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Während die ZEIT-Autoren Christian Denso, Martin Spiewak, Michael Thumann und Bernd Ulrich kurz nach dem Mord in Dreden noch konstatierten, es müsse ‘absurd erscheinen’, ‘der offiziellen Politik [...] Islamfeindlichkeit vorzuwerfen’, fordert Andrea Dernbach nun, zum Prozessauftakt dieses Falls, eine Debatte über die Parallelen zwischen den Äusserungen des Täters und dem , ‘was der gutbürgerliche Diskurs über den Islam zu wissen und meinen zu dürfen glaubt’
www.zeit.de/2009/30/Islamophobie
www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2009-10/muslime-marwa-prozess
‘Islamistin’ und ‘Terroristin’ - so hatte ihr späterer Mörder die junge Frau auf einem Spielplatz beschimpft, Zuweisungen, die vor dem Hintergrund der Anschläge vom 11.9.01 und den seitdem immer wiederkehrenden Berichten über die erfolgreiche Liquidierung islamistischer Terroristen im Rahmen des Kampfs gegen den Terror, hierzulande als Verteidigung der Sicherheit Deutschlands am Hindukush offizielle Politik, sehr ernst zu nehmen sind.
Seine scheinbaren Erkenntnisse leitete der Russlanddeutsche offenbar daraus ab, dass Frau Sherbini ein traditionelles muslimisches Kopftuch trug.
Wahn eines Einzelnen oder allgemeines Vorurteil, womöglich politisch gewollt, mit tödlichen Folgen? Um diese Frage zu klären, kommt man nicht umhin, auf die hierzulande als ‘Kopftuchstreit’ geführten Diskussionen einzugehen:
Noch Ende 2003 hatte Johannes Rau, in seiner Eigenschaft als Bundespräsident, in Hinblick auf das muslimische Kopftuch eine Gleichbehandlung religiöser Symbole angemahnt: bei einem Verbot gehörten auch Mönchskutte oder Kruzifix verboten. Aber schon im Februar des folgenden Jahres offenbarte eine Befragung des Instituts für Demoskopie in Allensbach das populistische Potential dieses Themas: Nur 28 % der Bevölkerung stimmten Rau in dieser Frage zu, 53 % bezeichneten das Kopftuch als „mit unserer Kultur unvereinbar“.
www.ifd-allensbach.de/pdf/prd_0402.pdf
Folgerichtig brachte die CDU/CSU Bundestagsfraktion Ende 2004 unter dem Titel „Politischen Islamismus bekämpfen – Verfassungstreue Muslime unterstützen“ einen achtseitigen Antrag ein, in dem der schon genannte Begriff ‘politischer Islamismus’, näher erläutert wird: „Er wird dadurch definiert, dass seine Anhänger sich zwar verbal von der Gewalt distanzieren, tatsächlich aber konsequent ihr Ziel, die weltweite Herrschaft eines Islam nach ihrem Verständnis, anstreben.“ Und weiter heisst es dort: „Dieser immer stärker zu Tage tretende Zusammenhang zwischen terroristischen Anschlägen und politischem Islamismus ist alarmierend. “
dip21.bundestag.de/dip21/btd/15/042/1504260.pdf
Der ‘Zusammenhang zwischen terroristischen Anschlägen und politischem Islamismus’ - Annette Schavan blieb es vorbehalten, das muslimische Kopftuch als Erkennungsmerkmal hierfür zu definieren, um so die im Antrag der Union beschriebene angebliche Heuchelei - ‘dass seine Anhänger sich zwar verbal von der Gewalt distanzieren, tatsächlich aber konsequent ihr Ziel, die weltweite Herrschaft eines Islam nach ihrem Verständnis, anstreben’ - entlarven zu können, noch heute liest man auf ihrer Webseite:
‘In Deutschland wie international wird das Kopftuch auch als Zeichen für eine kulturelle Abgrenzung und politischen Islamismus gesehen.’
www.annette-schavan.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2006/Juli8.pdf
Frau Schavan muss es besser wissen: Aus einer Untersuchung ausgerechnet der Konrad-Adenauer-Stiftung geht klar hervor, wie haltlos mindestens der letze Teil ihres Vorwurfs ist, auch die ZEIT berichtete.
www.kas.de/wf/doc/kas_9095-544-1-30.pdf
www.zeit.de/2006/38/Kopftuch-Studie?page=all
Das muslimische Kopftuch als Zeichen für politischen Islamismus und der daher anzunehmende Zusammenhang mit terroristischen Anschlägen - bei diesem Denkgebilde, das die Beleidigungen Axel Ws in den politischen Verlautbarungen führender Politiker der CDU/CSU fast wortgleich vorwegnimmt, stockt einem angesichts des in Dresden verhandelten Mordfalls der Atem.
Aber kann man davon ausgehen, dass diese Veröffentlichungen dem späteren Mörder so bekannt waren? Einfluss auf seine Motivation hatten?
Unwahrscheinlich scheint, dass W. Anträge der CDU/CSU Fraktion im Bundestag studiert hat, die Kopftuchdebatte und die Positionen ihrer Protagonisten waren schon weniger leicht zu überhören.
Wenn man sich aber vergegenwärtigt, wie begierig die NPD gerade wieder die rassistischen und diffamierenden Äusserungen Thilo Sarrazins aufgenommen hat, wie begeistert seine nur scheinbar so nachvollziehbaren Schuldzuweisungen für typische Probleme industrialisierter Gesellschaften, gerade im Brennspiegel urbanen Zusammenlebens, an bestimmte Bevölkerungsgruppen in einer breiten Öffentlichkeit aufgenommen werden, weil sie eben aus der ‘Mitte der Gesellschaft’ zu kommen scheinen und formal nicht mit dem Makel des Rechtsextremismus behaftet sind, kann man auch die Wege ahnen, über die Axel W. zu seinen ‘Überzeugungen’ gelangt sein dürfte.
www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Thilo-Sarrazin-NPD%3Bart122,2914721
Dass hier vermutlich einer, der selber einer angeblichen Randgruppe angehört, sich selbst ausgegrenzt fühlen muss, vielleicht wähnte, sich so Zugehörigkeit sichern zu können, macht die Frage, wie es zu einem solchen Verständnis von deutsch sein überhaupt kommen konnte, umso drängender.
Glaubt man der wirtschaftspolitischen Berichterstattung , hat der Grad der internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen erst vor kurzem wieder das Mass von vor dem zweiten Weltkrieg erreicht, auch die Weltwirtschaftskrise scheint historisch seltene Ausmasse zu haben. Die Lehren, die vor allem bürgerliche Regierungen hierzulande in sozialpolitischer Sicht aus den Verhältnissen der Weimarer Republik gezogen haben - vorrangige Verhinderung sozialer Unruhen mit dem Nebeneffekt, dass die Sozialsysteme wirksame Konjunkturpuffer darstellten - scheinen vergessen, und immer mehr zum politischen Geschäft zu gehören scheint das Ausspielen von Bevölkerungsgruppen gegeneinander, die angeblich einer neu entdeckten ‘Unterschicht’ angehören.
