in den diversen Subkulturen - zu Recht - zuhauf. Die Macht mag überall sein - die Subversion aber auch. (frei nach Butler) " scheinbar hab ich mich oben zu unklar ausgedrückt - oder du liest Butler mit ner voreingestellten Brille - aber: Um genau dieses Wenden geht es Butler ja. Für sie gibt es keinen anderen Weg, als sich die Verletzungskraft der Worte zu eigen zu machen und die Verwendung der Worte (das meint sie mit Wiederholung) mitzugestalten - anstatt immer wieder aufs neue das verletzte Opfer zu sein. Das ist jetzt krass verkürzt - das Buch hat 260 Seiten - aber es geht im Grunde wirklich um die Chance, die man sich entgehen ließe, wenn man einfach nur solche Worte verböte. Also für mich ein sehr starkes Buch, das mir vor allem deswegen so gut gefällt, weil es die Macht jedes einzelnen Akteurs betont, Machtverhältnisse gerade durch das Sagen des Unsagbaren zu brechen. Cheers.
@ Katrin Rönicke
abschließend möchte ich mich bei Ihnen bedanken für Ihren Artikel und Ihre Repliken auf meine Beiträge hier.
Es ist mir ein Anliegen in diesen Fragen einen konstruktiven Ansatz zu...
@Crumar
ersteinmal gutes Gelingen in den Liebes u.a. Dingen...
;-)
wenn du hier weißen, gebildeten Mittelschichtsfrauen eine Absage erteilst, dann nehme ich an, geht das auf schlechte Erfahrungen ...
@Crumar
ersteinmal gutes Gelingen in den Liebes u.a. Dingen...
;-)
wenn du hier weißen, gebildeten Mittelschichtsfrauen eine Absage erteilst, dann nehme ich an, geht das auf schlechte Erfahrungen ...
Hallo Crumar, mea culpa. vermutlich liegt es wirklich an mir - oder an einer Mischung aus Ihrer Ankündigung, sie seien "von der falschen Seite" (was ich als: "ich bin eher antifeminstisch eingestellt" gedeutet habe - wenn ich auch da falsch gelegen haben sollte, dann verkrieche ich mich jetzt einfach in ein Mauseloch) - na jedenfalls habe ich es wirklich so eingeordnet und es mit einer Brille der Verteidigungshaltung gelesen. Andererseits machen Sie schon eine recht einseitige Frauenbetrachtung auf... also naja. Ich habe es falsch verstanden. Sorry. Für alles andere fehlt mir gerade der Kopf, da Sie mich mit dem Beginn dieser - wirklich sehr spannenden und sicher gewinnbringenden Diskussionen - an einem sehr ungünstigen Tag erwischen. Was wiederum sicher auch dazu beitrug, dass ich heute "sehr kreative Leseleistung" an den Tag lege- "Eine gewisse Frau" finde ich dennoch unhöflich. Sprechen Sie mich doch bitte einfach an. Ich komme mir sonst hier irgendwie deplatziert vor. Ich beiße eigentlich nicht. Und bin auch sonst in Wirklichkeit ganz anders, als die meisten mich hier wahrnehmen - aber sagen Sie's nicht weiter! Nicht, dass die Leute noch aufhören, sich unter meinen Kolumnen über "die" Feministinnen aufzuregen. ;p Gute Nacht in die Runde
An die Männerrechtler und Maskulisten hier:
alle meine Aussagen und Positionen dienen nicht der Untermauerung irgendwelcher antifeministischen Thesen und statements.
Ich bitte in Zukunft von Einve...
Ich mache es kurz, denn ich bin gerade in Eile: Meine Kolumne, ja die da oben, liegt dieses Mal mit 5.700 Zeichen schon über dem "Budget". Hätte ich Bertrams Ansatz in einer Art und Weise ausgeleuchtet, wie Sie es in Ihrem Studium getan haben, hätte ich mindestens 2.000 Zeichen mehr gebraucht. Das ist nun einmal die Realität: ich bin Kolumnistin. Ich muss mich kurz fassen. Und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit - im Gegenteil! Ich schreibe aus einer komplett persönlichen Perspektive - die oft auch wissenschaftlich, aber das liegt dann daran, dass ich selbst studiere und mich viel mit Wissenschaft beschäftige. Wenn überhaupt, so kann es mein Anspruch sein, interessante Diskussion *anzuschubsen* - verschiedene Brocken in "den Ring" zu werfen, aus denen sich bestenfalls eine breitere Diskussion entwickelt. Und auch nochmal - und auch an Sie: Ich schreibe diese Kolumne jetzt seit drei Jahren. Sie darf und soll gerne als "Gesamtwerk" gesehen werden. Genderanalysen finden sich darin zuhauf. MfG Katrin
An die Männerrechtler und Maskulisten hier:
alle meine Aussagen und Positionen dienen nicht der Untermauerung irgendwelcher antifeministischen Thesen und statements.
Ich bitte in Zukunft von Einve...
hallo Crumar, "Ich denke, der Fehler gängiger feministischer Theorie ist, die Konstruktion von Geschlechterstereotypen in (weitgehend) geschlechtshomogenen Gruppen während der Sozialisation auszublenden." Sie fordern weiter unten, meine Kolumne abzuschaffen. Nach diesem Kommentar aber muss ich zu dem Schluss kommen, dass Sie diese offenbar nicht lesen. Viele Grüße Katrin
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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