kay.kloetzer

robinson

01.09.2011 | 13:31

Gemeiner Durst - Verbot schluckt Verstand

„Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann.“ (Loriot)

Na wunderbar: Nun ist es auch in Hamburg verboten, in Bus oder Bahn ein Bier zu zischen. Überhaupt Alkohol, das Teufelszeug. Anlass dieses weiteren Verbots auf der nach unten offenen Liste der Bevormundungen soll neben den sich immer zügiger ins Koma saufenden Jugendlichen die Zunahme von Gewalt in Bussen und Bahnen, an Haltestellen und Bahnhöfen sein.

Wer das zu Ende denkt, muss ganze Innenstädte und Mecklenburg-Vorpommern zu alkoholfreien Zonen erklären, überhaupt die öffentlichen Räume, in die sich all die Raucher geflüchtet haben, die in ihren Stammkneipen zu keinem Service nun auch keinen Aschenbecher mehr bekommen. So denken Kinder: Was ich nicht sehe, gibt es nicht.

Bei Erwachsenen heißt das Dummheit. Zum einen lassen sich die Alkoholprobleme nicht nur Jugendlicher prima verdrängen. Zum anderen ist das Zurschaustellen privater Bedürfnisbefriedigung ein Phänomen, das in den Kinosälen durchaus akzeptiert wird, wo Eimer-weise Cola oder Popcorn, besser beides, die Multitaskingfähigkeit aller herausfordern.

Und wer wagt es noch, ohne eine Wasserflasche das Haus zu verlassen? Wer geht noch ohne Bionade in den Park? Als drohten jederzeit Hungersnöte und Dürreperioden, sind feste wie flüssige Nahrung to go zum Lebensstil geworden. Dabei geht es natürlich weder um Hunger noch Durst – vielmehr verweist diese kollektiven Ess-Störung auf einen anderen Notstand: Ich konsumiere, also bin ich: die Ohren verstöpselt, den Mund verstopft, alle Hände gefüllt mit den Accessoires unbegrenzter Verfügbarkeit.

All diese Errungenschaften sind Ablenkungen von Langeweile, von Angst oder Unbehagen gern gesehen. So wie das Abfüttern im Flugzeug, zu dem Loriot der wunderbare Satz einfiel: „Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann.“ Nun ist das Können auf dem Weg zum Muss.

Doch auch und gerade wenn zur Lebensmittel-Ampel noch Promille-Blitzer kommen, wird es Kollisionen geben zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die einen verlieren das Bewusstsein, andere den Verstand.

 

 
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Kommentare
ed2murrow schrieb am 01.09.2011 um 13:54
Wozu solche Initiativen alles gut sind: Man wird zum Politiker, Parteivorsitzenden und Buchautor
www.kanal8.de/default.aspx?ID=983&showNews=1016987
und alle anderen dürfen sich der Gewissheit hingeben, nicht zu den Randgruppen der Raucher, Trinker und sonstigen gewöhnlichen Konsumenten zu gehören: Die Kniggisierung Deutschlands.
kay.kloetzer schrieb am 01.09.2011 um 14:04
ach gott, ja, der Sebastian Frankenberger. solche leute machen mir angst.
ein bisschen knigge hier und da wäre ja vielleicht sogar ganz schön.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 15:46
@ed2murrow
Wozu solche Initiativen alles gut sind: Man wird zum Politiker, Parteivorsitzenden und Buchautor
www.kanal8.de/default.aspx?ID=983&showNews=1016987


Ich hab extra nachgegoogelt, weil ich es zunächst für einen Schreibfehler des Redakteurs von "Kanal 8" gehalten habe, aber es stimmt. Frankenbergers Buch heißt tatsächlich "Volk, entscheide! - Visionen eines christlichen Polit-Rebells".
Über "Volk, entscheide!" mag man ja noch streiten. Es ist ein Wortspiel mit "Volksentscheide", klar; bei mir persönlich würde aber die automatische Nazi-Bremse greifen und diesen Titel (zumindest nicht ohne erkennbares Augenzwinkern) nicht zulassen.
Der Hammer aber ist der Untertitel "Visionen eines christlichen Polit-Rebells"; nicht inhaltlich, inhaltlich ist es nur eitle Pose. Grammatikalisch aber... Noch heißt der Genitiv von Rebell "des Rebellen" und nicht "des Rebells". So etwas fällt weder dem Ex-Studenten beim Sprechen ins Diktiergerät auf, noch der Mutti beim Abtippen noch dem Verlagslektor beim Bearbeiten. Ich mein, daß in einem längeren Text solche Schnitzer passieren - geschenkt. Aber das steht auf dem Titelblatt des Buches.
Wenn die Neuschöpfung wenigstens besser klänge als das Original!

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 15:49
Nachtrag: Die Website von Kanal 8 hat mir verraten, woher die kleinen Aktien kommen: Sie werden gesponnen.
www.kanal8.de/default.aspx?ID=1770&showNews=1017564

Ciao
Wolfram
Magda schrieb am 01.09.2011 um 14:14
Ha, genau. Andererseits, wenn ich die "Reisenden" hierzustadte" so sehe mit ihren Bierflaschen, wie sie da so mit ihrem flüssigen Freund schwatzen und wie sie die anderen angucken, als hätte ihre Flasche ihnen gerade das allermieseste über diese Leute da drüben, die keine Flasche bei sich haben, erzählt. Naja, Verbote nützen da nichts.

Ich kann mich erinnern, dass es früher wirklich ganz undenkbar war, auf der Straße zu essen. Das konnte man eigentlich nur vestohlen tun, wenn überhaupt. Heute ist das alles eine große Kneipe, das ganze öffentliche Leben.
kay.kloetzer schrieb am 01.09.2011 um 14:53
ich finde das an-der-flasche-nuckeln nicht weniger absurd, wenn es sich um eine limo handelt. es erinnert mich so oder so an die kleinkinder, die immer eine trockene schrippe ins händchen gedrückt bekommen, damit sie nicht jammern. und dann spielt ja für den coolness-faktor keine unwesentliche rolle, WIE man die flasche hält: ob lässig mit zwei fingern am hals oder wie weiland den teddy vor der brust. da seid Ihr in berlin natürlich weiter, als die leipziger es sind mit ihrer recht robusten klammer-mentalität.
Rahab schrieb am 01.09.2011 um 14:27
ich bin jedenfalls sehr froh, dass noch kein aas auf die idee gekommen ist, das rauchen beim fahrradfahren zu verbieten!
kay.kloetzer schrieb am 01.09.2011 um 14:46
das wird passieren, sobald der erste versehentlich im vorbeiradeln einem hauptstraßen-jogger den rauch ins gesicht geblasen und ihn so dem lungenkrebstod einen schritt näher gebracht hat. und spätestens, wenn die erste flug-glut einem seinen dackel ausführenden lokalpolitiker das toupet versengt, ist es auch mit dem rauchen am offenen küchenfenster vorbei.
ed2murrow schrieb am 01.09.2011 um 16:39
Zu diesem (Politiker + Dackel + Vorbeigehen) Behuf: Immer einen Eimer Wasser zum Löschen auf dem Fensterbrett bereit halten. Das kann man nicht verbieten, das ist Notfallvorsorge.
Rahab schrieb am 01.09.2011 um 16:57
und wie mach ich das mit dem eimer wasser auf dem rad?
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 17:04
@Rahab
und wie mach ich das mit dem eimer wasser auf dem rad?

Nimm ein Feuerlöscherlein,
Ein Löscherlein, ganz fein und klein.

Ciao
Wolfram
Rahab schrieb am 01.09.2011 um 17:40
feuerlöscher?
du meinst ne wasserspritze, oder?
ich werde darüber nachdenken, denn mir schwant: das erfordert erhebliche rumbastelei.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 18:08
@Rahab
feuerlöscher?
du meinst ne wasserspritze, oder?


Hätte ich eine Wasserspritze gemeint, hätte ich "Wasserspritze" geschrieben. So aber schrieb ich "Feuerlöscherlein" und meinte mit diesem Wort ein Feuerlöscherlein.


Ciao
Wolfram
kay.kloetzer schrieb am 01.09.2011 um 18:13
vielleicht sollte generell vor häusern - sowieso über kneipeneingängen - eine art permanent sprühende sprinkler-anlage schlimmstes verhindern. meldet der bewegungsmelder sich bewegende fahrradfahrer, kann ein schwall in deren richtung gehen. ich mache mich schon mal an die entwicklung einer unlöschbaren zigarette ...
betsyp schrieb am 01.09.2011 um 18:22
oder kleine Pusteröhrchen mit Miniwasserbomben,
dann hat man die Hände beim Radfahren zum lenken frei....
Rahab schrieb am 01.09.2011 um 18:23
Wolferl,
auch dies teil muß ich so anbringen, dass ich es fahrend-rauchend betätigen kann, ohne mir ein zweites paar arme wachsen zu lassen.
und überhaupt, viel zu unpraktisch.

ich denke da eher an so einen gummiball, der allerdings nicht pumpt, sondern spritzt.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 22:34
@Rahab
Wolferl,
auch dies teil muß ich so anbringen, dass ich es fahrend-rauchend betätigen kann, ohne mir ein zweites paar arme wachsen zu lassen.
und überhaupt, viel zu unpraktisch.


Geh in ein Waffenladerl, kauf dir ein Schulterhafterl und steck darein ein Wasserpistolerl. Daß man euch Berlinern aber auch alles erklären muß. Dabei habts ihr bei uns den Ruf, daßts ihr uns technisch überlegen wärts.

Ciao
Wolfram
Fro schrieb am 01.09.2011 um 22:42
Dann vielleicht gleich ne Wasserpfeife: Einfach hinten auf den Gepäckträger geschnallt, Schlauch nach vorne, anzünden, und genießen. Vorteil: Keine Funken die einem ins Gesicht fliegen, längeres Rauchvergnügen, und stets mit Löschwasser ausgerüstet, – falls man mal von entgegenkommenden fahrradfahrenden Rauchern in Brand gesetzt wird...
Rahab schrieb am 01.09.2011 um 22:45
schulterhalfter
darauf kann nur ein bayer kommen
ich brauch das teil am lenker!
weil: ziehen braucht zeit. zu viel zeit, im zweifel.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 23:04
@Fro
Dann vielleicht gleich ne Wasserpfeife:

Shisha a saugute Idee.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 23:05
@Rahab
schulterhalfter
darauf kann nur ein bayer kommen
ich brauch das teil am lenker!
weil: ziehen braucht zeit. zu viel zeit, im zweifel.


