kay.kloetzer

robinson

21.10.2010 | 23:27

zu privat? -ja!

Loki Schmidt ist mit 91 Jahren gestorben. Die ARD reagiert angemessen und sendet ein zauberhaftes Doppelinterview mit Hannelore und Helmut Schmidt. Di Lorenzo fragt gut nach, und die Traumpartner ergänzen einander prächtig.  Wunderbar, wie der Journalist aus einem Liebesgedicht von Helmut für Loki zitieren will,  und sie ihn entschieden daran hindert. "Zu privat?" - "Ja!"
Originell sind die  Schnitte, die sich ja an den Zigarettenlängen sofort festmachen lassen.Wichtig ist für mich aber auch dieser Satz von Frau Schmidt über eine Entscheidung des Familienrates: "Wenn sie in der Schule bleiben kann, dann geht sie eben in den BDM."

Schnitt.

Ich möchte mir kein Urteil erlauben, warum auch. Aber ich wünsche mir die gleiche Offenheit gegenüber jeder DDR-Biographie. Vom Interesse nicht zu schweigen.

 

 

Nachtrag:

Frau Schmdt: "Ich möchte, dass wir beide gleichzeitig davongehen."

Herr Schmidt: "Das hast Du nicht zu bestimmen und ich auch nicht."

Frau Schmidt: "Und das ist auch gut so."

 

 
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Kommentare
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:12
Traurig, daß sie jetzt tot ist.
Eine der letzten großen Raucherinnen ist von uns gegangen.

Du schreibst: >Aber ich wünsche mir die gleiche Offenheit gegenüber jeder DDR-Biographie.< -- Tja. Das wird es nicht geben, denn wir wissen ja, daß der Osten böse und schon immer die schlimmere der beiden duetschen Diktaturen war...
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:15
ich hau dich!
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:16
Wie undemokratisch!
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:17
aber ganz im ernst, dass man als raucherin 91 werden kann ... ich werde euch noch lange quälen!
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:17
Aber so seid Ihr Linken ja immer.
Ihr seid einfach nicht bereit zu diskutieren und Euch neuen Ideen zu öffnen.
Und wo habt Ihr das gelernt? Hm?
Aha! In der zweiten und somit schlimmsten deutschen Diktatur!!! ;-)
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:18
aber wir können wenigstens auf kommando pinkeln!
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:19
>aber ganz im ernst, dass man als raucherin 91 werden kann ... ich werde euch noch lange quälen!< -- Ich bitte doch sehr darum!

Ganz im Ernst: Raucher scheinen alt zu werden.
Ich hole jetzt wieder mein Lieblingsbeispiel Joopi Heesters hervor, der 107 ist. Mit 102 oder 103 hatte er aufgehört zu rauchen, konnte es aber nicht lange aushalten, sodaß er ein Jahr später wieder angefangen hat...
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:21
>aber wir können wenigstens auf kommando pinkeln!< -- Wieder falsch.
Ihr müßt auf Kommando pinkeln. Und zwar gleichzeitig - weil Ihr ja damals immer alle geliczeitig aufs Töpfchen kamt.
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:21
jetzt haben wir 3 posts mit "aber" angefangen. wort des jahres? oder unwort?
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:22
Aber, aber, nun wollen wir doch nicht aberwitzig werden!
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:22
er ist 106, und erhat mit 99, glaube ich ...
lieber sterbe ich jung.
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:25
rum wie num, lieber ida, wir sind konditioniert, uns gleichzeitig zu erleichtern. und dann geht es uns besser. wieder gleichzeitig. wir waren allerding seit dem 9.10. 1989 nicht mehr auf toilette.
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:25
Na höre ich da etwa einen rassistischen Unterton gegenüber einem Mitbürger mit Migrationshintergrund?

Und dabei ist es sowas von integriert. Das hat er doch schon vor 75 Jahren unter Beweis gestellt.
GeroSteiner schrieb am 22.10.2010 um 00:26
Rauchen konserviert...

Schinken, Speck und Würstchen.
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:27
Klar, in die blühenden Landschaften sollte man sich auch nicht so ohne weiteres erleichtern, denn sonst gehen sie ein.
I.D.A. Liszt schrieb am 22.10.2010 um 00:28
@ Gero Steiner (22.10.2010; 00:26):

Rauchen konserviert.

Und Rauchwaren? Was ist mit den Rauchwaren?

Die bekommen aber ganz leicht Mottenfraß.
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:32
den prozess hat er gewonnen. du kannst aber den leuten auch nicht ihre melodien nehmen, melodien für millionen - und seien es millionen opfer.
hast du den "untergang" gesehen? Davon geht die welt nicht unter ...
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:36
ich habe mal umständehalber (wende) in der psychiatrie gearbeitet, und da stand morgens im nachtbuch: "verlangte nach rauchwaren". da dachte ich damals schon: wenigastens mit stil.
ed2murrow schrieb am 22.10.2010 um 00:36
Liebe Kay Kloetzer,

dass sich hier überhaupt jemand des Ereignisses angenommen hat ....

Was ich vermissen werde, ist: Unaufdringlichkeit.

Aber das wird sich erst erweisen, wenn das Obituarium nach Frau zu Guttenberg zu verlesen sein wird. Und ihrem Herrn.
kay.kloetzer schrieb am 22.10.2010 um 00:38
das wird der auf ewig sich manifestierende unterschied sein. hier: stil und klasse. dort: gegenwart.
Alien59 schrieb am 22.10.2010 um 07:26
Eine besondere Frau.
Helmuth Schmidt tut mir leid heute - nach fast siebzig Jahren zusammen muss das Loch neben ihm sich riesenhaft anfühlen.
GeroSteiner schrieb am 24.10.2010 um 13:54
Wenn einem das halbe Herz stirbt, ist es unmöglich, weiter zu leben.
indyjane schrieb am 22.10.2010 um 09:38
- ja, ein frauenbild-frauenleben, bei aller skepsis, das noch starke widerstandskräfte gegen die "Ästhetisierung der Körperwelt" entwickeln konnte ...
- habe diese frau erst im botanischen garten hamburg entdeckt, und war von ihrem engagement für nutz- und wildpflanzen mehr als angetan -
www.loki-schmidt-haus.de/
kay.kloetzer
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Logbuch
04:21
weinsztein hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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