Tippt man das Wort „Sicherheit“ bei Google ein, sind die ersten fünf Begriffe: Sicherheitsschuhe, Sicherheitsdatenblatt, Sicherheitsrat, Sicherheitsdatenblätter (Google ist ein Erbsenzähler) und Sicherheitsbeauftragter.
Warum gibt man „Sicherheit“ bei Google ein? Vielleicht, weil das ein Begriff ist, den zu suchen die Beschäftigung der Zukunft sein wird.
Denn nichts ist mehr sicher. Das iPhone nicht vor Datenspeicherung, der Autofahrer nicht vor Spritpreiserhöhungen, der Mensch nicht vor der Natur. Unwetter, Vulkanasche, EHEC. Schon morgen kann alles anders sein, als für übermorgen geplant. Der Regen kommt oder fehlt in der Kategorie der Katastrophe, Vulkanasche bremst den Urlaubsflug aus, ein Bakterium hat im Schlepptau den Tod.
Also rein in die Sicherheitsschuhe, um im Bioladen nicht in Kuh-Dung zu treten? Ein Sicherheitsdatenblatt anlegen, damit die Erben ans Konto kommen? Den Sicherheitsrat anrufen oder ihm mailen? Zwei Sicherheitsdatenblätter - zu Sicherheit? Einen Sicherheitsbeauftragten beauftragen, Gott ein Angebot zu machen?
Tippt man „Gott“ bei Google ein, wird als zweites Gottfried Benn vorgeschlagen und an fünfter Stelle Gottschalk.
Nehmen wir Benn: „Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird es nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.“
Sicher aber ist das nicht.