Hab ich geschrieben, daß du dir das Schulterhalfterl an die Schulter schnallen sollst? Befestige es irgendwie am Lenker und die Sache paßt schon. Daß man euch Berlinern aber auch alles erklären muß.

Ciao
Wolfram
Rahab schrieb am 02.09.2011 um 08:39
Wolferl, du stehst echt auf dem schlauch.
wenn ich dein teil irgendwie am lenker befestige, dann kann ich den blöden leuten auf dem gehweg nicht mehr so gut ausweichen und dann ist mein bike schnell hin.
es muß was leichtes schmales drückbares sein....

hach, waren das noch zeiten als ich noch muttermilchte! da hatte ich die spritz immer bei mir bei!
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 09:02
@Rahab
Wolferl, du stehst echt auf dem schlauch.
wenn ich dein teil irgendwie am lenker befestige, dann kann ich den blöden leuten auf dem gehweg nicht mehr so gut ausweichen und dann ist mein bike schnell hin.


Jö, bist du umständlich. Wenn dich schon eine Wasserpistole am Lenkrad irritiert, dann solltest du vielleicht doch zu Fuß gehen. Ansonsten fällt mir nur noch ein, daß du dir dieses Feuerwehrfahrrad entsprechend umbauen läßt (zum Beispiel eine Mineralwasserflasche mit Spritzdüse statt der Tröte):


hach, waren das noch zeiten als ich noch muttermilchte! da hatte ich die spritz immer bei mir bei!

Aber bis du die Spritzbollen im Notfall freigelegt hast... Oder bist du damals so Rad gefahren?


Ciao
Wolfram
Rahab schrieb am 02.09.2011 um 14:54
ad bild 1: so langsam raffst du es.

ad bild 2: das wüßtest du jetzt gern, wa Wolferl?!

laß dir sagen: was ne ordentlich milchbrust ist, die muß nicht erst sonderlich freigelegt werden. ein handgriff und 'milch marsch'!
claudia schrieb am 03.09.2011 um 09:24
>>Dann vielleicht gleich ne Wasserpfeife<<
Genau, das ist es. Mir hat mal jemand erzählt, er habe seine Wasserpfeife mit Wein befüllt, das sei ein ganz exquisites Vergnügen. Und Allah kann ruhig zuschauen: Man trinkt ja nichts...
GeroSteiner schrieb am 01.09.2011 um 20:14
Hoffentlich wird auch noch das Kartenspielen in den Kneipen verboten. Ich kann mich gar nicht auf das Trinken meiner zwanzig Gläser Bier konzentrieren, wenn dauernd einer "Kontra" dazwischen brüllt.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 02:54
ja, da sagste was. ich wurde heute mal wieder zum offiziers-skat überredet (mehr geht nicht, weil ich weder rechnen noch mir was merken kann ). und darüber habe ich glatt das trinken vergessen. so gesehen sollten die problem-jugendlichen vielleicht zum kartenspielen gezwungen werden? erstmal auto-quartett, und nach der wahl dann "schwarzer peter".
jayne schrieb am 01.09.2011 um 20:30
Und der Freistaat Sachsen immer mit vorneweg: Ausweitung der Rasterfahndung, präventive Wohnungsdurchsuchung, Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen ... - all diese Überraschungen bietet der Entwurf der schwarzgelben Koalition zur Änderung des Polizeigesetzes. Freistaat bitte künftig nur mit Gänsefüßchen ...
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 22:06
@jayne
Freistaat bitte künftig nur mit Gänsefüßchen ...

Leiht euch von uns Bayern den Slogan aus "Frei statt Sachsen".

Ciao
Wolfram
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 02:58
auf die gänsefüßchen in zusammenhängen mit staaten würde ich gern erstmal 40 jahre verzichten. aber die umfunktionierung von visions-armut und ideen-schwäche in kontroll-wahn zu thematisieren - da stimme ich Dir zu.
Vadis schrieb am 01.09.2011 um 21:52
»So denken Kinder: Was ich nicht sehe, gibt es nicht.«

Ich glaube, dieses sich hinter den Händen vor den Augen Verbergen bedeutet ›Was ich nicht sehe, sieht mich nicht.‹

Das mit den Wasserflaschen to go hat mich auch diverse Male zu Kommentaren to go gereizt, oder auch, dass bei Tandems die Frauen immer hinten sitzen.

Aber das Loriot-Zitat? – Zur Abwechslung mal geschenkt, eine Luftnummer eben.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 03:03
erstens: stimmt.
drittens: der loriot-sketch, den er mit dem erwähnten zitat anmoderiert, ist neben einer stimmigkeit bis ins detail und einer doppelbödigkeit an der grenze zum gesellschafts-fundament nahezu visionär. finde ich.
Vadis schrieb am 02.09.2011 um 21:38
Er schreibt ja »im Fliegen« und nicht ›beim Fliegen‹, welches die eigenständige Flugfähigkeit, wie etwa die der Vögel, bedeutet hätte. Der Mensch im Flugzeug ist somit nicht die adäquate Analogieebene zu flugfähiger Spezies, was die Aussage Loriots in meinen Augen banal erscheinen lässt. Es gibt ebensowenig ein anderes Wesen, dass im Fliegen Zeitung liest oder einfach »nur sitzt«, womit wir bei einem anderen Sketch wären.
claudia schrieb am 03.09.2011 um 09:34
Möven können während des Fliegens essen, allerdings nehmen sie keine warmen Mahlzeiten zu sich.
Zeitleser schrieb am 01.09.2011 um 22:22
Sie haben die Berliner Currywurst vergessen. "Stellen Sie sich vor, ich komme auf dem Weg ins Büro aus der U-Bahn und da stehen einige am Stand und verspeisen Würste. Morgens um 9." So sagte mir mal eine belgische EU-Beamtin, die nach Berlin abgeordnet war. Und fügte hinzu: "Incroyable" Auch heute wird man in zivilisierten Großstädten wenige finden, die das selbe tun. Und diese Zunahme an fetten Leuten bei uns, puuuh! Kein Wunder wenn man fettgedrängte Kohlehydrate mit Fleisch verspeist - wo immer und wann immer das möglich ist.
Wolfram Heinrich schrieb am 01.09.2011 um 23:00
@Zeitleser
Sie haben die Berliner Currywurst vergessen. "Stellen Sie sich vor, ich komme auf dem Weg ins Büro aus der U-Bahn und da stehen einige am Stand und verspeisen Würste. Morgens um 9." So sagte mir mal eine belgische EU-Beamtin, die nach Berlin abgeordnet war.

Das ist doch angenehm für die EU-Leutchen, daß die um 9 Uhr noch auf dem Weg ins Büro sind.

Und diese Zunahme an fetten Leuten bei uns, puuuh! Kein Wunder wenn man fettgedrängte Kohlehydrate mit Fleisch verspeist - wo immer und wann immer das möglich ist.

Ja mei, wenn die Entlohnung ein bisserl besser wär, würden die Leute halt im "Chez Olivier" einen Teller Krabben oder mageres Steak futtern.

Ciao
Wolfram
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 03:05
lieber wolfram, dem ist nix hinzuzufügen! außer pommes.
abghoul schrieb am 02.09.2011 um 08:14
Vincent:"You know what they put on french fries in Europe?"
Jules:"No what?"
Vincent:"Mayonaise!"
Jules:"For real ?"
Vincent:"Yeah, they fuckin drown it in that shit"

Die Mayo hat noch gefehlt.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 09:03
@kay.kloetzer
lieber wolfram, dem ist nix hinzuzufügen! außer pommes.

Pommes zu den Krabben?

Ciao
Wolfram
Zeitleser schrieb am 02.09.2011 um 14:29
Liebe, wohlbeleibte Damen und Herren, Sie sollten doch wissen, dass man ab einem gewissen Alter für sein Aussehen selbst zuständig ist, d.h. verantwortlich ist. Auf der einen Seite hineinstopfen, und auf der anderen das System anklagen, dass man durch Versuchungen entsprechend dem Sayschen Theorem - der Anwesenheit von Foodmatsche überall - erlegen ist - das geht nicht auf. Im übrigen ist Fettwerden keine Frage des Geldbeutels sondern des Blicks in den Spiegel. Das scheinen westlich gelegene Kulturnationen zu beherzigen - laufen Sie doch mal durch Paris oder Brüssel - da ist im übrigen auch nicht jeder unmäßig reich, Herr Heinrich.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 14:44
nunja, Zeitleser, ganz so aufgeklärt sind die leute leider nicht. also nicht alle. womöglich sieht's mit der ess-kultur in deutschland tatsächlich anders aus als in paris oder brüssel. schnell, viel und heiß soll das essen hier oft sein. wobei der begriff des lebens-mittels da oft schon nicht mehr zutreffend ist. man kann auch schlank und schlecht ernährt sein.
Zeitleser schrieb am 02.09.2011 um 15:05
Sicher gibt es alle möglichen Variationen zwischen der eigenen Leiblichkeit und dem Essen. Und hinzu kommt die genetische Determinierheit und das soziale wie familiäre Umfeld. Und die Ärzte: Dass ein Freund unmäßig dick ist, schwierigste Krankeiten und Operationen hinter sich hat, aber gleichwohl die Ärzte ihm nie gesagt haben: Jetzt mal Schluss mit Futtern, ihr Herz verträgt die Last, die sie mit sich herumschleppen, nicht - ist eine Schande. Statt dessen schluckt er täglich ein atemberaubende Anzahl von Pillen.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 15:14
das kommt hinzu: dass lebensmitelkonzerne und schulmediziner aus dem gleichen topf essen.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 15:31
@Zeitleser
Das scheinen westlich gelegene Kulturnationen zu beherzigen - laufen Sie doch mal durch Paris oder Brüssel

In Paris werden seit umra 1700 rum die wamperten Proleten nach Versailles deportiert.


Ciao
Wolfram
Zeitleser schrieb am 02.09.2011 um 16:01
Warum sieht man adlige Herrschaften auf den Abbildungen nie lächeln, also mit halboffenen Mund? Einfach, sie hatten wegen ihrer Fress- und Bonbonsucht keine Zähne mehr! Auch der Sonnenkönig war mit 40 zahnlos, leider nicht in seiner Politik. Fresssucht - Langweile - Libertinage - Krankheit, das ist der heimliche Untergrund der Politik.

