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Leider, da wo es möglich ist, stehen Kinder in Gefahr missbraucht zu werden. Und leicht möglich ist es Tätern immer in sogenannten Schutzräumen, die für Kinder eingerichtet werden. Das sind nicht nur katholische Schulen, das ist z.B. auch die Familie oder der Jugendclub. Das Wort "Schutzraum" und "Schutz" wird zu einem monströsen Paradoxon, wenn man bedenkt, welch schreckliche Verbrechen durch diese Schutzräume erst möglich werden! Sobald ein Täter da ist, ist das Kind im sogenannten Schutzraum nämlich schutzloser als je zu vor, der Schutz wirkt nämlich weiter, er beschützt fortan denjenigen, der das Kind missbraucht. Wie man das ändern kann wüsste gern
Euer Kilian aus Kiel
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Die Gedanken um den Schutzwert von "Hüllen" wie Heime, internate, Straßenbahnen, Holzhütten oder Wälder.. könnte man genauer aufgreifen, um zu klären, daß bauliche oder natürliche Barrieren oder Hüllen vorzugsweise abgrenzen, aber nicht schützen. So schützt z.b. meine Tasse den Teppich vor ihrem Inhalt, also vor einer Kaffeeflut - Schutz für Außenstehendes. Meine Hundehütte schützt ebenso, solang der Hund in der Hütte weilt. So es regnet, schützt es ihn vor Regen - Schutz für Innenliegendes.
Wie verhält es sich mit dem Märchen von Rotkäppchen, welches auf einem Wege durch den (schützenden?) Wald läuft? Die Gefahr ist von vornherein als eine von Punkt A nach Punkt B benannt. Das Rotkäppchen glaubt, am Hause der Großmutter angekommen sicher zu sein, denn dort endet ja die Gefahr, vom Wege abzuweichen. Welch gedankliche Fehlleistung! So erleben wir es auch heute. Und wer hat beahuptet, daß die Großmutter nur deshalb so gefräßig auf Mädchen sei, weil aus ihr "der Wolf spricht"? Gibt es hier vielleicht sogar noch einen viel fürchterlicheren Ansatz, als wir jemals glaubten? Um modern geführte Internatseinrichtungen mit Internet, gleichaltrigen Gruppen und anderem modernen Tralala hätte ich weniger Sorgen, eher um solche, in denen Unterordnungs-Spiele gepflegt werden, keine verteilten Kommunikations-Strukturen existieren, die eine angemessene Information um das Miteinander ermöglichen. Pflegen wir also unseren Glauben nicht nur, sondern sprechen darüber. Vielleicht ist dies der beste Schutz. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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