Rau ist im Kopftuchstreit seiner Verantwortung als der eines führenden Politikers dieses Landes gerecht geworden, indem er auf die Gültigkeit und die Einhaltung unserer zivilisatorischen Werte gepocht hat, als Bundespräsident auch einen erzieherischen Beitrag zur politischen Kultur hierzulande geleistet hat.
Vom ‘polnischen Klempner’ und den ‘Fremdarbeitern’ Lafontaines über die ‘Parasiten’ Wolfgang Clements und die ‘ständig produzierten Kopftuchmädchen’ Sarrazins zu den von der CDU/CSU als politische Islamistinnen - damit im Zusammenhang zu Terrorismus einzuordnende - angeblich staatsgefährdenden kopftuchtragenden Lehrerinnen (Gesamtzahl in Deutschland: vermutlich 10!): dieses grauenhafte Buhlen um Wählerstimmen muss ein Ende haben!
Frau el Sherbini und ihre Familie - ihr gilt mein tiefempfundenes Mitgefühl - haben auch dafür einen entsetzlichen Preis gezahlt.
Der Mord lässt sich nicht ungeschehen machen, es lassen sich aber vielleicht weitere derartige Untaten verhindern, wenn z.B. die von A. Dernbach angemahnte Debatte ernsthaft geführt wird.
(Eine fast wortgleiche Version dieses Beitrags habe ich heute auch als 'Einer wie keiner' unter dem gleichen Titel bei ZEIT-online eingestellt)
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Ich stimme den Aussagen in vollem Umfang zu. Die Dämonisierung arabischer islamischer Menschen im Zuge der 9.11 Politik "Krieg gegen den Terror", der ein Krieg gegen die Achtung der Menschenrechte und gegen die zivilisatorischen Grundlagen insgesamt war, hat ein geistiges Klima geschaffen, dass schleichend die Menschen aus der arabisch-islamischen Kultur zum Abschuß freigegeben hat.
Ich möchte noch einen anderen Aspekt dieses in der Mitte der Gesellschaft vorhandenen und gepflegten Rassismus zu Bedenken geben. Sarrazins Denken ist geprägt von marktradikalen Grundüberzeugungen , in denen Menschen nur noch als Ware (Arbeitskraft) vorkommen. Die sind entweder nützlich oder halt nicht. Dieses halt nicht ist der ideologische Background für Menschenverachtung und Rassismus. Sarrazins Rassismus ist also zu Ende gedachter Marktradikalismus. |
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Lieber keiner,
toller Text. Danke! (Aber was habe ich denn damals bei Osthoff falsch gemacht? Ich war damals sehr stolz auf mich, weil ich in ganz kurzer Zeit Zugang zu den Eltern und zur Schwester erlangt habe, und mir darum tatsächlich so etwas ähnliches wie ein Bild von der Lage machen konnte. Ich habe versucht, Susanne Osthoff weder in die Tonne zu treten noch sie zur bayerischen Feminismus-Heldin zu stilisieren. Ich erinnere mich an diese Geschichte sehr gut - und bis eben eigentlich sehr gern ... ???) |
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lieber keiner,
zunächst einmal vielen Dank für diesen Artikel. da fällt mir ein, als damals die frau schavan mit ihren hetzreden schwadronierte, nahm u.a. Alice Schwarzer sie als feministisch und demokratisch definierend, in schutz. kopftuch gleich ja auch eine frau, aber nicht wert sich dafür einzusetzen, kopftuch gleich politischer islam, undemokratisch sowieso und sehr wahrscheinlich terroristin. in meiner heimatstadt braunschweig wurde die moschee der arabischen gemeinde DREI MAL von der polizei bestürmt und drei mal wurden die betenden rausgezerrt und abgestempelt, eine methode, die sonst nur im rotlichtbereich üblich ist und drei mal wurde nichts terrorverdächtiges gefunden und drei mal erfolgte keine entschuldigung. das hat der gemeinde ungemein geschadet, denn nur wenige machen sich gedanken über die finanzierung der gemeindearbeit, da moscheen nicht als körperschaft anerkannt werden, können sie nur vereinsstatus haben und existieren nur aufgrund ihrer mitgliedsstärke. |
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besonders schlimm fand ich, dass während der mörder mit meines wissens über 16 Messerstichen die schwangere Frau Sherbini tötete, befand sich ihr dreijähriger sohn ganz in der nähe und musste sich den mord an seiner mutter ansehen.
ich wünsche der familie selbst vor allem ruhe, die diskussion sollte nicht an den hinterbliebenen geheftet werden. |
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"Wo kann man hier gegen Ausländer unterschreiben?" Damit könnte man noch heute Wahlen gewinnen.
Der Koch hat seine Metzger und Kellner. Dazu beflissene Schreiber, die Linksputsch und Stalin am Main beschwören, wenn nur geringe Wahrscheinlichkeit besteht, die Küche könnte von Frau XY übernommen werden. Der Kontext ist heute anders, das Problem ist europaweit pandemisch, häufiger anzutreffen als die Schweinegrippe je virulent werden wird. Das Feindbild Antikommunismus wird mählich ersetzt durch Antiislamismus und den damit angeblich verbundenen notwendigen Kampf gegen einen je nach Gusto zu fabrizierenden Terrorismus. Ohrenbetäubendes Schweigen bei ZEIT-Online? Ihre Freunde KC, Pausenfüller et al sollten Sie doch schon wahrgenommen haben ... |
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Das Problem mit der Argumentation ist, dass der Täter selbst einen Migrationshintergrund hat, aus der Betrachtung von vielen wahrscheinlich gar nicht als Landsmann wahrgenommen wird. Die schwachsinnige Vorstellung, nach der die Mordtat eine gesamtgesellschaftliche Lage widerspiegelt ist eine groteske politische Instrumentalisierung von Kriminalität. Es ist ein Narrativ, das politischen Absichten dient.