Aber die Kriege, die sie führten, waren ja harmlos im Vergleich zu dem, was nach ihrer 1500 jährigen Herrschaft kam (von Chlodwig bis Willi II). Heute ist ja Schmalsucht eine Mode: Was sich zum Beispiel in Salzburg so an abgemagerten, älteren Damen herumtreibt - und dazu noch mit großräumigen Kleiderzuschnitten - herumtreibt, ist schon beachtenswert. Hinzu kommen die männlichen Exemplare, die als Touristen unbedingt ihre ausladenden Formen herausstellen müssen. Warum gibt es keine Natürlichkeit mehr? Ist der Verstand auf der Strecke geblieben? David Hume hat da das entscheidende gesagt. Aber das ist schon lange her.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 20:09
@Zeitleser
Aber die Kriege, die sie führten, waren ja harmlos im Vergleich zu dem, was nach ihrer 1500 jährigen Herrschaft kam (von Chlodwig bis Willi II).

Das haben die beteiligten Soldaten womöglich ein kleines bißchen anders gesehen.

David Hume hat da das entscheidende gesagt.

Du meinst wahrscheinlich Sherlock Humes, den Erfinder des Humanismus.

Ciao
Wolfram
Zeitleser schrieb am 04.09.2011 um 02:39
Was soll ich darauf antworten, Herr Heinrich? Sie büchsen aus, was ich Ihnen nicht übelnehmen kann, oder doch, weil Sie auf den Beifall der Lacher spekulieren, die allbekannt eristische Methode.
GeroSteiner schrieb am 05.09.2011 um 21:34
Eristisch ist allenfalls ihr desavouirender Hinweis auf den Beifall der Lacher. Dabei ist ein Witz nur die lustige Form der Seriosität.
logicuss schrieb am 02.09.2011 um 07:57
"So denken Kinder: Was ich nicht sehe, gibt es nicht.

Bei Erwachsenen heißt das Dummheit. Zum einen lassen sich die Alkoholprobleme nicht nur Jugendlicher prima verdrängen. Zum anderen ist das Zurschaustellen privater Bedürfnisbefriedigung ein Phänomen, das in den Kinosälen durchaus akzeptiert wird, wo Eimer-weise Cola oder Popcorn, besser beides, die Multitaskingfähigkeit aller herausfordern."

Darum geht es doch gar nicht. Der Bahn- oder ÖVPN-Nutzer hat das Recht, nicht belästigt zu werden durch Gestank, Schmutz und Lärm.
Hat denn irgendwer behauptet, durch diese Massnahmen solle der Alkoholismus bekämpft werden?
Der Kommentar geht glatt am Problem vorbei.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 08:46
@logicuss
Darum geht es doch gar nicht. Der Bahn- oder ÖVPN-Nutzer hat das Recht, nicht belästigt zu werden durch Gestank, Schmutz und Lärm.
Hat denn irgendwer behauptet, durch diese Massnahmen solle der Alkoholismus bekämpft werden?


Die Frage ist, ob sich das Problem durch Verbote lösen läßt. Die Braven werden sagen: "Erwin, sauf schnell aus, die S-Bahn fährt ein", die Bösen werden auf das Verbot schei... äh, also, pfeifen. So sind's, die Bösen.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 08:41
Zum Thema "Alkohol im Zug und Proleten" hier ein Bericht aus der guten alten Zeit, als man sogar noch rauchen durfte im Zug:


Bei feinen Leuten geht es da doch viel kultivierter zu:


Ciao
Wolfram
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 14:51
der gute polt! vielen dank für diese erinnerungen. in diesem freitagabendzug möchte ich aber auch nicht sitzen. ich reise ohnedies am liebsten im bord-restaurant. dort soll es sogar noch alkohol geben. und ich höre so gern den geschäftsreisenden beim telefonieren mit mutti zu ...
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 15:33
@kay.kloetzer
in diesem freitagabendzug möchte ich aber auch nicht sitzen.

Wärst du lieber zum Sauerbraten eingeladen? Wo doch dieser Nurejew auch nicht mehr so hoch springt wie früher, weil er es nicht mehr nötig hat.

ich reise ohnedies am liebsten im bord-restaurant.

Dummerweise hat die S-Bahn kein Bord-Restaurant.

Ciao
Wolfram
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 15:59
da haben wir die lösung: schallisolierte bord-bars in den s- und u-bahnen mit bord-psychologen und ausnüchterungszelle.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 20:09
@kay.kloetzer
da haben wir die lösung: schallisolierte bord-bars in den s- und u-bahnen mit bord-psychologen und ausnüchterungszelle.

In jeder U- und S-Bahn ein Bordpsychologe und ein Sheriff, der die Ausnüchterungszelle füllt, das würde die Arbeitslosenquote doch heftig drücken. Wahrscheinlich aber nimmt man dafür Hartz-IV-Empfänger.

Ciao
Wolfram
Nansy schrieb am 02.09.2011 um 09:34
Alkoholverbote mit der Begründung, die Zunahme von Gewalt in Bussen und Bahnen eindämmen zu wollen, liegen ganz im Sinne der EU- und WHO-Strategie zur Alkoholprävention.

In dem Nationalen Aktionsprogramm zur Alkoholprävention (von 2008) steht schon geschrieben, wie man sich den Bogen vom Passivrauch zum Passivtrinkerschutz vorstellt:
„…Eine der zentralen Botschaften massenmedialer Kampagnen sollte darin bestehen, die Gefährdung unbeteiligter Dritter durch das Rauschtrinken in das Blickfeld zu rücken. Die Risiken für Menschen im Umfeld insbesondere durch alkoholbedingte Unfälle und durch Gewaltdelikte sind ebenso wie die Schädigung des ungeborenen Lebens durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nachdrücklicher zu vermitteln. Im Bereich der Tabakprävention hat sich gezeigt, dass Hinweise auf die auch für Dritte schädlichen Konsequenzen des Substanzkonsums eine erhebliche Überzeugungskraft besitzen, wenn es darum geht, den Konsum einzuschränken oder in bestimmten Situationen ganz zu verhindern…“

Das geht soweit, dass jetzt der Nonsens-Begriff "Passivtrinken" vermehrt in die Diskussion gebracht wird. Wer nach dem Begriff "passivdrinking" googelt, wird in der englische Presse fündig werden. Sally Casswell von der Massey University in Auckland, New Zealand, die bei der Ausarbeitung des WHO Papiers zur Alkoholprävention geholfen hat, sagte, dass die Konzentration auf das Passivtrinken der Schlüssel für die Akzeptanz der Öffentlichkeit bezüglich eines strengen Alkoholgesetzes ist.
Bei der WHO kann man auch nachlesen, wie man sich dort die weiteren Maßnahmen gegen den Alkohol vorstellt: natürlich u.a. Steuererhöhungen, Werbeeinschränkungen und Abgabe nur über staatliche Stellen.

Nach den Rauchern, den Genießern von Alkohol, geht es dann wohl den "Dicken" an den Kragen. Schon jetzt fordern Forscher Zusatzsteuern und Werbebeschränkungen auf ungesunde Ernährung - und am besten eine Uno-Rahmenkonvention zur Kontrolle von Fettleibigkeit - ähnlich wie im Fall des Tabakkonsums.
In New York wollte man schon einmal per Verordnung das Salzen von Speisen in Restaurants verbieten und das Benutzen von Parfüm ist den Angestellten in mehreren Städten in den USA und Kanada schon verboten worden.

Willkommen in der schönen neuen Welt der Zwangsbeglücker!
claudia schrieb am 02.09.2011 um 10:12
Jetzt kommt ja bald wieder die Wiesnzeit. Da werde ich, wenn ich am späteren Abend noch in der Stadt zu tun habe, bei der Nachhausefahrt zweifellos passivtrinken: Die Leute, die dann die Bahnen bevölkern saufen nicht in der Bahn, sondern sie sind schon voll und atmen Ethyalkohol und das Abbauprodukt Acetaldehyd aus.
Und siehe: Die Leute, die die öffentlichen Verkehrsmittel mit ihrem Rauschmittel beatmen, werden von der Polizei gelobt. Weil sie dann auf Strasse niemand umnieten.

Übrigens habe ich das Oktoberfestpassivtrinken bis jetzt unbeschadet überlebt.
Allerdings habe ich schon über die Anschaffung von Ohrenschützern nachgedacht.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 15:01
genau, nansy! all die zwangsbeglücker werden uns noch ins unglück stürzen. ach nein, das tun sie ja bereits.

das "passivtrinken" kannte ich noch gar nicht. kann man davon betrunken werden? dann wäre das eine leber-schonende variante, und es würde genügen, wenn sich einer pro saufgemeinschaft so richtig die kante gibt und dann kräftig ausatmet.
claudia schrieb am 03.09.2011 um 04:32
>>...und es würde genügen, wenn sich einer pro saufgemeinschaft so richtig die kante gibt und dann kräftig ausatmet.<<
Eher umgekehrt: Wenn 10 Fahnenjunker einen Nüchternen beatmen kann das was bewirken.
Nansy schrieb am 03.09.2011 um 07:48
und so ist es auch schon einmal im ''British Medical Journal'' begründet worden, Kay!

Zitat: "A cigarette emits roughly a half milligram of active Class A carcinogens with the most significant in terms of weight being benzene at 3/10ths of a milligram. A standard martini releases roughly one full gram of the Class A carcinogen ethyl alcohol into the air in the space of an hour: an amount equal to 2,000 cigarettes."

Siehe: www.bmj.com/content/330/7495/812/reply#105082
unter der Überschrift: ''Secondary Smoke, Alcohol, and Deaths... ''

Bisher begnügt man sich aber mit der Erklärung, mit "passivtrinken" seien die Folgen und Kosten des Alkohols für die Familie und die Gesellschaft gemeint.
Was aber meiner Meinung nach nicht bedeutet, dass man zukünftig nicht auch versuchen wird, die angeblichen Gesundheitsgefahren des Alkohols für Dritte zu beweisen.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.09.2011 um 18:51
@Nansy
und so ist es auch schon einmal im ''British Medical Journal'' begründet worden, Kay!
Zitat: "A cigarette emits roughly a half milligram of active Class A carcinogens with the most significant in terms of weight being benzene at 3/10ths of a milligram. A standard martini releases roughly one full gram of the Class A carcinogen ethyl alcohol into the air in the space of an hour: an amount equal to 2,000 cigarettes."


