Kopfmachen21

S21 Das dümmste Großprojekt

08.02.2012 | 21:14

Kretschmann bei der CDU. Man lacht über aufmüpfige Bürger.

Kretschmann bei der CDU.  Gemeinsames Lachen über aufmüpfige Bürger.

Ich muß schon anerkennen, es hat sich etwas geändert im Ländle seit der Regierungsbeteiligung der Grünen.  Neuerdings wird viel mehr Toleranz  g e ü b t   gegenüber Schwachen und Minderheiten. Gegenüber dem Juchtenkäfer, Flesermäusen und gegenüber einer aufmüpfigen Bürgerschaft.

Uns Kretschi machte eine gute Figur beim Neujahrsempfang desWirtschaftsrats der CDU in der Stuttgarter Daimler-Niederlassung. So steht's zu lesen im Blättle "Familienunternehmer News" vom 18. Januar 2012.

"Er bekannte sich zu einem engen Austausch mit der Wirtschaft und versicherte den anwesenden Unternehmern : 'Meine Tür steht immer offen für Sie.' "

Na, wenn seine Türe immer offen steht, in Erwartung netter Unternehmer-Besuche, daß sich da nicht mal ein paar nette, aber ungebetene S21-Gegener hineinmogeln ...

Was sonst während Kretschis Auftritt bei der CDU genau besprochen wurde, bleibt leider weitenteils unklar, da Süddeutsche Zeitung und die Familienunternehmer-News Aussagen teilweise unterschiedlich wiedergeben :

Laut Unternehmer-Blättle sprach Kretschi z.B. von der "dramatisch unterfinanzierten Verkehrs-Infrastruktur".  ( Ob er wohl S21 damit gemeint hat ? )  In der Wiedergabe der SZ allerdings ist  'Der Straßenbau im Südwesten [...] dramatisch unterfinanziert.'

Wie auch immer, fröhliche Einigkeit scheint jedenfalls beim Umgang mit einer gelegentlich etwas aufmüpfigen Bürgerschaft zu bestehen :

 

 

"Die aufmüpfige Bürgerschaft

In der anschließenden moderierten Diskussion zwischen Kretschmann und Lauk ging es unter anderem um die Themen Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, E-Mobility und Bildung. Beifall und viele Lacher hatte Kretschmann, als er sagte: „Es geht um die Frage, wie gehe ich mit einer aufmüpfigen Bürgerschaft um und setze trotzdem meine Ziele um?“ Die Bürger seien keine Nein-Sager, sagte der Ministerpräsident. „Wenn wir die, die wir gewinnen wollen, als Nein-Sager denunzieren, erreichen wir nichts.“ Auch die Gegner von Stuttgart 21 seien für etwas gewesen, für etwas anderes als den Tiefbahnhof.

Bei Wein, Saft und kalt-warmem Bufett wurde nach der Diskussionsrunde angeregt weiterdiskutiert."


www.familienunternehmer-news.de/nachrichten/veranstaltungen/1486-kretschmann-beim-wirtschaftsrat.html

www.sueddeutsche.de/w5F38c/422668/Kretschmann-erklaert-seine-Verkehrspolitik.html

 

 

Äh,  war was ?

Ähm,  könnte es sein, daß K. einfach ein Riesen-Arschloch ist ?

So viele Schuhe, wie ich werfen möchte, habe ich im ganzen Leben nicht besessen ...

 

 

 



 
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Kommentare
seriousguy47 schrieb am 08.02.2012 um 21:59
Interessante News!

Was Kretschmapp ist? Es gab in den 70ern/ 80ern zunehmend die Frage, was denn wir Kritiker an den Alt-Nazis im Dritten Reich gemacht hätten......Die Bürger haben den Hitler gewählt. Und das ....wird jetzt gemacht. Das isch doch klar. Das isch Demokratie.....
seriousguy47 schrieb am 08.02.2012 um 22:01
...jetzt hab ich doch glatt das Fragezeichen vergessen. Wird hiermit nachgereicht: "?".
Zeitleser schrieb am 08.02.2012 um 22:23
Was soll er denn machen? Wenn sein SPD - Mitstreiter sich lauthals für S21 einsetzt? Also nicht den Falschen an den Pranger stellen!
mcmac schrieb am 08.02.2012 um 22:43
Was soll er denn machen?

>>> S21: Grüne Chronologie des Nichtstuns

>>> "Der grüne Verrat"

>>> "Schwäbische Schweinereien"

>>> Brief an LT-Abgeordente

>>> Strafanzeige

Der gute Mann hätte nur zugreifen müssen; dem hätte sich auch die SPD nicht entziehen können, egal wie sehr sie auf dicken Hals macht.

Recht und Gesetzt, daran fühlt sich Kretschmann gebunden. Sagt er jedenfalls immer...
Kopfmachen21 schrieb am 09.02.2012 um 19:40
Wenn diese Auswahl an Möglichkeiten nicht reicht ... (Danke @mcmac). Als absolutes Minimum wäre geboten, sich endlich die Kostenkalkulation der DB offenlegen zu lassen, und in fairer Weise die Ermittlung der von DB vorgelegten "Stresstest"-Resultate in einem Experten-Gremium öffentlich zu debattieren. Dies wäre ein ganz sachlicher Umgang mit wesentlichen Entscheidungskriterien vor einer Projekt-Durchführung. So ist nämlich "Projektförderungs-Pflicht" auch zu verstehen, alle Projektkriterien sachlich aber kritisch zu prüfen und ein Projekt nur dann zuzulassen, wenn der volkswirtschaftliche Nutzen höher anzusetzen ist, als die Summe aller Risiken und Negativposten !
mcmac schrieb am 08.02.2012 um 22:28
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Tagen und Wochen erreichten mich Schreiben sowie Beiträge auf Facebook und Twitter von Bürgerinnen und Bürgern, deren Inhalt mir sehr zu denken gibt. Mal mehr, mal weniger deutlich wird darin gefordert, Stuttgart 21 dürfe auch nach dem Ergebnis der Volksabstimmung nicht gebaut werden. Daher möchte ich Ihnen mit diesem offenen Brief meine Sicht der Dinge darstellen.[...]


Kretschmann bei Zuckberg als Alpha-Blogger.
Eimer bereitstellen. Oder wahlweise Taschentücher zum Schneuzen - Kroko-Mann weint...

Anbei noch der offizielle DB-Schlachte-Plan für die Bäume im Schlossgarten.
mcmac schrieb am 08.02.2012 um 22:29
Ach so, ich vergaß'...




  • Stuttgarter Erklärung (openpetiton.de; eine Stellungnahme Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger, die weiter Widerstand gegen das Projekt S21 leisten wollen und um Unterstützung bitten)


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