Nein, in diesem Land ist Kriminalität ganz normaler Teil der Gesellschaft und sie wird statistisch immer weniger, darauf kommt es an, und wer gegen Gesetze verstösst, wird abgeurteilt. Die künstliche Empörung und das gesamtgesellschaftspolitische Träumen mit dieser politischen Fühlkultur widert mich an. Auch Rassismus ist übrigens ein ganz normaler Teil jeder menschlichen Gesellschaft. Wollen wir nicht haben, klar, genauso wenig wie Gewalt und Totschlag, aber "positiv" betrachtet ist es "normal". Diese elitäre Intellektualisierung, nach der die Taten des Unterschichtenschlägers durch die Tabubrüche, Politiprovokationen und moralinischen Befindlichkeiten erst möglich gemacht werden, zeugt von einer Überschätzung politischer Führung, von der Sublimierung gesellschaftlicher Gewalt. "In Deutschland wie international wird das Kopftuch auch als Zeichen für eine kulturelle Abgrenzung und politischen Islamismus gesehen.", oh nein, sagt der Islamversteher. Das schützt ja die Frau, usw., Schavan kennt ihre CDU-Studie nicht, etc. Ich denke, dass man schon sich genau überlegen sollte, welchen hinterwäldlerischen antiemanzipatorischen Aspekten das Wort geredet wird. Wer ein Kopftuch trägt zeigt unserer liberalen Gesellschaft damit ganz bewusst den Stinkefinger. Niemand hat ein Recht auf Hitlergruss im öffentlichen Leben. Niemand soll eine Stellung im Staatsdienst für politische Propaganda für religiös getarnte Unterdrückerideologien missbrauchen und Unfrieden und öffentliches Ärgernis anregen. Denn wofür der Staat steht, das bestimmt in einer Demokratie die Mehrheit. Gerade in einem Bereich der Bildung kann sich der Knecht des öffentlichen Auftrags, der Lehrer, nicht zum Herrn aufspielen und seine Extrawürstchen braten. |
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schrieb am
29.10.2009 um 09:18
@ zelotti
Kriminalität ist normal, Rassismus ist normal, das heißt, beides gibt es in jedem Land, jeder Gesellschaft, schreibst Du. Diese allgemeine Aussage ließe sich durch Blicke in verschiedene Länder bestätigen. Aber was sagt das eigentlich? So gut wie nichts, genauso könnte man sagen, Gier ist normal. Also müssen wir uns die konkreten Erscheinungen von Gier und ihre Auswirkungen nicht näher anschauen? Nicht feststellen, wer tut was, beutet wen aus, haut wen übers Ohr, erobert sich welche Machtpositionen, um seine Gier zu befriedigen? Du wirst antworten, na dafür ist doch der tolle demokratische Mehrheitenstaat da, diese individuellen gierigen Bestrebungen im Zaum zu halten, und hättest nicht mal völlig Unrecht. Trotzdem ist doch auffällig, dass die Chance, mit der Hinterziehung von 1000 € Steuern durchzukommen, weitaus geringer ist als im Falle von 100 Millionen. Also liegt in diesem System Staat und Gesellschaft vielleicht doch was im argen? Der ‚alltäglich normale’ Rassismus, den Deiner Meinung nach dieser demokratische, humanistischen Zielen verpflichtete Staat so wirksam im Zaum hält, ist von Herrn Koch, der persönlich allerhöchstwahrscheinlich eher kein Rassist ist, ganz kühl für seine damalige Wahlkampagne ausgenutzt worden, das kann keiner bestreiten. Hat er damit den Weiterbestand des Alltagsrassismus über ein vielleicht nicht zu vermeidendes Mindestmaß hinaus befördert oder nicht?! Die Debatte um das Kopftuchtragen wird von den Gegnern (Kopftuch gleich Hitlergruß, toll) wie von den Befürwortern („Islamversteher“, übliche demagogische Wortwahl) in erster Linie als Debatte um Symbole geführt, in der die Semantik des Symbols zu guten Teilen erst produziert wird. Ein Kopftuch ist erstmal einfach nur ein Stück Stoff. Die Symbolik der weiblichen Haartracht als Zeichen für sozialen und familiären Status, des Zeigens oder Verbergens des Haars, das Offentragen, Flechten oder Hochstecken des Haars und dgl. gab und gibt es in allen Kulturen. In meiner Kindheit war das in meinem Dorf (übrigens in der ‚zwangsatheistischen’ DDR) noch gut zu beobachten, die letzte hochbetagte Kopftuchdame ist erst vor wenigen Jahren gestorben. Heute findest Du das immer noch in zahlreichen katholischen und orthodoxen Ländern, und nicht nur in den ländlichen Gegenden, begründet auch mit christlich-religiösen Moralsätzen. Eine patriarchalische Tradition, wie Magda es nennt. In einer Kultur, die sich ungestört, friedlich und zivil entwickeln und modernisieren kann, ohne Einmischung und Diktate, fangen Frauen irgendwann an, Hosen zu tragen, ohne dass sie ihre Röcke und Kleider aufgeben müssen. In einigen arabischen Ländern, die noch nicht kaputt-befreit sind, lässt sich das ganz gut beobachten, in anderen weniger, sicher. Aber nichts bleibt, wie es ist. |
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Vielen Dank für diesen sehr guten Artikel.
Mir persönlich ist es völlig wer und warum Kopftuch trägt. Fast würde ich jetzt feststellen, dass ich ein Kopftuch meistens hübscher finder, als die Frisuren mancher Zeitgenossinnen. Was das grauenhafte Abschlachten dieser Frau, ihres ungeborenen Kindes und die sehr schweren Verletzungen des Ehemannes betrifft, finde ich keine Worte, welche ich als passend empfinde. Darum schliesse ich mich dem Kommentar von "outnumber" an. An dieser Stelle erlaube ich mir, eine Restaurantempfehlung zu geben. In den Jahren, in denen ich in Hamburg gelebt habe, haben mein Mann und ich sehr gerne die sogenannte "Taliban"-Moschee am Steindamm besucht. Dort konnte ( vermutlich kann man das immer noch ) sehr lecker und preiswert essen. Eigenartigerweise war ich immer die einzige Frau dort. Niemand hätte sich erlaubt, mich dort nicht zu bewirten. Und niemals wurde ich in irgendeiner Weise angemacht, weil ich z.B. kein Kopftuch tragen würde. In einer Moschee kann man essen, man kann dort zum Frisör gehen und sich auch sonst mit Dingen des täglichen Bedarfs eindecken. Irgendwas bedrohliches oder Deutschfeindliches ist mir dort nie aufgefallen. |
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hallo chrisamar,
in meinem ersten monat in hh bin ich gerade wegen dieser betitelung in die "taliban-moschee" gegangen, um mit eigenen augen die räume zu sehen, mit einigen aus der gemeinde zu plaudern, ich wünschte, das würden journalisten auch tun. du beschreibst sehr schön das soziale gefüge, ich habe aber dem friseur meine haare nicht anvertraut :-) was ich sehr schade finde, ist dass moscheen und islamische vereine vehement als kleine dunkle zellen beschrieben werden, die soziale vernetzung, bedarf des alltäglichen lebens und die gleichen aufgaben wie eine kirchengemeinde, die diese organe der gesellschaft erfüllen, fallen unterm teppich. |
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Sicher ist ein Kopftuch "mit unserer Kultur" vereinbar. Es ist es nur dann nicht, wenn es religiös-politisch aufgeladen wird und zwar von beiden Seiten, die an Spaltung interessiert sind.