Ich stelle mir gerade den Trinker vor, der einen Martini (im angelsächsischen Sprachraum ist ein Martini ein Gemisch aus viel Gin oder Wodka und wenig Wermut) vor sich stehen hat, eine Stunde wartet, bis alle Umstehenden ausreichend vergiftet sind und dann erst die Brühe in sich reinkippt.
Wissenschaftler sind manchmal ganz entsetzlich einfältig.

Was aber meiner Meinung nach nicht bedeutet, dass man zukünftig nicht auch versuchen wird, die angeblichen Gesundheitsgefahren des Alkohols für Dritte zu beweisen.

Auch die Jüngeren unter uns werden es wahrscheinlich nicht mehr erleben, daß auf dem Formblatt, mit dem man sich per Unterschrift für die Bundeswehr verpflichtet, steht: "Militärdienst kann schädlich für Ihre Gesundheit sein, Krieg kann tödlich sein. Ihr Verteidigungsminister." Bei den Schußwaffen soll ja vor allem das Passiv-Schießen gesundheitlich nicht unbedenklich sein, haben Wissenschaftler festgestellt.

Ciao
Wolfram
weinsztein schrieb am 04.09.2011 um 00:06
Zum unterschätzten passivfucking hier mehr:

www.ts-dating.com/Lisa_Kampen
Rosa Sconto schrieb am 02.09.2011 um 10:35
Kay, Du aktuallisierst doch Lori hiermit:
"Ich konsumiere, also bin ich: die Ohren verstöpselt, den Mund verstopft, alle Hände gefüllt mit den Accessoires unbegrenzter Verfügbarkeit."

Nachdem die Kürzungen bei sozialen Programmen nun sichtbar werden, werden die Folgen dieser Streichungen / Kürzung nicht nur ignoriert sondern die davon betroffenen ganz bewusst mit einer kleinbürgerlichen Moralkeule geschlagen.
kay.kloetzer schrieb am 02.09.2011 um 15:07
... wobei die "kleinbürgerliche moralkeule" auch über dem einen oder anderen privatsender kreisen könnte. denn - ob radio oder tv - so manches programm bedroht die zurechnungsfähigkeit mindestens genauso nachhaltig wie täglich ein, zwei flaschen korn.
Rosa Sconto schrieb am 02.09.2011 um 17:19
Was den einen die GEZ, ist den andern die EU-Landwirtschafts-Hilfe beim Hopfenanbau. Es wäre viel einfacher jegliche Werbung für Alkohol zu verbieten um das Problem einzudämmen, aber das Gegenteil wird getan: die Menge macht es schliesslich auch wie viel konsumiert wird, kistenweise ist billiger...
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 16:33
Nu..ist doch auch schön,wenn man

eben bisher immer Glück hatte und noch nie
wegen alkoholisierter Kollektive bei nächtlichen Zugfahrten existenzielle Erfahrungen machen musste.

I
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 20:11
@Emma in Uniform
Nu..ist doch auch schön,wenn man eben bisher immer Glück hatte und noch nie wegen alkoholisierter Kollektive bei nächtlichen Zugfahrten existenzielle Erfahrungen machen musste.

Das Kreuz ist, daß man mit einfachen Lösungen häufig nicht das Problem löst, weil Effekte nämlich Nebeneffekte haben.
Eine Schaffnerin hat mir mal erzählt, seit in den Zügen totales Rauchverbot herrscht, häuften sich bei ihnen die Brände in den Toiletten.

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 22:36
Ein angenehmer Nebeneffekt wird zumindest sein,

dass, wenn sich in der U- und S- Bahn auch weiterhin, vormals rücksichtslose oder/und aggressive Gruppen volllaufen lassen, dies

dann regelhaft um einiges dezenter gestaltet sein wird - ruhiger, leiser, weniger exaltiert, - das kann ich sicher voraussehen.
Und das reicht als Ergebnis.

Denn so wie es jetzt hier läuft, ist es unerträglich..
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 22:57
@Emma in Uniform
Ein angenehmer Nebeneffekt wird zumindest sein, dass, wenn sich in der U- und S- Bahn auch weiterhin, vormals rücksichtslose oder/und aggressive Gruppen volllaufen lassen, dies dann regelhaft um einiges dezenter gestaltet sein wird - ruhiger, leiser, weniger exaltiert, - das kann ich sicher voraussehen.

"Prognosen", sagte einst ein Großer Denker, "sind immer problematisch, vor allem, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen."
Aber, um Franz Beckenbauer, einen anderen Großen Denker zu zitieren: "Schaumer mal, dann sehma schon."

Ciao
Wolfram
P. S.: Hab ich schon erwähnt, daß auch das Reeperbahn-Lied von Hans Albers eigentlich aus Süddeutschland kommt?
derfranzehatgsagt.blogspot.com/2009/02/gandolf-von-loichingen.html
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 23:36
Ja nu,

Franz B. hat evtl. obiges gesagt,
aber er war und ist nicht dafür bekannt, dass zu sagen,
was denkt oder womöglich
zu tun was er sagt.

Sonst hätte er wohl kaum schlappe 20 Mio. DFB-Euro für seine Golfreisen-Wahlkampf für
die WM 2006-Bewerbung rausgeschmissen..

..und dass Goebbels "Teufelskerl" Hans Albers sich
nun woanders bedient hat, gähn, versteht sich halt von selbst, hoffentlich.
g. schrieb am 03.09.2011 um 05:02
Immer wenn ich einen Jugendlichen sehe, der völlig Stulle vor einer Tür der Bahn herumsimmst und völlig überrascht ist, dass die Leute aussteigen wollen, denke ich: es wird zu wenig verboten in diesem Land. Vor dem Saufen sollte das Simsen verboten werden.
Wolfram Heinrich schrieb am 03.09.2011 um 18:48
@Emma in Uniform
Franz B. hat evtl. obiges gesagt, aber er war und ist nicht dafür bekannt, das zu sagen, was er denkt oder womöglich zu tun was er sagt.

Mir scheint, du erkennst Ironie selbst dann nicht, wenn sie nackt vor dir tanzt.

..und dass Goebbels "Teufelskerl" Hans Albers sich nun woanders bedient hat, gähn, versteht sich halt von selbst, hoffentlich.

Nur so als Frage: Hast du eigentlich auf den Link geklickt und die sehr kurze Geschichte gelesen?

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 04.09.2011 um 02:25
@Wolfram Heinrich

vieleicht hast Du Recht, vieleicht aber auch nicht.

Denn dass Du nun Beckenbauer nicht für einen großen Denker hälst, hoffentlich geschenkt...

Ich spielte mit dem "zu sagen, was er denkt..zu tun was er sagt" eher auf den Leitsatz von A. Herrhausen an, denn das vorherige Zitat stammt nun von dem im Ergebnis doch zwielichtigen, besondere gewieften und umtriebigen verstorbenen Deutsche Bank Vorstandsmitglied Abs ab, dat hat mir nicht
so sehr geschmeckt,...deshalb auch der Verweis auf den "Teufelskerl" .

Den Link hab ich geklickt, es ist nur ein anderes Lied von Albers, als das welches ich ob ein Stück weit zitierte...deshalb habe ich es zugegeben nur überflogen, ich schaue es gleich noch man an,..

Es ging mir überdies in meinen Ausführungen zum Verbot hauptsächlich darum, zu erklären, warum es die Distanzlosigkeit, die m.M. ein Hauptproblem des Phänomens der exaltierenden Gruppen ist, mildert.

Sonst oft geschätzt, ist mir zu diesem Thema Dein ironisches laisser faire zu viel.

Tschüss -Emma
Wolfram Heinrich schrieb am 04.09.2011 um 03:44
@Emma in Uniform
vieleicht hast Du Recht, vieleicht aber auch nicht.

Ich weiß jetzt nicht, um was es geht, klar ist nur, daß ich natürlich recht habe.
"Ich bin schön, ich bin stark, ich bin weise, ich bin gut. Und ich habe das alles selbst entdeckt!"
Stanislaw Jerzy Lec

Denn dass Du nun Beckenbauer nicht für einen großen Denker hälst, hoffentlich geschenkt...

Nun, Beckenbauer war mal ein großartiger Ballzauberer, seine intellektuellen Grenzen sind mir aber durchaus bewußt.

...denn das vorherige Zitat stammt nun von dem im Ergebnis doch zwielichtigen, besondere gewieften und umtriebigen verstorbenen Deutsche Bank Vorstandsmitglied Abs ab, dat hat mir nicht so sehr geschmeckt,...

Das Bonmot mit den Prognosen, die dann besonders schwierig wären, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen, wird u. a. Hermann Josef Abs zugeschrieben, daneben aber auch, laut Wikipedia, auch "Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill u.a." Such dir also einen aus oder denk dir einen anderen. George Bernard Shaw oder Oscar Wilde werden auch gerne genommen, wenn man einen geistreichen Spruch unklarer Herkunft jemandem zuschreiben will.

Den Link hab ich geklickt, es ist nur ein anderes Lied von Albers, als das welches ich ob ein Stück weit zitierte...deshalb habe ich es zugegeben nur überflogen, ich schaue es gleich noch man an,..

Dann wird dir hoffentlich auffallen, daß der Beitrag über Gandolf von Loichingen genau so erfunden ist wie die verlinkten Beiträge über die Hohenzollern und den Kudamm.

Es ging mir überdies in meinen Ausführungen zum Verbot hauptsächlich darum, zu erklären, warum es die Distanzlosigkeit, die m.M. ein Hauptproblem des Phänomens der exaltierenden Gruppen ist, mildert.
Sonst oft geschätzt, ist mir zu diesem Thema Dein ironisches laisser faire zu viel.


Die Distanzlosigkeit und all die anderen unangenehmen Folgen der Trunkenheit werden wahrscheinlich durch Konsumverbot in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln nicht verschwinden. Es ist doch auch jetzt nicht so, daß nüchterne Leute in die S-Bahn einsteigen und sich dann erst in der S-Bahn einen Rausch ansaufen. So lange sind S-Bahn-Fahrten nicht. Die wirklich lästigen Leute steigen doch schon ziemlich besoffen in die Bahn ein und gießen dort noch ein paar Schlucke nach. Und dann müssen sie eh schon wieder aussteigen.
Verbote sind manchmal eine segenreiche Einrichtung, so weiß ich es etwa zu schätzen, daß Mord verboten ist. Wenn ich ein Verbot einführe, dann muß ich mir zunächst mal überlegen, ob es sich wirklich nachhaltig durchsetzen läßt. Geht das nicht, sollte ich gar nicht erst verbieten, denn ein Verbot, an das sich niemand (oder zumindest der angesprochene Personenkreis nicht) hält, ist für die Katz, schadet überdies der verbietenden Instanz, die als Kasper dasteht.

