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Die Kleinstadt Vechta hat seit 2008 ein sogenanntes "Stadtbus"-System. Kleintransporter mit 12, 13 Sitzplätzen fahren im Stundentakt durch die Stadt. Vier Linien sorgen dafür, dass kein Ort in der Stadt allzu weit von einer Haltestelle entfernt ist. Für eine 30.000-Einwohner Stadt ist das keine Selbstverständlichkeit. Allzu viele Kunden gibt es hier nicht, und, was noch wichtiger ist: Eigentlich gibt es auch keine Entfernungen, die nicht zu Fuß machbar wären.
Kein Wunder also, dass ein erster Versuch in den 90er-Jahren wenig erfolgreich verlaufen ist. Nach wenigen Wochen wurde das Projekt bereits wieder eingestellt.
Heute hat die Stadt längeren Atem: Obwohl der Stadtbus immer noch ein Zuschussgeschäft ist, will Vechta erst in zwei Jahren wieder neu entscheiden, ob das Projekt fortgeführt wird. Bis dahin könnten die wachsenden Fahrgastzahlen das Angebot so sehr etabliert haben, dass ein Wegfall auf harten Widerstand aus der Bevölkerung stoßen könnte: Während 2008 täglich nur 100 Fahrgäste gezählt wurden, sind es heute nämlich vier oder fünfmal so viele, meldet der Chef des betreibenden Busunternehmens, Leo Wilmering.
Zuletzt sollten vor allem Senioren ermutigt werden, die Stadtbusse zu nutzen. Um Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl die Scheu vor dem neuen Angebot zu nehmen, bietet die Volkshochschule seit drei Semestern spezielle Trainings für Senioren an: ehrenamtliche Mitarbeiter des Seniorenbüros Vechta helfen beim Ein- und Aussteigen, gehen die Fahrpläne durch, üben das Umsteigen in der zentral gelegenen Burgstraße, und zeigen das Stop-and-Go-System: Der Bus hält nämlich nicht nur an Haltestellen, sondern auch auf Handzeichen. Ein Film auf der Homepage des NDR zeigt das Training.
Nun ist laut Leo Wilmering sogar im Gespräch, dass der Stadtbus ab dem Wintersemester 2011 ins Semesterticket der Universität - vormals Hochschule - Vechta eingegliedert werden soll - rund 4.000 neue Nutzer kämen dann dazu und würden das Angebot wohl weiter etablieren.
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Prima Sache, das mit dem Semesterticket hätte aber schon längst eingeführt werden sollen.
Wobei natürlich junge Leute mit Rad und per pedes noch preiswerter wegkommen... |
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Eben kam nochmal die Meldung vom AStA der Uni Vechta und Herrn Wilmering: Wird wohl doch erst im Sommer 2012 geschehen.
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Es gibt ja seit Jahren auch hier und da Versuche, den öffentlichen Busverkehr in Kommunen gratis anzubieten.
Ein Beispiel hier: de.wikipedia.org/wiki/Personennahverkehr_in_Hasselt |
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Vielleicht könnt man Arbeitslosen vergünstigte Tickets anbieten, ich weiß nicht wieviele es davon in Vechta gibt aber wäre auf jeden Fall eine sinnvolle Erweiterung des Angebots...
KCH die ham ja auch nix... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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