Ich beklage, dass in diesem - auch wieder polarisierenden - Beitrag die Argumente von Vertreterinnen aus muslimischen Ländern (Seyran Ates, Neclal Kelek), die sich gegen das Kopftuch wenden, völlig hinten runter fallen. Die kamen aber in der Kopftuchdebatte im Jahre 2003, die hier aufgegriffen wird, auch zu Wort. Ich habe einmal eine sehr interessante Debatte mit Seyran Ates erlebt und mir wurde klar, wie emotional, wie herrschaftsbetont dieser Streit ist und wie wenig es dabei um Frauen selbst geht. Es geht um Männermacht und - mal wieder - um Männerängste. Was erneut unangenehm auffällt, ist, dass dieser Täter seinen Hass auf "Islamisten" an einer Frau abarbeitet und ihre Bekleidung. Feigheit ist das. Feige ist auch ein Sarrazin, der von "Kopftuchmädchen" spricht, damit aber die Männer, die hinter der von ihm kritisierten Praxis stehen, meint. Denn diese Männer "produzieren" ja auch gewaltbereite, enttäuschte frustrierte junge Männer, deren Perspektivlosigkeit eine Gefahr ist viel mehr als Kopftuchmädchen. Dazu kommt noch, dass im Jahr 2003 hinter einzelnen Klägerinnen bei der Durchsetzung des Kopftuches- zum Beispiel Fereshta Ludin - damals durchaus auch Interessengruppen der Migranten standen, die ein Exempel durchsetzen wollten, so wie heute mit dem Gebetsraum für Muslime, eine Entscheidung, die auch von Migranten selbst heftig kritisiert wird. Was ich nie verstehen werde, ist dass mit der Forderung an Frauen, das Kopftuch oder auch einen Schleier zu tragen, in unseren Breiten merkwürdig widersprüchliche, eigentlich absurde Signale verbunden sind. Der Schleier, das Kopftuch sind ja eigentlich gemeint als Mittel, eine Frau männlichen Blicken zu entziehen, sie unauffälliger in der Öffentlichkeit zu machen und damit sicherer. Den Männer und Frauen aber, die Frauen das Tragen dieses Kopftuches, des Schleiers hier unbedingt aufzwingen wollen, scheint dabei völlig egal zu sein, dass sie die Frauen damit eben gerade herausheben, sie zwingen, ein Bekenntnis abzulegen,das Männern selbst nur bei eigener Entscheidung auferlegt ist. Von daher tragen Frauen die Last der Tradition, die Last des Ausgesetztseins, ganz gleich, wie sie sich entscheiden. Es geht mir persönlich nicht um Kopftuchverbote. Aber manche Mädchen sehen - wenn sie das Kopftuch so eng tragen - potthässlich aus. Von daher ist mir dieser Beitrag hier zu einseitig. Dass man eine Debatte um Islamfeindlichkeit führen sollte, ist sicherlich erstrebenswert, aber um Himmelswillen, nicht wieder entlang der Kopftuchdebatte. Die bringt Frauen gar nichts, die macht sie nur erneut zu Objekten und Instrumenten fremden Handelns und fremden Hasses. @ outnumber - ganz sicher hat Alice Schwarzer damals nicht behauptet, dass ein Kopftuch terroristisch ist, aber sie hat kritisiert, dass das Kopftuch in einigen Fällen ein Symbol der Abgrenzung ist , das nur Frauen auferlegt ist, das im Namen der Religion durchgesetzt wird, eigentlich aber nichts als eine patriarchale Tradition ist. |
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Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
deine Ansicht kann ich nachvollziehen, ich stehe in dieser Frage jedoch ganz woanders. Die Kopftuchdebatte beinahe ausschließlich in herrschaffts- und patriarchatskriterien zu diskutieren macht frauen zu willenlosen objekten, zu opfern, zu menschen, die keine eigenständigen gedanken, entscheidungen und gegen besseres oft westliches wissen eigenen vorstellungen folgen. ich hatte vor einigen monaten bezüglich eines ard-vorfalls dazu geschrieben. www.freitag.de/community/blogs/outnumber/ard-unter-dem-kopftuch |
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"Die Kopftuchdebatte beinahe ausschließlich in herrschaffts- und patriarchatskriterien zu diskutieren macht frauen zu willenlosen objekten, zu opfern, zu menschen, die keine eigenständigen gedanken, entscheidungen und gegen besseres oft westliches wissen eigenen vorstellungen folgen."
Das Argument kenne ich. Aber es ist vielschichtiger. Frau sind oft Objekte männlicher Projektion, willenlos sind sie dabei natürlich nicht. Meist wirken sie sogar besonders energisch mit an der Durchsetzung bestimmte Traditionen. Wie gesagt, es ist ein zu weites Feld. Ich gucke mir erstmal jetzt Deinen Beitrag an. |
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Ich hab mal "an"gelesen.
"Frauen im Westen, um es unsachlich zu pauschalisieren, wissen nicht einmal, wie unfrei sie sind. Der Irrtum, frei zu sein, lässt sie nicht einmal zweifeln. Der Schönheits- und Jugendwahn wurde bereits erfolgreich zuerst in den Köpfen der Frauen und dann auch der restlichen Gesellschaft verpflanzt. Die Frau diente als Versuchsobjekt für gesellschaftliche Experimente. Schließlich ist die Frau ein Markt. Der Körper, der den Blicken der anderen ausgesetzt ist, muss standhalten und bestehen können. Die verhüllten Frauen sind rein marktwirtschaftlich gesehen potentielle Absatzmärkte der Zukunft, die erschlossen werden müssen. Milliardenschwere Aussichten für jede Gesellschaft, in der man es schafft, die Tücher vom Leib zu reißen." Doch, doch, das wissen viele Frauen, auch wenn es in einem anderen Blog vor einiger Zeit so aussah, als ob Frauen ganz großen Wert drauf legen, dass sie alle irrsinnigen Modeverrücktheiten reinweg freiwillig machen. Da ging es um irgendwelche Rasuren. Aber, bei jungen Musliminnen gibt es halt auch welche, die das Kopftuchtragen als Ausdruck der Fremdbestimmung sehen, andere würden rasend protestieren. Das ist ungefähr das Gleiche wie bei den westlichen Frauen. Es gibt welche, die reflektieren über ihre Lage eher und andere weniger. "Die öffentliche Schein-Diskussion verdeutlicht vor allem, die Unfähigkeit, die Frauen und ihre Kultur zu verstehen, andere Perspektiven zu akzeptieren und diese als gleichwertig anzuerkennen. Die scheinheilige Debatte gegen die Unterwerfung der Frau wird auf dem Rücken der Frauen getragen." Auch das ist leider auf beiden Seiten so. Die Frauen sind weniger selbstbestimmt als Männer. Allerdings: Wenn sich Männer des westlichen Kulturkreises Sorgen um die Emanzipation von Frauen in Ländern wie Afghanistan machen, dann kann man nur warnen: Vorsicht, militärische Befreiungsversuche im Anmarsch. Mal was ganz anderes Wie halten es denn Deine Familienfrauen mit dem Kopftuch. Musst aber nicht en Detail antworten, wenn es Dir zu öffentlich ist. Kannst mir ja ne pm schicken. Gruß |
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meine großtante, als älteste lebende ahnin, trägt "koptuch", man kann es aber nicht unbedingt mit den frauen in europa oder nicht mal mit dem rest-türkei vergleichen, in unserer gegend gehört die kopfbedeckung als lange bis zu der hüfte reichende tücher zu den wallenden langen kleidern dazu. meist wickeln die älteren frauen die unteren enden des tuches unter die brust, das sieht dann wie ein weiter stoffgürtel aus,bei älteren frauen, bei jungen nicht mehr so, sieht man an der kopfbedeckung auch den status, je nachdem ob und wie viele aufgenähte goldmünzen einem entgegenglänzen. es ist ein kulturgut und sieht von dorf zu dorf von berg zu tal anders aus. übrigens tragen bei uns auch männer kopfbedeckung.