Ciao
Wolfram
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.09.2011 um 07:37
Grenzüberschreitend und aggressiv sind manche Leute sogar tagsüber, stell ich mal ganz nüchtern fest….

28.08.2011 | 13:24 Emma in Uniform
Was ist denn hier los? Ein Besserwisser, Rechthaber und Gernegroß und gerne drohend, muss nach einer überkorrekten Entschuldigung, wiewohl er selbst immer wieder schmierig provoziert, noch bekniet werden, er möge doch bitte bleiben? Und ist er nicht schon mehrmals beleidigt abgehauen? Um dann trompetend wieder exaltier, seine "Rechte" und seine "Würde" u.a. als, sehr lecker:"Knüppel" (ätzender Name, aber er ist ja schließlich homosexuell, stimmt, ja, ein Heterosexueller sollte sich hier mal solch einen Namen geben, dann wär aber was los) zu verteidigen. Ganz ehrlich: Gehen Sie bitte,"Knüppel". Es gibt hier genügend Menschen, die sich für Gleichbererchtigung stark machen, und dies eloquenter, überzeugender, rethorisch tausendmal versierter und dass alles ohne notorisch halbnackte oder züngelnde Menschen von ihrer Festplatte hochzuladen. Bäh.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 04.09.2011 um 07:43
Ebenso asozial, anderen Rechtschreibfehler vorzuwerfen, aber selber fast keine Satz fehlerfrei hinbekommen, so "rethorisch" betrachtet….
"28.08.2011 | 15:18 Emma in Uniform
"weg zu graulen"? Sie meinen wohl: zu vergraulen? Nö. Der Mann mit dem u.a. Knüppel-Nick hat mich schon bei der ersten Begegnung einfach mal meines Namens wegen angeranzt und verdächtigt, sich selbiges aber hochheitlich verbeten, weil er ja Minderheit sei, pöpöpö, und dann haben wir kein einziges Mal mehr gesprochen. Und sonst, s.o.. Echt lässig:Im "RL":) Was leisten Sie denn so im "RL"? Personenschutz?"
Emma in Uniform schrieb am 05.09.2011 um 03:15
@lausefrau

"weg zu graulen" ist kein Rechtschreibfehler, aber egal:)..leidlich netter
Versuch den Knüppel hier zu "rächen".

Wieso bringen Sie den nicht einfach bei sich drüben unter?

haRL, haRL,haRL
Emma in Uniform schrieb am 05.09.2011 um 03:58
@Wolfram Heinrich

"laut Wikipedia, auch "Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill u.a." Such dir also einen aus oder denk dir einen" etc.

"Such Dir einen aus"?

Das habe ich doch bereits- nämlich Abs.
Als, nochmal: Reaktion auf Beckenbauer(wg. "große Denker" , ich schrieb bereits davor, dass es geschenkt sei, dass Du B. nicht für einen großen Denker hälst - mir scheint, entweder liest nur so quer, was man Dir schreibt oder aber "Du erkennst Ironie" anderer selbst dann nicht, wenn sie nackt vor Dir steht, )

Und ich schrieb bereits auch, dass ich den besagten Link nur überflogen hatte, nur den Auf-der-Reeperbahn-nachts..Titel wiederzuerkennen meinte, keinen Zusammenhang zu meinem Beitrag erkannte und davon sofort abließ)

Mal nicht so Wischi-Waschi.

Und überdies meinte ich nicht, ganz und gar nicht die Distanzlosigkeit als Folge von Trunkenheit.
Sondern ganz allgemein die Distanzlosigkeit im Umgang miteinander. Sofortiges Duzen, dicht ranrücken, so laut quatschen und telefonieren, dass es sicher auf 10 Meter Entfernung verstanden wird , lautes Abspielen von Ditschgeräten, viel zu laute Musik über Kopfhörer, Unterstellen und Bepöbeln bei kleinsten Anlässen, usw.. Unerzogenes widerliches Machtgehabe meine ich.

Und dass dieses durch offensives, wohlgemerkt plakativ zur Schau getragenes Betrinken gerechtfertigt wird - das ist das Problem.

Es ist wohl müßig zu insistieren, dass dieses Verbot nichts bewirkt, wenn man,so wie Du,
gar nicht in der Lage ist, zu bewerten wie und vor allem wer hier in Hamburg dieses Verbot durchsetzen wird: Die äußerst geldgierigen und extrem unbeliebten Angestellten der Hochbahn und der DB, keine Sorge. Die Geldstrafe fließt nämlich zum größten Teil in deren Tasche,als Provision. Und deshalb wird sich in jedem Fall ein zumindest, s.o., mehr hab ich nicht prognostiziert, mildernder Faktor bemerkbar machen.

Und: Recht haben und Recht bekommen, wie einer meiner großen Professoren (2.12m) zu sagen pflegte, sind zweierlei.

Tschüss

Emma
Wolfram Heinrich schrieb am 05.09.2011 um 12:04
@Emma in Uniform
"laut Wikipedia, auch "Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill u.a." Such dir also einen aus oder denk dir einen" etc.
"Such Dir einen aus"?
Das habe ich doch bereits- nämlich Abs.


Und du ziehst weitreichende Schlüsse daraus, daß ich einen Satz, der genau so (oder sogar noch viel wahrscheinlicher) auch von einigen der anderen Leute stammen könnte, verwendet habe. Der Satz könnte von Abs sein, also bekomme ich sämtliche negativen Eigenschaften von Abs mit untergejubelt.

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 06.09.2011 um 01:43
@Wolfram Heinrich

Nö, wo denn? Wo jubel ich Dir Eigenschaften unter?

Den Satz hat Abs mal zu einem Journalisten gesagt, von wem er stammt, ist egal, ich kenne ihn nur aus seinemMund..Und wer aus Witzischkeit Beckenbauer zitiert, sollte sich mal nicht so haben, wenn ich mir dann halt Abs ausdenke, Ironiehalber wäre es schlüssig, korrupte Deutsche Bank, korrupter DFB (s.o. "ein großer Denker.. ein anderer großer Denker)von daher..
Zu meiner Prognose zur Wirkung des Verbots (um dass es mir oben ging) hast Du versucht als Gegenrede lapidar rumzujuxen,Beckenbauer, Mord ist auch verboten etc., mir ist das Thema aber zu ernst, wie man von Anfang meiner Kommentare an ablesen kann, wenn man das denn will...
Und wem ein Thema ernst ist, dem kannst Du auch nicht immerzu und hartnäckig blödelnd abverlangen, dass er auf Deinen Small-Talk-Hö-Hö stets auch Wisch-Waschi am Kern der Diskussion vorbei reagiert.

Tschüss

Emma
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 09:09
@Emma in Uniform
Nö, wo denn? Wo jubel ich Dir Eigenschaften unter?

Du hattest geschrieben: "...denn das vorherige Zitat stammt nun von dem im Ergebnis doch zwielichtigen, besondere gewieften und umtriebigen verstorbenen Deutsche Bank Vorstandsmitglied Abs ab, dat hat mir nicht so sehr geschmeckt,... Den Satz hat Abs mal zu einem Journalisten gesagt, von wem er stammt, ist egal, ich kenne ihn nur aus seinem Mund."

Das heißt, nicht das Zitat als solches hat dir "nicht so sehr geschmeckt", sondern der Umstand, daß das Zitat (angeblich) von Hermann Josef Abs stammt, weil der nämlich "zwielichtig", "besonders gewieft" und "umtriebig" war.
Wenn Worte einen Sinn haben, dann heißt das: Was muß das für ein krummer Hund sein, der Sätze von Hermann Josef Abs zitiert.

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 06.09.2011 um 12:21
@Wolfram Heinrich

Krummer Hund?
Falsch, aber: Erstaunlich zart besaitet, dafür dass Du immer so schön flockig auf den Arm nehmen und Argumente abtuen möchtest.

Dreh nicht durch, nur weil ich mich in der Sache (Alkoholverbot in Hamburgs Bahnen) nicht unbeschränkt mit sehr losen Assoziationen bespaßen lasse und
interpretier nicht beleidigt irgendein Murks in meine Worte, wenn Dir zu der Sache nichts mehr einfällt, als Dich ineiner Schleife zu wiederholen(Verbote bringen nichts, Verbote bringen nichts..) .

Leider ist es genauso, das Zitat "hat mir nicht geschmeckt" Deine unablässige Witzischkeit, Dein lustiger Senf.
Denn, genauso wenig, wie ich annahm, dass Du Beckenbauer für einen großen Denker hälst, nahm ich an, dass Du das Zitat Abs zuordnen würdest, ich würde eher annehmen dass Du Abs nur entfernt vom Hörensagen kennst, wenn überhaupt.

Tschüss

Emma
miauxx schrieb am 02.09.2011 um 19:20
Purer Polit-Aktionismus.
So eene von de Vakehrsbetriebe in Hamburch hat jesagt, man tut wat fürs subjektiefe Sichaheitsjefühl von de Leute. Pffhh ...
Ick weeß nich wies in Hamburch is - aba in Berlin is eh keena da, der wo da wat kontrolliern könnte. Det Roochen is schon seit Jahrn in Berlin uffn U-Bahnhof vaboten. Und, interessiertet een? Nee. Kannste roochen lang hin. Un wenn eena ne Flasche inne Hand hat un mir wat will, hatt'er immahin een Hendikäp ...
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 19:52
Berlin ist nicht Hamburg..

Un da kannst di dreihn as du wist, dien Mors blievt immer achtern...
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 20:12
@Emma in Uniform
Berlin ist nicht Hamburg.

Eine schockierende Information. Und ich dachte immer, Preiß bleibt Preiß.

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 22:29
Hamburg stand mehr als 250 Jahre unter dänischem Einfluß - dat prägt.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 22:43
@Emma in Uniform
Hamburg stand mehr als 250 Jahre unter dänischem Einfluß - dat prägt.

Berlin, les ich grad in der Wikipedia, war von 1323-1373 bairisch (Wittelsbacher), dann bis 1415 Luxemburgisch und von da an bis 1918 schwäbisch (Hohenzollern). Ich mein, das sind Schicksale, da kannst du keine eigene Identität entwickeln. Und noch heute, hör ich, schwätzet viele Berliner Schwäbisch.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 22:49
Emma in Uniform schrieb am 02.09.2011 um 23:41
"Ich mein, das sind Schicksale, da kannst du keine eigene Identität entwickeln. "

Na:Klar.