meine mutter trägt kopftuch, aus religiösen gründen, mit politik oder politischem islam kann sie nichts anfangen,gezwungen hat sie keine dazu, aber sie hat es ein bestandteil ihrer kultur passiv einregistriert, meine schwester trägt je nach laune, meist ist die frage, ob sie die richtigen schuhe dazu hat. sie hat mal kurz während ihrer ausbildung das tuch tragen wollen und obwohl sie im büro war und kein kundenkontakt hatte, wurde sie von ihrem chef abgemahnt, es war eine schlimme erfahrung für sie. ich selbst bin gegen kein verfechter des kopftuches, aber wohl gegen persönliche einschränkungen. freiheit ist ein hohes gut. |
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Na, das ist ja die reine Vielfalt. Sehr interessant.Es gab in den fünfziger Jahren auch bei uns eine Kopftuchmode. Das kam glaube ich auch aus Paris, wo damals ja viele Algerier lebten und das beeinflussten. Ich fand das immer sehr praktisch, weil es wärmte und man das Kopftuch auch ganz verschieden tragen konnte. Jetzt habe ich es beim prèt a porter auch mal wieder gesehen.
Ach, wir sind ziemlich abgekommen. Sehr bezeichnend fand ich nebenher, dass der junge Ehemann auch von Polizisten angeschossen wurde, weil man zuerst ihn für den Täter hielt. Sowas wirft natürlich auch ein Licht... auf die Klischees. |
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schrieb am
29.10.2009 um 08:55
@ Magda & outnumber
Hallo Ihr zwei, interessant, Eure Debatte. Eure Standpunkte sind für mich miteinander vereinbar. |
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Hallo meisterfalk - Mir liehm uns ehm auch, machen aber nicht so ein Gewese rum.
Gruß |
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Zunächst an Sie, Jakob Augstein: Auf diese Idee war ich gar nicht gekommen, dass Sie in fast naivem Stolz an Ihrem damaligen Artikel hängen könnten - damit ist wenigstens der Vorwurf der bösen Absicht vom Tisch. Ihre Nachfrage zu meinem im Profil nicht weiter erläuterten Vorwurf -“Eine gewisse Reserve dem 'Freitag' gegenüber liegt [...] daran, dass ich J. Augstein immer noch seinen unsäglichen Artikel in der ZEIT zum 'Hintergrund' des Entführungsfalls Osthoff nachtrage...” -(hier zum Verständnis wiederholt, da inzwischen dort geändert) ist souverän und freundlich - vielen Dank! - quasi als Antwort möchte ich auf den Artikel ‘Die verlorene Ehre der Susanne Osthoff’ und seine Kommentierung in der ZEIT hinweisen, den dort von ‘Cole Younger’ vorgebrachten Einwänden kann ich mich zu 99% anschliessen, vielleicht können Sie sie konstruktiv nutzen.
Statt Klatsch und Tratsch zu kolportieren - die Charakterisierung als Rabenmutter durch die Nachbarin, die Schwächen des Vaters, Schreiereien in der Familie, unfreundliche Bemerkungen in Richtung Ex-Mann usw. wäre es z.B. interessant und wichtig gewesen, über den an Osthoff verliehenen Tassilo-Preis für Zivilcourage zu berichten oder ihre berufliche Tätigkeit im Irak einer meinetwegen auch kritischen Würdigung zu unterziehen, Näheres findet bzw. fand sich hier und dort: www.nytimes.com/2003/05/23/world/aftereffects-anarchy-iraqi-looters-tearing-up-archaeological-sites.html?scp=13&sq=susanne+osthoff&st=nyt www.tagesschau.de/ausland/meldung143216.html Jeder Prominente, der auch nur ein paar Tassen im Schrank hat, wird sich, und vor allem sein Privatleben, vor der Öffentlichkeit schützen - fragen Sie mal bei den Eltern der Bundeskanzlerin nach, wie die so ist, was dieser Merkel für ein Typ war und warum sie den Namen immer noch trägt, wo sie doch.... Susanne Osthoff wusste noch nicht mal um ihre Bekanntheit, als Sie versuchten , sie ‘weder in die Tonne zu treten noch zur Feminismus-Heldin zu stilisieren’, geschweige denn, dass sie sich gegen diese öffentliche Recherche zu ihrem Charakter und dem anschliessenden 'gerechten' Urteil hätte zur Wehr setzen können. Wie auch, gefesselt, vielleicht geknebelt aus dem Kofferraum eines Autos im Irak heraus? So kamen Sie zu Ihrer Chance, pfui, dass Sie sie genutzt haben! Aber Ihr Artikel war nur der Auftakt, richtig los ging es nach dem Interview im Schleier bei Slomka, Ulrichs Infamie ‘Bei aller Liebe’, in der ihr, weil sie Überlegungen angestellt hatte, ihre berufliche (ableitbar von 'Berufung') Tätigkeit im Irak fortzusetzen, Illoyalität dem Staat gegenüber unterstellt wurde, ein Vorwurf, der sich auf dem Boulevard in eine angebliche Beteiligung an ihrer eigene Entführung verwandelte und der in eine Diskussion ‘Politiker fordern Einreiseverbot für Osthoff’ (in den Irak) mündete, was das auswärtige Amt veranlasste, die Fördermittel für das von ihr betreute Projekt dort zu streichen - was für ein Prachtbeispiel für sachorientierte Kulturpolitik in einer freiheitlichen Gesellschaft! Die 'Rabenmutter' oder die öffentliche Frau im Schleier, vielleicht auch die Kombination: Osthoff wurde vogelfrei, und hier findet sich auch der Bezug zum Beitrag oben: Nicht ihr nicht hoch genug einzuschätzender Einsatz zur Rettung eines Weltkulturerbes, Grundlage unserer Zivilisation, stand im Vordergrund, sondern ihre teils spürbare, teils artikulierte Nähe und Wertschätzung eines islamischen Lands und seiner Kultur, zu dem Brücken zu bauen wie kaum jemand sonst sie geeignet ist. Ihre öffentliche Desavouierung hatte Methode, ähnliche Erfahrungen hat schon Annemarie Schimmel gemacht, nachdem sie in einem Hintergrundgespräch versucht hatte, die Denkweise hinter der Fatwah gegen Rushdie begreifbar zu machen. Auf einer ganz anderen Ebene hat sich eine solche Hexenjagd in Hessen wiederholt, als es um die politischen Vorstellungen Andrea Ypsilantis ging, und auch mein geändertes Profil spielt auf einen ähnlichen Vorgang an. Im Vordergrund stehen dabei für mich die verpassten Chancen: Die auf den Bazaren des Westens verscherbelten Kulturgüter aus Bagdad, die niemand je weder zu Gesicht bekommen wird, die Brücke, die Schimmel spannte, um vielleicht zu einer Revision des Todesurteils gegen Rushdie gelangen zu können, ein Politikwechsel, der vielleicht in Hessen einen Weg zur Zeit nach Kohle und Atom aufgezeigt hätte, eine Diskussion, in der vielleicht auch eine die Geduld aufgebracht hätte, in Ihrem Kommentar, Zeloti, das in meinen Beitrag Hineingelesene oder Unterstellte von bedenkenswerter Kritik zu unterscheiden - eine Gesellschaft, die auf die Prägung durch einzelne verzichtet, ähnelt eher einem Ameisenstaat als dem, was sich im Rahmen unserer freitlichen und demokratischen Grundordnung entfalten kann und sollte, und damit bin ich völlig d’accord mit Ihrem Kommentar, Goch, den ich für wesentlich halte. Nachdem ich mich jetzt also selbst so im Einklang mit anderen und vor allem im Recht fühlen kann, sogar Augstein schön einen mitgegeben habe, ist mir höchst unwohl, und deshalb möchte ich versuchen, einen Kritikpunkt, den man mit Mühe aus Zelotis Kommentar herauslesen kann, aufzunehmen: Wenn man diesen Mord als einen Kriminalfall auffasst, dessen gesellschaftlicher und/oder politischer Hintergrund wenig zu bedeuten habe, läuft man nicht so leicht Gefahr, den Täter aus seiner individuellen Verantwortung zu entlassen. Denn das steckt auch in meinem Beitrag: Die Fremdheit Axel Ws, die ich angesprochen habe - was Zeloti ignoriert, um es im nächsten Atemzug als Beleg dafür aufzugreifen, dass er ja gar nicht von einer z.B. als ‘rechtsextreme Deutsche’ definierten Gruppe als vollwertiges Mitglied akzeptiert worden wäre -, kann, wenn man’s mit einer anderen Brille liest, auch als teilweise Exculpierung verstanden werden, ohne dass ich dies intendiert hätte, und so genau den gerade gefundenen Ansatz, dass doch der Einfluss des Individuums auf die Gesellschaft so wichtig sei, konterkarieren. Die Raids auf die Moschee in Braunschweig, Outnumber: Diese 'Normalität', mit der dem obrigkeitsgläubigen Moslem von nebenan die Bindung zu seiner Gemeinde genommen werden soll, und auch Ihre interessanten Bemerkungen zum Kopftuch, Magda, können den Blick darauf lenken, dass wir uns schon mitten in einer wichtigen Debatte befinden - aus dem Kopftuchstreit wollte ich nur das Totschlagargument - die Doppeldeutigkeit war nicht beabsichtigt, es gibt aber auch keinen Grund, den Begriff zu ersetzen! - des politischen Islamismus und seine Implikationen aufgreifen -, und trotz aller wechselseitigen Beschimpfungen als wahlweise Gutmensch oder Kryptonazi ist die Verurteilung des Mordes von Dresden nahezu einhellig, das sollte auch nicht aus dem Blickfeld geraten. (Dies ist vorläufig mein letzter Kommentar zum Thema, immer wenn die Diskussion hitzig wird, besinne ich mich auf ein Projekt, an dem ich seit längerem arbeite und das mich oft für Wochen am Stück von Computern und ihren Möglichkeiten fernhält, meine Nichtreaktionen bitte ich so zu entschuldigen!) |
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Hier die gerade vergessenen links:
J.Augstein: www.zeit.de/2005/50/Osthoff?page=1 B.Ulrich www.zeit.de/2006/01/01__leit_2_1_06 B. Nolte www.zeit.de/2008/25/Osthoff?commentstart=1#comments |
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Abschliessend zum Thema Kopftuch:
Orthodoxe jüdische Frauen tragen Perücken. Nonnen tragen Schleier. Katholikinnen tragen in der Kirche ein "Kopftuch". Macumba-Medien tragen ebenfalls Kopftuch / Turban. Warum auch immer. Soll doch jede Frau sich so schmücken, wie sie will. |
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im prinzip einfach, alle gleich behandeln
in der praxis, nicht gewollt, weil viel zu politisch wertvoll, um es aus der welt zu schaffen. wußtest du, dass es vor gar nicht langer zeit ein schächtverbot für muslime gab? orthodoxe deutsche juden schächten auf fast dieselbe art für koscheres fleisch, der verbot hat sich exklusiv gegen die deutschen muslime gerichtet. es gibt noch so einige beispiele die an eine staatlich gespaltene parallelwelt glauben lassen. |
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schrieb am
29.10.2009 um 07:56
@outnumber
Das wusste ich nicht. In Erinnerung ist mir die Diskussion von "gutem Tiere töten" / z.B. Bolzenschuss auf Deutschen Schlachthöfen und als "schlechtes Tiere töten" eben das Schächten. Es wurde damals aber wirklich nur über das moslemische Schächten diskutiert. Eigentlich sollte jeder der Fleisch isst, diese Tiere auch selber töten. Anstatt Designer-Fleischprodukte aus der Wurstboutique zu kaufen.Finde ich. Aber: Grau ist jede Theorie. Meine Frage an Dich: Wurde während der Zeit des Schächtverbots für Moslems, dass Fleisch importiert? |
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Also vorgestern bin ich richtig erschrocken, ich enterte die Strassenbahn, hatte die Nacht davor richtig schlechte Träume von Tod und der Welt danach gehabt, und ein völlig schwarz verhülltes Wesen, etwa wie "Das Phantom" bei Mickymaus Lustigen Taschenbüchern sass mir plötzlich schräg gegenüber, so Burka nennt man das glaub ich, daneben der stolze Besitzer, ein unrasierter Typ mit speckig glänzendem Teint, das Frühstücksei auf dem T-Shirt, na gut, mein Herz beruhigte sich, und ich dachte mir, das es besser wäre, einfach alles besser, als das weibliche Pendant zu diesem armen Penner ohne Burka sehen zu müssen.
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schrieb am
29.10.2009 um 08:00
@ SteinMain
Manchmal wünsche ich mir auch eine "Burka". Damit ich mich der "Fleischbeschau" durch meine Mitbürger entziehen kann. Einige meiner Freundinnen wünschen sich auch so eine "Burka". Manche Männer vermutlich auch. |
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schrieb am
29.10.2009 um 09:00
Hi, SteinMain, Du bist ein gutes Beispiel für den von zelotti behaupteten 'normalen' Alltagsrassismus. Und der 'arme Penner' hat vielleicht Frühstücksei auf dem Shirt, aber garantiert 'n größeren Schwanz in der Hose als Du.
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Vor einigen Stunden schrieb ich an SteinMain zu einem seiner Kommentare:
@ SteinMain, niemals würde ich behaupten, Sie seien doof wie ein Brot. Vor Brot habe ich Respekt. Etliche Ihrer Kommentare sind klebrig, dumm sind sie allemal. Auf einen guten Freitag-Beitrag wie "Lieber einen halben als gar keinen Mann" reagieren Sie wie einer, der ein gewisses kleines Pillemannproblem zu beklagen hat. Lassen Sie sich die Mitternachtssonne aufs Haupt oder sonst wohin scheinen. Aber schon aus ästhetischen Gründen bitte nicht hier. Verstehen Sie mich? weinsztein |
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Wäre er nicht in einem Artikel zu diesem Mordfall so völlig fehl am Platz, könnte man über Ihren Kommentar fast lachen (ich habe unverhofft doch noch Zeit, etwas zu entgegnen).