Denn was hat denn Schicksal schon mit Identität zu tun.

genetisches Ahoi
Wolfram Heinrich schrieb am 03.09.2011 um 18:48
@Emma in Uniform
genetisches Ahoi

Wenn ein Hamburger ein Schiff sieht, ruft er "Schiff ahoi!". Sieht ein Nürnberger ein Schiff (ja, Nürnberg hat einen Hafen), so ruft er "Hoi, a Schiff".

Ciao
Wolfram
Emma in Uniform schrieb am 03.09.2011 um 21:41
@Wolfram Heinrich

"Hoi, a Schiff".

Der z.B. ist schon niedlich.
h.yuren schrieb am 02.09.2011 um 21:34
prost auf die germanische trinkkultur!
geistige getränke sind so ziemlich das einzige geistige, das weit und breit, ja, breit zu erkennen ist.
wer zuviel schwätzt, ersetzt damit auch nur den schnuller...
ein hoch auf alle zivilisationsgifte!
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 21:43
@h.yuren
prost auf die germanische trinkkultur!
(...)
ein hoch auf alle zivilisationsgifte!


Hachottchen, was heißt schon Zivilisation.


Ciao
Wolfram
ed2murrow schrieb am 02.09.2011 um 22:55
Letztlich ist das alles konsequent: Seit Jahren den Fast-Food per Papiersäckchen verstaut, wird das nun auch für das alkoholische Getränk gelten. Wie in Zeiten des Prohibitionismus. Da kannte man zwar sowas wie einen Hamburger noch nicht, aber die Untouchables. Die werden wir kennen lernen. Und die Familien.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.09.2011 um 23:29
@ed2murrow
Letztlich ist das alles konsequent: Seit Jahren den Fast-Food per Papiersäckchen verstaut, wird das nun auch für das alkoholische Getränk gelten. Wie in Zeiten des Prohibitionismus.

"Ja, mach nur einen Plan..."


Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 03.09.2011 um 03:41
Erfahrungen mit Alkoholverboten zeigen, dass dann der Konsum von Diethylether ("Äther") zunimmt.

Das wäre ein Lichtblick für Nichtrauchextremisten, weil man während des Äthertrinkens auf keinen Fall rauchen darf...
Nansy schrieb am 03.09.2011 um 09:07
schön argumentiert, claudia.

Aber in ca. 10 Jahren auch keine Gefahr mehr, da dann die Raucher zusammen mit den Trinkern wahrscheinlich vor dem Lokal stehen müssen und im Freien diese Gefahr ja entfällt...
apatit schrieb am 03.09.2011 um 09:16
… und das nennt man dann Demokratisierung im eigenen Land…ein schönes Wort!
apatit schrieb am 03.09.2011 um 09:16
… und das nennt man dann Demokratisierung im eigenen Land…ein schönes Wort!
alorenz schrieb am 03.09.2011 um 15:27
hier kann ich es mir nicht verkneifen, einen Link zu ergänzen:

www.spiegel.de/kultur/kulturspiegel/0,1518,766210,00.html

Der führt zu einem Interview mit dem österreichischen Philosophen Robert Pfaller, der sich mit Verve gegen die Rauch-, Trink- und die sonstigen Verbote ausspricht, die mich schon seit längerem mächtig aufregen. Weil ich es nicht einsehe, dass diverse PolitikerInnen, die machtlos gegen Armut, Kriege, Arbeitslosigkeit sind, glauben, sich um meine Gesundheit kümmern zu müssen.
Pfaller spricht mir aus dem Herzen! Und vielleicht ja auch dem Einen oder der Anderen von Euch/Ihnen. Ich muss zugeben, ich hatte schon ein paarmal den (albernen) Gedanken, jetzt mit 43 noch aus reinem Trotz mit dem Rauchen anzufangen...
Nansy schrieb am 03.09.2011 um 16:58
Und wie mir das aus dem Herzen spricht. Der Mann hat ja so recht.

Wie unsere Gesellschaft einmal aussehen könnte, wenn sich die Asketen und Gesundheitsfanatiker einmal durchgesetzt haben, kann man an dieser Meldung aus dem Land der Prohibition sehen:

www.csn-deutschland.de/blog/2011/06/20/dienstanweisung-soll-gesundheit-der-mitarbeiter-verbessern/

"Arbeitgeber verlangt: Kein Parfüm, keine Kekse, keine Limonade, keine Pommes…"

Na denn...
kay.kloetzer schrieb am 03.09.2011 um 17:42
pfaller ist der beste! ein beispiel nur, weil ich den rest leider gerade nicht finden kann: Der politische Verzicht auf das, was wir vom Leben haben können, gründet auf einer „Unfähigkeit, jene Bedingungen herzustellen und zu schätzen, unter denen so anstößige Dinge wie Feiern, Tabak, Alkohol, Sex, schwarzer Humor, müßiges Nachdenken etc. als lustvoll erlebt werden können.“
Wolfram Heinrich schrieb am 03.09.2011 um 19:53
@alorenz
...Interview mit dem österreichischen Philosophen Robert Pfaller, der sich mit Verve gegen die Rauch-, Trink- und die sonstigen Verbote ausspricht, die mich schon seit längerem mächtig aufregen. Weil ich es nicht einsehe, dass diverse PolitikerInnen, die machtlos gegen Armut, Kriege, Arbeitslosigkeit sind, glauben, sich um meine Gesundheit kümmern zu müssen.

Sie kümmern sich ja nicht. Da wurde, weil es grad schön paßte, das unveräußerliche Menschenrecht von Wirten, Bedienungen und DJs postuliert, sich am Arbeitsplatz nicht von gesundheitsschädlichem Rauch vergiften zu lassen. Zur gleichen Zeit werkeln Proletarier in Fabriken, wo sie von allerlei feinsten Dünsten und Dämpfen mählich zermürbt werden.
Dieser ganze "konsequente Nichtraucherschutz" ist nix weiter als eine Wegwerf-Maxime.
derfranzehatgsagt.blogspot.com/2008/09/heimat-und-wegwerf-maximen.html

Ciao
Wolfram
I.D.A. Liszt schrieb am 04.09.2011 um 00:36
Es war abzusehen, daß die ewigen Spaß- und Freudeverweigerer, die das, was sie sich selbst nicht zugestehen, anderen auch untersagen wollen.

Erst der Tabak, jetzt geht es an den Alkohol, und später wird wohl der Geschlechtsverkehr auch noch verboten. Um sicherzustellen, daß solche ungesunde und infektionsverbreitende Praktiken nicht vollzogen werden, dürften dann Kopulationskontrolleure eingesellt werden.

So. Ich für meinen Teil nuckle jetzt weiter an meinem Glenfiddich, und weil gerade der Sonntag angebrochen ist, habe ich mir auch schon eine Kippe gedreht. Mal schaun, was weiter so passiert, ...
Zeitleser schrieb am 04.09.2011 um 02:33
Laut einer kürzlichen Studie dürfen Sie beruhigt sein: Sie sterben zwar durch Konsum schädlicher Studie etwas früher, aber nur 1 bis 2 Jahre früher vor Ihrem genetisch und sozial determinierten Tod. Wenn Sie also 80 Jahre alt werden sollten, dann haben Sie für Ihre Lüste nur mit dem Faktor 2/ 80 bezahlt. Das ist hinnehmbar im Vergleich 78 / 80 ohne Lüste. Andersherum: Schauen sie auf Ihre soziale Determiniertheit in concreto: Seien Sie vorsichtig mit sich selbst und nachsichtig mit anderen - das Schopenhauer-Programm, das er aber selbst nicht eingehalten hat, weil er der Ich- oder Eitelsucht unterlag.
I.D.A. Liszt schrieb am 04.09.2011 um 15:37
Jetzt würde ich aber gern wissen, wie Jopi Heesters sozial und genetisch determiniert ist. :)
born2bmild schrieb am 04.09.2011 um 15:51
Jopi & Leni waren nationalsozialgenetisch determiniert. Hart wie Riefenstahl, zäh wie nicht mit Verfallsdatum versehene Windbeutel.
Wolfram Heinrich schrieb am 04.09.2011 um 16:13
@I.D.A. Liszt
k1 Jetzt würde ich aber gern wissen, wie Jopi Heesters sozial und genetisch determiniert ist. :)

Herr Heesters hat vor einigen Monaten, so las ich, mit dem Rauchen aufgehört. Er will anscheinend nicht jung sterben. Und wenn Helmut Schmidt nicht so viel rauchen würde, dann wäre er jetzt auch schon hundert.

Ciao
Wolfram
Tom Bombadil schrieb am 05.09.2011 um 00:03
>>>Und wenn Helmut Schmidt nicht so viel rauchen würde, dann wäre er jetzt auch schon hundert.

Das, Herr Heinrich, sehe ich auch so. Weil: Wer früher stirbt, ist länger tot.

Und: Wer später stirbt, ist zwar älter, hat aber mehr Elend an der Backe. In der hiesigen Welt jedenfalls.

Gruß
Tom
------------------------------------
Früher oder später ist tot sein für jeden ein Projekt - egal für wie lange.
I.D.A. Liszt schrieb am 05.09.2011 um 00:16
@ Wolfram Heinrich (04.09.2011; 16:13):

Herr Heesters hat vor einigen Monaten, so las ich, mit dem Rauchen aufgehört. - Soweit ich informiert bin, hat er vor einem Jahr, als er 106 Lenze zählte, aufgehört zu rauchen, aber jüngst wieder angefangen. Das hat er übrigens schon einmal versucht, als er 103 war - damals hat er auch nach einem Jahr wieder angefangen.

Der Mann hat aber auch überhaupt kein Durchhaltevermögen!!!

Und wenn Helmut Schmidt nicht so viel rauchen würde, dann wäre er jetzt auch schon hundert. - Ja, aber seine Frau ist jung, mit 91, an den Folgen eines gebrochenen Fußes gestorben. Hätte sie nicht soviel geraucht, so wäre ihr Immunsystem sicherlich intakt gewesen und sie könnte heute noch quarzen...

Darauf zünden wir uns jetzt erstmal eine an und kippen einen, was?

LG
I.D.A.
Wolfram Heinrich schrieb am 05.09.2011 um 00:29
@I.D.A. Liszt
"Herr Heesters hat vor einigen Monaten, so las ich, mit dem Rauchen aufgehört." - Soweit ich informiert bin, hat er vor einem Jahr, als er 106 Lenze zählte, aufgehört zu rauchen, aber jüngst wieder angefangen. Das hat er übrigens schon einmal versucht, als er 103 war - damals hat er auch nach einem Jahr wieder angefangen.

Das hatte ich mir schon gedacht, daß der wieder anfängt. Als ich von seinem heroischen Nikotinverzicht gehört habe, war das Aufhören erst einige Wochen alt und er war sich sicher, daß er nie wieder... Optimismus gibt oft Anlaß zu Pessimismus.

"Und wenn Helmut Schmidt nicht so viel rauchen würde, dann wäre er jetzt auch schon hundert." - Ja, aber seine Frau ist jung, mit 91, an den Folgen eines gebrochenen Fußes gestorben. Hätte sie nicht soviel geraucht, so wäre ihr Immunsystem sicherlich intakt gewesen und sie könnte heute noch quarzen...

Die Leut sind ja so unvernünftig.

Darauf zünden wir uns jetzt erstmal eine an und kippen einen, was?

Das machen wir. Und zu Ehren von Herrn Heesters hören wir uns dabei dieses Liedl an:



Ciao
Wolfram
Tom Bombadil schrieb am 04.09.2011 um 21:56
>>>Ich konsumiere, also bin ich: die Ohren verstöpselt, den Mund verstopft, alle Hände gefüllt mit den Accessoires unbegrenzter Verfügbarkeit.

Dem ist nichts hinzuzufügen, Frau Kloetzer. Höchstens noch einer drauf zu setzen:

Arbeiter, meidet den Schnaps!
Mit jedem Gläßchen, das Ihr trinkt, verleiht Ihr dem Staat und der herrschenden Gesellschaft Mittel zu Eurer Knechtung! Und, was noch schlimmer ist:
IHR BETRÜGT EUCH SELBST!
JEDER Alkoholgenuß ist eine Steuerzahlung!


(Darauf muss ich mir erstma 'n Pilsken klar machen. Watt bin ich froh, nich bei die Fischköppe hausen zu müssen...:-)

Danke für den wahren und schönen Artikel.

Gruß
Tom

------------------------------------------------
Nicht saufen ist auch kein besonders sinnvolles Projekt.
Vadis schrieb am 04.09.2011 um 23:59
Das kommt alles, weil Glühbirnen in der Öffentlichkeit verboten sind oder so...
I.D.A. Liszt schrieb am 05.09.2011 um 00:21
@ Vadis (04.09.2011; 23:59):

Das kommt alles, weil Glühbirnen in der Öffentlichkeit verboten sind oder so... - Das erklärt eigentlich recht vieles über den augenblicklichen Zustand der Welt.
Es kann einem ja gar kein Licht mehr aufgehen.

Pssst! Im Baumarkt meines Vertrauens kann man übrigens noch Glühbirnen finden (allerdings nur auf den untersten Regalbrettern): 25 Wat und luxuriöserweise sogar 40 Watt!

Seitdem ich das bemerkt habe, horte ich sie ...
Wolfram Heinrich schrieb am 05.09.2011 um 00:35
@I.D.A. Liszt
Pssst! Im Baumarkt meines Vertrauens kann man übrigens noch Glühbirnen finden (allerdings nur auf den untersten Regalbrettern): 25 Wat und luxuriöserweise sogar 40 Watt!

Bei mir im Supermarkt haben sie auch so viel, daß sie sie verkaufen müssen. Ich habe gelesen, jemand sei auf die Idee gekommen, aus China oder wo kleine, einschraubbare Heizungselemente einzuführen, die nebenbei auch noch ein bißchen Licht abstrahlen.
Eigentlich eine ziemlich exakte Beschreibung von Glühbirnen.

Ciao
Wolfram
GeroSteiner schrieb am 05.09.2011 um 17:55
Nix China!
Ein Heatball ist nämlich keine Lampe, sondern ein Heizstrahler und passt rein zufällig in die gleiche Fassung!
"Die beste Erfindung seit der Glühbirne! Heatballs sind technisch der klassischen Glühbirne sehr ähnlich, nur dass sie nicht zur Beleuchtung gedacht sind, sondern zum Heizen."
Wolfram Heinrich schrieb am 05.09.2011 um 18:23
@GeroSteiner
Nix China!

Doch China.
Im April 2010 begannen Siegfried Rotthäuser und sein Schwager Rudolf Hannot, über das Internet Glühlampen, Heatballs genannt und als Kleinheizelement bezeichnet, zum Preis von 1,69 Euro/Stück zu vertreiben. 30 Eurocent pro verkauftem Exemplar sollen an ein Projekt zum Schutz des Regenwaldes gespendet werden, was nach Aussage Rotthäusers dem Klimaschutz mehr bringen würde als ein Glühlampenverbot. Nachdem die Startauflage von 4000 Exemplaren binnen weniger Tage ausverkauft war und Bestellungen in Höhe von weiteren 40.000 Heatballs vorlagen, entschlossen sich die Projektbetreiber zu einer einmaligen Nachbestellung der Glühlampen. Die Freigabe dieser Lieferung aus China wurde am 16. November 2010 durch das Zollamt Flughafen Köln/Bonn vorerst ausgesetzt.
de.wikipedia.org/wiki/Heatball

Ciao
Wolfram
I.D.A. Liszt schrieb am 05.09.2011 um 18:55
An den 40-Watt-Lampen kann man sich zur kalten Jahreszeit ganz gut die Fingerchen wärmen.
GeroSteiner schrieb am 05.09.2011 um 22:58
Also gut, Wolfram, doch China.
Du hast Recht und wer Recht hat, der gibt einen aus!
Mittlerweile kommen ja sehr viele Leuchtmittel aus China, auch die Quecksilberdampflampen.

Aber... nach der Festsetzung am Flughafen Köln/Bonn geht sie Geschichte ja weiter, sogar die Beszirksregierung wird zwischenzeitlich abgemahnt!
:-))

Wenn Sie bitte mal schauen wollen?

28.10.2010 Die 40.000 Heatballs der 2nd Edition sind vergriffen, wir warten auf die Ware.
08.11.2010 Am Ende der ARD-Sendung "Beckmann" überreicht Ranga Yogeshwar unserem Bundesumweltminister Norbert Röttgen einen Heatball.
10.11.2010 Wir treffen uns bei der Bezirksregierung und sprechen über den Aktionsverlauf
16.11.2010 Anruf vom Zoll: Bezirksregierung hat mit dem Hinweis auf möglicherweise gefährliche Ware die Heatballs festgesetzt
29.11.2010 Offener Brief an die Ministerin für Kultur des Landes NRW
10.12.2010 Anhörung und VDE Gutachten der Bezirksregierung.
10.12.2010 Sprecher der Bezirksregierung stellt das VDE Gutachten im WDR Fernsehen und gegenüber der Presse in einen falschen Zusammenhang.
17.12.2010 Schriftliche Anfrage des EU-Abgeordneten Herbert Reul an die EU-Kommission
17.12.2010 Anfrage an die EU zwecks Überprüfung der EG-Verordnung
17.12.2010 Die Bezirksregierung wird wegen falscher Darstellungen abgemahnt Abmahnung
20.12.2010 Die Stellungnahme zur Anhörung wird fristgerecht bei der Bezirksregierung eingebracht
23.12.2010 Reaktion der Bezirksregierung auf die Abmahnung
06.01.2011 Die Bezirksregierung erlässt eine Ordnungsverfügung
19.01.2011 Antwort der EU-Kommission auf die Anfrage vom 17.12.2010
24.01.2011 Schriftliche Anfrage an die EU-Kommission von MdEP Herbert Reul - Energiesparlampen-Folgeabschätzung und neue Studien
25.01.2011 Veröffentlichung der CO2-Bilanz
01.02.2011 Klage und Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Aachen
14.06.2011 Gerichtliche Anhörung
26.07.2011 Beschluss des Verwaltungsgerichtes Aachen
26.08.2011 Beschwerde gegen den Beschluss, eingereicht beim Oberverwaltungsgericht Münster
GeroSteiner schrieb am 05.09.2011 um 23:27
Die Formulierungen aus dem Beschluss des Verwaltungsgerichtes Aachen lassen nicht immer zweifelsfrei die Ernsthaftigkeit des Anliegens erkennen. Die Formulierungen könnten auch in einem Loriot-Film Verwendung finden, ohne dass die Zielgruppe des Films dadurch irritiert wäre. Würde man das ein oder andere Wort hinzufügen, wäre der Text sogar rasend komisch.

Kostprobe:
Das Gericht hat einen Erörterungstermin duchgeführt, in deren Verlauf die Antragstellerin den Betrieb von Glühlampen, Heatballs und Speziallampen vorgeführt hat. Ferner haben die Beteiligten Heatballs, Glühlampen und Speziallampen zu den Gerichtsakten gereicht. Auf der Verpackung der Heatballs ist u.a. aufgedruckt "Kleinheizelement 230 V" sowie "Nicht zur Beleuchtung". Auf den Glaskolben der Heatballs, die optisch denjenigen einer herkömmlichen Glühlampe entsprechen, befindet sich der Aufdruck "Heatball".

(...)

Es kommt nicht darauf an, welchen (subjektiven) Verwendungszweck die Antragstellerin ihrem Produkt bemisst. Maßgeblich ist vielmehr die vorhersehbare Verwendung durch die beteiligten Verkehrskreise.
GEBE schrieb am 05.09.2011 um 23:47
Ich fordere sofortige Freiheit für Kleinheizgeräte!
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 01:48
@GeroSteiner
Also gut, Wolfram, doch China.
Du hast Recht und wer Recht hat, der gibt einen aus!


Eine saublöde Regel. Nach dieser Regel wär ich ständig am einen ausgeben.

Wenn Sie bitte mal schauen wollen?

Will man einen Menschen dran hindern, sich zu informieren, so kann man ihm Informationen vorenthalten oder man überschwemmt ihn so mit Informationen, daß er gar nicht erst anfängt, zu lesen.

Ciao
Wolfram
GeroSteiner schrieb am 06.09.2011 um 10:01
Weg mit dem Giftlampendiktat!