Aber wenigstens machen Sie fast exemplarisch die Hintergründe für die auch in Dresden vermutlich vorhandenen Vorurteile deutlich: Von Albträumen geplagt - psychologisch gesehen oft ein Alarmsignal, vielleicht sollten Sie das besser mit Hilfe von Fachleuten thematisieren!-, spielt Ihnen Ihre Phantasie sogar in der Strassenbahn weiter Streiche. Auch wenn ich mich in Ihre Literaturangabe erst einlesen müsste, ist es offensichtlich, dass sich Ihre Annahme, Sie könnten dort ein 'Besitzverhältnis' zwischen Mann und Frau beobachten, primär nicht durch Fakten belegen lässt. In Verbindung mit Ihrer Phantasie zum Aussehen der Verhüllten entpuppt sie sich als neidvolle Projektion, denn die Parallelen zum Fuchs der Fabel, der die Trauben nicht erreichen kann, sind allzu offensichtlich. Jene Dame in ihrer Burka ist ganz offensichtlich mit Ihrer Kleidungswahl gut beraten, wie das auch Chrisamar in ihrem Kommentar auf den Punkt gebracht hat. Wie so oft zeigt sich, dass man von fremden Kulturen lernen kann - wenn frau das wirklich wollte, könnte sie sich so ungewollter Begehrlichkeit entziehen, würde sie dann in unser freiheitlichen Gesellschaft nicht Gefahr laufen, sich permanenten Pöbeleien und Schlimmerem auszusetzen. Ihr Kommentar gerade zu diesem Artikel zeugt von einem elementaren Mangel an Anstand. Sie könnten vermutlich an sich arbeiten, indem Sie sich z.B. erst mal um eine manierliche Art, die Strassenbahn zu besteigen, bemühten - auch in dieser Hinsicht lässt Ihr Text auf Defizite schliessen... |
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Dont't feed the troll.
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Oha, jetzt wird's ja richtig lustig hier: Wer keine politisch korrekte Islam-Begeisterung aufbringt, nicht sämtliche Probleme mit Moslems als von bösen Rassisten angezettelt sieht, der wird nicht nur als dümmer denn Brot bezeichnet sondern bekommt auch noch Belehrungen über die bedeutendere Größe muselmanischer männlicher Geschlechtsteile, nebst dem Rat mal einen Psychiater aufzusuchen. Und ansonsten solle sich der Andersmeinende am besten gleich ganz vom Acker machen...
Wer solches Zeug gegenüber einem Moslem losließe, dem würdet Ihr wahrscheinlich gleich den Staatsanwalt auf den Hals schicken, Ihr Helden. Ein erbärmliches Niveau. |
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Und noch was: Wer hierzulande das Chrsitentum oder direkt Jesus (ich bin Heide, gegen uns Untermenschen geht auch alles) aufs Übelste bespeit und bekotet, kann durchaus damit rechnen, am Wiener Burgtheater gefeiert zu werden und auch noch Kulturpreise einzustecken; wer das mit für Juden Erhabenem macht, der darf mit Gefängnis rechnen; wer's schließlich mit dem Islam und Mohhammed probiert, kann froh sein, wenn er das überlebt.
Die Freiheit der Kunst und der Satire, des Wortes insgesamt, ist schon so gut wie abgschafft, wenn es um den Muselmanismus geht; das scheint hier, abgesehen von der regelhaft eklatanten Unterdrückung von Mädchen und Frauen aber keine Rolle zu spielen. Augerechnet die hehren Kämpfer für Freiheit und gegen Unterdrückung spielen nach dieser Seite blind und taub und scheuen sich nicht, äußerst bösartig zu werden, sobald jemand ihre merkwürdige Vorstellung von Toleranz und Gleichberechtigung hinterfragt. Fast könnte man solchen Germanophoben mal wünschen, sie hätten Kinder in Neukölln oder dürften mal in Saudi-Arabien oder einem ostanatolischen Dorf die Freiheit Marke Mohammed bis zur Neige auskosten. |
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schrieb am
29.10.2009 um 15:24
Was für Gesichte hattest Du denn? Mit dem hier Geschriebenen hat Deine Auslassung nicht viel zu tun.
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die herrschaften sind provokateure, leider talentfrei, der freitag wurde bereits vor einiger zeit sichtlich infiziert, ich glaube am deutlichsten als es um diesen h. broder ging, seitdem tauchen zu einem bestimmten themenspektrum kommentare auf, die keine auseinandersetzung wünschen, aber auch dieses kommentar ist überflüssig, wie magda schrieb: dont feed the troll
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@Magda sagte:Die öffentliche Schein-Diskussion verdeutlicht vor allem, die Unfähigkeit, die Frauen und ihre Kultur zu verstehen, andere Perspektiven zu akzeptieren und diese als gleichwertig anzuerkennen. Die scheinheilige Debatte gegen die Unterwerfung der Frau wird auf dem Rücken der Frauen ausgetragen."
Marwa-el-sherbin wurde Opfer eines Ehrenmordes. Ein deutscher Mann konnte es nicht ertragen, dass eine muslimische Frau so selbstbewußt war, von ihm etwas zu fordern und sich gegen seine rassischten Beleidigungen zu wehren.(Islamistin=Terroristin) Eine muslimische Frau war so dreist, ihn anzuzeigen. Ein Gericht hat ihn verurteilt. Er verneinte das Existensrecht dieser Frau vor Gericht und das Gericht hat ihn im darauffolgenden Prozess aufgrund der Aussage dieser selbstbewußten Frau verurteilt. Seine patriarchalische , menschenfeindliche und von islamvorurteilen geprägte Haltung ließ ihm keine Wahl als das Leben dieser Frau auszulöschen, da sein Weltbild zerstört wurde. Das Frauen auf einer menschenwürdigen Behandlung bestehen hat sein Weltbild zerstört. Er hat seine Ehre wiederhergestellt indem er die Frau bestraft hat (ihr das Leben genommen hat). |
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@ goch - @Magda sagte:Die öffentliche Schein-Diskussion verdeutlicht vor allem, die Unfähigkeit, die Frauen und ihre Kultur zu verstehen, andere Perspektiven zu akzeptieren und diese als gleichwertig anzuerkennen. Die scheinheilige Debatte gegen die Unterwerfung der Frau wird auf dem Rücken der Frauen ausgetragen."
Das stammt von outnumber. Ich habe ihn zitiert und drauf geantwortet. s.o. |
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@ goch - @Magda sagte:Die öffentliche Schein-Diskussion verdeutlicht vor allem, die Unfähigkeit, die Frauen und ihre Kultur zu verstehen, andere Perspektiven zu akzeptieren und diese als gleichwertig anzuerkennen. Die scheinheilige Debatte gegen die Unterwerfung der Frau wird auf dem Rücken der Frauen ausgetragen."
Diese schöne Formulierung stammt von outnumber. Ich habe ihn zitiert und drauf geantwortet. s.o. |
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Sorry, hab` ich bei den vielen Kommentaren nicht gemerkt.
Aber auch ich finde, eine echte Diskussion muss stattfinden ohne Islamismus=Rückständig= Terrorist=Unterdrückung=Intolerant etc. Nur eine Diskussion auf gleicher Augenhöhe und im grundsätzlichen Respekt vor anderen Kulturen kann Erkenntnis und gegenseitiges Verstehen und aufeinander zugehen bringen. |
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Weil eigentlich schon alles von Magda, MeisterFalk, chrisanar gesagt wurde, will ich Dir für Deinen Beitrag keinen schlauen Quasseltext, sondern nur zwei Beispiele als Fotos posten.
www.freitag.de/community/blogs/sachichma/kopftuch-ist-ein-kleidungsstueck Die Einschätzungen von z.B. Herrn Thumann sind wohl sehr durch das Weltbild von Herrn Joffe geprägt, sachichma, drum bin ich ja auch "Zeit-Migrant". |
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@ Magnus Göller
Was wissen Sie vom Islam? Sie raten, Saudi Abrabien oder Ostanatolien aufzusuchen, um dort "muselmanische" Freiheit zu erleben, "die Freiheit Marke Mohammed". Waren Sie je dort? Ich war es. Ich lebe als Deutscher in der Türkei. Ihre Wortwahl befremdet mich, sie ekelt mich an. Auch Ihre Rabulistik. So so, Sie nehmen hier Germanophobie wahr. Gibt's dafür Beispiele? SteinMain nimmt diesen blog, in dem es um den Mord an einer muslimischen Frau geht, zum Anlass, sich über eine verschleierte Frau in der Straßenbahn auszulassen. Gefiel Ihnen das? Würden Sie es bitte noch mal lesen? Warum nehmen Sie SteinMain in Schutz? Sehen Sie ihn als möglichen Mitstreiter in Ihrem Kampf gegen die "Muselmanie"? weinsztein |
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Lieber Weinzstein,
ich halte Leute wie die Von PI wie den Wilders in Holland, der gar ernsthaft ansann, den Koran gleich "Mein Kampf" zu verbieten, gelinde gesagt, als für nicht förderlich, alswelches ich auch hier auf den Freitag-Kommenrtarseiten wie sowieso in meinem eigenen Blog schon eindeutig und öfter ausgedrückt habe. Meine inhaltliche Argumentation im Sinne des Vergleichs der Behandlung von Heidentum/Christentum/Judentum/Muselmanentum haben Sie lediglich als "Rabulistik" abgetan; dazu können oder wollen Sie wohl nichts sagen; solange Sie das nicht vermögen, habe ich zu der Aussage von SteinMain, zumal angesichts seiner laut Meisterfalk mangelnden Geschlechtsteillänge, ebenfalls nichts zu sagen. Wenn schon, denn schon. |
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Magnus Göller,
tut mir leid, aber das ist albern. Was wollen Sie dann da in Sachen "Heidentum/Christentum/Judentum/Muselmanentum" argumentiert haben? Wo war da ein Argument? Sie ergriffen Partei für unsägliches Geseich, das SteinMain hier & dort kommentierend absondert: gegen Frauen, gegen Muslime. Ich habe habe mich gegen SteinMains Kommentare gegenüber Frauen(themen) verwahrt, weil ich sie als klebrig empfinde. Sie reagierten zeternd wie es man sonst von Bierstammtischen kennt, und zwar tendenziell islamophob. Da passt es gut, dass Sie Sie andere "germanophob" nannten. Clever. Wobei mich amüsiert, dass Sie die "muselmanische" Pimmellänge im Vergleich mit christlichen, jüdischen, agnostischen, atheistischen Gliedern einfach nicht los lässt. Seien Sie beruhigt; statistisch gelten im Schnitt 14,3 cm, hier wie dort. weinsztein ------------------------------------ (Herr Göller, ich vermute, dass Sie nicht dagegen haben, das ich aus dem aktuellen Beitrag Ihrer website zitiere. Danke. Also, jetzt geht's los: Die gefährliche Tumbheit der Mitte Magnus Göller: der fiese Troll Heute war ich endlich mal an der Reihe. Ich beteiligte mich als Kommentator in einer Netzdebatte eines Zeitungblogs und erhielt den Ehrentitel “Troll”. Vielmehr erhielt ich diesen nur indirekt: Ein anderer Kommentator war von der politischen Linie der Publikation abgewichen, ohne jemanden persönlich zu beschimpfen und wurde daraufhin bezüglich seiner psychischen Gestörtheit, die er wohl besser mal zum Arzt trüge als dorthin, seiner Doofheit, gegen die ein Stück Brot Respekt verdiene, ob mangelnden Anstandes, als Rassist, schließlich gar als einer, der wohl ein zu kleines Geschlechtsteil (wörtlich “Schwanz”) in der Hose habe, maßlos angegriffen, gewürzt mit der Empfehlung, sich schnellstens vom Acker zu machen. Ich hatte bis dahin zu der Diskussion nichts gesagt, griff dann aber in die Tasten und stellte mich deutlich gegen diese Niveaulosigkeiten. Hernach war zunächst eine Weile Sendepause. Dann erhielt ich eine kurze Riposte, die mit keinem Wort auf meine Inhalte einging, und wenig später war die Rede von den “Trolls”, die sich eingeschlichen hätten und die man nicht länger füttern solle, alswelche Aussage bemerkenswerterweise zweimal und nur auf Englisch kam (”Don’t feed the troll”). Da die heldenhaften Trolljäger wohl nicht vermutet haben dürften, damit eine undechiffrierbare Geheimbotschaft untereinander austauschen zu können, liegt der Schluss nahe, dass das Engsächsische wohl die magische Sprache jener verschworenen Terminatorenelite sein müsse. Indem außer dem anderen Kommentator nur ich gemeint sein konnte, hatte ich es also geschafft, mir das Totschlagwort der Netzgemeinde einzufangen. Witzigerweise war ich dabei wie so oft der Einzige, welcher seine Vorstellungen mit einem leicht im Netz zu findenden Klarnamen einstellte, während die armen, von mir bösem Troll verfolgten Edelleute sich wie je hinter Pseudonymen verbargen. Nun gibt es natürlich Leute - aber eben praktisch immer unter Pseudonym - , die sich einen Spaß daraus machen oder gar dafür bezahlt werden, Kommentarseiten böswillig aufzumischen; aber dies war hier offenkundig nicht der Fall: Das Wort Troll diente also lediglich als willkommene Ausflucht, sich mit einer unangenehmen abweichenden Meinung nicht auseinandersetzen zu müssen (der andere hinterlistige Troll hatte nur einen relativ kurzen Beitrag gebracht…), indem man so versuchte, dem anderen Diskutanten wie auch mir kurzerhand die Ehre abzuschneiden, uns als verwerfliche, amoralische Subjekte hinzustellen. Fast wie selbstverständlich handelte es sich dabei um ein Forum, das sich sonst viel auf einigermaßen anständiges Deutsch, vernünftige Umgangsformen und zumal Liberalität was Meinungsfreiheit anlangt, zugute hält. Da ich dort zuvor öfter schonmal aufgetaucht bin und ein paar Leute wissen, dass ich diesen Block hier betrolle, bestelle ich mir jetzt ganz einfach mal beim Universum, dass der eine oder die andere dies lesen und sich dabei wiedererkennen möge. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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