Quecksilberthermometer werden verboten, im Gegenzug zwingt man uns jetzt, diesen als Quecksilberdampflampe getarnten Sondermüll ins Haus. Eine Allegorie auf die fehlende Wärme in unserer Gesellschaft?
Auf das uns ein Licht aufgehe!
GeroSteiner schrieb am 06.09.2011 um 10:03
Wolfram, es ist nur ein(!) link. Das sieht nur nach so viel aus, ist aber
a) wenig
b) unterhaltsam.
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 10:17
@GeroSteiner
Weg mit dem Giftlampendiktat!
Quecksilberthermometer werden verboten, im Gegenzug zwingt man uns jetzt, diesen als Quecksilberdampflampe getarnten Sondermüll ins Haus.


Ich fand ja diese Energiesparlampen immer recht ansprechend, sie halten länger und verbrauchen tatsächlich bedeutend weniger Energie (zumindest bei mir im Haus, bei der Herstellung mag das noch mal anders sein). Dann aber hörte ich im Radio einen Bericht, demzufolge eine sorgfältige Kontaminierung sämtlicher Oberflächen in einem Raum nötig wäre, wenn mal eine solche Lampe zerbricht. Das ist dann wieder nicht so lustig, und eröffnet Soft-Terroristen ganz neue Möglichkeiten.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 10:17
@GeroSteiner
Wolfram, es ist nur ein(!) link.

Ah so, das hatte ich nicht überrissen. Bloß, wenn man dann draufklickt, landet man auf einer Seite, von der dann wiederum viele Links abgehen. Und so geile Titel wie "Schriftliche Anfrage an die EU-Kommission von MdEP Herbert Reul", "Klage und Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Aachen" oder "Beschwerde gegen den Beschluss, eingereicht beim Oberverwaltungsgericht Münster" motivieren mich nicht sonderlich, mir das näher anzusehen. Dazu ist das Leben denn doch zu kurz.

Ciao
Wolfram
GeroSteiner schrieb am 06.09.2011 um 11:06
Das spannende ist doch, wie wir von "Trinken in der Öffentlichkeit" zu "Heatballs" abgedriftet sind. Eine echte intellektuelle Windhose: viel Wind um Nichts. Und hernach eine Schneise thematischer Wüstenei.

Anders sähe es natürlich aus, wenn man versuchte, sich am giftigen Quecksilberdampf zu berauschen, das Umweltproblem also in aller Öffentlichkeit aufschnüffelte. Dann wären wir wieder beim Thema.
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 11:33
@GeroSteiner
Das spannende ist doch, wie wir von "Trinken in der Öffentlichkeit" zu "Heatballs" abgedriftet sind. Eine echte intellektuelle Windhose: viel Wind um Nichts.

Für manche ist es eine intellektuelle Windhose, für andere ist es die längste Praline der W... Nein, Schmarrn, für andere ist es ganzheitliche Weltbetrachtung. Alles hängt mit allem zusammen. Zwischen Chemie und Wahnsinn ist nur ein Schritt.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 06.09.2011 um 11:36
>>Dann aber hörte ich im Radio einen Bericht, demzufolge eine sorgfältige Kontaminierung sämtlicher Oberflächen in einem Raum nötig wäre, wenn mal eine solche Lampe zerbricht.<<
Dekontaminierung des kontaminierten Raumes.
Dagegen kam dann eine Veröffentlichung, dass eine Energiesparlampe so wenig Quecksilber enthalte, dass bei einem Bruch keine ernsthafte Gefahr davon ausgehe. Kann sein.

Etwas Anderes ist es natürlich, wenn ein paar Millionen Lampen im Müll landen. Sehr wenig, multipliziert mit 10 000 000, ist nicht mehr ganz so wenig.

Dagegen kam das Argument, dass man die Dinger nicht einfach wegschmeissen, sondern zurückbringen soll, wenn sie nicht mehr funktionieren. (Ausserdem halten die länger und landen nicht so bald im Müll. Da können wir uns später mal drum kümmern.)
Wer bringt die Dinger wirklich zurück, wenn sie nicht mehr leuchten?
Und wo gibt man die beim Discounter ab? Im Pfandautomat?

Die Röhren wurden auch schon grossenteils in den Müll geschmissen, wenn sie nicht mehr taten. Weil so eine Röhrenlampe ja nur ganz wenig Quecksilber enthält.
Wolfram Heinrich schrieb am 06.09.2011 um 12:04
@claudia
>>Dann aber hörte ich im Radio einen Bericht, demzufolge eine sorgfältige Kontaminierung sämtlicher Oberflächen in einem Raum nötig wäre, wenn mal eine solche Lampe zerbricht.<<
Dekontaminierung des kontaminierten Raumes.


Freilich, Dekontaminierung.

Dagegen kam dann eine Veröffentlichung, dass eine Energiesparlampe so wenig Quecksilber enthalte, dass bei einem Bruch keine ernsthafte Gefahr davon ausgehe.

Das Gemeine ist, daß diese geringe Menge Quecksilber aber in sehr, sehr feinen Tröpfchen vorhanden ist. Und da ist das Zeug schon wieder gefährlich. Wenn man, was für einen ordentlichen Menschen naheliegt, die feinen Splitter mit dem Staubsauger entfernt, ist die Kacke erst wirklich am Dampfen, dann nämlich hast du das Quecksilber in ultrafeine Tröpfchen zerlegt.
Bemerkenswert ist ja, daß auf der Verpackung keinerlei Warnhinweise und Verhaltensempfehlungen stehen, weder - wie es nötig wäre - fett gedruckt, noch im Kleingedruckten.
Auf jede Zigarettenschachtel schreiben sie das groß drauf, was eh jeder weiß.

Ciao
Wolfram
claudia schrieb am 06.09.2011 um 15:08
@Wolfram:
Ja, wenn das sehr fein verteilt ist, dann verdamft das wegen der grossen Oberfläche schneller als wenn eine Quecksilberkugel vom kaputten Themometer unterm Sofa liegt.
Ob die Menge für eine relevante Konzentration in der Atemluft ausreicht, weiss ich nicht.
Wenn das in in einem Leben und in einem Raum nur einmal passiert vielleicht nicht.

Aber das grosse Problem sehe ich schon im Prinzip: "Einmal ist keinmal". Bzw. "so wenig, dass es im Einzelfall vernachlässigbar ist".
Das Prinzip haben wir auch bei der Stand-by-Funktion: "Ein Gerät im stand-by verbraucht so wenig Strom, das ist praktisch nichts". Und 10 000 000 mal nichts ist natürlich auch nichts. Damit haben sich nicht nur Wähler, sondern auch Mitglieder der Grünen schon oft in den Schlaf gesungen.

Weil es aber nicht wirklich nichts ist läuft für Millionen Stand-by-Geräte eben doch ein Grosskraftwerk.

Und millionenmal ganz wenig Quecksilber ist halt auch mehr als nichts.

Tiefgrün schimmert übrigens auch folgende Aussage, die ich schon geniessen durfte:
"Waas, rauchen und dann wegen dem bisserl Quecksilber in der Lampe so ein Gschiss machen? Das ist doch schizophren ist das doch!"
I.D.A. Liszt schrieb am 06.09.2011 um 21:07
@ GeroSteiner (06.09.2011; 11:06):

Anders sähe es natürlich aus, wenn man versuchte, sich am giftigen Quecksilberdampf zu berauschen, das Umweltproblem also in aller Öffentlichkeit aufschnüffelte. Dann wären wir wieder beim Thema. - Ja, aber nur, wenn wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, daß Passivschnüffeln gesundheitsschädlich ist.

Dann müßte natürlich zunächst das Schnüffeln in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten werden, denn so hat das Rauchverbot vor JAhren und sogar Jahrzehnten ja angefangen.
claudia schrieb am 06.09.2011 um 15:17
Ich denke auch, dass der hamburger Senat mit dem Verbot demonstrieren will: "Seht her, wir tun was."
Am Effekt zweifle ich auch. Wenn Besoffene in der Bahn randalieren, dann waren sie schon hacke als die Bahn bestiegen.
Ob sie unterwegs noch eine Flasche vergluckern oder nicht wird daran nicht viel ändern.
GeroSteiner schrieb am 07.09.2011 um 15:59
Wenn man das überhand nehmende Verkehrsrowdytum auf den innerstädtischen Straßen eindämmen will, scheint es eine durchaus überlegenswerte Maßnahme, den Autofahrern in den Innenstädten vor dem Besteigen des Autos prophylaktisch das Lenkrad auszubauen und nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel für den Vorgang des Parkens, wieder kurzzeitig zur Verfügung zu stellen.
kay.kloetzer schrieb am 07.09.2011 um 16:12
und wer noch immer nicht weiß, wie man sich im kreisverkehr verhält, bekommt die fahrtrichtungsanzeiger ausgebaut.
GeroSteiner schrieb am 07.09.2011 um 17:48
Der Fahrtrichtungsanzeiger ist ein Anzeiger, der es jedem außerhalb eines Kraftfahrzeugs befindlichen Verkehrsteilnehmer ermöglicht, die von einem Kraftfahrzeugführer beabsichtigte Fahrtrichtung eines stehenden oder in Bewegung befindlichen Kraftfahrzeugs anzuzeigen.

Eine von einem Kraftfahrzeugführer durch einen Fahrtrichtungsanzeiger angezeigte Fahrtrichtung eines mit einem Fahrtrichtungsanzeiger ausgestattettem Kraftfahrzeugs ist für andere Verkehrsteilnehmer als verbindlich anzusehen.

Schäden, die durch einen in die falsche Richtung anzeigenden Fahrtrichtungsanzeiger an einem Kraftfahrzeug oder einem anderen Verkehrsteilnehmer entstehen, sind ursächlich nicht dem falsch anzeigenden Fahrtrichtungsanzeiger, sondern nur dem Kraftfahrzeugführer anzulasten, der den Fahrtrichtungsanzeiger falsch gesetzt hat. Die durch einen nachweislich falsch gesetzten Fahrtrichtungsanzeiger enstehenden Kraftfahrzeugschäden oder Personenschäden oder anderen Sachschäden sind daher ursächlich dem Kraftfahrzeugführer des Fahrzeugs anzulasten, der den Fahrtrichtungsanzeiger nicht gemäß den geltenden Vorschriften für das Bedienen von Fahrtrichtungsanzeigern in mit Fahrtrichtungsanzeigern ausgestattetten Kraftfahrzeugen bedient hat.
kay.kloetzer schrieb am 07.09.2011 um 18:08
sag ich doch.
g. schrieb am 08.09.2011 um 06:39
Ein versöhnliches Lied zum Abschluss?
kay.kloetzer
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Logbuch
04:02
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
03:52
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
03:39
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
03:36
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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mcmac hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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